Die Ausgabe 22 des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” bespricht zwei gänzlich unterschiedliche Studien. Verbindendes Element ist, dass sie beide in der jeweiligen Diskussion als Sprungbrett genutzt werden, um einige eher grundsätzliche Fragen anzuschneiden.
In der ersten Studie geht es um eine Veranstaltungsreihe, die in einer Public Library in Montreal für Menschen mit Demenz angeboten wird. Die Veranstaltung selber ist relativ low-key gehalten, hat aber offenbar sehr positive Effekte – und zwar nicht nur für die Menschen mit Demenz, sondern auch für deren Pflegepersonen und für die Bibliothekarinnen. Die zweite Studie beschäftigt sich damit, ob und wie Bibliothekarinnen in Systematic Reviews, die in der medizinischen Forschung erstellt werden, erwähnt sind. Das Thema ist sehr spezifisch für Medizinbibliothek. Aber in diesen ist die Unterstützung solcher Reviews, also vor allem die Planung und Durchführung von Recherchen, zu einem wichtigen Arbeitsfeld geworden. Aber, obgleich es ein Spezialthema ist, reisst die besprochene Studie Fragen über die “Sichtbarkeit” und “Unsichtbarkeit” von bibliothekarischer Arbeit an.