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Computer, Tablet, Handy, Spielekonsole - WhatsApp, Tiktok, Snapchat, Instagram, was auch immer - die Medienwelt entwickelt sich stetig weiter und damit auch der Knatsch am Abendbrottisch über die Nutzung von Handy und Co. und die Überforderung von Erwachsenen, hier das eigene Wissen ständig up to date zu halten. Im Kinderdorf sind deswegen vor einiger Zeit Kinder zu Mediencoaches ausgebildet worden. Sie helfen uns Erwachsenen, besser mit Medien umzugehen und setzen sich gleichzeitig für eine gleichberechtigte Mediennutzung in den Kinderdorffamilien und Gruppen ein.
Die Kinder im Kinderdorf schlafen alle in Stockbetten. Es sind alles Waisen, die ihre Eltern verloren haben. Ja, die Vorurteile, die sich ums Kinderdorf drehen sind riesig und abenteuerlich. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Vorurteile abbauen und die Kinderdörfer nach außen öffnen.
Wenn Kinder ins Kinderdorf kommen, bringen sie einen großen Rucksack an Erlebnissen mit. Unsere Aufgabe im Kinderdorf ist nicht nur, den Kindern und Jugendlichen ein liebevolles, professionelles Zuhause zu schaffen, sondern auch, dass wir ihnen dabei helfen, stark genug zu werden, um diesen Rucksack zu tragen.
Ein Stapel mit Bewerbungsbriefen, der 30 Zentimeter hoch war. Etliche Sozialpädagogen und Erzieher, die anschließend zum Bewerbungsgespräch aufgetaucht sind - so luxuriös war die Situation in den Bethanien Kinderdörfer früher. Heute - und so geht's allen Einrichtungen - haben wir trotz unseres besonderen Profils Schwierigkeiten, pädagogischen Nachwuchs zu finden.
Vor fast fünf Jahren haben die Kinderdörfer reagiert und "Personalreferenten"-Stellen geschaffen. Klaus Rölkes hat selbst Pädagogik studiert. Heute hat er hier im Kinderdorf eine neue Passion gefunden. Im Gespräch erzählt er uns von Herausforderungen und Chancen eines Personalreferenten im sozialen Bereich.
Kindesmissbrauch - ein Thema, das immer wieder in der Jugendhilfe eine große Rolle spielt. Denn die Kinder und Jugendlichen, die ins Kinderdorf kommen, bringen immer ihr Päckchen mit und manchmal gehören da leider auch Missbrauchserfahrungen dazu. Dass für diese Kinder und Jugendliche häufig Sexualität ein herausforderndes, eigenes Thema darstellt, darüber schweigt die Gesellschaft. Gerade im Bereich der Jugendhilfe ist ein richtiger Umgang damit aber wesentlich.
Die Bethanien Kinderdörfer wurden vor fast 70 Jahren von den Dominikanerinnen von Bethanien gegründet. Noch heute ist die Bindung zur Ordensgemeinschaft eng. Die Kinderdörfer befinden sich in der Trägerschaft der Dominikanerinnen, viele Schwestern wirken auch heute noch mit unterschiedlichen Berufungen in den Kinderdörfern. Schwester Judith gehört dazu und ist in dieser Folge mein Gast.
Der Stempel "Kirche" sorgt vor allem in den letzten Jahren für viele schlechte Assoziationen in der Gesellschaft. Woher kommt das? Und was macht das mit Menschen, die so tief in ihrem Glauben und in Kirche verankert sind? Mit Judith spreche ich sehr offen über Missbrauch in Kirche, über Machtstrukturen und Schwächen des Systems.
Stationäre Jugendhilfe zu durchschauen ist schwierig - vor allem natürlich für Außenstehende, die bislang nichts mit der Jugendhilfe an der Mütze haben, aber immer öfter auch für Fachkräfte: Wie hängt das Jugendamt zum Beispiel mit dem Kinderdorf zusammen?
Katrin Schwander ist Erziehungsleiterin im Bethanien Kinderdorf. Sie ist die Schnittstelle zwischen Kinderdorf und Jugendamt. Bevor sie nach Bethanien kam, hat sie selbst im Jugendamt gearbeitet. In meiner aktuellen Folge erzählt sie von ihren Erfahrungen und Aufgaben - das erste Mal übrigens nicht nur auf Band, sondern auch im Video. Und kleiner Teaser: Selbst als Jugendhilfe-Expertin habe ich noch ganz schön viel dazugelernt.
Katrin Sengers ist nicht nur eine liebe Freundin von mir, sondern sie leitet seit mehr als 20 Jahren eine Außenwohngruppe im Bethanien Kinderdorf. Denn bei uns gibt es nicht nur Kinderdorffamilien, sondern auch familiäre Wohngruppen.
Als Kinderdorffamilie wohnen wir in zwei Doppelhaushälften, in die wir vor 16 Jahren eingezogen sind in einem sehr ländlichen Stadtteil. Als wir damals gebaut haben, sprach sich schnell in der Nachbarschaft rum "Da kommt eine Familie mit neun Kindern". Die Reaktionen in der alteingesessenen Nachbarschaft waren damals unterschiedlich. Eugen war schon damals da - heute ist er seit 16 Jahren unser Nachbar und mein Podcastgast. Im Gespräch erzählt er, wie er damals das Kennenlernen erlebt hat. Auch ich blicke zurück - kleiner Spoiler: für mich als Kinderdorfmutter war gerade die Anfangszeit nicht einfach.
Warum ist das Kinderdorf keine Reparaturwerkstatt? Als Uwe Roscheck Vorsitzender unseres Freundeskreis, dem Förderverein des Kinderdorf, wurde, stand er gerade kurz vor der Pensionierung als Schulleiter. In seiner Rolle galt seine Passion der Bildungsvermittlung von Kindern. Das Erste, was ihn im Kinderdorf faszinierte, war der ganzheitliche Ansatz: Mathe, Deutsch und Englisch stehen hier nicht im Vordergrund, hier geht es darum, Leben zu lernen, Gemeinschaft zu erleben, Nähe zu fühlen. Warum ihn die Arbeit im Kinderdorf so faszinierte, dass er sich entschied, einen großen Teil seiner Zeit für den Vorstand herzugeben, verrät er mir im Podcast. Wir sprechen auch darüber, warum das Kinderdorf auf Spenden angewiesen ist.
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