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Schwach- und mittelradioaktiver Müll lagert tief unter der Erde. Im Endlager Morsleben wird klar, woher er stammt, wie viel es ist – und wie damit umgegangen wird.
Die Entsorgung atomarer Altlasten kostet Milliarden. Auch die Endlagersuche ist teuer. Ein Fonds soll alles finanzieren – doch wie sicher ist das Geld dort wirklich angelegt?
Zwischenlager wie in Ahaus sollen hochradioaktiven Abfall über Jahrzehnte sichern. Der verlängerte Verbleib wirft Fragen zur Sicherheit und Akzeptanz in der Nachbarschaft auf.
Die Suche nach einem Endlager für Atommüll läuft weiter. Erste Regionen sind ausgeschlossen, doch ein geeigneter Standort ist noch nicht gefunden. Der Zeitplan verzögert sich deutlich.
Die Bekanntgabe der Teilgebiete im Herbst 2020 verunsichert viele Menschen in den betroffenen Regionen, manche fürchten Vorfestlegungen. Der Protest beginnt sich zu formieren.
Schritt für Schritt werden im Suchverfahren derzeit die Regionen für ein mögliches Endlager entlang wissenschaftlicher Kriterien eingegrenzt – die Aufgabe ist mit vielen Herausforderungen verbunden.
Ein Atommüllendlager in meiner Nachbarschaft? Die Fachkonferenzen Teilgebiete bieten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich in die Endlagersuche einzubringen – nicht ohne Kritik.
Am 28. September 2020 wurden jene Gebiete bekanntgegeben, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen. Die Bekanntgabe war mit Überraschungen verbunden, aber auch von vehementen politischen Einsprüchen begleitet. Und nun? Wie reagieren die Menschen in den auserkorenen Regionen? Welche Reaktion kommt aus Gorleben? Folgen nun bundesweit Proteste? Und: Wie können sich Menschen aus den ausgewiesenen Gebieten in das weitere Verfahren einbringen?
Das Problem mit dem hoch-radioaktiven Müll ist weltweit ungelöst. In vielen Ländern finden derzeit ähnliche Suchverfahren statt wie in Deutschland. Finnland ist das einzige Land, das einen Standort gefunden und sogar den Bau schon fast abgeschlossen hat. Auch in Schweden und in der Schweiz ist der Findungsprozess weit vorangeschritten. Wie lief die Suche in diesen Ländern ab? Wie wurden dort Bürgerinnen und Bürger beteiligt? Wer trifft dort letztlich die Entscheidung?
BGE, BASE, NBG … Am Suchverfahren für ein Endlager für hoch-radioaktive Abfälle ist eine Fülle an Akteuren beteiligt – eine bundeseigene Gesellschaft, eine staatliche Behörde, ein Bundesministerium, ein institutionalisiertes gesellschaftliches Gremium, aber auch allgemein Bürgerinnen und Bürger sowie der Bundestag, Landtage, Kommunen und die Wissenschaft. Doch warum ist das so? Wer ist für was zuständig? Verfolgen dabei eigentlich alle dieselben Interessen? Im Übrigen: Wer darf eigentlich was zum Verfahren beitragen? Und wer entscheidet letztendlich?
Der Journalist Axel Schröder im Gespräch mit Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Jorina Suckow, Bürgervertreterin und Vertreterin der jungen Generation im Nationalen Begleitgremium (NBG) und Prof. Dr. Miranda Schreurs, Vorsitzende des Nationales Begleitgremiums (NBG).
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