7 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben und gut 100 Tage nach dem Hurrikan ist in Haiti wenig zu sehen von Wiederaufbau oder einem guten Neustart. Der Inselstaat in der Karibik ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, drei Viertel der Haitianer leben von weniger als zwei Dollar am Tag, es gibt Hunger und Mangelernährung. Aus den Schlagzeilen ist Haiti weitgehend verschwunden und dennoch brauchen die Menschen dort nach wie vor Hilfe. Denn noch immer ist der Staat dort nicht in der Lage, für seine Bevölkerung zu sorgen. Und tatsächlich gibt es Menschen, die helfen - trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge. Dr. Anke Brügman zum Beispiel, mit ihrem Hilfsprojekt "Pwojè men kontre" betreut sie eine Schule und ein Waisenhaus. Stefan Bücheler hat Dr. Brügmann im Südwesten der Insel erreicht, wo sie sich zusammen mit den Kindern unter das Wellblechdach der Schule zurückgezogen hat, weil es dort schon wieder Unwetter gibt.