Bauchgewühl - Kunst, Kreativität & Intuition

Bauchgewühl - Kunst, Kreativität & Intuition

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Bauchgewühl - Kunst, Kreativität & Intuition episodes

  • Absolut nichts ist absolut

    Dass Sarah Niecke Künstlerin geworden ist, kam ziemlich zufällig. So zufällig, dass es eigentlich gar kein zufälliger Zufall gewesen sein kann. Ihr Weg begann mit viel Widerstand, als sogenannte schwierige Schülerin. Keiner konnte mir wirklich erklären, warum ich tun soll, was ich tun sollte, sagt sie. Bis heute hinterfragt sie die Dinge und übernimmt nicht einfach, was die rationale Effizienzlogik diktiert.

    Bis sie ihren Weg zum Kunststudium gefunden hat, waren aber erst noch verschiedene Ausbildungen (wie zB. zur Karosseriebauerin) und das Ausleben einiger innerer Widerständigkeiten nötig. Das hat sich gelohnt, denn ihre Kunstwerke sind enorm ausdrucksstark, auf skurrile Weise ästhetisch und erscheinen oft wie nicht von dieser Welt.

    Die wundersamen Bilder und Videos, die sich zum Beispiel in der preisgekrönten Arbeit "alphazero vs. alphazero" finden, wirken wie ein Märchen aus der Zukunft, strahlen weibliche Stärke und einen ironisch-philosophischen Blick auf das Leben aus. Sie erzählt, wie sie ihre Vorstellung von einer KI, die in einem trostlosen Raum immer wieder gegen sich selbst antritt, um sich zu trainieren, inspiriert hat. Und wie sie genau dieses Szenario sogar selbst in der analogen Welt ausprobiert hat.

    In ihren Video- und Fotoarbeiten spielt auch ihr eigener Körper oft eine zentrale Rolle. Dabei empfindet sie dieses körperliche Ausprobieren, nicht als zur Schaustellung, sondern eher als Forschungsgebiet, auf das sie neugierig ist. Für sie ist der Ausdruck über Worte viel intimer und tiefgehender.

    Obwohl sie schon einige Kunst-Preise abgeräumt hat, arbeitet sie in der Betreuung von jungen Wohnungslosen als Sozialpädagogin. Sie betont, wie genervt sie davon ist, wenn KünstlerInnen meinen, mit ihrer Kunst Menschen aus ihrem Elend retten zu können. Das ist einfach Quatsch, sagt sie, denn aus Erfahrung weiß sie, wie weit weg das Privileg der künstlerischen Arbeit von der Lebensrealität sozial benachteiligter Menschen ist.

    Ein solcher Job in Vollzeit kann einem auch schon mal "die Schuhe ausziehen" erzählt sie und spricht ganz offen von ihrer Burn-Out-Phase. Gemeinsam entdecken wir, wie unterschiedlich sich diese für uns darstellen und anfühlen können. Denn antriebslos war sie auch in dieser Zeit nie, obwohl das ja die klassische stereotypisierte Wahrnehmung von Depressionen ist. Sie erklärt ihre ganz spezielle Art, mit den Tiefphasen des Lebens umzugehen und wir fragen uns, wie sie ihre Strategie, die eigentlich gar keine explizite Strategie ist, unbewusst entwickelt hat.

    Dass gesellschaftlich gesehen, alles eine gewisse Effizienz nachweisen muss, beobachtet sie schon lange, ohne es selbst in ihr Leben integrieren zu wollen. Deshalb diskutieren wir immer wieder über die große Frage, ob die Fluidität von allem nicht doch viel sinnhafter ist als eine erzwungene Starrheit oder lineare Richtung. Und natürlich gibt es auch in Sarah's Leben Alltagssituationen, in denen sie das, was im Inneren vorgeht, erst mal zurückdrängen muss. In Gespräch gibt sie preis, wie sie das für sich selbst ausgleicht und sie sogar tiefste Tiefphasen auf eine fast genussvolle Art durchleiden kann.

    Hört unbedingt rein, denn Sarah spricht völlig locker-flockig und unerschrocken über hoch philosophische Themen und ihre spannende, bisherige Lebensgeschichte.

    1 hr 9 min
  • Suchen statt zu finden

    Armin Rohr ist seit rund 30 Jahren erfolgreicher Künstler und sieht es nach wie vor als Privileg an, jeden Tag in sein Atelier gehen und malen zu können. Dass er frei malen wollte, bemerkte er schon Ende der 80er, als er sein Grafikdesign-Studium in Saarbrücken abschloss. Er verdiente dann zwar ganz gut, quälte sich aber auch öfter mal durch Aufträge. Je weniger frei er bei diesen arbeiten durfte, umso weniger angenehm war es für ihn.

    Armin erzählt, warum er dann zunächst ein paar mal abgelehnt wurde an Kunsthochschulen und wie er nach dem Abschluss in Malerei vor der Entscheidung zwischen Sicherheit oder Wachstum stand. Denn die Galerie, die ihn vertrat, wünschte sich immer weitere Bilder im Armin-Rohr-Stil.

    Loslassen wirkt aus seiner Sicht oft heilsam, aber auch das Hadern und Zweifeln vor einer großen Entscheidung im Leben ist ganz menschlich und gehört einfach dazu. Das zu akzeptieren, ist gar nicht so einfach. Denn, um die für uns persönlich richtigen Entscheidungen zu finden, müssen wir selbst auch durch die Unsicherheits- und Angst-Gefühle, das kann uns niemand abnehmen.

    Wenn man als Maler in Saarbrücken bleiben will, muss man sich Strategien überlegen. Wie Armin, der sich auch über seine Kurse, die er an der Kunsthochschule gibt, finanziert. Ab und zu macht er sogar Porträt-Aufträge, bei denen aber schon klar ist, dass er sie so gestalten kann, wie er möchte und der Auftraggeber keine Vorgaben macht. Auch, wenn er immer wieder mit finanziellen Engpässen konfrontiert ist, wirkt er zufrieden und ausgeglichen und sagt: Hauptsache ich kann im Atelier sein, die Farben und Leinwände riechen und muss keinen Job machen, völlig fern von der Kunst.

    Beim Malen geht er eigentlich analytisch vor, trifft die konkreten Entscheidungen an der Leinwand aber intuitiv. Dabei bleibt er der Freude treu, was bedeutet, dass er thematisch dem folgt, was ihn gerade beschäftigt, was ihn erfasst. Eine nie endende Suche nach etwas, das nicht gefunden werden kann, weil es selbst für immer veränderlich bleibt.

    Maßstäbe gibt es ja keine, also wie stellt Armin fest, wann ein Bild gut oder schlecht, abgeschlossen oder unfertig ist? "Ich muss schon wieder machen, was ich will", beschreibt Armin lachend, dass er auch mal verzweifelte Momente im Atelier erlebt. Und wenn gar nichts mehr klappt, geht er spazieren.

    Über die Jahre hat er gelernt, dass er es nicht kontrollieren kann, wie seine Kunst ankommt und wie er dem Betrachter seine eigene Meinung lässt. Er versucht dem Blick von Außen keine Macht über das Selbstwertgefühl zu geben und findet sein Vertrauen eher in seiner eigenen Intuition. Wer anderes außer einem selbst sollte auch beurteilen können, ob ein Bild oder man selbst authentisch ist oder nicht?

    Hört unbedingt rein! Es wird hoch Lebens-philosophisch und keineswegs politisch ;)

    1 hr 8 min
  • Punk’s not dead

    Bei Detlef Schlagheck lebt dieser nämlich in seinen Ausstellungen und Kunstwerken weiter, auch wenn er die Jahre als Sänger der Punkband "Pommes Brutal" (deren feinsten Sound ihr nach unserem Gespräch hören könnte) längst hinter sich gelassen hat. Detlef führt als Kurator die Kieler Galerien On Space und K34 mit dem Verein K34 und ist Mitglied im Quarantäne Kollektiv (ja den Namen hatte das Kunstkollektiv schon lange vor Corona), das auch schon in Saarbrücken ausgestellt hat.  

    Seine solidarischen Punk-Grundwerte erkennt man zum Beispiel in dem Kunstwerk „Aldi die schönen Sachen“ aus, das, wie er selber sagt, aufgrund seiner Ironie wirkt und hängen bleibt. Denn er hat einen simplen Aufsteller aus Pappe gebaut, der zwei Obdachlose zeigt, mit denen er sich in seiner früheren Galerie in einem alten Schlecker Laden angefreundet hat. Den Aufsteller hat er in einer Kunstausstellung platziert und damit auf einfache, humorvolle Art einen dramatischen Fakt angesprochen: Kunst wird immer noch viel oft als Teil der Hochkultur angesehen und ist damit nur einer bestimmten sozialen Schicht zugänglich ist. Detlef erzählt, wie er in seinem Studium an der Kunsthochschule dazu aufgefordert wurde, bloß keine zu direkte Aussage in seinen Bildern und Skulpturen auszudrücken. Und sich entschieden hat, dies nicht zu befolgen. Denn er möchte, dass seine Kunst auch ohne jede Vorbildung eine Wirkung hat. Kunstwerken, die reine Ästhetik verkörpern und die nur über viele Deutungs-Ecken in hochtrabender Sprache gedeutet werden können, empfindet er als “blutleer” und geprägt von „ängstlicher Formsprache“.

    Für ihn war es deshalb auch ein wichtiger Erfolg, dass er die beiden obdachlosen User, die auf dem Aufsteller von hinten und in Lebensgröße zu sehen sind, damals dazu bringen konnte, sich in die Galerie hinein zu trauen. Er erinnert sich daran, wie die beiden zu einer Vernissage gekommen sind, bei der sonst eher Bildungsbürger anwesend waren. "Zombie", einer der beiden hat bei der Eröffnungsrede „ständig dazwischen gequatscht“. „Ey Zombie halt mal fresse, lass mich mal zu Ende erzählen“, hat aber schnell gewirkt, erzählt Detlef amüsiert, denn die leicht pikierten VernissagebesucherInnen mussten ebenfalls grinsen. Zwei Welten, die aufeinander treffen, sich befremdlich vorkommen, aber freundlich aufeinander reagieren. Und genauso wünscht sich Detlef das auch, denn Kunst ist für ein lebendiger, gemeinsamer, sich entwickelnder Organismus.

    Er beschreibt sich selbst als extrem geprägt von der DIY (Do it yourself) Bewegung, deren Arbeitsweise er teils auch in seine unheimlich, figürlich und dennoch zerfließend lebendig wirkenden Skulpturen einwirken lässt.  Beim Erbauen der Skulpturen wie den „Leviathan“ startete er mit einem Holzgerüst, einer Art Skelett, die der Hülle aus schwarzem Plastik, seine Form verleiht. Dabei ist es ein hin und her zwischen Intuition, die ihn beim Formieren der Holzstücke leitet und dem rationalen Wissen, über zum Beispiel Statik oder wie er ein bestimmtes Stück anbringen muss, um diese oder jene Form-Vorstellung hinzubekommen. Intuition beschreibt er als Gefühl der Ahnung, als unkontrollierbar. Der Zufall ist für ihn ein Teil der Intuition. Detlef erklärt, wie er gelernt hat, diese für viele Menschen unangenehme, teils sogar angsteinflößende Unkontrollierbarkeit des Lebens wertzuschätzen: Wenn etwas nicht nach Plan läuft, sieht er dies als Zufall, der ihn in eine neue Richtung inspiriert, „ein Wink von außen“ und nicht als Hürde. Denn man kann wochenlang über etwas nachdenken und kommt dennoch nie auf das, was eine scheinbar zufällige, intuitive Erfahrung vermitteln kann.

    1 hr 3 min
  • Zufrieden sein ist wahrer Erfolg

    Bahzad Sulaiman hat schon in der ganzen Welt ausgestellt und performed, kommt aber trotzdem immer wieder gerne zurück ins kleine Saarbrücken. Seine Kunst kann man nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen, denn er arbeitet immer interdisziplinär, hat kürzlich sogar eine eigene Performance-Oper inszeniert: Mit TänzerInnen, SängerInnen und MusikerInnen zeigte er "Das Flüssige zwischen uns" und zwar buchstäblich. Denn er thematisierte damit, wie unterschiedlich die Welt für jeden von uns ist, wie anders und schwer das Leben für Menschen mit sozialen Ängsten oder mit Behinderungen, wie zum Beispiel Autismus ist. Wir selbst erschaffen das Leben in uns selbst und dementsprechend unterschiedlich gehen wir auch mit Nähe und Distanz, mit Verbindung und Losgelöstheit oder mit den Fragen danach, wie wir uns wann am besten verhalten, um. Bahzad erzählt, wie er dieses "Flüssige zwischen uns" mit seiner Oper in Relation zu der Wirkung des Raumes, des Publikums und der Atmosphäre gesetzt und damit ein sich immer wieder änderndes Erlebnis geschaffen hat.

    Woher sein Selbstvertrauen kommt, kann er nicht genau sagen, aber er vermutet ganz simpel durch Erfahrung. Schon immer ist er intuitiv dem gefolgt, was ihn gerade am meisten interessiert hat. So hat er zunächst in seinem Heimatland Syrien Bildhauerei studiert und bereits 2010 erste Ausstellungen gemacht. Doch dann interessierte ihn nicht nur die Skulptur, Form oder Installation, sondern er wollte diese auch bewegen oder beweglicher machen. In einem weiteren Studium in Theater Design und Inszenierung hat er auch diese Neugier ausgelebt und seine akademische Bildung schließlich mit dem Studium der freien Kunst in Saarbrücken abgeschlossen.

    Für ihn war immer klar, dass er von seiner Kunst leben möchte, einfach ein bisschen Kunst und dann schauen, ob es klappt, kam für ihn nie infrage. Und das erfordert natürlich Leistung. Für ihn ist Leistung dennoch nebensächlich. Es ist das, was er machen muss, um von der Kunst leben zu können: nämlich Unmengen von Bewerbungen und Projektideen schreiben. Und er gibt offen zu, dass auch Unmengen von Absagen dazu gehören. Das ist nun mal Teil des Lebens. Die europäische Leistungsmentalität hat nichts mit ihm zu tun. Denn er misst seinen Erfolg nicht an Leistung, sondern daran, wie viel Freude ihm das Arbeiten macht. "Feierabend", dieses Wort existiert in vielen Sprachen gar nicht, erklärt Bahzad. Und auch in seinem Leben nicht, denn er will nicht erst nach der Arbeit feiern, sondern währenddessen. Er verurteilt niemanden, der ständig auf etwas hin arbeitet, egal ob Urlaub oder Rente. Aber er würd sein Leben so nie führen wollen.

    Wieso sollte man ständig im Kopf in der Zukunft leben, wo doch klar ist, dass uns in der Zukunft ganz andere Dinge glücklich machen, als jetzt. Bahzad sagt, dass das doch ganz von der Lebensphase und dem aktuellen Interesse abhängt und es darum geht, was im Jetzt passiert. Sein Selbst oder die Situation, in der er gerade ist, bewertet er aus dem Jetzt heraus und nicht aus einer möglichen zukünftigen Annahme. Genau so hat er auch all die schwierigen Momente in seinem Leben gemeistert, die Erfahrung des Kriegs in Syrien, das alleine in die Fremde gehen, ohne die Sprache, die Schrift oder Menschen dort zu kennen.

    Bahzad erzählt davon, wie er mit 8 Geschwistern aufgewachsen ist, dass auch er natürlich die auf der ganzen Welt herrschende Mentalität kennt, besser zum Beispiel Arzt als Künstler zu werden, ihm aber die kurdische Kultur einen anderen Zugang zur Lebensgestaltung mitgegeben hat, als das hiesige Statusdenken. Für ihn ist es egal, dass in seiner Familie niemand einen Bezug zu Kunst hatte. Vielleicht gerade, weil er sich auf den Prozess konzentriert, wenn dieser ansteht und auf das Ergebnis, wenn das Ergebnis ansteht. Wenn ich einen Berg besteige, genieße ich ja nicht nur den Gipfel, sondern den ganzen Weg dahin, mit all der Natur und den neuen Erfahrungen.

    1 hr 3 min
  • Zwischen Perfektion und dem Blatt im Wind

    Die zauberhafte Lucyna Zwolinska ist nicht nur erfolgreiche Tänzerin, hat schon in den Dance-Companies in Frankfurt, Stuttgart, Augsburg, Trier und Saarbrücken getanzt, sondern macht mit großer Leidenschaft eigene Choreografien, die in ganz Deutschland, Italien, Japan, Irland und Polen gezeigt wurden. Bis zum letzten Jahr war sie sogar Ballettdirektorin an „The Castel Opera in Szczecin“. Obwohl es ohnehin nicht einfach ist, als Tänzerin immer wieder neue Engagements ergattern zu müssen, hat sie sich vor ein paar Jahren entschieden, sich als Choreografin selbstständig zu machen. Und zwar aus einer rein intuitiven Entscheidung heraus. Wie das funktionieren würde, wusste sie nicht, aber, dass sie es machen wollte, fühlte sie ganz ohne Zweifel. Diese „starken Momente“, bei denen man eine Richtung fühlt, ohne rational zu wissen warum, sind selten, aber immer richtig, erklärt sie.

    Lucyna erzählt davon, wie ihr Leben als Kind und Jugendliche ausgesehen hat, denn sie hatte klassischen Ballett Unterricht seit sie 7 war und bereits mit 11 Jahren eine professionelle Tanz-Ausbildung an einem Internat in Polen. Das bedeutet natürlich extreme körperliche Leistungen, Disziplin und Strenge. Und Weg sein von zu Hause, das ihr aber gar nicht so schwer fiel, denn sie hatte immer schon Lust auf neue Erfahrungen und Eigenständigkeit. Wir sprechen auch darüber, dass es sich für sie nie wie ein Verzicht angefühlt hat, denn wilde Parties gefeiert hat sie als Jugendliche gerade durch das Tanzen, zum Beispiel in Jazz Clubs.

    Schon mit 17 wurde sie an Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zum Tanzstudium zugelassen. Dabei war es nie ihr Traum Tänzerin zu werden, was wie sie glaubt auch zu ihrem Erfolg beigetragen hat. Denn etwas zu sehr zu wollen, an etwas starr festzuhalten, funktioniert nur selten. Sie hat einige Dramen bei Kindern oder deren Eltern miterlebt, die unbedingt TänzerInnen werden  wollten, es aber vielleicht gerade wegen des unflexiblen, starren Blicks darauf, wie es sein sollte, nie geschafft haben. „Was passiert, das soll auch passieren“, sagt sie. Und erzählt, wie ihre Karriere sich quasi zufällig ergeben hat, denn ins Tanzen haben ihre Eltern sie damals nur gesteckt, weil sie als kleines Kind so viel Energie hatte.

    Die strenge Ballettausbildung hat ihr nie wirklich Spaß gemacht, zu viel Technik, zu wenig freie Kreativität. Die hat sie dann aber auf einem internationalen Tanzfestival in Polen erleben können, bei dem internationale Größen wie Baryshnikov mitgewirkt haben. Hier hat sie die Vielfalt des Tanzes kennen und lieben gelernt.

    Lucyna erzählt, wie komplex es ist, Choreografien zu kreieren und, dass sie ihre Rolle im aktuellen Stück Horizont, im Theater im Viertel in Saarbrücken besonders hart findet, denn, sie ist Tänzerin und Choreografin gleichzeitig. Zum einen müssen Technik, Schritte und Bewegungen passen. Während aber auch Licht, Sound und Raumeinnahme stimmen müssen. Gleichzeitig versucht sie mit ihrer Konzeption eine Atmosphäre zu schaffen, das Publikum zu berühren.

    In Trier konnte sie bei der Susanne Linke Company eine einzigartige Form des Tanzens kennenlernen, so frei wie sie das wohl nirgendwo anders erlebt hat. Sie schildert, wie sich dieser Moment auf der Bühne anfühlt, in dem man loslassen und sich völlig der Bewegung hingeben darf. Und wie sie nun in ihrem Alltag als Selbstständige ständig zwischen Zeitdruck, Selbstanspruch und Kreativität versucht beide Seiten in ihre Kunst zu integrieren. Wenn es ein Muss ist, läuft es selten gut, sagt sie. Denn Inspiration kann man nicht erzwingen und sie begegnet einem vor allem, wenn man loslässt. Es ist tricky, denn gerade im Tanz ist gleichzeitig auch immer Perfektion gefragt ist. Sie erzählt, wie sie persönlich immer wieder zu ihrer Intuition findet und, dass sie Ihre wichtigsten Entscheidungen immer mit ihrem Herzen getroffen.

    58 min
  • Ästhetische, freundliche Provokationen

    Alexander Karles Kunst wurde oft als "provokant" bezeichnet, zum Beispiel seine Performance "Pressure to perform", für die er Liegestütze auf dem Altar der Basilika in Saarbrücken gemacht hat. Dabei war die deutschlandweit bekannte Kunstaktion nie gegen die Kirche gerichtet.

    Alex erzählt davon, dass eigentlich eine sehr feinsinnige Tiefe hinter der Idee steckte, wie die Performance zustande kam und wie sie inspiriert wurde. Obwohl er damals wie heute oft verurteilt wird - im sozialen, aber auch im juristischen Sinne - macht er immer weiter, lässt sich auch von Kritik, einschneidenden, negativen Erfahrungen oder auch einfach mal schlechten Tagen nicht davon abhalten. Seine Motivation scheint nie zu enden und wer ihn kennt, weiß, dass er vor Tatendrang und Energie nur so strotzt. Alex erklärt, wie er das macht, was ihn antreibt und empfiehlt sich vor allem nie nach Ansprüchen Anderer an sich selbst zu richten.

    Die Kunst ist nicht nur sein größtes Talent, sondern auch sein Leben. Dabei bearbeitet er besonders gerne den öffentlichen Raum, kreiert Skulpturen, wie zum Beispiel die großen plattformartigen Elemente vor der Saarbrücker Europa Galerie. Alex arbeitet aber auch mit kleinen, zierlichen Pflanzen, erstellt sensible Installationen mit philosophischen Bedeutungen, malt auf Leinwände, aber auch auf riesige Betonwände, dreht Filme, fotografiert und erschafft Multimedia-Kunst. Er glaubt als Künstler auch eine große, gesellschaftliche Verantwortung zu tragen und sieht es als seine Aufgabe, die Gesellschaft, aber auch sich selbst stetig zu analysieren und reflektieren.

    Er erklärt, wie speziell der künstlerische Blick auf städtische aber auch soziale Räume ist und macht deutlich, wie wichtig Kunst für die gesellschaftliche Weiterentwicklung ist. Dabei sagt er von sich selbst: "wollen, wollte ich mit den Kunstwerken nichts." Er stellt eher Fragen damit, konfrontiert auf ästhetische Art und Weise mit aktuellen sozialen Zuständen und betont aber, dass er selbst damit keine Feindschaften, sondern vielmehr eine neue Wahrnehmung verschiedener Themen forcieren will.

    Ganz offen gibt er zu, mit wie wenige Geld er oft auskommen muss, sich selbst im neoliberalen Sinne nicht als erfolgreich bezeichnen würde, dass er aber enorm glücklich und dankbar dafür ist, Kunst machen können. Vielleicht ein viel erfolgreicheres Leben führt, weil er zufrieden ist. Diese Stabilität kommt auch durch seine behütete Kindheit, von der er erzählt. Obwohl er materiell gesichert aufgewachsen ist, hat er sich schon früh entschieden nicht mehr so viel konsumieren zu wollen, mit möglichst wenige Material viel zu schaffen, ohne dabei dogmatisch zu verzichten.

    Skaten und der dazugehörige Lebensstil, die Stadt als Spielplatz anzusehen, sich befreit, spielerisch und kreativ auszuleben, hat ihn geprägt. Und dabei macht es ihm nichts aus, sich selbst, als "manchmal romantisch-naiv" zu bezeichnen. Es dauerte etwas, bis er an der Kunsthochschule angenommen wurde, dabei hat er schon vorher 7 Jahre lang Ausstellungen gemacht, mal mit Fotografie, mal mit Installationen und meistens mit viel Genuss. Er will im Saarland bleiben, gerade weil die Kunst, wie er sagt, hier oft nicht so ernst genommen wird, wie er es sich wünschen würde. Dafür hat er sogar mal das Angebot, in einem internationalen Künstlerhaus in Paris arbeiten und wohnen zu können, abgelehnt.

    Intuition ist für ihn extrem wichtig, nicht nur in der Kunst auch im Leben. Erfahrungen, egal ob negativ oder positiv nimmt er als Inspiration in sein inneres Sammelsurium an Ideen auf. So zum Beispiel auch einen willkürlichen, gewaltsamen Übergriff auf ihn durch Polizisten in einer Kölner Polizeistation. Gerade, weil das "auch hätte böse ausgehen können", hat er sich danach geschworen, seine Lebenszeit zu nutzen, jeden Moment mit all seinen Facetten auszukosten. Alex weiß: Wir sind alle nur kleine Fürze im Universum, also genießt die kurze Lebenszeit, die ihr habt.

    1 hr 3 min
  • Fehler sind Ansichtssache

    Awa Taban-Shomal hat 10 Jahre bei der "unchartable" Pop-Band Savoy Truffle gesungen, obwohl sie nie Gesangsunterricht hatte und auch gar nicht damit gerechnet hat, "dass das jemand hören will" - und, obwohl das auch gar nicht so sehr ihre Musikrichtung ist, denn sie liebt und verehrt den Jazz. Gerade, weil das eine der intuitivsten Musikrichtungen ist. Deshalb hat sie vor mehr als 7 Jahren eine der wichtigsten Jazz-Institutionen in Saarbrücken erschaffen: das Café Zing.

    Mit 25 Jahren hat sie die Jazz-Café-Bar quasi aus dem Nichts ganz alleine hochgezogen und hier legendäre Jazz-Konzerte und Jamsessions organisiert. Awa erzählt, wie sie für den Laden alles gegeben hat, wie kräftezehrend vor allem das Ende war, denn das Gebäude wurde verkauft und soll nun abgerissen werden. (Kleine Anmerkung: Dabei steht es nun schon 1 Jahr lang sinnlos leer?!) Dieses Kapitel ihres Lebens lässt Awa nun hinter sich, denn sie hat einen der raren und sehr begehrten Studienplätze für Jazzgesang an der Hochschule in Hannover ergattert. Ein Traum, den sie schon lange hatte und zu dessen Erfüllung das Leben sie über Umwege geführt hat.

    Denn eröffnet hat sie das Zing auch, weil sie sich damals hier in Saarbrücken auf Jazzgesang beworben hat und durch die Aufnahmeprüfung durchgefallen ist. "Ich hab mich 2 Monate darauf vorbereitet, eine Zeit, die niemals ausreicht", weiß sie heute. Und vielleicht sollte das alles so kommen, denn mit Savoy Truffle und dem Zing hatte sie die Gelegenheit jahrelange Bühnenerfahrung zu sammeln und sich täglich mit Jazz und Jazzmusikern auseinander zusetzen.

    Awas Art keine langfristigen Pläne zu machen, scheint eine sehr gesunde Einstellung zum Leben zu sein. Denn erst so kann man offen bleiben, für die vorher manchmal unverständlichen Wendungen des Lebens und sich auf neue Wege führen lassen. Intuition ist für Awa die Sammlung all ihrer Erfahrungen, die man bewusst und unbewusst hat, aber oft nicht weiß. Sie erklärt, wie sehr sie selbst darunter gelitten hat, dass alles immer bewertet wird. Gerade ihr kreatives Output, das auch aus malen, Möbel bauen, gestalten besteht, hat ihr irgendwann gezeigt: sich einen druckbefreiten Raum für Kreativität zu schaffen, ist enorm wichtig. Wie das gehen kann in einer Welt, die quasi aus Bewertungen besteht, kann sie zumindest für sich selbst erklären.

    Kaum zu glauben, dass gerade Awa, die vielen sicher als enorm stark und selbstbewusst erscheint, soziale Ängste hat. Sie beschreibt, wie sie diese mit ihrer ganz persönlichen Strategie immer wieder konfrontiert, um sie loszuwerden. Und wie sie damit umgeht, schon immer von Depressionen begleitet zu leben. Schon als Kind war die Musik eine Möglichkeit der Flucht für sie, ein Raum der nur ihr gehört.

    Ob das Intuition war, das Zing zu eröffnen, kann Awa nicht genau sagen, aber sie weiß, dass selbst, wenn sie sich in einen anderen Job gezwungen hätte, sie irgendwann doch bei einem eigenen kleinen Café gelandet wäre. Sie erzählt, wie sie mit Anfang 20 gemerkt hat, dass "man es trotzdem schaffen kann", auch wenn es so viel Leid und Schmerz in ihrem Leben gab. "Glaube nicht alles, was du denkst oder fühlst", sagt sie und zeigt nicht nur mit ihrem Werdegang, dass es keine Fehler, kein richtig oder falsch gibt, wenn man Hürden und Probleme als Erfahrung sieht. Zusammen kreieren wir die neue Wortschöpfung "Erfahrungswertschatz" und besprechen, warum es gerade im Zustand von Angst nicht ratsam und vielleicht auch gar nicht möglich auf seine Intuition zu hören, denn die Angst in uns verbaut vielleicht den Zugang zu ihr. Hört rein und erfahrt mehr über Awas speziellen Zugang zur Musik und warum man manche Lieder einfach tagelang rauf und runter hören muss.

    Es lohnt sich bis zum Ende durchzuhalten, denn im Outro könnte ihr exklusiv Awas außergewöhnlichen Stimme lauschen.

    57 min
  • Formlose Schätze

    "Wir suchen das, was wir schon sind", sagt der Gestalttherapeut Herbert Colle. Damit meint er, all die Teile in uns, die kreativ oder gefühlvoll, aber nicht rational effizient sind, die wir vielleicht von uns abgespalten haben, weil wir konditioniert darauf sind, sie nicht wertzuschätzen.

    Herbert hat 30 Jahre als Seelsorger gearbeitet, in Krankenhäusern, Hospizen und psychiatrischen Kliniken. Er hat viele Menschen begleitet, die selbst vor dem Tod standen oder die Angehörige verabschieden mussten. Er erklärt, wie wichtig eine Begleitung in solchen Fällen ist, wie im Angesicht des Todes jedes Denkmuster oder Lebenskonzept zerfällt und wie wichtig die innere Sinnhaftigkeit ist. Intuition ist für Herbert eine Kraft aus unbewusstem Wissen, die schützt und weiß, was richtig ist für dich; die dir nahe legt, deiner ganz eigenen Herzensfreude zu folgen und, die kleinen Schönheiten im Leben zu schätzen.

    Er selbst hatte in seiner Jugend eine Erfahrung, die eigentlich nicht existieren kann. "Danach hab ich gedacht, da muss mehr sein", erzählt er. Er hat dann eine Suche nach Wahrheit gestartet, die in seiner heutigen Therapeuten-Tätigkeit gemündet ist. Er erklärt, wie man mit Ängsten umgehen kann, wie Techniken helfen, mit ihnen zu leben, aber diese oft nicht ausreichen, um sie zu heilen.

    Erleben ist etwas ganz anderes als über etwas nachzudenken, etwas im Kopf zu bewerten oder durchzuspielen. Er plädiert dafür, sich mindestens zu 50% nach Innen zu wenden. Die Aufmerksamkeit auf das eigene multisensuelle Äußere, aber auch das innere körperliche Wahrnehmen zu legen. "Wo willst du Geborgenheit, Verbundenheit und Glück erleben, wenn nicht im Inneren?!" Wir sprechen darüber, wonach wir Menschen eigentlich suchen, was Zufriedenheit im Vergleich zu kurzfristigen Glücksmomenten ist und darüber, dass Kunst und Kreativität auch als Ausdruck innerer Schätze, die gelebt werden wollen, gesehen werden können.

    Hört rein, es wird extra deep!

    1 hr 1 min
  • Kleine Unmöglichkeiten & tolle Niederlagen

    Joni Majer mal sie, die kleinen Unmöglichkeiten - und zwar sehr erfolgreich. New York Times, Spiegel, Die Zeit sind nur einige ihrer Kunden und das ist verständlich. Denn ihre Illustrationen sind sehr reduziert, bestehen oft nur aus wenigen schwarzen Strichen und erzählen dennoch kleine Geschichten, geben Gefühle wieder, für die man keine Worte findet.

    Wir sprechen darüber, wie es ihr gelingt immer wieder pfiffige, außergewöhnliche, sofort verständliche Bilder für Unaussprechbares zu finden. Und darüber, dass sie erst mal richtig Unerfolgreich war, nachdem sie ihr Studium des Kommunikationsdesigns an der HBK Saar abgeschlossen hatte. Vielleicht, weil sie damals erfolgreich unbedingt sein wollte. Zunächst war sie aber so desillusioniert von all den Absagen, dass sie nochmal ein völlig anderes Studium gestartet hat. Nur um zu merken, dass man auch in konventionelleren Berufen keine Garantie für Erfolg und schon gar nicht Glück findet. Gleichzeitig hat sie entdeckt, dass einer der Schlüssel im druckbefreiten Arbeiten liegt und darin, Freude beim Zeichnen zu empfinden, ohne fixierte Ziele erreichen zu wollen.

    Es gibt viel zu viel erzwungene Arbeit, Menschen, die sich ihre Jobs aufzwingen, dabei gibt es doch in Deutschland die Möglichkeit notfalls mal eine Zeit über das Amt zu überbrücken. Das ist ein riesiges Privileg. Unser Gespräch führt in die tiefsten Tiefen der Sinngebung, zum Beiseil darüber, dass sie beruflich im Grunde ihre Ziele erfüllt hat, von ihren Zeichnungen leben zu können. Doch wieso fühlt sich das gar nicht so super toll an wie vorgestellt? Joni erzählt, wie sie es schafft in einer Welt, die Arbeit oft als Selbstausbeutung und Überanstrengung darstellt, schafft darauf zu vertrauen, dass ihre eigene Arbeitsdefinition auch ganz anders sein darf.

    Das gibt sie auch weiter, zum Beispiel mit dem Buch "Von der Liebe zur Arbeit – und der Arbeit an der Liebe", das sie zusammen mit ihrer Kollegin und Freundin Birte Spreuer publiziert hat. Sie hat jedenfalls beschlossen, dass sie ihren Fokus nicht mehr auf die allzu vergänglichen Äußerlichkeiten, auch nicht auf den Erfolg im Beruf, sondern viel mehr auf Ihre innere Entwicklung legen möchte. Denn die Seele ist nun mal das wichtigste, was wir haben, die einzige unvergängliche Essenz, die uns ausmacht.

    1 hr 2 min
  • Krimi-Katharsis & heilsame Best-Case-Szenarien

    Germaine Paulus ist Autorin (zB. Ohnmacht, Pfuhl, Last Order...), Verlegerin (thedandyisdead) und Magazin-Mitherausgeberin (Deadline). Sie schreibt Krimis und groteske, dunkle Kurzgeschichten aus dem Bereich Fantastik - und zwar immer nur Nachts. Sie erzählt, dass ihr rein intuitives Schreiben sich für sie selbst wie ein Rausch anfühlt und sie in ihren Schreib-Nächten mit Körper und Geist zu ihren Romanfiguren wird.

    Wir sprechen über ihren roughen, trotzdem mit lyrischen Momenten gespickten Schreibstil, darüber, dass man sich vielleicht gerade durch schockierende, spannende Bücher lebendig fühlt und auch so einen Zugang zum Sich-selbst-fühlen finden kann. Oder kann man über Krimi oder Horror sogar eine eigene Katharsis erleben?

    Sie erklärt, warum sie sich wie ein "Faultier-Baby" fühlt, und, dass Corona und der soziale Abstand in dieser Zeit bei ihr eine Depression ausgelöst, die vor allem ihre Kreativität betroffen hat. "Menschen inspirieren mich", sagt sie und erklärt, dass sie beides braucht: das Intuitive, das von Innen kommt; die Inspiration, die von Außen kommt, von dem sich Verbunden fühlen und der Offenheit zu anderen Menschen kommt.

    Germaine steigt bei ihren Recherchen für die harten Gewaltszenen ihrer Krimis oft in krasse Welten ein, spricht nicht nur mit Polizisten oder Psychologen, die Täterbetreuung machen, sondern zum Beispiel auch mit Menschen, aus der BDSM-Szene. Wie kann man gerade als emanzipierte Frau, die ja schon immer gegen ihre gesellschaftliche Unterdrückung kämpfen musste, beim Sex darauf stehen, erniedrigt zu werden?

    Gemeinsam regen wir uns darüber auf, dass es so scheint, als sei die Gesellschaft voll von Angst vor der Lust der Frau - und zwar bei Männern wie bei Frauen. Wir sprechen über Scham, Selbstverurteilung und darüber, dass wir alle doch ein bisschen mehr sein sollten, wie wir nun mal sind. Denn gerade unsere kuriosen Eigenheiten machen das Leben doch spannend. Zukunftsängsten begegnet sie pragmatisch, indem sie sich klarmacht, dass der Worst Case meistens genauso unrealistisch ist wie der Best Case.

    Germaine erklärt, dass vor allem Offenheit sich selbst, aber auch vertrauensvollen Menschen gegenüber heilsam wirkt und, dass sie aus eigener Erfahrung weiß, dass sich niemand scheuen sollte, psychologische Hilfe zu suchen. Macht, was euch gut tut und hört auf euch für euer Menschlich-sein zu verurteilen.

    1 hr

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Bauchgewühl ist ein Projekt, das Intuition auf direktem Weg erforschen will. Es soll auch dazu inspirieren, sich durch und mit Kunst und Kreativität der eigenen Intuition zu öffnen.