Wie eine Stereo-Anlage, ein Schulchor-Rauswurf und Led Zeppelin die Suche nach dem Selbst in Bilder verwandelten
In dieser literarischen Folge erzählt Walter von der
Pubertät als Metapher: vom Schulchor als Käfig, vom Café Starmix als
Bühne, von der Stereo-Anlage als schwarzem Loch, das ihn verschluckte
– und wieder ausspuckte. Erzählt im Stil von Ingeborg Bachmann, die wie
keine andere die Zerrissenheit des Heranwachsens in Bilder fasst:
düstere Poesie, scharfe Schnitte, und die Sehnsucht nach einem
Klang, der
keine Worte braucht.
Herr Stöckeler und der Schlüsselbund: Warum WaltersStimme zu viel Wahrheit für den Chor war.
Das Kaufhaus Knoll: Wo die erste Platte nicht nurMusik, sondern ein Versprechen war – schwer wie Blei, leicht wie Rauch.
Sturmhöhe & Kashmir: Wie Literatur und Rock zueiner Religion wurden.
Das Elternhaus: Warum Walter nach dem Auszug niewieder dort schlief – weil einige Räume nur einmal betreten werden
können.
Weil ihre Sprache genau das einfangen kann, was Walters
Erinnerungen ausmacht: **das Gefühl, immer *dazwischen* zu sein** – zwischen
Kindheit und Erwachsenwerden, zwischen Sehnsucht und Schweigen,
zwischen
den Rillen einer Schallplatte.
Für alle, die wissen, dass manche Erinnerungen nicht
erzählt, sondern gefühlt werden müssen – wie ein Lied, das kein Ende