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In Bildungsministerien, bei Schulleitungen und Lehrkräften ist der Druck, „etwas mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu machen“, groß. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von KI reden? In der neuen Folge von Auftrag:Aufbruch spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Rainer Rehak, Informatiker, Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weizenbaum-Institut, über Zeitgeist-KI, die Machtkonzentration hinter großen Sprachmodellen und die Frage, was konviviale Technik ausmacht. Außerdem geht es um digitale Souveränität, die Grenzen von „offener KI“ und darum, wie Bildungsverwaltung und Schulen KI-Werkzeuge kritisch prüfen und dabei handlungsfähig bleiben können. Viel Freude beim Hören!
Social-Media-Plattformen prägen den Alltag von jungen Menschen und bergen Chancen sowie Risiken für mentale Gesundheit und demokratische Teilhabe. Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat 56 Handlungsempfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz, um die gesellschaftlichen Bedingungen für einen digital souveränen und kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu befördern. In der neuen Folge von Auftrag:Aufbruch spricht Host Katja Weber mit Nina Kolleck, Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam, und Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, über Social-Media-Verbote, Plattformregulierung, Medienkompetenz an Schulen und die mentale Gesundheit junger Menschen. Viel Freude beim Hören!
Ob Schüler:innen Schulen erleben, die ihnen chancengerechte und gute Bildung bieten, ist nicht nur eine Frage einzelner Lehrkräfte, sondern des gesamten Systems. Während Länder wie Singapur, Kanada und Estland Daten strategisch nutzen und auf kollektive Wirksamkeit setzen, steckt Deutschland noch in Verwaltungslogiken des 19. Jahrhunderts. Im Live-Podcast der Reihe Auftrag:Aufbruch auf der Fachtagung „Dimension:Digitalisierung – Für alle mehr drin“ spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Anne Sliwka, Professorin für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg, und Jürgen Müller, Leiter der neuen Grundsatzabteilung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie diskutieren, warum wir einen Paradigmenwechsel vom verwalteten zum lernenden Schulsystem brauchen, welche Rolle Ziele, Daten und kooperative Professionalität dabei spielen und warum Kommunikation in Deutschland unterschätzt wird. Viel Freude beim Hören!
Technische Infrastruktur, pädagogische Praxis und demokratische Teilhabe: Digitale Souveränität im Schulsystem hat viele Facetten. Während Schulen zunehmend auf digital gestütztes Lehren und Lernen setzen, wachsen jedoch gleichzeitig Abhängigkeiten von großen Tech-Konzernen. Wie können Schulen dennoch durch digitale Medien gestützte Lernräume selbstbestimmt und verantwortungsvoll gestalten? Im Live-Podcast reflektiert Host Jöran Muuß-Merholz gemeinsam mit Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org, der re:publica und des Zentrums für Digitale Rechte und Demokratie, und Andrea Franke, Schulleiterin der Willy-Brandt-Schule in Berlin-Gesundbrunnen und Preisträgerin des Deutschen Lehrkräftepreis, Impulse aus der Konferenz Bildung Digitalisierung 2025 (KonfBD25), die sich im September 2025 genau mit diesen Fragestellungen beschäftigt hat. Sie diskutieren, was es für Schulen konkret bedeutet, digitale Souveränität zu praktizieren und zu vermitteln. Andrea Franke berichtet aus ihrem Schulalltag, wie sie trotz begrenzter Ressourcen digitale Standards aufbaut. Markus Beckedahl bringt eine digitalpolitische Perspektive ein: Digitale Souveränität ist für ihn nicht nur eine technische, sondern vor allem eine demokratische Frage. Gemeinsam sprechen sie über fehlende Infrastrukturen, Software, Fortbildungspflichten für Lehrkräfte, Datenschutz und die Frage, wie Kinder und Jugendliche überhaupt in die Lage versetzt werden können, souveräne Entscheidungen zu treffen. Viel Freude beim Hören!
Mit einem KI-generierten Podcast für die Biologie-Prüfung lernen? Während Lehrkräfte und Eltern noch über Regeln diskutieren, nutzen Schüler:innen längst Künstliche Intelligenz (KI), um Unterrichts- und Prüfungsinhalte zu erschließen. Eine aktuelle Befragung von Jugendlichen in sieben europäischen Ländern im Auftrag der Vodafone Stiftung zeigt: Schüler:innen sehen KI-Systeme als entscheidend für ihre schulische und berufliche Zukunft. Im Alltag bleibt es aber meistens bei der Nutzung zur Recherche, Erklärung und Zusammenfassung. KI-Systeme als Unterstützung für kreative Problemlösungen und selbstgesteuertes Lernen finden sich selten. In der zehnten Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Katja Weber mit Şeniz Tiryaki, Schülerin und Gründerin, und Matthias Graf von Kielmansegg, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, wie junge Menschen auf diese Technologien blicken, die ihren Schul- und Berufsalltag voraussichtlich maßgeblich prägen werden. Sie sprechen über KI-Systeme im Alltag von Schüler:innen und deren Risikobewusstsein. Außerdem fragen sie: Wie gut fühlen Schüler:innen sich unterstützt? Viel Freude beim Hören!
Europäische Schülerbefragung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz der Vodafone Stiftung Deutschland
Was unterscheidet eigentlich Leadership von Management? Und wie bewältigen Schulleitungen das hohe Aufgabenpensum? Schulleitungen sind Schlüsselakteur:innen für die digitale Transformation von Schulen. Sie steuern die wesentlichen Prozesse, entlasten im besten Fall ihr Kollegium und setzen Impulse für eine veränderte Lehr- und Lernkultur. Neben der Entwicklung von Unterricht, Organisation und Personal gestalten sie Beziehungen, motivieren und sind die treibenden Kräfte im Change Management. Leadership geht jedoch über einzelne Schulen hinaus und betrifft das gesamte System mit seinen vielfältigen Leadership-Strukturen. In der neunten Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Marlon Lamour, Schulleiter der Freihof-Realschule in Kirchheim unter Teck sowie Referent für das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg, und Maren Wichmann, Leiterin des LeadershipLab.SH in Schleswig-Holstein, über Leadership in der Kultur der Digitalität. Sie diskutieren unter anderem die große Frage: Wie meistert man die vielen verschiedenen Leadership-Aufgaben? Welche Formate eignen sich für Leadership-Prozesse? Und welche Rahmenbedingungen benötigen Schulleitungen, um ihre Aufgaben erfolgreich zu bewältigen? Viel Freude beim Hören!
Artikel über Marlon Lamour in der Schwäbischen Zeitung: „Von der Realschule zurück zur Realschule“
Von Daten zu Taten – aber zu welchen: Wohltaten oder Missetaten? Die Datafizierung der Schule sorgt für Diskussionen. Dabei ist die Ausgangssituation einfach: Wo Menschen handeln, entstehen potenziell Daten an. Das gilt auch für Schulen: Noten, Zeiten, Verhalten. Diese Daten können für Lehr-Lernprozesse, die Schulentwicklung und bildungspolitischen Entscheidungen leitend sein. Doch hinter den scheinbar objektiven Daten stecken Entscheidungen, Bewertungen und Vorannahmen. In der achten Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Schulpädagogik an der RPTU Kaiserslautern-Landau und Mit-Herausgeberin der Reihe „Digitalität und Bildung“ im transcript Verlag, und Martin Fugmann, Schulleiter des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums in Gütersloh und geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, über Datafication. Sie diskutieren über pädagogische Entscheidungen von Programmierer:innen und gesellschaftspolitische Reflexionen im Schulsystem. Es geht darum, wie man Daten sinnvoll nutzt und welche Rolle Datafication für mehr Chancengerechtigkeit spielen kann. Viel Freude beim Hören!
Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs an der RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Maschinen, die Lerninhalte personalisieren und Schüler:innen individuell begleiten – für manche die Zukunft des Lernens. Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) sollen adaptives und flexibles Lernen ermöglichen. Zugleich ist das System Schule in Deutschland noch weit von einem sinnvollen Einsatz von ITS entfernt. Bildungspolitischen Entscheidungen, Finanzierungsfragen und Datenschutz bleiben ungelöst. Zudem muss der Einsatz von ITS mit Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit einhergehen. In der siebten Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Prof. Dr. Detmar Meurers, Leitung der Arbeitsgruppe Sprache und KI in der Bildung am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), und Professor für theoretische Computerlinguistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen, über diese ITS. Außerdem geht es um politische Projekte für ein bundesweit verfügbares ITS und die Rolle der Lehrkräfte in Schulen, in denen ITS implementiert sind. Dabei plädiert Detmar Meurers durchgehend dafür, digitale Systeme zu nutzen, um konkrete Probleme des Schulalltags zu lösen. Viel Freude beim Hören!
Prof. Dr. Walt Detmar Meurers beim Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) und an der Eberhard Karls Universität Tübingen
Dass das Bekannte, nur weil es bekannt ist, noch nicht erkannt ist, wusste schon Hegel. Für kaum etwas trifft das heutzutage so zu, wie für Künstliche Intelligenz (KI). Die Nutzung von KI-Systemen hat in Rekordzeit zugenommen und fast jede Person hat eine eigene Perspektive auf die (nicht mehr ganz so) neue Technologie. Aber die genaue Funktionsweise solcher KI-Systeme bleibt uns – und selbst ihren Entwickler:innen – weitgehend verborgen. Deshalb sehen manche KI als umwälzendes System und andere als überbewerteten Hype. Um über die Fähigkeiten von KI-Systemen zu sprechen, müssen wir sie zuerst verstehen. In der sechsten Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Katja Weber mit Prof. Dr. Katharina Zweig, Professorin für Informatik an der Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und Leiterin des Algorithm Accountability Lab, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, warum wir sie gleichzeitig über- und unterschätzen und welche Einsatzszenarien es in Schulen gibt. Viel Freude beim Hören!
»Omnia sunt communia« (»Alles gehört allen«) – dieser Spruch des Reformators Thomas Münzer erinnert an Open Educational Ressources (OER). OER sind freie Lehr- und Lernmaterialien mit offener Lizenz, die frei zugänglich und oft veränderbar sind. In Zeiten digitaler Medien, in denen viele Inhalte leicht zu vervielfältigen sind, gewinnen OER an Bedeutung. Die Ersteller:innen reichen von Lehrkräften und Schulleitungen bis hin zu Wissenschaftler:innen oder Stiftungen. Unabhängig von der Motivation der Akteur:innen können OER wichtige Funktionen erfüllen, etwa die Chancengerechtigkeit verbessern – auch global. In der fünften Folge der dritten Staffel von Auftrag:Aufbruch spricht Host Jöran Muuß-Merholz mit Dr. Nina Smidt, Geschäftsführende Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung, und Stefan Ruppaner, ehemaliger Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen und Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Materialnetzwerkes (MNWeG), über Projekte zur Erstellung von OER, Chancengerechtigkeit und die Rolle der Bildungspolitik. Viel Freude beim Hören!
OER-Strategie des Bundesministerium für Bildung und Forschung: Freie Bildungsmaterialien für die Entwicklung digitaler Bildung
Medienportal für den MINT-Unterricht der Siemens Stiftung
Weitere Informationen zu den OER der Siemens Stiftung
Interview mit Corinna Hartung von der Siemens Stiftung: „Open Educational Resources: Eine neue Kultur des Teilens“
Alemannenschule Wutöschingen beim Deutschen Schulpreis
Schulportät der Alemannenschule Wutöschingen
Interview mit Stefan Ruppaner in News4Teacher: „Lehrerausbildung taugt nicht für zeitgemäße Schule“
Stefan Ruppaner bei „Die Schule brennt – der Bildungspodcast mit Bob Blume“: „Schule ohne Unterrichtsstunden – Die Alemannenschule in Wutöschingen“
Bericht über die Alemannenschule in ZDFheute
UNESCO 2002 Forum on the Impact of Open Courseware for Higher Education in Developing Countries
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