Aufsichtssache. Der Aufsichtsrats-Podcast.

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Aufsichtssache. Der Aufsichtsrats-Podcast. episodes

  • Aufsichtsratsarbeit in Saudi-Arabien – Governance im internationalen Vergleich
    Was unterscheidet Aufsichtsratsarbeit in Saudi-Arabien von der in Europa – und welche Fragen verbinden die Gremien?

    Wie werden Aufsichtsgremien in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ihrer Verantwortung gerecht? Der internationale Vergleich führt zu konkreten Fragen: Wie werden Related-Party-Transaktionen kontrolliert? Welche Aufgaben übernimmt der Prüfungsausschuss? Und wie ist die persönliche Haftung von Aufsichtsräten geregelt?

    Torben Hilbertz nimmt mehrere Mandate in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten wahr. Als Aufsichtsrat und Vorsitzender des Prüfungsausschusses eines großen Klinikverbundes in Saudi-Arabien berichtet er aus seiner Gremienpraxis. Mit Dr. Viktoria Kickinger vergleicht er die dortigen Governance-Strukturen mit den Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa.
    Das Gespräch behandelt auch die Zusammensetzung internationaler Gremien, Diversität und kontinuierliche Weiterbildung. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Entwicklungen der internationalen Governance auch für europäische Aufsichtsräte zunehmend relevant werden.

    In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

    • welche Unterschiede zwischen den Governance-Strukturen in Saudi-Arabien und Europa bestehen.
    • welche Aufgaben und Verantwortung Prüfungsausschüsse übernehmen.
    • wie Related-Party-Transaktionen kontrolliert werden.
    • welche Fragen sich zur persönlichen Haftung von Aufsichtsräten stellen.
    • welche Rolle Diversität bei der Zusammensetzung internationaler Gremien spielt.
    • welche Bedeutung kontinuierliche Weiterbildung für die Aufsichtsratsarbeit hat.
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      Torben Hilbertz verfügt über langjährige internationale Erfahrung in Corporate Governance, Interner Revision und Aufsichtsratsarbeit. Seine berufliche Laufbahn führte ihn unter anderem als Leiter der Internen Revision zu Abu Dhabi Airports. Heute begleitet er Unternehmen bei Fragen der Governance, des Risikomanagements und der professionellen Gremienarbeit.

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      Torben Hilbertz: linkedin.com/in/torben-hilbertz-8220a05/

      Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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      29 min
    • Wenn der Verdacht den Aufsichtsrat erreicht
      Was muss ein Aufsichtsrat tun, wenn Hinweise auf Rechtsverstöße den Vorstand betreffen – oder Fragen zur eigenen Überwachung aufwerfen?

      Wenn ein Whistleblower den Prüfungsausschuss kontaktiert oder die Staatsanwaltschaft gegen ein Vorstandsmitglied ermittelt, muss der Aufsichtsrat Klarheit schaffen. Häufig hat das Problem bereits eine lange Vorgeschichte. Dann geht es auch darum, wer wann was wusste und wie mit den Hinweisen umgegangen wurde.

      Dr. Michael Albrecht von Kolke führt interne Untersuchungen für Vorstände und Aufsichtsräte durch. Im Gespräch mit Dr. Viktoria Kickinger schildert er anhand einer frühen Cum-Ex-Untersuchung, wie komplex Aufklärung unter rechtlicher Unsicherheit, emotionalem Druck und Widerstand sein kann. Er erläutert, welche Sofortmaßnahmen aus seiner Sicht Vorrang haben und warum die Auswertung von Daten normalerweise vor den Gesprächen mit den unmittelbar betroffenen Personen steht.
      Auch die Integrität der Untersuchung selbst steht zur Debatte: Welche Daten werden geprüft, welcher Zeitraum wird betrachtet und welchen Hinweisen wird nachgegangen? Von Kolke beschreibt, wie solche Entscheidungen die Aufklärung begrenzen können – und was geschieht, wenn Aufsichtsratsmitglieder selbst Berührungspunkte mit dem untersuchten Vorgang hatten. Zum Abschluss geht es um zwei zentrale Instrumente der Gremienarbeit: gezielte Berichtsanforderungen und Protokolle, die Informationsgrundlage, Alternativen und Abwägungen nachvollziehbar festhalten.

      In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

      • wann Hinweise auf Rechtsverstöße eine eigene Untersuchung durch den Aufsichtsrat erforderlich machen können,
      • welche Priorität fortdauernde Rechtsverstöße, mögliche Ad-hoc-Mitteilungspflichten und die Sicherung von Daten zu Beginn einer Untersuchung haben,
      • wie KI-gestützte Datenauswertung und anschließende Befragungen zur Aufklärung beitragen,
      • wie die Auswahl von Daten, Beteiligten und Untersuchungszeiträumen die Aussagekraft einer Untersuchung beeinflusst,
      • warum mögliche Interessenkonflikte innerhalb des Aufsichtsrats früh geprüft werden müssen,
      • welche Bedeutung die Dokumentation von Informationen, Handlungsalternativen und Risiken für spätere Haftungsfragen hat,
      • wie Aufsichtsräte einem begründeten Störgefühl durch gezielte Berichtsanforderungen nachgehen können.
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        Dr. Michael Albrecht von Kolke ist Rechtsanwalt und Kanzleipartner. Er begleitet Vorstände und Aufsichtsräte bei internen Untersuchungen und der Aufklärung möglicher Rechtsverstöße. Im Gespräch berichtet er unter anderem aus seiner Erfahrung mit einer frühen Cum-Ex-Untersuchung.

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        Michael Albrecht von Kolke: [linkedin.com/in/michael-albrecht-vom-kolke/]https://www.linkedin.com/in/michael-albrecht-vom-kolke/))

        Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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        34 min
      • Warum !?
        Jörg Kupjetz: Warum gute Verhandlungen im Aufsichtsrat mit Verstehen beginnen

        Wer gut verhandeln will, muss verstehen, was das Gegenüber tatsächlich erreichen möchte. Nicht jede Gehaltsforderung dreht sich um Geld. Nicht jedes Nein bedeutet Ablehnung. Wer ausschließlich über die ausgesprochene Forderung verhandelt, übersieht möglicherweise das eigentliche Interesse.

        Prof. Dr. Jörg Kupjetz spricht mit Dr. Viktoria Kickinger über das Ziel hinter dem Ziel – und darüber, wie sich Verhandlungen gezielt vorbereiten lassen. Seine praxisorientierte Herangehensweise verbindet den eigenen Verhandlungsstil mit dem Verständnis für unterschiedliche Persönlichkeitstypen. Ein DIN-A4-Blatt mit Zielen, Grenzen, Argumenten und Agenda kann dafür eine wirkungsvolle Grundlage sein.
        Für Aufsichtsräte sind diese Überlegungen auch in der Gremienarbeit relevant. Gegenüber Vorständen ebenso wie innerhalb des Aufsichtsrats treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Kupjetz erläutert, welchen Vorteil der erste Zug haben kann, warum Schweigen mitunter mehr bewirkt als ein weiteres Argument und welche Gefahr darin liegt, unter Druck vorschnell nachzugeben.

        In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

        • warum die Frage nach dem Warum für Kupjetz so zentral ist
        • wie Persönlichkeitstypen den Verlauf einer Verhandlung beeinflussen
        • weshalb gute Vorbereitung auf ein DIN-A4-Blatt passen kann
        • welchen Vorteil der erste Zug in einer Verhandlung haben kann
        • warum Schweigen manchmal wirkungsvoller ist als das nächste Argument
        • wie man mit Druck und Ultimaten umgehen kann
        • weshalb hinter dem ausgesprochenen Ziel ein anderes Bedürfnis stehen kann
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          Prof. Dr. Jörg Kupjetz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Verhandlungsführung. Er hat daraus eine eigene, praxisorientierte Herangehensweise entwickelt, die den persönlichen Verhandlungsstil und das Verständnis des Gegenübers in den Mittelpunkt stellt.

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          Jörg Kupjetz: linkedin.com/in/prof-dr-j%C3%B6rg-kupjetz-086b751b/

          Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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          32 min
        • Der teuerste leere Stuhl im Aufsichtsrat
          Gesellschaftsrechtsexperte Dr. Jörgen Tielmann über Verantwortung, KI und die Lehren aus einem geplatzten Millionen-Deal.

          Ein leerer Stuhl. Ein Ferrari. Ein geplatzter Millionen-Deal.

          Mit einer außergewöhnlichen Geschichte aus seiner langjährigen Praxis eröffnet Dr. Jörgen Tielmann, Partner bei Luther Rechtsanwälte und Experte für Gesellschaftsrecht, das Gespräch mit Viktoria Kickinger. Sie zeigt eindrucksvoll, welche weitreichenden Folgen selbst formale Aspekte der Gremienarbeit haben können.
          Im weiteren Verlauf sprechen die beiden darüber, wie sich die Arbeit von Aufsichtsräten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat: zunehmende Regulierung, steigende Anforderungen an Corporate Governance, die Rolle von Transparenz und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die juristische Beratung und die Arbeit von Aufsichtsgremien.
          Dabei wird deutlich: Die eigentliche Herausforderung liegt heute nicht nur darin, Gesetze zu kennen, sondern Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen auf einer verlässlichen Informationsgrundlage zu treffen.

          In dieser Folge erfahren Sie:

          • warum Dreier-Aufsichtsräte erhebliche Risiken bergen,
          • welche Lehren sich aus einem geplatzten Millionen-Deal ziehen lassen,
          • wie sich die Anforderungen an Aufsichtsräte verändert haben,
          • weshalb Regulierung Fluch und Segen zugleich sein kann,
          • welche Chancen und Grenzen Künstliche Intelligenz im Gesellschaftsrecht hat,
          • warum menschliche Erfahrung und Urteilsvermögen auch künftig unverzichtbar bleiben,
          • welche Kompetenzen Aufsichtsräte in Zukunft benötigen.
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            Dr. Jörgen Tielmann ist Rechtsanwalt und Partner bei Luther Rechtsanwälte in Hamburg. Er berät Unternehmen, Vorstände und Aufsichtsräte in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Aktienrecht sowie Corporate Governance und zählt zu den anerkannten Experten für komplexe gesellschaftsrechtliche Fragestellungen.

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            Jörgen Tielmann: linkedin.com/in/joergentielmann/isSelfProfile=false

            Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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            30 min
          • Wenn das Management gegen das Unternehmen arbeitet – Erfahrungen eines Restrukturierungsexperten
            Gero Güllmeister begleitet seit mehr als 25 Jahren Unternehmen in Restrukturierungs- und Transformationsprozessen.

            Ein Anruf an einem Winterabend verändert alles.

            Ein Aufsichtsratsvorsitzender schildert einen schwerwiegenden Verdacht: Das Management eines Unternehmens mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz könnte gegen die Interessen der eigenen Gesellschaft handeln.
            Wie geht ein Aufsichtsrat in einer solchen Situation vor? Welche ersten Schritte sind notwendig? Und welche Verantwortung tragen die Mitglieder des Gremiums, wenn innerhalb des Unternehmens gravierende Pflichtverletzungen vermutet werden?
            In dieser Episode spricht Restrukturierungs- und Transformationsexperte Gero Güllmeister über außergewöhnliche Krisensituationen, die er in mehr als 25 Jahren begleitet hat. Er berichtet von erfolgreichen und gescheiterten Aufsichtsratsarbeit, erläutert, warum Transparenz wichtiger ist als Aktionismus und welche Eigenschaften ein wirksames Aufsichtsgremium heute mitbringen muss.
            Darüber hinaus diskutieren wir, wie sich die Rolle von Aufsichtsräten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, welche Auswirkungen zunehmende Regulierung auf Entscheidungen hat und warum Künstliche Intelligenz zwar Prozesse beschleunigt, unternehmerische Verantwortung jedoch nicht ersetzen kann.
            Eine Episode über Verantwortung, Führung und die entscheidenden Weichenstellungen in Unternehmenskrisen.

            Das erwartet Sie in dieser Episode:

            • Ein realer Krisenfall aus der Restrukturierungspraxis
            • Wie Aufsichtsräte bei Verdachtsfällen richtig reagieren
            • Die größten Fehler in Unternehmenskrisen
            • Warum Fakten vor Vermutungen stehen müssen
            • Welche Eigenschaften erfolgreiche Aufsichtsräte auszeichnen
            • Wie Restrukturierungen heute gelingen
            • Die Auswirkungen geopolitischer Krisen auf Unternehmen
            • Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz in der Unternehmensführung
            • Das Idealbild eines modernen Aufsichtsrats
            • Gero Güllmeister begleitet seit mehr als 25 Jahren Unternehmen in Restrukturierungs- und Transformationsprozessen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sanierung mittelständischer und großer Unternehmen, der Begleitung von Aufsichtsräten und Beiräten sowie der Entwicklung tragfähiger Zukunftsstrategien in wirtschaftlich anspruchsvollen Situationen. Seine langjährige Erfahrung aus zahlreichen Unternehmenskrisen macht ihn zu einem gefragten Sparringspartner für Geschäftsleitungen und Kontrollgremien.

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              Gero Güllmeister: linkedin.com/in/gero-guellmeister/

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              31 min
            • Warum gute Aufsichtsräte mehr Haltung als Regeln brauchen
              Rudolf X. Ruter: Wirtschaftsprüfer, Corporate-Governance-Experte, Mitbegründer des Public Corporate Governance Codex Deutschland

              Gute Aufsichtsräte entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo fachliche Kompetenz mit persönlicher Integrität, Unabhängigkeit und Verantwortungsbewusstsein zusammentrifft.

              Rudolf X. Ruter zählt zu den profiliertesten Stimmen der Corporate Governance in Deutschland. Als Wirtschaftsprüfer, langjähriger Berater von Aufsichtsräten und Mitbegründer des Public Corporate Governance Codex hat er die Entwicklung professioneller Gremienarbeit entscheidend mitgestaltet.
              Gemeinsam mit Dr. Viktoria Kickinger spricht er darüber, weshalb Ethik in Unternehmen weit mehr ist als ein Code of Conduct, warum moderne Aufsichtsräte zunehmend unter Zeit-, Entscheidungs- und Verantwortungsdruck stehen und weshalb die professionelle Besetzung von Mandaten zu einer der wichtigsten Governance-Fragen der kommenden Jahre wird.
              Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Erkenntnis: Gute Governance entsteht nicht durch mehr Regeln, sondern durch bessere Entscheidungen der Menschen, die Verantwortung tragen.

              In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

              • weshalb Ethik zur Grundlage guter Aufsichtsratsarbeit geworden ist
              • warum persönliche Netzwerke keine zeitgemäße Mandatsbesetzung mehr ersetzen können
              • welche Unterschiede zwischen Public Corporate Governance und privatwirtschaftlicher Governance bestehen
              • weshalb Unabhängigkeit künftig noch wichtiger wird
              • wie sich die Anforderungen an Aufsichtsräte durch Regulierung und Künstliche Intelligenz verändern
              • warum Sichtbarkeit und fachliche Positionierung heute entscheidend für neue Mandate sind
              • weshalb ein guter Aufsichtsrat vor allem den Mut haben muss, die richtigen Fragen zu stellen
              • --

                Rudolf X. Ruter gehört zu den Persönlichkeiten, die das Verständnis von guter Governance in Deutschland über Jahrzehnte geprägt haben. Im Gespräch mit Dr. Viktoria Kickinger spricht er darüber, weshalb Ethik keine Ergänzung professioneller Aufsichtsratsarbeit ist, sondern deren Fundament.

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                Rudolf X. Ruter: linkedin.com/in/rudolfxruter/

                Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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                30 min
              • Haltung.
                Mit Heiner Thorborg über die Frage, warum bei der Besetzung von Aufsichtsratsvorsitz und CEO Haltung mehr zählt als Kompetenz.

                Ein Bewerbungsgespräch, mehr als 50 Jahre zurück: Heiner Thorborg ist Mitte zwanzig und steht ganz am Anfang seiner Karriere, als ihn drei ältere Herren fragen, wen er wählen werde. „Wir wählen alle die CDU“, ergänzen sie. Thorborg steht auf: „Meine Herren, ich nicht.“ Und geht.

                Dieser Moment nimmt seine kompromisslose Haltung vorweg, lange bevor er zu einer der profiliertesten Stimmen im deutschen Executive Search wurde. Im Gespräch mit Viktoria Kickinger erklärt Thorborg, warum die Frage nach der Haltung zum Thema Diversity in Besetzungsprozessen von Aufsichtsratsvorsitz und CEO viel zu selten gestellt wird, und was sein neues Buch „Hinter den Kulissen der Mächtigen“ über 100 Jahre Headhunting, Fehlbesetzungen und die kommende Revolution durch Künstliche Intelligenz verrät.

                In dieser Folge erfahren Sie:

                • Warum kaum ein Aufsichtsratsvorsitzender einen CEO zu seiner Haltung gegenüber Diversity befragt — und was sich dadurch ändern müsste
                • Das Zusammenspiel von Aufsichtsratsvorsitz und CEO als entscheidender Erfolgsfaktor bei Besetzungen
                • Ein prägendes Schlüsselerlebnis: Mut zur eigenen Meinung, auch gegenüber Autoritäten
                • 100 Jahre Headhunting — von der ersten Direktansprache 1926 bis zur Zäsur durch Künstliche Intelligenz
                • K.O.-Kriterien im Lebenslauf: Titelfriedhöfe, fehlende Fotos, überlange Bewerbungen
                • Warum Persönlichkeit für Thorborg das entscheidende Auswahlkriterium ist — und Kompetenz zweitrangig
                • Interessenkonflikte großer Personalberatungen und sein Plädoyer für internes Headhunting
                • Bayer/Monsanto als Lehrstück für Aufsichtsratsarbeit — und Evelyn Palla als positives Gegenbeispiel
                • --

                  Heiner Thorborg gründete 1989 seine eigene Personalberatung und begleitet seither Vorstands- und Aufsichtsratsbesetzungen deutscher Unternehmen. Zuvor war er bei Egon Zehnder tätig. Vor 20 Jahren gründete er ein Frauennetzwerk zur Förderung weiblicher Führungskräfte. Sein Buch „Hinter den Kulissen der Mächtigen“ erschien am 27. August als Buch, E-Book und Hörbuch. (https://campus.de/business-management/fuehrung-management/hinter-den-kulissen-der-maechtigen/CAM52164))

                  Es verbindet Thorborgs berufliche Biografie mit pointierten Einschätzungen zu Auftraggebern, Kandidatinnen und Kandidaten sowie zum Wettbewerb im Executive Search.

                  --

                  Heiner Thorborg: linkedin.com/in/heiner-thorborg-768050207/

                  Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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                  32 min
                • Die meisten Beiratssuchen beginnen an der falschen Stelle.
                  Mit Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid über die Frage, warum erfolgreiche Beiräte nicht mit Personen, sondern mit der Zukunft des Unternehmens beginnen.

                  Die Qualität eines Beirats entscheidet sich nicht bei der Auswahl einzelner Persönlichkeiten, sondern lange davor. Wer die zukünftigen Herausforderungen eines Unternehmens nicht klar definiert, wird kaum die richtigen Kompetenzen in sein Gremium holen.

                  Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid beschreibt den Beirat als strategisches Bindeglied zwischen Unternehmerfamilie und Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen nicht Tradition oder persönliche Netzwerke, sondern Zukunftskompetenzen, professionelle Governance und die Fähigkeit, auch in komplexen Familienstrukturen handlungsfähig zu bleiben.
                  Die Episode zeigt, weshalb Professionalisierung keine einmalige Qualifikation ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Sie macht deutlich, wie Aufsichts- und Beiräte Wert schaffen können – nicht durch Administration, sondern durch strategische Orientierung, konstruktive Kontrolle und langfristige Perspektiven.

                  In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

                  • warum jede Beiratssuche mit einer Strategiediskussion beginnen sollte
                  • welche Kompetenzen ein Gremium künftig wirklich benötigt
                  • weshalb Familienunternehmen eine Inhaberstrategie brauchen
                  • welche Rolle externe Expertise im Beirat spielt
                  • warum Weiterbildung für Beiräte kein Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess ist
                  • wie Beiräte Mehrwert für Geschäftsführung und Gesellschafter schaffen
                  • was Publikumsgesellschaften von Familienunternehmen lernen können
                  • --

                    Mit Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid über die Frage, warum erfolgreiche Beiräte nicht mit Personen, sondern mit der Zukunft des Unternehmens beginnen.

                    --

                    Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid: linkedin.com/in/dr-alexander-koeberle-schmid/](https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-koeberle-schmid/))

                    Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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                    30 min
                  • Unternehmensnachfolge: Warum Loslassen die größte Führungsaufgabe ist
                    Prof. Dr. Arnold Weissman: „Ich werde dich bis zum Ende meines Lebens unterstützen, aber eine aktive Rolle in diesem Unternehmen werde ich nie wieder spielen.“

                    Wie gelingt Unternehmensnachfolge wirklich – und warum ist Loslassen oft die größte Führungsaufgabe?

                    Prof. Dr. Arnold Weissman begleitet seit Jahrzehnten Familienunternehmen bei Nachfolgeprozessen. Im Gespräch mit Dr. Viktoria Kickinger berichtet er, wie es sich anfühlt, selbst das eigene Lebenswerk an die nächste Generation zu übergeben. Er spricht über die Bedeutung von Vertrauen, den Mut, bewusst aus der operativen Verantwortung auszusteigen, und die Lehren aus einem prägenden Gespräch mit seinem Sohn.

                    Außerdem geht es um die Zukunft der Aufsichtsratsarbeit: Warum Gremien heute professioneller besetzt sein müssen, weshalb KI-Kompetenz für Aufsichtsräte immer wichtiger wird und vor welchen Herausforderungen Familienunternehmen angesichts von Nachfolge, Digitalisierung und geopolitischen Veränderungen stehen.

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                    Prof. Dr. Arnold Weissman zählt zu den renommiertesten Experten für Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum. Seit Jahrzehnten begleitet er Unternehmerfamilien bei Fragen der Strategie, Führung und Nachfolge – mit klarem Blick für Krisen, die sich oft lange ankündigen, bevor sie sichtbar werden.

                    --

                    Prof. Dr. Arnold Weissman: linkedin.com/in/arnoldweissman/

                    Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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                    31 min
                  • Zwischen Betriebsrat und Aufsichtsrat – Verantwortung in zwei Welten
                    Gerhard Grabmeier: „Man muss viel sprechen, sonst hat man keine Chance.“

                    Wie gelingt es, gleichzeitig Arbeitnehmervertreter und Mitglied des Aufsichtsrats zu sein?

                    Gerhard Grabmeier berichtet über die Herausforderungen einer Doppelrolle, die unterschiedliche Interessen zusammenführen muss und dennoch das gemeinsame Ziel verfolgt: die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens.

                    Im Gespräch mit Dr. Viktoria Kickinger schildert er seinen unerwarteten Einstieg in den Aufsichtsrat, die Verantwortung eines mitbestimmten Mandats und die Bedeutung einer fundierten Vorbereitung auf Haftung, Governance und unternehmerische Entscheidungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Privatisierung der STEAG. steag-iqony-group
                    Grabmeier erläutert, warum er den Eigentümerwechsel trotz seiner Funktion als Gesamtbetriebsratsvorsitzender unterstützt hat und weshalb für ihn der langfristige Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze im Mittelpunkt stand.
                    Darüber hinaus spricht er über die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmer- und Kapitalvertretern, den Wandel der Aufsichtsratskultur, die Bedeutung von Vertrauen und Dialog sowie über die Zukunft der Mitbestimmung in Deutschland. Die Episode bietet praxisnahe Einblicke in verantwortungsvolle Aufsicht aus Sicht eines Arbeitnehmervertreters.

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                    Gerhard Grabmeier: linkedin.com/in/gerhard-grabmeier-68738a1a6/

                    Viktoria Kickinger: linkedin.com/in/dr-viktoria-kickinger-3b768a2b/

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                    28 min

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