Ampère

Ampère

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Music
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Ampère episodes

  • DJ von Beruf: Wenn Tanzmusik die Miete bezahlt
    «Ampère» stellt die wichtigen Fragen im Leben. Zum Beispiel: Wie kommt man nur mit elektronischer Musik über die Runden? St. Petersburg, Mykonos, Bogotá: Wer von elektronischer Musik leben will, ist viel unterwegs. Das sagt einer, ders wissen muss: Der Basler Musiker Dandara hat seine Lehrerstelle aufgegeben, bestreitet seinen Unterhalt nun als DJ und Produzent. Im «Ampère»-Spezial gibt er Einblick in seine Welt.
    Den Wandel einer Freizeitbeschäftigung zum Vollzeitjob können sich nur wenige vorstellen. Dominik Traub, Basler Musiker, verliess seine Stelle als Primarlehrer und widmet sich seither ganz der elektronischen Musik. Mit dem Soloprojekt Dandara begeisterte er schon Festivalbesucher und Raverinnen auf drei Kontinenten. Die Auftritte in der Schweiz alleine würden zum Leben nicht ausreichen: Im Inland erhält er nicht annähernd soviel Aufmerksamkeit.
    Dass der eingeschlagene Weg auch Risiken und Herausforderungen birgt, war dem Autodidakten von Beginn weg bewusst. Wenn das kreative Ventil auf einmal den Anforderungen des Alltags standhalten muss, ist der Druck schnell da. Wie man den Überblick behält und den Kopf nicht verliert, welche Lehren Dandara gezogen und welche Tipps er auf Lager hat: Das alles erfahrst du im Podcast.
    TRACKLIST
    * Maria Rita «Cântico Brasileiro No.3» (Kamaiurá)
    * Kxngs «Moringa Powder»
    * Dandara «Uivando»
    * Dandara «I Know»
    * Faze Action ft. Zeke Manyika «Mangwana»
    * Bella Boo «The Hours»
    * RAMZi «Ya Chaki»
    * Dandara «Umbwele»
    * Dandara & Hesselberg «Sacred Hill»
    * Ny-Ak & Ian Blevins «K-Dance»
    * Blay Ambolley & Dandara «Afrika Ye» (Edit)
    * Sudan Archives «Come Meh Way»
    57 min
  • New Age for the Digital Mind: «Ampère» schwebt ins Wochenende
    Raus aus der Hektik: Popsensible Electronica trifft auf Deep Reggaeton. Wir liessen uns einmal quer durch die elektronische Musiklandschaft treiben. Was hängen geblieben ist: Zartfühlige Sounds für die letzten Sonnenstunden. Vergessenes Lieblingsmaterial. Und ganz viel ungehörte Frequenzen. Das alles gibts jetzt, ungekürzt, für immer.
    Zwischen Liftmuzak und Chillout-Room findet sich eine kleine Nische selbstbewusster Electronica, die ist so bittersüss, dass sie kleben bleibt. Musik, die am Anfang der Nacht genau so gut aufgehoben ist wie am Morgen danach. Mit Schlafzimmerblick und einer Melancholie, die sich zu gleichen Teilen aus Nostalgie und Gegenwartsfurcht speist.
    Sie kommt von ganz tief innen und ist in allen Genres heimisch. Kann ein Aufklärungsvideo begleiten oder auch ein Videospiel, hält warm und lädt zum Träumen ein. In unserer Auswahl finden sich Breakbeats und Dub-Effekte, Samples und Synthesizer. Soundtracks von Grössen wie Coil; der aktivistischen Industrial-Kombo aus England – aber auch Schlafzimmerproduktionen und DIY-Jams sind vertreten.
    Dazwischen findet sich ordentlich Luft zum Atmen: Die Echos der New Age-Bewegung hallen laut und deutlich. Wer sich die Auszeit ein zweites Mal gönnen will, findet die Playlist auf Spotify und den Podcast auf der Lieblingsplattform. In Endlosschlaufe und bis in fast alle Ewigkeit, wahrscheinlich.
    TRACKLIST
    * Orson Wells «Hemisphere Pt. 2»
    * Miajica «LAéroport»
    * Zapatilla «Drfting»
    * Unit Black Flight «Running On The Edge»
    * Mappa Mundi «Urbi et Orbi»
    * CAIN «Zetwal»
    * Dj Python «Yo Ran (Do)»
    * Mateis e. aqir «Polypipe»
    * Vegyn «Olbass All Bass»
    * Lo Kindre «I Dont Really»
    * Coil «Alternative Theme From Gay Man's Guide To Safer Sex»
    * IOKOI «Absolitude»
    * Kilchhofer «Skimo»
    * Boards Of Canada «Turquoise Hexagon Sun»
    * Dust-e-1 «C-Thru»
    56 min
  • Ampère #10 – oder wie man in 60 Minuten den inneren Goth entdeckt
    Dunkle Geister aufgepasst: Hier und jetzt gibts experimentelle Electronica in Haudraufkultur. Im besetzten Keller, im Grossraumklub, auf den Sommerfestivals: Die elektronische Sphäre wurde in den vergangenen Jahren dunkler und düsterer. Die Zukunftsvisionen bezieht man aus der Vergangenheit – bevorzugt aus den 80ern und 90ern. Dass die wieder fresh klingen, beweist die zehnte Folge Ampère.
    Die Geschichte um Detroit ist landläufig bekannt. Was in den 70ern mit Krautrock und Kraftwerk begann, entwickelte in und um die «Motor City» bald ein unabsehbares Eigenleben. Seit geraumer Zeit steht jedoch ein anderer Erzählstrang im Rampenlicht. Während in Übersee an der Technoformel geschraubt wurde, wurden in den Benelux-Staaten ganz andere Sounds gefeiert.
    New Beat, Mellow, Electronic Body Music: Unzählige Tags zierten Magazine und Regale. In berühmt-berüchtigten Klubs wie dem Boccaccio in Destelbergen, Belgien, schraubten die Protagonistinnen und Protagonisten am dystopischen Klangmaterial. Die überfällige Renaissance dieser Episode erfolgte vor wenigen Jahren. Mittlerweile hat sich um das Phänomen eine eigene Szene gebildet, in der auch Akteurinnen und DJs aus der Schweiz mitmischen. Ohne Vocalsamples zum Fremdschämen. Dafür mit ganz viel Fokus auf Post Punk-Einflüsse, etwas Gothica und tranceinduzierenden Beats.
    Dass im ganzen Mix auch Electro und Breakbeats nicht fehlen dürfen, liegt auf der Hand. Die spannendsten Momente finden sich meist an den undefinierten Fransen eines Genres – und nicht in dessen Zentrum. Da wirds auch mal konfrontativ und schwer verdaulich; wer sich auf die Reise einlässt, wird reich belohnt. Die ganze Selektion gibts jetzt im Podcast; die Playlist zum Durchhören auf Spotify. Viel Spass damit.
    Tracklist
    * PBR Streetgang «Big Wig»
    * Second Storey «No Such Location (Marcel Dettmann Negative Remix)»
    * Walid aka DJ W.E.B. «Luciferian Apotheca (The Magus)»
    * Exhausted Modern «Ancestral Influence»
    * Interstellar Funk «Caves Of Steel (Convextion Remix)»
    * SVPER «Summer On A Solitary Beach»
    * Tunica Dartos «Hymn (Krankenzimmer 204 Remix)»
    * Estebahn «Eastbound (M-Bahn Mix)»
    * Khidja «Die Wilde Spirale»
    * DJ Seinfeld «Mono Melo»
    * Gray Chalk «Atlas»
    * Tapan «The Beast»
    * Jack Pattern «CODEX feat. Magda Vogel (UnknownmiX)»
    * Zoo Look «L.O.V.E.»
    56 min
  • Neo-Trance und 90er-Euphorie: Ampère flutscht ins Wochenende
    Grandiose Emotionen, aalglatte Melodien, knallende Breakbeats. Was einst verlacht wurde, ist wieder gross am Start. Statt radikal neue Wege zu gehen, beschäftigen sich die Tanzflächen intensiv mit Retroästhetik. Was in den 80ern und 90ern für gute Laune gesorgt hat, wird wiederentdeckt. Ampère trennt die Spreu vom Weizen und findet – freshness!
    Die Klubsaison ist angelaufen. Eins ist schon jetzt klar: Der Retrofetisch wird uns auch diesen Winter hindurch begleiten. Verstaubte Keller und durchdesignte Hipsterschuppen pumpen gleichermassen zu 90er-Electro. DJs überbieten sich mit unbekannten Perlen und Mikrohits, die bisher unter dem Radar geflogen sind.
    Aber auch die Produzentinnen und Produzenten interagieren mit dem Dancefloor: Das Feedback gelangt auf direktem Weg zur Quelle. Kein Wunder, werden die neusten Veröffentlichungen von Zitaten längst vergangener Zeiten dominiert. Breakbeats, seit den 70ern im Hip Hop zu hören, sind so populär wie schon lange nicht mehr. Die Arrangements sind wieder quirliger und abwechslungsreicher; statt hochpolierter Minimalästhetik gibts kernige Texturen und knallende Perkussion.
    House ist vom Phänomen nicht ausgenommen. Disco-Loops sind schon lange wieder en vogue; was zur Zeit des Mauerfalls in Chicago, New York, Köln und Frankfurt gespielt wurde, feiert Hochkonjunktur. Aber eben auch robustes Material. Die komplette Selektion gibts im Podcast zum Ewighören. Und wer die Tunes in voller Länge will, wird in der Spotify-Playlist fündig. Viel Spass beim Driften.
    TRACKLIST
    * Missions «Truther»
    * DJ Ungel «Diffused Engines»
    * Deena Abdelwahed «Tawa»
    * Farai «National Gangsters»
    * Throwing Snow «Simmer»
    * Karen Gwyer «Faces On Ankles»
    * Walid aka DJ WEB «PsyloNation (human synchronizing)[»
    * Special Request «Ardkore Dolphin»
    * Sumo «Hokori»
    * Sofia Kourtesis «Home Is Where I Can Dance»
    * Jensen Interceptor «Route E»
    * HARDFLOOR «Dubdope»
    * Jabru «Last Days Of Rome (Hodge Remix)»
    * Gantz «Rockstar»
    * Erika de Casier «Intimate (Club Mix)»
    56 min
  • Rewind bis zum Anschlag: Drum’n’Bass im «Ampère»-Spezial
    Einmal im Monat gräbt «Ampère» richtig tief. Heute im Fokus: DrumnBass. Im Windschatten von Acid House und Techno etablierte sich das britische Genre als Auffangbecken für musikalische Wundernasen. Das ist 25 Jahre her; die Partys steigen immer noch. Höchste Zeit, genauer hinzuschauen. Nach den ersten Raves in der Dampfzentrale dauerte es nicht lange, bis mit dem Bierhübeli eine weitere Berner Institution für Aufsehen sorgte. DrumnBass, und dessen Vorläufer Jungle, schwappten Mitte der 90er von der britischen Insel auf den Kontinent. Die Bundesstadt war vorne mit dabei, der Rest zog bald nach. Schweisstreibendes Tempo, halsbrecherische Breaks, Bassgewalt: Alles ungehört, unverstanden, und selbst in den Augen der etablierten Partyschweiz: irgendwie suspekt.
    DrumnBass war immer das kleine, hässliche Entlein.
    Nach einem kometenhaften Aufstieg folgte unweigerlich der Crash. Das Genre wird vom Mainstream seit Jahren mehr oder minder konsequent ignoriert, die Aussenwirkung ist bescheiden. Daran stören tut sich niemand. Im Gegenteil: Die «Heads» reisen Wochenende für Wochenende quer durchs Land. Man schätzt das Familiäre. Im Gespräch wird spürbar: Da ist Leidenschaft. Und auch: ein trotziger Schutzreflex.
    Die Selbstinszenierung einer Subkultur als Sonderfall ist keine Neuheit. Punks, Metalheads, Goanerinnen, Hip Hopper: Alle behaupten von ihrer Szene, sie sei besonders einzigartig, Nostalgie und Konservation reichen sich die Hand. Was also steckt wirklich hinter der Begeisterung für DrumnBass? Warum bewegt der Sound noch heute? Wir haben uns mit den Köpfen auseinandergesetzt, die ganz nah am Puls sind: Vier Generationen von Raverinnen, DJs, Labelchefs. Und sie nach ihrer Sicht gefragt.
    TRACKLIST
    * QZB «Delirium»
    * Dave Owen «Twin Stars» (Redeyes Remix)
    * Dual «Soulmate» (Roygreen & Protone Remix)
    * Konfront.Audio & Ryck «Prisoner Dub»
    * Dayni «Criminal Jazz»
    * EastColors «Dubby»
    * Mindvipe «Shadows»
    * GROUND «When I»
    * QZB «Underneath»
    * EastColors «Watch Out» (Enei Remix)
    * Dayni «Slack»
    * Kenobi «Pale Ale Dub»
    * Special Victims «Snake»
    * Flowrian «Wait For Me»
    * Konfront.Audio «Tell Me»
    * EastColors «Keys»
    * QZB «Take It All VIP» (ft. Charli Brix)
    * SaXXon «Weapons» (Bou Remix)
    * Dayni «Black Rain»
    * Invadhertz «Basic Forms»
    * GROUND «Conduction»
    * Axiom «Phalanx»
    * Noizesplitter «Bass Of Course»
    * TC «Rep» ft. Jakes (QZB Remix)
    * QZB «9 Marks» (Dandara Remix)
    56 min
  • Tief und düster: Ampère #007 ist auf Stealthmission im Untergrund
    Schwere Bässe: Die Leidenschaft zur Soundsystemkultur brennt noch immer. Ampère sucht sich die besten Cuts der letzten Jahre. Was ein paar Kids im Süden Londons angerissen haben, hat später die Musikwelt revolutioniert. Einst als Dubstep geboren, wurde der Sound auf die Spitze getrieben: Wir hören genauer hin und schauen, was die Szene heute treibt.
    London, um die Jahrtausendwende. Im Schmelztiegel zwischen karibischen Soundsystems, UK Garage und der aufkommenden Grime-Welle formiert sich eine kleine, engmaschige Szene, die die Tanzflächen im Sturm erobern sollte. Der Modus damals wie heute: Licht aus, Hoodies low, grüner Rauch überall.
    Vom Keller auf die Festivalbühne – und wieder zurück
    Rund zehn Jahre später wurde der Sound vereinfacht, kommerzialisiert und tausendfach kopiert. Die dublastige Deepness wich aggressiven Synthesiser-Klängen; wer noch frische Experimente hören wollte, musste ganz nah beim Untergrund horchen. Keine Überraschung: In der heutigen Folge Ampère machen wir genau das.
    Von frühen Klassikern wie Search & Destroys «Candyfloss» zu modernen Adaptionen aus der Schweiz machen wir Bestandesaufnahme – und finden eine Stunde voller meditativer Bassworkouts. Kapuze tief in die Stirn ziehen, Nacken entspannt und Gunfinger im Holster: Alles bereit für die neblige Erkundungstour. Wer noch nicht genug hat, findet die Playlist auf Spotify – und den Rewind-Button auf der liebsten Podcast-App. Fire bun!
    Tracklist
    * Search & Destroy «Candyfloss»
    * Martyn «Recon»
    * Karma «Terrorist»
    * Phrex «Colliding Clouds»
    * Sub Basics «Elixir»
    * Commodo, Gantz, Kahn «Bitchcraft»
    * Samba «Tsss»
    * Pearson Sound «Untitled»
    * Off The Meds «Belter»
    * Shes Drunk «New Era»
    * Egoless «Decolonize»
    * Sorrow «Sheol»
    * Kahn «Abattoir»
    * Skeptical «Chain Reaction»
    * Darkstar «Aidys Girl Is A Computer»
    * Alix Perez «Deep Six»
    * Loefah «Disco Rekah»
    * Shigge «Burn Out» (nuitunit Remix)
    57 min
  • #Megamood: Ampère gleitet mit entspannten Vibes ins Wochenende
    Ein kleiner Blick in die breite Welt vom atmosphärischen House. Zum Feierabend, zum Vorglühen, für die Afterparty. Die vergangenen Episoden haben sich mit allen möglichen Spielarten der Electronica auseinandergesetzt; Ambient und UK Bass genossen den Fokus, Techno und Electro waren immer dabei. Heute gibts ausgewählte Cuts aus der Housekiste – vom Hypematerial zu reduzierten Meisterwerken.
    Was House sein kann und soll? Die Diskussion überlassen wir anderen. Dass mittlerweile alle eine ganz eigene Auffassung haben, ist logisch. Ampère hat versucht, die Brücke zu schlagen. Zu Beginn diktiert die Luzerner Combo «Wavering Hands» die Marschrichtung: Kreatives Tanzflächenmaterial, das der belgischen Szene der 80er ebensoviel zu verdanken hat wie dem frühen Chicago House. Danach wird der Bogen von Dubtechno zu perkussivem Klubarsenal gespannt. Immer groovy, immer mit einem Bein auf der Tanzfläche.
    Logisch – besondere Aufmerksamkeit kommt den Produzentinnen und Produzenten aus der Schweiz zu: Im Archiv der Bieler Creaked Records treibt etwa Lemonick sein Unwesen. Strecke, das junge Label aus Fribourg, ist gleich zweimal vertreten: LCP und Ivory A Ivy steuern basslastiges Material zum Katalog der Jungspunde bei. Und Weith aus Genf beweist, dass die Brainwaves-Crew ein ganz eigenes Verhältnis zur Breakbeatnostalgie pflegen.
    Zwischen all dem lokalen Feuer gibts hochkarätige internationale Beiträge. Etwaige Zweifel werden Tune für Tune zur Seite geräumt: Die Kickdrums schieben, die Bässe sind warm und der Kopf nickt von ganz alleine mit. Bevors in die Schlussrunde geht, sorgt die Baslerin Honorée mit «Pearls» für ein letztes, emotionales Ausrufezeichen. Gutes Runterkommen, allerseits.
    Tracklist
    * Wavering Hands «Signs»
    * Life Sciences Division «Vetoed»
    * Lemonick «Stab»
    * Gramrcy & Voodoo Charles «Off Beam»
    * LCP «Laufendes Wasser»
    * Kowton «Iodine»
    * Ivory a ivy «Like This»
    * EVA 808 «Rainy Mood»
    * Laurel Halo & Hodge «Tru»
    * DJ Lily «LILIES3, Pt.3»
    * BVBYLON «Arcadia»
    * Weith «Douille De Verveine»
    * Shit Robot «Cubed» (Edmondson Remix)
    * Honoree «Pearls»
    * Hugo Massien «Faith In Chaos»
    56 min
  • Sounds für deinen Spätsommer: Ampère meldet sich zurück!
    Pünktlich zur Klubsaison gibts frische Beats direkt aufs Ohr: Der Strommesser ist wieder da. Jede Woche aufs Neue. Der Sommer 2019 ist so langsam durch; heiss wirds jetzt in den Kellern der Stadt. Ampère hat sich die besten Tunes der letzten Monate rausgepickt: Feuerbeats für die Aufwärmrunde.
    Während andere sich am Stadtstrand gewälzt oder Alpensachen gemacht haben, gings im Festivalsommer rund. Gerade Abseits von Techno und House wurde wieder experimentiert. Reggaetón feiert das grosse Comeback, und die Elektronikszene hat sich auf ganz eigene Weise mit der Welle auseinandergesetzt.
    Pure Frische, die sich hier breitmacht: UK Funky und Artverwandtes kommen wieder hoch. Karibische Rhythmen und dicke Bässe, die in die Hüfte gehen: Das Rezept ist einfach und deswegen funktionierts. Genauso wie Lexx dubbiger Sommerhit, der es von Zürich Riviera nach London, Ibiza und Tulum geschafft hat.
    Die erste Episode nach der Sommerpause zelebriert den entspannten Abend auf dem Balkon und die kleine Feier am See. Die Devise ist klar: 100% erstklassige Sounds, keine Zeit für Füllmaterial. Jeden Freitag frisch im Aether. Die Spotify-Playlist zeigt noch mehr, und auf deiner Lieblingsplattform gibts den Podcast auf Repeat.
    Tracklist
    Fracture «Loving Touch»
    Ill Blue «Bellion»
    Kode 9 «Love Is The Drug»
    Toma Kami «Negative Ecstasy»
    LAPS «Who Me»
    Benga & Coki «Night» (Geeneus Remix)
    Kromozome «Rush Me» (Bass Mix)
    De Grandi «R7»
    Scratcha DVA «Ganja»
    Wisdom Teeth «Batucada»
    Tears Of Joe (She's Drunk Remix)
    Lexx ft. Woolfy «Too Hot»
    Ivy Lab «Jet Lag»
    JTS «Salute»
    DJ Deeon «Shake What Your Momma Gave Ya»
    56 min
  • Ampère Spezial: Mit Klangkünstlerin Martina Lussi im Knochenhaus
    Im Interview erzählt die Luzernerin von Feuerwerk und Schusswaffen, Nachtarbeit und warum sie keine Musikerin sein will. Die vierte Episode «Ampère» steht ganz im Zeichen Martina Lussis. Die Luzernerin hat zu Jahresbeginn ihre zweite LP veröffentlicht: Auf Diffusion Is A Force spielt sie mit der Vieldeutigkeit von Klangquellen, erzwungenem Zufall – und der Aufmerksamkeit ihrer Hörerinnen und Hörer.
    Ein kalter, verregneter Samstag im Schweizer Hinterland. Im Stanser Beinhaus macht es sich Martina Lussi gemütlich. Zwischen Marienbildnis und Priestergrab surren ihre Maschinen leise vor sich hin. Ein Blick in den hinteren Teil des Raumes offenbart eine bizarre Jesusstatue, umrahmt von hundert Schädelknochen. Der Soundcheck ist durch, alles klingt wie gewollt, nur das Mikrophon macht noch Faxen. Während ihrer Performance, nach Einbruch der Dunkelheit und in einnehmender Atmosphäre, stört sich niemand daran. Das zahlreich erschienene Publikum ist komplett absorbiert.
    «Ich möchte mich selbst herausfordern. Mutig sein.»
    Einige Tage später verrät sie, dass sie gerne mehr Gesang eingesetzt hätte – so, wies auch auf ihren Aufnahmen zu hören ist. Diesmal sitzt sie in ihrem Luzerner Wohnzimmer. Hinter ihr türmt sich eine Wand aus Büchern, Schallplatten, Musikkassetten. Vor ihr steht ein Mikrophon auf dem selbstgebastelten Holztisch, daneben eine Karaffe dampfender Kräutertee. Während einer Stunde erzählt sie von ihrem Werdegang und ihren Ambitionen. Vom ersten Album (Selected Ambient, Hallow Ground 2017) und ihrem neusten Langspieler, der im Januar auf dem Indielabel Latency erschienen ist. Von der idealen Hörsituation, Erfahrungen im revolutionären Kairo und der Geräuschkulisse ihrer Pariser Wahlheimat.
    «Mich interessieren Kippmomente. Was lässt sich den Hörern noch vermitteln? Wo liegen die Grenzen?»
    Im Gespräch wird deutlich, dass die aufwändigen Arrangements nicht zufällig desorientierend wirken. Vieldeutige akustische Botschaften stehen im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. Geräusche werden als formbare Knetmasse begriffen, die durch den kreativen Prozess verformt, neu kontextualisiert, übereinandergelegt und auseinandergerissen werden kann. So werden Räume geschaffen und aufgebrochen. Dem Publikum ist es selbst überlassen, sich darin zurechtzufinden. Und sich auch mal darin zu verlieren.
    Lussi operiert an der Schnittstelle zwischen experimenteller Electronica und Kunstszene, Ambient-Floor und Museum. Nebst den Liveperformances beschäftigt sie sich mit Installationen und steuert Material zu Ausstellungen bei. Dass ihr neues Album aber auch ohne künstlerischen Hintergrund genossen werden kann, beweist der Selbstversuch. 34 Minuten lang driften Hörerinnen und Hörer durch die sorgfältig konstruierten Landschaften; selbst beim sechsten Durchgang entdecken wir noch neue Facetten. Hörproben daraus gibts in der heutigen Spezialepisode Ampère. Und das Interview obendrauf.
    TRACKLIST
    * Koreless - Never
    * Dub Phizix - Rotate
    * Mark Lando - J&S
    * Proc Fiskal - Dish Washing
    * Martina Lussi - Anarchy For Her
    * Michal Turtle ft. HOVE - Greatness In The Catapult
    * Tirzah ft. Coby Sey - Devotion
    * Mechatok - See Thru
    * Martina Lussi - Expectation Or Obsession
    * Andy Stott - Butterflies
    * Age Is A Box - One By One
    * Amon Tobin - On A Hilltop Sat The Moon
    Autor/in: Text: Nicolas Rechsteiner | Moderation: Benjamin Ramsauer | Redaktion: Benjamin Ramsauer | Nicolas Rechsteiner, Johannes Kaiser | Audio: Thomas Koubik | Video: Max Herber | Artwork: Joe Zschorn
    56 min
  • Disco not Disco: «Ampère» liefert den Sound zum Sommerstart
    Elektronische Musik ist immer auch Vergangenheitsbewältigung. Von Detroit bis Rimini bedient man sich an den Klängen von damals für den Sound von morgen. «Ampère» destilliert lockeres 80er-Feeling aus sechzig Minuten feinster Zukunftsmusik – vom Gamesoundtrack zur Festivalhymne. Die Temperaturschwankungen sind auch an den Radiowellen nicht spurlos vorbeigegangen. Statt hochenergetischer Tempoexkursionen gibts vorwiegend kosmisch angehauchtes Material, das auch dem kleinsten Rinnsal echtes Riviera-Flair einhaucht. Darunter Lieblingstracks der vergangenen Jahre, die am Stadtstrand ausgiebig getestet und für hervorragend befunden wurden.
    Von bittersüss bis zappenduster
    Die Oszillatoren der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler schwingen auf Herzfrequenz – nie darum verlegen, in die Trickkiste vergangener Dekaden zu greifen. Oft mit ganz viel Glitzer und verspielt, aber auch mal zartbitter bis zappenduster. So bringen 2000 and One kosmischen Italo Disco zurück auf die Tanzfläche, derweil Veil of Lights Maschinenpark uns einige Dellen und rostige Flecken verpasst. Industrial wie damals für die schweisstreibenden Keller von heute.
    Davor, danach: drunter und drüber. Im kunterbunten Potpourri finden sich designierte Fesitvalhymnen für den kommenden Sommer, Hochglanzelektro aus Australien und wertvolle Zwischentöne fürs eigene Mixtape. À propos: Ein Grossteil der Auswahl ist natürlich auch als Spotify-Playlist zu haben. Und wenn das nicht ausreicht, gibts die ganze Sendung auf deiner liebsten Plattform als Podcast zum hundertfachen nachhören.
    TRACKLIST
    * Dampen The Mood - Black Sequence
    * Deft - Promise Me
    * Alma Negra - This Is The Place
    * Bart Skils - Midnight Moving (2000 and Ones 1984 Electro Synth Pop Mix)
    * Karpov not Kasparov - Choose Your Color Gipsy Dark (Fleeting Wax Remix)
    * Batu - False Reeds
    * HOVE - Journey To Arendal
    * Om Unit - The Corridor (Danny Scrilla Remix)
    * Mutt - Conversations ft. Kevin King (Rene LaVice & Gremlinz Remix)
    * M.O.O.N - Dust
    * 1-800-GIRLS - Suncream
    * Ibibio Sound Machine - Remixes - Let's Dance (Faze Action Remix)
    * DJ Boring - Unspoken Presence
    * Veil Of Light - Same Blood
    * Roza Terenzi - Mood
    56 min

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