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Eine Frau stirbt in ihrer Wohnung an 146 Messerverletzungen. Der Täter flieht und landet ein Jahr später doch vor Gericht.
Eine junge Frau wird ermordet in ihrer Wohnung im beschaulichen Mössingen aufgefunden, neben ihr sitzt die zweijährige Tochter. 146 Messerverletzungen bringt der Täter der Mutter an einem Sommertag im Jahr 2013 bei – er bleibt unerkannt und flieht.
Eine ganze Region ist erschüttert. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, 46 Leute arbeiten in einer Sonderkommission, die hunderte von Hinweisen sammelt und nur eine Woche später zuschlägt: Einem 27-Jährigen aus Rottenburg wird der Prozess gemacht. Er bestreitet die Tat. Bis zuletzt.
TAGBLATT-Redakteur Eike Freese verfolgte den Prozess und spricht mit Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Lorenzo Zimmer in der neuen Folge des Podcasts „Am Gericht“ über einen der spektakulärsten Indizien-Fälle der vergangenen Jahrzehnte. Ein Verbrechen von rätselhafter Brutalität. Und die Frage, was für einem Menschen man so eine Tat eigentlich zutraut.
Alle Artikel zu den Folgen und mehr über aktuelle Ermittlungen der Polizei, laufende Prozesse in der Region Tübingen/Reutlingen und spannende Hintergründe gibt es auf www.tagblatt.de/amgericht
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Am Gericht S1E10 Rätselhafte Brutalität: Der Mössinger Messer-Mord
Moderation: Eike Freese, Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
Es war noch nie so leicht, an Blüten zu kommen: Darum geht es in der neuen Folge unseres Podcasts „Am Gericht“.
Wer träumt nicht davon, ohne Arbeit aus wenig Geld viel Geld zu machen? Der Verlockung erlagen auch mehrere junge Männer in Tübingen – indem sie sich Falschgeld besorgten und es in Umlauf brachten.
Dafür mussten sie weder geschickte Graveure sein noch brauchten sie eine (Geld-)Druckmaschine im Keller. Sie bestellten die falschen Fünfzig-Euro-Scheine bequem im Internetcafé und bekamen sie per Post geliefert.
TAGBLATT-Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer sprechen in der neuen Folge des Podcasts „Am Gericht“ über zwei Gerichtsprozesse wegen Geldfälschung am Tübinger Jugendschöffengericht.
Darüber, wie die jungen Männer versuchten, ihre Blüten unters Volk zu bringen, was ihnen am Ende zum Verhängnis wurde und warum auch bei den Kundenbewertungen illegaler Online-Shops Skepsis angebracht ist. Und über den Wandel einer Straftat, die heute so leicht zu begehen ist wie nie zuvor.
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Am Gericht S1E9Blüten übers Netz: So leicht kommen Jugendliche an Falschgeld
Moderation: Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
Es begann mit der Polizeikontrolle eines Jugendlichen, der ein paar Gramm Gras dabei hatte – und endete mit der bis dahin größten zusammenhängenden Serie an Drogenprozessen in der Region.
Denn die Drogenfahnder folgten der Spur des Marihuanas in der Verteilerkette immer weiter nach oben, bis sie bei einem 32-Jährigen landeten. Der handelte selbst kiloweise mit Drogen. Dann aber traf er eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben vollständig veränderte: Er stellte sich als Kronzeuge zur Verfügung und verriet alle seine kriminellen Geschäftskontakte: Für ihn bedeutete das ein neues Leben im Zeugenschutzprogramm, zwei seiner Lieferanten kamen jahrelange ins Gefängnis.
Über diesen Fall sprechen Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer in der neuen Folge unseres Podcasts „Am Gericht“. Und darüber, wieso der Kronzeuge mit einer Bewährungsstrafe davon kam und woher die Bezeichnung „31er“ für Leute kommt, die mit der Polizei zusammenarbeiten. Und es geht um das traurige Leben eines Dealers, der im Tübinger Stadtteil Waldhäuser Ost zwar kiloweise Drogen vertickte, dabei aber fast ständig in Angst lebte.
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Am Gericht S1E8 Der Kronzeuge: Wie ein Berufsdealer seine Kollegen in den Knast brachte
Moderation: Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
Die Pandemie bietet auch Chancen – vor allem für Menschen, die es unberechtigt auf staatliche Gelder abgesehen haben. Erst gab es dubiose Deals mit überteuerten Schutzmasken, zuletzt kamen immer mehr Fälle von Abrechnungsbetrug an Teststationen ans Licht. Und bei der Auszahlung der Corona-Soforthilfen im ersten Pandemie-Jahr 2020 sollte das so schnell gehen, dass nicht nur die Server der zuständigen Stellen zusammenbrachen, sondern auch staatliche Kontrollmechanismen versagten.
Das nutzte auch ein ehemaliger Tübinger aus, der noch vor Ausbruch der Seuche nach Vietnam ausgewandert war. Von dort aus wollte er Sumpfgras als Alternative zu Plastik-Trinkhalmen nach Deutschland verkaufen. Das Geld wurde knapp, das Geschäft kam nicht so recht in Gang – und die Corona-Soforthilfen ihm daher gerade recht.
Wie leicht der Mann Tausende Kilometer entfernt an Zehntausende Euro kam und dann trotzdem aufflog, darüber sprechen Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer in der neuen Folge unseres Podcasts „Am Gericht“.
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Am Gericht S1E7 Corona als Chance: So einfach kassierte ein Betrüger Geld vom Staat
Moderation: Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
„Ich bin ein Bote des Zorns“ – so begann einer von sehr vielen Anrufen bei der Polizei. Immer wieder drohte ein Mann mit Anschlägen und stellte dabei auch politische Forderungen.
Ernst gemeint waren die Ankündigungen nie, das wusste auch die Tübinger Polizei. Da der psychisch erkrankte Mann aber auch bundesweit Sicherheitsbehörden anrief, was denen viel Arbeit verursachte, wollte die Tübinger Staatsanwaltschaft ihn dauerhaft in der Psychiatrie unterbringen lassen – so kam der Fall ans Tübinger Landgericht.
Die Richter mussten entscheiden, ob sein Verhalten ausreicht, ihm wegen der Anrufe seine Freiheit zu nehmen.
Über diesen Fall sprechen Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer in der neuen Folge unseres Podcasts „Am Gericht“ . Und darüber, wie der Staat mit Menschen umgeht (und umgehen darf), die nicht oder nur sehr eingeschränkt dafür verantwortlich sind, was sie tun – gerade wenn es sich um Straftaten handelt.
Die Abwägung zwischen persönlicher Freiheit psychisch Kranker, die nichts für ihr Verhalten können, und dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der Allgemeinheit ist nicht leicht. Wie die Richter im Fall des Telefon-Guerilleros (so sah er sich selbst) entschieden, das hört ihr in der neuen Folge von „Am Gericht“.
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Am Gericht S1E6 Der Telefon-Guerillero - wenn Richter über Freiheit oder Psychiatrie entscheiden
Moderation: Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
Weil er seinen Bruder und einen Freund gezielt anfuhr, musste ein Mann vors Tübinger Schwurgericht. Was steckte dahinter?
In der neuen Folge des TAGBLATT-Podcasts „Am Gericht“ geht es um einen Mann, der das Gute will, aber Böses tut: Im Februar 2020 erfasst der Wagen eines 38-Jährigen in der Max-Eyth-Straße in der Tübinger Weststadt zwei Männer. Einer davon ist sein Bruder, der andere ein langjähriger Freund der Familie. Bei der Tat sitzt der 15-jährige Sohn des Mannes auf dem Beifahrersitz.
Zahlreiche Notrufe gehen bei der Polizei ein, die mit großem Aufgebot anrückt und den Fahrer in der nahen Esso-Tankstelle festnimmt. Wie sich herausstellt, hat er die Männer nicht versehentlich angefahren. Er kommt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft erhebt schließlich Anklage wegen versuchten Totschlags, und es kommt zum Prozess vor dem Tübinger Schwurgericht.
Über diesen Fall sprechen Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer in der fünften Folge unseres Podcasts: Über den Abend der Tat, den aufwändigen Prozess – und über die unglaublich klingende Vorgeschichte. Denn Hintergrund der Auseinandersetzung war ein Streit über den richtigen Umgang mit einem plötzlichen Geldsegen, der für die Familie zum Fluch wird. In einem Computer, der mit einem Zu-verschenken-Zettel an der Straße stand, entdeckten sie einen kleinen Schatz – doch nach der anfänglichen Freude über den glücklichen Fund kam es zur folgenschweren Eskalation.
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Am Gericht S1E5 Zwei Männer angefahren: Der Fluch des Schatzes im Computer
Moderation: Lorenzo Zimmer, Jonas Bleeser
Produktion: Jonas Bleeser
Sprecher: Sascha Speidel
Radaktivist und Autofahrer auf der Anklagebank: In der neuen „Am Gericht“-Folge geht es um Streit im Straßenverkehr.
Gerade in Tübingen ist das Verhältnis zwischen Radfahrern und Autofahrern auf den Straßen nicht immer konfliktfrei: Das zeigen nicht nur viele Kommentare auf der Facebook-Seite des TAGBLATTs oder in Leserbriefen, wenn es um Verkehrsthemen geht, wie beispielsweise die Sperrung der Mühlstraße.
Tippt man das Thema im Bekanntenkreis an, hat nahezu jede und jeder dazu eine klare Meinung und ordnet sich oft spontan einer der beiden Gruppen zu – obwohl doch viele sowohl Autofahrer wie Radler sind.
Immer wieder eskaliert der Kampf um den Platz und die Regeln auf der Straße auf unschöne und manchmal gefährliche Weise – und Autofahrer oder Radler landen vor dem Kadi. In der neuen Folge unseres Podcasts „Am Gericht“ sprechen Gerichtsreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer über zwei Fälle, in denen Verkehrsteilnehmer auf drastische Art versuchten, jemanden aus der jeweils anderen Gruppe zu erziehen – und in denen das so gründlich schief ging, dass sie auf der Anklagebank des Tübinger Amtsgerichts landeten. So viel sei verraten: Für beide hatte es spürbare Konsequenzen.
Ein Tübinger Rechtsanwalt kauft sich ein neues Auto – und setzt damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, die ihn schließlich auf die Anklagebank bringen. Das Tatmittel ist ein Filzstift, das Tatobjekt ein Anwohnerparkausweis: Auf dem streicht der Mann das alte Kennzeichen durch und schreibt das neue daneben. Eine Straftat? Über zwei Instanzen beschäftigt das die Tübinger Justiz: Während die Staatsanwaltschaft von einer Urkundenfälschung ausgeht, ist sich der Rechtsanwalt keiner Schuld bewusst.
Über diesen Fall sprechen in der dritten Folge unseres TAGBLATT-Podcasts „Am Gericht“ Justizreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer: Warum landete die Geschichte überhaupt vor Gericht? Was waren die Argumente der Staatsanwaltschaft, wie verteidigte sich der Jurist? Und warum ist das mit dem Nachweis einer Urkundenfälschung komplexer, als man als Laie vermuten könnte?
In dieser Folge bleibt der Blick in den Gerichtssaal gänzlich unblutig – aber es wird trotzdem spannend. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
Eine 75-Jährige wird schuldig, ohne es zu wollen: Im August 2018 erfasste ihr Auto in der Tübinger Westbahnhofstraße in voller Fahrt vier Kinder. Sie hatte die Rote Ampel übersehen und sie ungebremst erfasst.
Glücklicherweise überlebten die teils schwerverletzten Unfallopfer ohne Langzeitschäden. Die Familien vergaben der Fahrerin öffentlich: Sie erstatteten keine Anzeige. Trotzdem kam es im Jahr darauf zu einem Prozess am Amtsgericht.
Über diesen Fall sprechen in der zweiten Folge unseres TAGBLATT-Podcasts „Am Gericht“ Justizreporter Jonas Bleeser und Online-Redakteur Lorenzo Zimmer: Warum gab es damals eine Anklage – und mit welchem Vorwurf? Warum wandten sich die Familien nach dem schrecklichen Geschehen von sich aus ans TAGBLATT? Und welche Strafe bekam die Autofahrerin am Ende?
Diskutiert wird auch die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn der Staat ab einem gewissen Alter eine regelmäßige Fahrtüchtigkeitsprüfung für alle vorschreiben würde – wie es in vielen Ländern gesetzlich geregelt ist. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!
Es war ein Verbrechen, das in Tübingen in aller Öffentlichkeit geschah - ein junger Mann brach einem 32-Jährigen mit einem gezielten Tritt auf den Kopf mehrfach den Schädel. Die brutale Attacke kam völlig unerwartet, an einem lauen Sommerabend auf den Treppen der Stiftskirche, sozusagen im voll besetzten Freiluft-Wohnzimmer der Stadt. Tagblatt-Redakteur Lorenzo Zimmer und Gerichtsreporter Jonas Bleeser sprechen über einen bemerkenswerten Prozess - mit einem Angeklagten, der nach der Tat fast alles richtig gemacht hat.
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