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In Folge 4 meiner persönlichen Hörbuch-Reihe im Anonym Suchthilfe Podcast erzähle ich von der Zeit, in der mein Körper längst Alarm geschlagen hat — aber ich trotzdem weitergemacht habe.
Herzrasen.
Atemnot.
Brustschmerzen.
Krämpfe.
Zusammenbrüche.
Krankenhaus.
Krebsverdacht.
Erste Entgiftung.
Therapieabbruch.
Und der Versuch, über MediaMarkt, Computer und Arbeit einen echten Neuanfang zu schaffen.
Damals dachte ich oft nur:
Ich muss das jetzt aushalten.
Irgendwann ist es vorbei.
Morgen geht es wieder.
Was mich als Kind durch Gewalt, Angst und Hilflosigkeit gebracht hatte, wurde in der Sucht gefährlich. Denn wenn man gelernt hat, alles auszuhalten, nimmt man selbst lebensgefährliche Warnzeichen irgendwann nicht mehr ernst.
Diese Folge erzählt auch von meiner ersten Entgiftung im LWL-Klinikum Münster, von Menschen, die schon viel weiter abgestürzt waren als ich, von falschen Vergleichen, von einem Therapiehaus in Ratingen, aus dem ich nach wenigen Tagen abgehauen bin — und von Herr Kort, der trotzdem nicht aufgegeben hat.
Später kam ein echter Neuanfang: MediaMarkt, Computerabteilung, Verkauf, Anerkennung, Kollegen, die sich fast wie Familie anfühlten. Zum ersten Mal wurde wieder sichtbar, was ich eigentlich konnte.
Aber ein Job allein ist noch keine Recovery.
Ich hatte Arbeit.
Ich hatte eine Wohnung.
Ich hatte Anerkennung.
Aber ich hatte noch keine innere Stabilität, keine nüchternen Freunde, keine echte Verarbeitung und keine neue soziale Welt.
Diese Folge ist meine persönliche Geschichte. Keine Verherrlichung, keine Therapie und kein Ratgeber. Aber vielleicht hilft sie Betroffenen und Angehörigen zu verstehen, warum körperliche Warnsignale, Entgiftung oder ein neuer Job allein oft nicht reichen, wenn die inneren Muster und der alte Hunger weiterleben.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie Drogenkonsum, Herzrasen, Atemnot, körperliche Zusammenbrüche, Krankenhaus, Krebsverdacht, Entgiftung, Therapieabbruch, Alkohol und Rückfälle. Bitte höre nur weiter, wenn es sich für dich gerade sicher anfühlt.
Wenn dich meine Arbeit unterstützt oder berührt, kannst du mich freiwillig über das Spotify Creator Abo unterstützen. Damit hilfst du mir, weiterhin Aufklärung, persönliche Inhalte und kostenlose Hilfe für Betroffene und Angehörige aufzubauen.
Mehr Hilfe, Texte und anonyme Unterstützung findest du auf anonym-suchthilfe.de.
Drugcom warnt in einem Beitrag vor psychischen Problemen bei Jugendlichen mit „Mischkonsum“.
Die Botschaft klingt eindeutig:
Je mehr verschiedene Substanzen Jugendliche konsumieren, desto stärker sei ihre psychische Gesundheit belastet.
Aber was zeigt die Originalstudie wirklich?
In dieser Folge schauen wir genauer hin.
Der Drugcom-Artikel ist keine Falschmeldung.
Aber einige Begriffe brauchen deutlich mehr Einordnung.
„Mischkonsum“ bedeutete in der Studie nicht automatisch gleichzeitiger Konsum. Untersucht wurde, ob Jugendliche innerhalb der vergangenen 30 Tage verschiedene Substanzarten konsumiert hatten.
Schon ein einzelner Alkoholkonsum, ein einzelner Cannabiskonsum und eine einzelne E-Zigarette innerhalb eines Monats konnten zur Gruppe mit drei Substanzarten führen.
Auch der Begriff „Vielkonsumierende“ ist problematisch, weil die Analyse Konsummenge, Häufigkeit und Wirkstoffstärke nur begrenzt abbilden konnte.
Und aus statistischen Odds Ratios werden in der Meldung teilweise „Risiken“ und „Wahrscheinlichkeiten“ – obwohl das nicht automatisch dasselbe ist.
Wir sprechen über:
- warum Drugcom nicht einfach falsch liegt
- was die Originalstudie wirklich untersucht hat
- warum „Mischkonsum“ hier genauer erklärt werden müsste
- warum „Vielkonsumierende“ zu stark formuliert ist
- warum Odds Ratio nicht automatisch Risiko bedeutet
- warum die Studie 2026 veröffentlicht wurde, die Befragung aber 2021 stattfand
- warum E-Zigaretten in der Studie eine Unsicherheit enthalten
- warum Mädchen auffällig waren, aber die Auswertung vorsichtig gelesen werden muss
- warum die Studie keine Ursache-Wirkungs-Beziehung beweist
- was Drugcom richtig macht
- wo die eigentliche Chance für Suchthilfe liegt
- wie man Jugendliche besser ansprechen könnte
- was Eltern aus der Studie mitnehmen können
Die wichtigste Botschaft:
Jugendliche brauchen nicht nur Warnungen.
Sie brauchen bessere Fragen.
Nicht nur:
„Was konsumierst du?“
Sondern:
„Was macht die Substanz für dich, das du gerade ohne sie nicht schaffst?“
Und danach:
„Wie können wir dir helfen, damit du sie dafür irgendwann nicht mehr brauchst?“
Denn genau dort beginnt der Unterschied zwischen Information über Sucht und einem möglichen Einstieg in echte Suchthilfe.
Hinweis:
Diese Folge ersetzt keine medizinische Beratung, keine Suchtberatung und keine Krisenhilfe.
Bei akuter Gefahr, Überdosierung, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Suizidgedanken oder medizinischem Notfall: 112.
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Bei schwerer Kokain- oder Crackabhängigkeit hören Betroffene und Angehörige oft:
„Es gibt keine zugelassene medikamentöse Standardtherapie gegen Kokainabhängigkeit.“
Das stimmt medizinisch.
Aber es beantwortet nicht die ganze Versorgungsfrage.
Denn in den Niederlanden ist kokainbezogenes Contingency Management als strukturierte Versorgung organisiert: 26 Wochen, regelmäßige objektive Kontrollen, klare Regeln, direkte Rückmeldung und ein festgelegtes Verstärkungssystem.
Die Frage ist deshalb:
Wenn eine wissenschaftlich gestützte Spezialbehandlung im Nachbarland regulär organisiert ist – kann eine deutsche Krankenkasse eine Behandlung dort genehmigen?
In dieser Folge geht es um:
- warum „kein Medikament“ nicht das Ende der Behandlungsfrage sein darf
- was Contingency Management bedeutet
- warum CM keine „Belohnungsspielerei“ ist
- warum der Antrag nicht mit „Ich will Dexamphetamin“ beginnen sollte
- wie Opioid- und Kokain-/Crackabhängigkeit gemeinsam berücksichtigt werden können
- was PD S2 bedeutet
- warum die niederländische Klinik zuerst schriftlich angefragt werden muss
- warum vergleichbare Versorgung in Deutschland konkret geprüft werden sollte
- welche Rolle die ärztliche Stellungnahme spielt
- warum Sprache in einer Auslandsbehandlung zur Hürde werden kann
- wie Sprachbrücke, Therapeuten-Brücke und Angehörigen-Brücke unterstützen können
- was Angehörige bei volljährigen Betroffenen beachten müssen
- was bei Ablehnung wichtig ist
- warum ein Eilantrag nur bei echter medizinischer Dringlichkeit sinnvoll ist
Dieser Weg ist keine Garantie.
Er ersetzt keine medizinische Beratung, keine Rechtsberatung und keine sozialrechtliche Einzelfallprüfung.
Aber wenn Deutschland keinen klar vergleichbaren Behandlungspfad rechtzeitig anbieten kann, sollte ein möglicher EU-Behandlungsweg wenigstens sauber geprüft werden dürfen.
Die wichtigste Botschaft:
Nicht einfach fragen: „Bezahlt die Krankenkasse Holland?“
Sondern sauber prüfen:
Welche Behandlung ist konkret geplant?
Ist sie medizinisch notwendig?
Gibt es eine gleichwertige Behandlung rechtzeitig in Deutschland?
Nimmt die niederländische Einrichtung auf?
Akzeptiert sie S2?
Liegt eine ärztliche Begründung vor?
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89 Medikamente.
163 Studien.
14.871 Menschen.
Und trotzdem gibt es bis heute keine zugelassene medikamentöse Standardtherapie gegen Kokainabhängigkeit.
Aber die entscheidende Frage ist nicht nur:
Warum gibt es noch kein Medikament gegen Kokain- oder Crackabhängigkeit?
Die entscheidende Frage lautet:
Hat Deutschland zu spät ernsthaft danach gesucht?
Andere Länder wie die Niederlande und die USA diskutieren oder empfehlen seit Jahren bestimmte Off-Label-Ansätze unter ärztlicher Kontrolle.
Frankfurt kannte internationale Erfahrungen bereits 2022.
Die Gesundheitsministerkonferenz forderte den Bund 2023 ausdrücklich auf, ein multizentrisches Modellprojekt zur medikamentengestützten Behandlung von Kokain- und Crackabhängigkeit voranzutreiben.
Doch noch 2025 erklärte die Bundesregierung öffentlich nur, das Bundesgesundheitsministerium prüfe eine Förderung wissenschaftlicher Begleitung kommunaler Modellprojekte.
2026 stellt Hessen schließlich 3,1 Millionen Euro für eine Frankfurter Studie bereit.
Und Deutschland startet gemeinsam mit Frankreich eine europäische Forschungsinitiative gegen Kokain-, Crack- und andere Stimulanzienabhängigkeiten.
Das ist wichtig.
Aber es wirft eine unbequeme Frage auf:
Warum erst jetzt?
In dieser Folge geht es nicht um eine angeblich zurückgehaltene Wunderpille.
Es geht um verlorene Zeit, politische Verantwortung, Forschungslücken und die Frage, ob Menschen mit schwerer Kokain- oder Crackabhängigkeit heute weiter sein könnten, wenn Deutschland früher konsequent geforscht hätte.
Wir sprechen über:
- warum es bis heute keine zugelassene Standardtherapie gibt
- die Metaanalyse mit 89 Medikamenten, 163 Studien und 14.871 Menschen
- warum Kokain und Crack in Deutschland längst kein Randthema mehr sind
- Drogentodesfälle, junge Konsumierende und Mischkonsum
- niederländische Erfahrungen und Off-Label-Ansätze
- die ASAM/AAAP-Leitlinie aus den USA
- warum Frankfurt internationale Ansätze bereits 2022 kannte
- den GMK-Beschluss von 2023
- warum die Bundesantwort von 2025 Fragen aufwirft
- die 3,1 Millionen Euro für die Frankfurter Studie in Hessen
- die europäische Initiative von Deutschland und Frankreich
- warum das keine Abrechnung mit Hendrik Streeck ist
- welche Fragen das Bundesgesundheitsministerium beantworten sollte
- warum Forschung auch dann wichtig ist, wenn sie negative Ergebnisse liefert
Die wichtigste Grenze dieser Folge:
Niemand kann seriös behaupten, ein bestimmtes Medikament hätte die Crack-Krise verhindert.
Aber genauso wenig kann man behaupten, dass es richtig war, große koordinierte Studien erst so spät ernsthaft voranzubringen.
Der stärkste Vorwurf ist nicht:
Deutschland hatte die Lösung.
Der stärkste Vorwurf ist:
Deutschland hätte früher herausfinden müssen, ob es eine gibt.
Hinweis:
Diese Folge enthält keine Medikamentenempfehlung, keine Konsumanleitung und keine Aufforderung zur Selbstmedikation. Genannte Medikamente oder Off-Label-Ansätze gehören ausschließlich in ärztliche Prüfung und fachliche Behandlung.
Bei akuter Überdosierung, Atemproblemen, Brustschmerz, Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit, psychotischer Krise, Suizidgedanken oder medizinischem Notfall: 112.
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Hendrik Streeck ist seit Ende Mai 2025 Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen.
Er spricht über viele Themen, die für Betroffene und Angehörige wichtig sind:
Prävention.
Frühe Hilfe.
Harm Reduction.
Kinder- und Jugendschutz.
Synthetische Opioide.
Kokain und Crack.
Mischkonsum.
Angehörige.
Und eine Suchthilfe, die nicht kaputtgespart werden darf.
Aber die entscheidende Frage ist nicht nur:
Spricht er über die richtigen Probleme?
Die entscheidende Frage lautet:
Was ist daraus wirklich geworden?
In dieser Folge geht es um eine faire, kritische Zwischenbilanz seiner bisherigen Amtszeit.
Nicht als persönliche Abrechnung.
Nicht als Parteipolitik.
Nicht als Angriff auf einen Menschen.
Sondern als Frage an ein Amt, eine Bundesregierung und ein Suchthilfesystem:
Wie viel kommt wirklich bei Betroffenen und Angehörigen an?
Wir sprechen über:
- 2.150 Drogentote im Jahr 2025
- warum Mischkonsum eine der größten Gefahren bleibt
- warum immer mehr junge Menschen betroffen sind
- den angekündigten Maßnahmenplan gegen synthetische Opioide
- was Streeck tatsächlich angestoßen hat
- warum nicht jeder Erfolg während seiner Amtszeit automatisch ein Erfolg durch ihn ist
- Hilfen im Netz, NACOA, KidKit und befristete Projektförderung
- die Schließung der spezialisierten Jugend-Suchtklinik Ahlhorn
- warum Ahlhorn die Grenzen seines Amtes zeigt
- warum Zuständigkeiten für Betroffene oft wie ein Systemlabyrinth wirken
- die unsichere Finanzierung der Suchtberatung
- Naloxon, NALtrain, RaFT, Fentanyl-Schnelltests und Drug-Checking
- Drogenkonsumräume und die Frage, warum lebensrettende Angebote vom Wohnort abhängen
- warum Deutschland weiterhin mit einer Nationalen Strategie von 2012 arbeitet
- warum die Wirksamkeit des Bundesdrogenbeauftragten offenbar nicht systematisch anhand klarer Ziele gemessen wird
- was man Streeck nicht vorwerfen sollte
- und was Politik jetzt liefern müsste
Die wichtigste Frage dieser Folge lautet:
Woran merken Betroffene und Angehörige konkret, dass es einen Bundesdrogenbeauftragten gibt?
Denn Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig.
Aber Reichweite ist noch keine Versorgung.
Ein Instagram-Beitrag ist noch kein Therapieplatz.
Eine Warnung ist noch keine Naloxon-Schulung.
Ein Maßnahmenplan ist noch keine flächendeckende Hilfe.
Und eine Zuständigkeitserklärung schützt keine Familie in der Krise.
Suchtpolitik muss sich nicht nur an Worten messen lassen.
Sondern daran, ob Hilfe früher, sicherer und verlässlicher ankommt.
Hinweis:
Diese Folge ist eine politische und fachliche Einordnung. Sie stellt keine persönliche Abrechnung und keine Unterstellung rechtswidrigen Handelns dar.
Bei akuter Überdosierung, Atemproblemen, Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Suizidgedanken, medizinischer Gefahr oder lebensbedrohlicher Krise: 112.
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Updates, neue Beiträge und Substanzwarnungen zuerst im WhatsApp Kanal:
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In Folge 3 meiner persönlichen Hörbuch-Reihe im Anonym Suchthilfe Podcast erzähle ich, was nach dem Moment passierte, in dem ich mit 15/16 von zu Hause ging.
Damals dachte ich: Jetzt bin ich frei.
Heute weiß ich: Ich war nicht frei. Ich war ein Jugendlicher ohne Zuhause, ohne sichere Struktur und ohne Erwachsene, die wirklich gesehen haben, wie tief ich schon in Szene, Konsum und Überleben steckte.
Diese Folge erzählt von den ersten Nächten bei Freunden, heimlichen Schlafplätzen, Dennis, Maria, meiner ersten eigenen Wohnung, dem Jugendamt, dem Jugendbetreuer, Dealerei, Computerfähigkeiten, kriminellen Kontakten, Hollandfahrten, Clubs, Afterhours — und meiner ersten schweren Psychose nach Ecstasy, Cannabis und Alkohol.
Es geht darum, wie sich Freiheit anfühlen kann, obwohl sie eigentlich nur eine neue Form von Unsicherheit ist.
Ich hatte eine Wohnung, aber kein Zuhause.
Ich hatte Kontakte, aber keinen Schutz.
Ich hatte Fähigkeiten, aber keine Förderung.
Ich hatte Menschen um mich, aber kaum jemanden, der wirklich hinsah.
Diese Folge ist meine persönliche Geschichte. Kein Ratgeber, keine Therapie und keine Verherrlichung. Aber vielleicht hilft sie Betroffenen und Angehörigen zu verstehen, warum ein Jugendlicher manchmal lieber auf Sofas, in Szenewohnungen oder auf der Straße schläft, als in ein Zuhause zurückzugehen, das sich nicht sicher anfühlt.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie frühe Obdachlosigkeit, Drogenkonsum, Dealerei, kriminelle Szenen, Polizeikontakte, Psychose und körperliche Zusammenbrüche. Bitte höre nur weiter, wenn es sich für dich gerade sicher anfühlt.
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In dieser Folge schauen wir nicht auf Schuldzuweisungen, sondern auf die offenen Fragen dazwischen:
Welche Betreuung fand statt? Wann wurde seine Nichterreichbarkeit bemerkt? Welche Rolle spielten Rufbereitschaft, Dokumentation und Einrichtungsaufsicht? Und welche Konsequenzen wurden nach dem Fall gezogen?
Grundlage sind ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen zur Jugendhilfe-Wohngruppe in Itzehoe, zu Brücke Schleswig-Holstein sowie zu den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 45 und 47 SGB VIII.
Außerdem geht es um eine größere Frage: Was passiert zwischen zwei Kontakten?
Denn genau dort entstehen oft die gefährlichsten Lücken – zwischen Termin und Termin, zwischen Freitag und Montag, zwischen Krise und Hilfe.
Wir sprechen deshalb auch darüber, was freiwillige digitale Werkzeuge wie Safety-Pläne, Verlaufstracking, Fachkräfte-Brücken oder Check-ins leisten könnten – und wo ihre Grenzen liegen.
Keine Vorverurteilung. Keine Spekulation. Aber offene Fragen, die beantwortet werden müssen.
Mehr zur Recherche: anonym-suchthilfe.de
Jedes Kind verdient Schutz. Jede Familie verdient Antworten.
In Folge 2 meiner persönlichen Hörbuch-Reihe im Anonym Suchthilfe Podcast erzähle ich, wie aus einem verletzten Kind ein Jugendlicher wurde, der immer stärker nach Zugehörigkeit, Anerkennung und einem anderen Gefühl gesucht hat.
Diese Folge beginnt mit dem Wechsel vom Gymnasium auf die Hauptschule, Beschämung in der Schule, fehlender Förderung und dem Gefühl, nirgendwo mehr richtig dazuzugehören.
Dann geht es um die ersten heimlichen Zigaretten, Alkohol in Kneipen, die erste Cannabisnacht, Ecstasy, Speed, LSD — und darum, warum die erste Droge für mich nicht einfach „Spaß“ war.
Sie war ein Versuch, etwas zu fühlen, was mir im echten Leben gefehlt hat: Freiheit, Liebe, Anerkennung, Lebendigkeit und das Gefühl, endlich nicht mehr falsch zu sein.
Ich erzähle auch von dem Moment, in dem ich mit 15/16 endgültig von zu Hause ging. Damals dachte ich: Jetzt bin ich frei. Heute weiß ich: Ich ging aus einem unsicheren Zuhause in ein unsicheres Außen.
Diese Folge ist meine persönliche Geschichte. Kein Ratgeber, keine Therapie, keine perfekte Erklärung. Aber vielleicht hilft sie Betroffenen und Angehörigen zu verstehen, dass Sucht oft nicht mit der Substanz beginnt — sondern mit einem echten inneren Mangel, den die Substanz nur kurzfristig imitiert.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie familiäre Belastung, frühe Drogen- und Alkoholerfahrungen, Gewalt, Vernachlässigung und riskante Jugenderfahrungen. Bitte höre nur weiter, wenn es sich für dich gerade sicher anfühlt.
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In dieser besonderen Hörbuch-Folge im Anonym Suchthilfe Podcast beginne ich, meine persönliche Geschichte zu erzählen.
Es ist der Anfang meiner Biografie über 28 Jahre polytoxe Sucht, frühe Verletzungen, Überleben, Abstürze, Systemerfahrungen und den Weg zurück ins eigene Leben.
Diese erste Folge beginnt bewusst nicht mit der ersten Droge. Sie beginnt früher: mit meiner Kindheit, meinem Vater, einer Mundharmonika, der Flucht in den Westen, einem Zuhause im Alarmzustand, Krankenhaus und Kirche als erste Orte von Halt — und einem Erlebnis, nach dem Hilfe sich nicht wie Hilfe anfühlte.
Ich erzähle diese Geschichte nicht, um Mitleid zu bekommen. Ich erzähle sie, weil viele Betroffene und Angehörige Sucht erst viel zu spät verstehen. Oft beginnt sie nicht bei der Substanz, sondern dort, wo ein Mensch früh lernt, Gefühle allein auszuhalten.
Für Betroffene kann diese Folge zeigen: Du warst vielleicht nicht „schwierig“, sondern ein Kind in einem schwierigen System.
Für Angehörige kann sie zeigen: Kinder speichern mehr, als Erwachsene glauben — auch wenn sie still bleiben.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie Gewalt in der Kindheit, familiäre Belastung, Alkohol, Medikamente, Suizid im Umfeld und sexualisierte Gewalt. Bitte höre nur weiter, wenn es sich für dich gerade sicher anfühlt.
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3-TFM-PCE wird aktuell in Foren als neues dissoziatives Research Chemical diskutiert.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem:
Nur weil eine Substanz möglicherweise „legal“ wirkt oder rechtlich noch nicht eindeutig eingeordnet ist, heißt das nicht, dass sie sicher, erforscht, sauber oder kontrolliert ist.
Bei neuen Research Chemicals ist der Name auf dem Beutel oft nur eine Behauptung.
Wirkung unbekannt.
Batch-Qualität unklar.
Reinheit unklar.
Mögliche Reizungen unklar.
Mischkonsum-Risiken kaum abschätzbar.
Drugchecking oft nicht verfügbar.
In dieser Folge geht es nicht um Konsumanleitung, nicht um Dosierungen und nicht um Beschaffung.
Es geht um Harm Reduction, Frühwarnung und die Frage, warum neue Substanzen wie 3-TFM-PCE ein Warnsignal für moderne Suchthilfe, Drugchecking und digitale Substanzwarnungen sind.
Wir sprechen über:
- warum „legal“ kein Sicherheitsmerkmal ist
- was Research Chemicals so riskant macht
- warum Forenberichte als Frühwarnsignal ernst genommen werden müssen
- warum einzelne Erfahrungsberichte keine Studien sind, aber trotzdem Warnlampen sein können
- warum niemand ohne Analyse sicher weiß, was wirklich im Beutel ist
- Batch-Chaos, Isomere, Verunreinigungen und falsche Deklaration
- mögliche Reizwirkungen und körperliche Warnzeichen
- warum Mischkonsum bei unbekannten Substanzen besonders gefährlich ist
- warum Drugchecking kein Luxus ist
- warum Suchthilfe schneller auf neue Substanzen reagieren muss
- was Angehörige beachten können
- wie anonym-suchthilfe.de mit Live-Radar, Mix-Check, Konsumtracking, Mood-Tracking und Safety-Plan unterstützen kann
Die wichtigste Botschaft:
Bei neuen Research Chemicals ist die gefährlichste Lüge oft nicht der Name auf dem Beutel.
Sondern das Gefühl, dass „legal“ irgendetwas über Sicherheit sagt.
Hinweis:
Diese Folge ersetzt keine medizinische Beratung, keine Suchtberatung, kein Drugchecking und keine Notfallhilfe. Sie enthält keine Konsumanleitung und keine Dosierungsempfehlung.
Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfällen, Brustschmerz, starker Verwirrtheit, Psychose, schwerer Panik, Blutungen, Überdosierungsverdacht oder medizinischem Notfall: 112.
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