Auslegungspredigt von Stefan Höchsmann
Die Gesinnung dieser Welt hatte in der Gemeinde in Korinth Einzug gehalten. Paulus konnte hier keine tiefgreifenden geistlichen Wahrheiten vermitteln und musste die Brüder als Fleischliche ansprechen, die wie Unmündige zurückgeblieben waren. Aus dem Kontext wird deutlich, dass sich die Korinther (wie ihre Stadt) Ihrer menschlichen Weisheit rühmten. Doch menschliches Rühmen schadet dem Gemeindewachstum. Paulus führt als Ursache für die Missstände Eifersucht und Zwietracht an; ein Begriffspaar, welches auch in Jakobus 3,15-18 zu finden ist; eine Passage, die eng dem Abschnitt zusammenhängt.
Eine Gesinnung der Eifersucht unter Jüngern muss vermieden werden und schadet dem Wachstum. Am Ende des Abschnitts zeigt Paulus die richtige Haltung für geistliche Leiter und die Gemeinde auf. Keiner arbeitet für sich: Die einen sollen sich als Gottes Mitarbeiter ansehen, die anderen als Gottes Ackerfeld – und jeder seine Gaben als Geschenk von Gott.
„Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, dämonische. Denn wo Eifersucht und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedvoll, milde, folgsam, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.“ (Jakobus 3,15-18)
Wichtige Bibelstellen:
- Korinther 3,1-9
- Jakobus 3,15-18
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