ARD Radiofestival Gespräch

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ARD Radiofestival Gespräch episodes

  • Der Schriftsteller Ingo Schulze befragt von Ulrich Kühn
    „Die rechtschaffenen Mörder“ heißt das jüngste Buch von Ingo Schulze – die Geschichte eines Dresdner Antiquars, der sich plötzlich mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein. Der Schriftsteller (*1962 in Dresden) ist aber nicht nur für seine Romane wie „Adam und Evelyn“ bekannt, sondern auch dafür, dass er sich einmischt in öffentliche Debatten über Kultur und Politik. Ulrich Kühn spricht über sein Engagement und sein Schaffen als Chronist deutsch-deutscher Geschichte nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung.
    28 min
  • Die Museumsleiterin Hetty Berg befragt von Almut Engelien
    Die Theaterwissenschaftlerin und Kulturhistorikerin Hetty Berg hat zum 1. April die Leitung des Jüdischen Museums in Berlin übernommen; ihr Vorgänger war im Konflikt geschieden. Ihre Aufgabe ist es, wieder Frieden und Ruhe in das Haus zu bringen. Es ist dabei kein Schaden, dass sie einer jüdischen Familien entstammt und in Amsterdam Managerin und Chefkuratorin im Jüdischen Kulturviertel war. Dass eine Jüdin die Leitung des Jüdischen Museums übernommen hat, wird von manchen ein geschichtsrelevantes Ereignis genannt. Bürde oder Herausforderung?
    29 min
  • Der Rapper Felix Kummer befragt von Carsten Tesch
    Felix Kummer ist der Sänger von „Kraftklub“ aus Chemnitz. Solo ist er auch unterwegs, dann als „Kummer“ oder mit seinem Künstlernamen „Carsten Chemnitz“. „Ich mach‘ Rap wieder weich, ich mach‘ Rap wieder traurig“, sagt er. 1989 geboren, ist die DDR für Felix Kummer weit weg. Die Erzählungen seiner Eltern über das Leben damals seien für ihn spannend, aber wenig real – „wie eine Art Spielzeug-Welt“. Als Stimme des Ostens möchte Felix Kummer nicht in Anspruch genommen werden: „Ich kann auch nicht erklären, was hier los ist.“
    27 min
  • Der Schriftsteller Klaus Theweleit befragt von Hendrik Plaß
    Mit „Männerphantasien“ sorgte Klaus Theweleit Ende der 1970er-Jahre für Furore. Jetzt wurde das Buch neu aufgelegt, denn sein Ansatz erscheint angesichts des weltweit wachsenden Populismus‘ aktueller denn je. Der Kulturwissenschaftler Theweleit erklärt darin die Entstehung des Faschismus‘ mit einem Männertypus, den er vor allem aus den Berichten von Freikorpsleuten in der Weimarer Republik ableitet. Dieser „soldatische Mann“ empfindet alles Fremde und Weibliche als Bedrohung, der er mit Hass und Gewalt begegnet. Und Theweleit erzählt, warum Fußball für ihn als Flüchtlingskind so wichtig war.
    28 min
  • Die Schauspielerin Anna Thalbach befragt von Knut Elstermann
    Sie stammt aus einer Schauspielerfamilie. Ihre Mutter ist die Schauspielerin Katharina Thalbach, und ihr Stiefvater war der Autor Thomas Brasch. Anna Thalbach stand schon im Alter von sechs Jahren in „Engel aus Eisen“ vor einer Filmkamera. Es folgten viele Filmrollen, wobei sich die Erzkomödiantin Anna Thalbach dadurch auszeichnet, dass sie selbst kleinen Rollen ein eigenes Gewicht verschaffen kann. Auch als Hörbuchleserin hat sich die unprätentiöse, humorvolle Schauspielerin und Ur-Berlinerin einen guten Namen gemacht.
    28 min
  • Der Schauspieler Ronald Zehrfeld befragt von Knut Elstermann
    Ronald Zehrfeld ist einer der prägenden Schauspieler seine Generation. Er hat an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin-Schöneweide studiert und wurde früh von Star-Regisseur Peter Zadek entdeckt. Zehrfeld verbindet eine robuste Körperlichkeit mit einem feinfühligen Spiel – das macht seinen besonderen Reiz aus. Ronald Zehrfeld spricht über seine Philosophie des Spielens, das für ihn vor allem ein sehr bewusstes Zusammen-Spielen mit anderen ist.
    28 min
  • Der Kulturgeograf Werner Bätzing befragt von Brigitte Neumann
    Wieso wählen sehr viel mehr Menschen auf dem Land rechte Protestparteien als in den Städten? Was hat das alles mit dem erbitterten Widerstand der Landbevölkerung gegen die Rückkehr des Wolfs zu tun? Mit Fragen wie diesen befasst sich Werner Bätzing, etwa in seinem Buch „Das Landleben – Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform". Im Gespräch erläutert der Kulturgeograf, wie das Land zum Verlierer der Entwicklung wurde und wie eine Aufwertung des Landlebens aussehen könnte – jenseits von rechtem Heimatidyll.
    28 min
  • Die ehemalige Chef-Sekretärin Heide Sommer befragt von Thomas Plaul
    Heide Sommer war die Sekretärin von Carl Zuckmayer, Günter Gaus, Rudolf Augstein oder auch Fritz J. Raddatz. Sie hat ihre Chefs loyal und kompetent unterstützt und auch die Menschen dahinter gesehen. Sie erzählt souverän von ihrem eigenen Selbstverständnis als Sekretärin und davon, was es heißt, als Frau selbstbewusst neben männlichen Alpha-Tieren zu bestehen.
    28 min
  • Bundespräsident a. D. Joachim Gauck befragt von Ursula Heller
    Joachim Gauck war fünf Jahre lang deutscher Bundespräsident. Er wurde 1940 in Rostock geboren, wirkte zu DDR-Zeiten als evangelischer Pastor und Kirchenfunktionär und später zehn Jahre lang als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Im Gespräch mit Ursula Heller spricht er auch über die Notwendigkeit und die Grenzen von Toleranz in unserer Gesellschaft.
    29 min
  • Die Schauspielerin Adele Neuhauser befragt von Doris Maull
    Adele Neuhauser ist als Tochter eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter in Athen geboren. Mit 20 Jahren begann sie in Deutschland am Theater. Es folgten diverse Auftritte in TV-Serien und Fernsehfilmen. „Beim Spielen geht es nur um eines“, sagt die heute 60-Jährige, „die Rolle ernst zu nehmen, alles zu geben – und noch mehr.“
    29 min

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