Auf Baukurs

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Auf Baukurs episodes

  • Auf Baukurs #17 | Eigentum oder Miete: Wie rechnet sich das
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    43 min
  • Auf Baukurs #16 | Massivbau vs. Holzbau
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    41 min
  • Auf Baukurs #15 | Die BAUAkademie stellt sich vor
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    30 min
  • Auf Baukurs #14 | Vergaberechtsnovelle 2026: Was sich jetzt wirklich ändert
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    29 min
  • Auf Baukurs #13 | Baukosten senken mit dem Hamburg-Standard
    Ausgangslage: steigende Baukosten und komplexe Verfahren
    Patrick Weber eröffnet das Gespräch mit der aktuellen Situation im Wohnbau: steigende Baukosten, erschwerter Zugang zu Finanzierungen und zunehmend komplexe Vorschriften. Michael Munske beschreibt die Situation in Hamburg ähnlich. Auslöser für den Hamburg-Standard war ein „Marktversagen“ infolge stark gestiegener Baupreise und Zinsen. Gleichzeitig haben sich über Jahre hinweg immer mehr Anforderungen und Vorschriften aufgebaut, wodurch Genehmigungsverfahren länger und Projekte teurer wurden.

    Der Hamburg-Standard: Baukasten statt Regelwerk
    Der Hamburg-Standard ist kein starres Regelwerk, sondern ein Baukasten aus Maßnahmen zur Kostenreduktion. Neben technischen Standards werden auch Prozesse und Zusammenarbeit neu gedacht. Ziel ist es, durch bewusstes Weglassen, effizientere Planung und schnellere Verfahren Baukosten signifikant zu senken. Allein durch reduzierte Standards und optimierte Prozesse sieht Munske Einsparpotenziale von rund 1.000 Euro pro Quadratmeter.

    Zeit ist Geld: Verfahren als Kostentreiber
    Ein zentrales Thema ist die Dauer von Genehmigungsverfahren. Während diese früher wenige Monate dauerten, sind heute deutlich mehr Behörden beteiligt und die Verfahren entsprechend länger. Ein Schlüssel liegt in der frühzeitigen Klärung der Anforderungen und in vollständigen Unterlagen. Gleichzeitig braucht es einen Kulturwandel: mehr Abstimmung im Vorfeld statt Nachforderungen im laufenden Verfahren.

    Weniger Normen, mehr Verantwortung
    Sowohl Munske als auch Weber kritisieren die zunehmende Detailtiefe von Normen und Vorschriften. Statt jeden Schritt vorzuschreiben, sollte stärker mit Zielvorgaben gearbeitet werden. Das würde Innovation ermöglichen, die Produktivität steigern und Planer sowie Ausführende wieder stärker in die Verantwortung bringen.

    Praxisbeispiele: Wo Kosten wirklich entstehen
    Anhand konkreter Projekte zeigt Munske, wo die größten Einsparpotenziale liegen: reduzierte Haustechnik, weniger Tiefgaragen, kompakte Bauweisen und standardisierte Bauteile. Auch scheinbar positive Maßnahmen wie überhöhte Schallschutzanforderungen oder technische Überdimensionierungen führen oft zu höheren Kosten, ohne den tatsächlichen Nutzen zu erhöhen.

    Zusammenarbeit als Schlüssel
    Ein zentraler Erfolgsfaktor des Hamburg-Standards ist die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Behörden über Planer bis zu Bauunternehmen. Statt isolierter Entscheidungen wurde ein gemeinsamer Prozess entwickelt. Dieser Ansatz könnte auch für Tirol ein Vorbild sein.

    Übertragbarkeit auf Tirol
    Patrick Weber sieht großes Potenzial für Tirol: weniger Vorschriften, schnellere Verfahren und neue Modelle der Zusammenarbeit könnten leistbares Wohnen wieder ermöglichen. Entscheidend sei der Mut, bestehende Systeme zu hinterfragen und gemeinsam neue Wege zu gehen. 

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    33 min
  • Auf Baukurs #12 | Tirol baut langsam wieder
    1)    Stimmungsbild der Branche
    Patrick Weber eröffnet mit aktuellen Umfragewerten der Tiroler Bauwirtschaft. Die Auftragserwartungen sind noch leicht negativ, doch der Trend zeigt nach oben. Eduard Fröschl jun. bestätigt diese Einschätzung aus unternehmerischer Sicht: Während die Industrieinvestitionen weiterhin verhalten bleiben, zeigen sich im Tourismus, bei Bergbahnen und im öffentlichen Wohnbau positive Impulse.

    2) Wohnbau zwischen Hoffnung und Finanzierungshürden
    Im privaten Wohnbau herrscht vorsichtiger Optimismus. Gesunkene Zinsen und steigende Kreditvergaben sorgen für Bewegung, doch strengere Finanzierungsregeln und Unsicherheiten bei Fördermodellen bremsen Projekte. Fröschl und Weber plädieren für stabile, verlässliche Wohnraumfinanzierungen und klare politische Rahmenbedingungen. Eigentum sei nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Thema.

    3) Industrie unter Druck
    Besonders kritisch sehen beide die Situation im Industriebau. Hohe Lohnstückkosten, Energiepreise und Abgaben belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Investitionsentscheidungen werden zunehmend ins Ausland verlagert. Die Industriepolitik brauche klare Strategien statt bloßer Visionen.

    4) Bürokratie & Genehmigungsverfahren
    Ein zentrales Thema ist die Dauer von Genehmigungs- und Vergabeverfahren. Fröschl schildert konkrete Praxisbeispiele, die den administrativen Aufwand verdeutlichen. Weber fordert verbindliche Fristen, digitale Abläufe und mehr Augenmaß in der Verwaltung. Statt Hürden brauche es Leitern.

    5) Regionale Vergabe als Standortfaktor
    Beide betonen die Bedeutung regionaler Unternehmen für Wertschöpfung, Steuereinnahmen und gesellschaftliches Engagement. Die geplante Anhebung der Schwellenwerte im Vergaberecht könnte Gemeinden mehr Spielraum geben. Regionale Vergabe sei kein Protektionismus, sondern eine Investition in den Standort.

    6) Planung, Digitalisierung & Effizienz
    Abschließend diskutieren die Gesprächspartner die Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung. Höhere Planungsqualität, durchgängige Datenmodelle und digitale Werkzeuge können Bauzeiten verkürzen und Kosten stabilisieren. Effizienz entsteht durch Zusammenarbeit – nicht durch Konfrontation. --------------------------------------------------------

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    41 min
  • Auf Baukurs #11 | ZAB – Die Zukunftsthemen der Forschung
    1) ZAB: Forschung aus der Praxis
    Wie entsteht Forschung für die Bauwirtschaft? Graupner beschreibt die ZAB als Schnittstelle zwischen Innungen, Betrieben und Umsetzung. Ideen kommen aus der Praxis, werden auf Branchenrelevanz geprüft und so aufbereitet, dass Unternehmen sie rasch anwenden können. Einzelbetriebliche Sonderlösungen sind schwierig, denn der Nutzen soll in die Breite wirken.

    2) Bauen außerhalb der Norm: Warum es Spielräume braucht
    „Herumdoktern“ an einzelnen Normen hilft, löst aber das Grundproblem nicht. Mit tausenden Regeln wird leistbares Bauen zum Hindernislauf. Diskutiert wird ein rechtlicher „Baustein“, der Abweichungen ermöglicht, wenn sie technisch begründet sind, ohne dass sofort Haftungs- und Gewährleistungsrisiken alles blockieren.
     3) Recht & Konsumentenschutz: der Knackpunkt im B2C
    Im B2B-Bereich ist vieles schon machbar, im Geschäft mit Endkunden wird es komplex. Aufklärungspflichten, ABGB und Konsumentenschutz setzen hohe Hürden. Der Blick nach Deutschland (Gebäudetyp E) zeigt mögliche Wege, aber auch, wie stark politische Rahmenbedingungen den Handlungsspielraum der Betriebe bestimmen. 

    4) Bestand & Sanierung: Regeln, die mit Gebäuden „mitwachsen“
    Weber bringt den Bestand als riesiges Potenzial ins Spiel, um Ortskerne zu beleben, Flächen zu nutzen und Ressourcen zu sparen. Beispiele wie Niedersachsen zeigen eine Richtung: Bei Umbau oder Aufstockung muss nicht das ganze Gebäude auf den neuesten Stand „hochgezogen“ werden. Sonst scheitern Projekte an Details wie wenigen Zentimetern im Stiegenhaus. 

    5) Praxisbeispiele: Heizlast, Geländer, Rissbreiten
    Graupner macht Normen greifbar. Bei Heizlastberechnungen können moderne Simulationsmethoden gegenüber alten Verfahren deutliche Einsparungen bringen. Trotzdem drohen Klagen wegen Normabweichung. Weitere Beispiele: Geländer-Nachrüstungen in Altbauten oder extrem strenge Rissbreiten, die in verputzten Bauteilen praktisch keinen Mehrwert liefern.

    6) Sommerliche Behaglichkeit: Bauteilaktivierung als Kühlhebel
    Mit zunehmenden Tropennächten wird Kühlung relevanter. Bauteilaktivierung kann Wärme über Bauteile abführen, oft mit sehr geringem Energieeinsatz (z. B. nur Pumpenstrom) und ohne Zugluft klassischer Klimageräte. Der Trend geht dahin, Kühlung in hochwertigen Wohnprojekten mitzudenken. 

    7) Kreislaufwirtschaft: Planung vor Quote – Anreize vor Zwang
    Kreislaufwirtschaft beginnt nicht beim Abbruch, sondern bei langlebigen, flexiblen Gebäuden: robuste Tragstruktur, anpassbare Grundrisse, Sanierung statt Wegreißen. Gleichzeitig warnt Graupner vor starren Quoten (Zielkonflikte mit Sanierungszielen). Sinnvoller seien Anreize wie etwa bessere Finanzierung, wenn Recyclingmaterialien nachweislich klug eingesetzt werden.

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    40 min
  • Auf Baukurs #10 | ZAB – Forschungsergebnisse für die Bauwirtschaft
    Was ist die Zukunftsagentur Bau (ZAB)?
    Harald Kopececk erklärt zu Beginn die Rolle der Zukunftsagentur Bau als praxisorientierten Wissens- und Innovationsträger der Bauwirtschaft. Die ZAB versteht sich als verlängerter Arm der Bundes- und Landesinnungen und übersetzt Forschungsergebnisse gezielt in anwendbare Lösungen für Betriebe – von Energieeffizienz über Nachhaltigkeit bis zur Digitalisierung.

    Digitalisierung beginnt bei den Prozessen
    Ein zentrales Thema der Folge: Digitalisierung scheitert nicht an fehlender Software, sondern an ungeklärten Abläufen. Kopececk betont, dass schlechte Prozesse durch Digitalisierung nicht besser, sondern oft nur schneller schlecht werden. Erst wenn Prozesse analysiert, vereinfacht und klar definiert sind, kann digitale Unterstützung echten Nutzen bringen.

    Der digitale Reifegrad von KMU
    Aus einem Forschungsprojekt der ZAB wird deutlich: Viele Baubetriebe arbeiten parallel mit einer Vielzahl an Programmen – oft ohne durchgängige Struktur. Der sogenannte „digitale Reifegrad“ hilft Betrieben dabei, den Ist-Zustand objektiv zu bewerten und gezielt Entwicklungsschritte zu setzen. Digitalisierung wird dabei klar als Managementaufgabe verstanden.

    BIM, Cloud und digitale Zwillinge
    Building Information Modeling (BIM) wird nicht als Software, sondern als neue Denkweise beschrieben. Digitale Modelle ermöglichen eine gemeinsame Datenbasis für alle Beteiligten – von der Planung bis zur Baustelle. Während BIM bei großen Unternehmen bereits etabliert ist, fehlen für KMU oft noch praxistaugliche Werkzeuge. Die Akzeptanz sei jedoch vorhanden, vor allem bei jüngeren Bauleitern.

    Künstliche Intelligenz als Chance
    Kopececk sieht in der Verbindung von BIM und KI großes Potenzial: von schnelleren Planungsvarianten über optimierte Bauabläufe bis hin zur Arbeitsvorbereitung. Ziel ist es, Menschen am Bau zu entlasten – nicht zu ersetzen – und Produktivität sowie Wirtschaftlichkeit zu steigern.

    Appell an die Branche
    Zum Abschluss richtet Kopececk einen klaren Appell an die Bauwirtschaft: Digitalisierung funktioniert nur gemeinsam. Vernetzung, Wissenstransfer und Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind entscheidend, um Innovation möglich zu machen und die Bauwirtschaft zukunftsfähig aufzustellen.

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    38 min
  • Auf Baukurs #09 | Bodenverbrauch und Bodenschutz
    Faktencheck Flächenverbrauch
    Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner, präsentiert aktuelle Zahlen zur Flächeninanspruchnahme in Tirol. Fast 88 % des Landes sind von Wald, Ödland oder Gewässern bedeckt – nur 11 % stehen überhaupt als Siedlungsraum zur Verfügung. Von diesem Rest sind lediglich 1,9 % versiegelt, damit liegt Tirol im internationalen Vergleich an der Spitze der Bodenschonung. Zudem nimmt die neu beanspruchte Fläche kontinuierlich ab – von rund 1,8 Hektar pro Tag (2014–2019) auf nur 0,26 Hektar (2024).

    Was eine Flächenobergrenze bewirken würde
    Kreutzer warnt vor den ökonomischen Folgen einer weit strengeren Regulierung. Wenn die Zielmarke von 0,23 Hektar pro Tag fixiert würde, könnten in ganz Tirol jährlich nur noch rund 300 neue Einfamilienhäuser entstehen. Auch Gewerbe und Industrie würden massiv eingeschränkt – mit Verlust von Betriebsflächen, Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen. Patrick Weber ergänzt die Sicht aus der Praxis: Weniger Bauflächen bedeuten weniger Wohnraum und höhere Mieten. Schon jetzt steigen die Grundstückspreise und viele Familien können sich kein Eigentum mehr leisten.

    Zwischen Bodenschutz und leistbarem Wohnen
    Beide Gesprächspartner plädieren für mehr Sachlichkeit in der Diskussion. Bodenschutz sei wichtig, dürfe aber nicht zu einem Bauverbot führen. Kreutzer fordert eine differenzierte Raumplanung und eine Valorisierung der Wohnbauförderung nach Preisentwicklung, um dreifach so hohe Mittel zu mobilisieren. Weber setzt auf fünf konkrete Hebel: Baukosten senken, Verdichtung fördern, Verfahren beschleunigen, Steuer- und Abgabenlast senken sowie Finanzierung für Erstkäufer erleichtern. Beide sehen Potenzial in seriellen Bauweisen und der Reaktivierung von Bestandsgebäuden – aber nicht als Ersatz für Neubau.

    Forderungen an die Politik
    Im Gespräch über den Tirol Konvent formuliert Weber drei klare Wünsche:
    1.     Eine digitale, schnellere Baueinreichung
    2.     Verbindliche Fristen für Behördenverfahren
    3.     Bürokratieabbau und mehr Pragmatismus bei Sanierungen und Umbauten

    Nur so lasse sich Bauen wieder leistbar und planbar gestalten. Der Podcast endet mit Webers Appell, Wohnraum und Arbeitsplätze durch kluges und intelligentes Bauen zu sichern. 
    31 min
  • Auf Baukurs #08 | Einbruch der Baubewilligungen
    In dieser Folge von AUF BAUKURS – Der Podcast für die Tiroler Baubranche geht es um den wirtschaftspolitischen Kurs Tirols. Moderator Thomas Oberhuber spricht darüber mit Landesinnungsmeister Patrick Weber und Mag. Stefan Garbislander, Abteilungsleiter für Wirtschaftspolitik, Innovation und Nachhaltigkeit der WK Tirol sowie Standortanwalt für Tirol.

    1.     Studienhintergrund
    Stefan Jenewein von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GRW) erklärt die Bedeutung von Wertschöpfungsanalysen und wie sie volks- und regionalwirtschaftliche Effekte sichtbar machen. Gemeinsam mit Gastgeber Patrick Weber sprechen die beiden über die Motivation, wissenschaftliche Studien in die Arbeit der Landesinnung Bau einzubeziehen – als fundierte Grundlage für Forderungen an die Politik und als Orientierung für die Mitglieder.

    2.     Einbruch der Baubewilligungen
    Die aktuelle Studie zeigt einen Rückgang der Baubewilligungen in Tirol von über 36 % im Vergleich zum Zehnjahresschnitt. Das bedeutet weniger Bauleistung, weniger Beschäftigung und weniger Einkommen. Jenewein erläutert, dass nicht nur die Bauwirtschaft direkt betroffen ist, sondern die gesamte Tiroler Wirtschaft – vom produzierenden Gewerbe bis zu freiberuflichen Dienstleistungen. Die Verluste summieren sich auf rund eine Milliarde Euro Wertschöpfung und gefährden tausende Jobs.

    3.     Ursachen des Rückgangs
    Patrick Weber und Stefan Jenewein analysieren die zentralen Gründe für den Rückgang: hohe Grund- und Baukosten, steigende Zinsen, hohe Steuer- und Abgabenlast sowie lange Verfahren und bürokratische Hürden. Diese Faktoren machen Eigentum für viele unerschwinglich und hemmen Investitionen. Weber ergänzt die Sicht der Baupraxis: gerade kleine und mittlere Betriebe spüren die Einbrüche stark, Sanierungsförderungen laufen aus, und die Unsicherheit auf dem Markt steigt.

    4.     Folgen für Wohnbau und Mieten
    Die Verknappung von Eigentumswohnungen wirkt sich unmittelbar auf den Mietmarkt aus. Jenewein zeigt, dass inzwischen deutlich mehr Interessenten auf eine Mietwohnung kommen als noch vor wenigen Jahren. Das treibt die Mieten weiter nach oben und verschärft die soziale Problematik. Eigentum gilt zugleich als beste Altersvorsorge – wenn aber junge Menschen keine Chance mehr haben, Eigentum zu erwerben, fehlt eine wichtige Perspektive.

    5.     Politische Lösungsansätze
    Im Gespräch werden konkrete Maßnahmen diskutiert: leichtere Finanzierungsmöglichkeiten, steuerliche Entlastungen für den ersten Hauptwohnsitz, schnellere Verfahren, Bürokratieabbau, leistbare Grundstücke und die Förderung von höherer Baudichte. Weber betont, dass schon kleine Impulse ausreichen könnten, um den Wohnbau wieder anzukurbeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fiskalischen Wirkung: Allein der Rückgang der Bauleistungen entzieht der öffentlichen Hand über 530 Millionen Euro an Einnahmen – ein klarer Handlungsauftrag für die Politik.

    6.     Ausblick & Appell
    Zum Abschluss blicken Weber und Jenewein auf die Zukunft. Sinkende Zinsen und günstiger gewordene Baukosten könnten eine Basis für Erholung schaffen – wenn die Politik rasch Impulse setzt. Jenewein appelliert, Entscheidungen faktenbasiert und mutig zu treffen, statt in Worthülsen zu verharren. Weber zeigt sich zuversichtlich, dass in Tirol das Verständnis für die Dringlichkeit wächst. Das Schlusswort ist ein Appell an Politik und Gesellschaft: nur mit entschlossenem Handeln lässt sich der Abwärtstrend stoppen und leistbarer Wohnraum sichern.
    32 min

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Die Bauwirtschaft befindet sich im ständigen Wandel. Dieser Podcast bietet einen einzigartigen Blick auf die Chancen und Herausforderungen, die die Branche prägen. Wir sprechen mit führenden Experten über die neuesten Trends, innovative Lösungsansätze und wirtschaftliche Entwicklungen, die den Bau von morgen gestalten. Mit fundierten Analysen und praktischen Erfahrungen bieten wir wertvolle Perspektiven, die nicht nur informieren, sondern auch zum Umdenken in der Zukunft anregen und wichtige Veränderungen in der Branche vorantreiben.