billig und gerecht

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By Susanne Gössl, Matthias BraunSociety & CultureScienceEducation
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billig und gerecht episodes

  • #7 KI in der Justiz

    Künstliche Intelligenz verändert die juristische Arbeit: Schriftsätze schreiben, Rechtsprechung recherchieren, Urteile vorbereiten – vieles lässt sich heute schon automatisieren. Doch wie darf das gehen? Kann bzw. darf KI irgendwann die Entscheidung im Gericht treffen?

    KI verspricht enorme Zeitersparnis. Aber in der Justiz geht es nicht nur um Effizienz, sondern um Verantwortung, Menschenleben und die Frage, wem wir die Staatsgewalt anvertrauen wollen.

    In dieser Folge sprechen Susanne und Matthias über die Chancen und Grenzen von KI in der Justiz, über das Vertrauen in die Rechtsprechung und welche Auswirkungen KI darauf haben kann.

    Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

    Unser Paragraph des Tages ist: Artikel 92 GG

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Die Folge wurde am 15.06.2026 aufgezeichnet.

    49 min
  • #6 Femizide

    Inhaltswarnung: Diese Folge behandelt das Thema geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt gegen Frauen. Die Inhalte können belastend oder retraumatisierend wirken. Wenn du merkst, dass die Inhalte etwas in dir auslösen, ist es völlig in Ordnung, die Folge zu pausieren oder zu beenden. Wenn du selbst von Gewalt betroffen bist oder Unterstützung suchst: Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erreichst du unter 116 016 kostenlos, anonym und rund um die Uhr.

    Mehr als ein Fall pro Tag in Deutschland: Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Doch einen eigenen Straftatbestand „Femizid“ gibt es im deutschen Strafrecht bisher nicht. Was würde sich ändern, wenn Femizide als eigenes Mordmerkmal aufgenommen würden?

    Susanne und Matthias sprechen über den Zusammenhang von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt und diskutieren, wie das Recht mit solchen Fällen umgeht, in denen Gewalt gegen Frauen stattfindet.

    Doch reicht es, Femizide aus rechtlicher Perspektive zu betrachten und was würde es bringen, das Strafrecht zu ändern? Muss Prävention nicht viel früher ansetzen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche und religiöse Vorstellungen von Geschlecht, Scham und Macht – und wie sehr (oder wie wenig?) bilden sich die Erfahrungen von Frauen eigentlich in unserem Recht ab?

    Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

    Unser Paragraph des Tages: § 211 Strafgesetzbuch - Mord

    Unsere Quellen zur Folge:

    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2024): Straftaten gegen Frauen und Mädchen steigen in allen Bereichen – Fast jeden Tag ein Femizid in Deutschland. Pressemitteilung vom 19. November 2024. https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/straftaten-gegen-frauen-und-maedchen-steigen-in-allen-bereichen-fast-jeden-tag-ein-femizid-in-deutschland-250156 (31.08.2026)

    European Parliamentary Research Service (EPRS) (2026): Recognition of femicide in the EU. Briefing (22.05.2025)

    https://www.europarl.europa.eu/thinktank/en/document/EPRS_BRI(2026)789304 (31.08.2026)

    Rebmann, Florian et al. (2025): Femizide in Deutschland. Eine empirisch-kriminologische Untersuchung zur Tötung an Frauen. Forschungs-Kurzbericht, Universität Tübingen / Institut für Kriminologie.

    https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/172346 (31.08.2026)

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Die Folge wurde am 29.06.2026 aufgezeichnet.

    47 min
  • #5 Selbstbestimmungsgesetz

    Der Fall Marla-Svenja Liebich hat die Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz angeheizt. Aber was steht eigentlich wirklich im Gesetz?

    Susanne und Matthias schauen in dieser Folge genauer hin: Sie klären, was hinter den Begriffen Geschlecht, Geschlechtsidentität und Geschlechtseintrag steckt, erklären, wie das Verfahren beim Standesamt funktioniert und ordnen die aktuelle Debatte am Beispiel von Marla-Svenja Liebich ein.

    Dabei geht es in gewohnter Manier kritisch zu: Welche Sorgen sind nachvollziehbar, welche Missverständnisse gibt es – und wo liegen die eigentlichen Konfliktlinien? Am Ende kommen wie immer auch größere gesellschaftliche Frage auf: Wie wollen wir mit unterschiedlichen Identitäten und Lebensrealitäten umgehen? Und wie lässt sich Selbstbestimmung verwirklichen, ohne andere berechtigte Interessen aus dem Blick zu verlieren?

    Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

    Unser Paragraph des Tages ist: § 2 Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG)

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Die Folge wurde am 27.03.2026 aufgezeichnet und am 17.07.2026 um aktuelle Entwicklungen ergänzt.

    43 min
  • #4 Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche

    Sollten Kinder und Jugendliche kein TikTok, Instagram oder YouTube mehr nutzen dürfen? Oder müssen wir (Erwachsenen!) endlich lernen – und lehren –, verantwortungsvoll mit sozialen Medien umzugehen?

    In dieser Folge diskutieren Susanne und Matthias über Chancen und Risiken digitaler Plattformen: von Freiheit, Teilhabe und politischer Bildung bis hin zu Suchtmechanismen und den Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Denn Studien zeigen, dass besonders Kinder unter 14 Jahren für diese Risiken anfällig sind.

    Aber führt ein Verbot wirklich zum Ziel? Oder werden Kinder und Jugendliche damit für das Versagen von Politik, Plattformen und der Medienkompetenz der älteren Generation bestraft? Wir wägen Pro und Contra ab und fragen: Brauchen wir Verbote oder bessere Bildung (auch für Boomer und Co.!), klügere Regeln und einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien?

    Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

    Unser Paragraph des Tages ist: Artikel 28 Digital Services Act (DSA)

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/ Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Diese Folge wurde am 29. Juni 2026 aufgenommen.

    39 min
  • #3 Klarnamenpflicht

    Wie dürfen wir zukünftig im Internet unsere Meinung äußern? Diese Debatte wurde im Februar von Friedrich Merz angestoßen, der eine Klarnamenpflicht im Internet fordert. Die Idee dahinter: Weniger Anonymität bedeutet weniger Hass und Hetze. Das klingt im ersten Moment richtig und notwendig, wirft aber riesige Fragen auf. Ist die Pflicht, im Netz mit dem eigenen Namen aufzutauchen, wirklich der richtige Schritt? Was macht das mit unserer Meinungsfreiheit? Und warum kann Anonymität nicht als Feind sondern sogar als Gütekriterium für Freiheit gelten? Susanne und Matthias dröseln das Ganze für euch auf. Viel Spaß beim Hören!

    Unser Paragraph des Tages ist: Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG).

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/ Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Diese Folge wurde am 11.03.2026 aufgenommen.

    31 min
  • #2 Digitale sexualisierte Gewalt

    In der neuen Folge von billig & gerecht sprechen Susanne Gössl und Matthias Braun über digitale sexualisierte Gewalt. Ein Thema, das vor allem seit dem Fall von Collien Fernandes politisch, rechtlich und gesellschaftlich breit diskutiert wird. Was ist die derzeitige Rechtslage? Wo liegen Probleme bei der Verantwortungszuschreibung? Und warum ist körperliche Integrität auch im digitalen Raum so zentral?

    Die beiden diskutieren die Möglichkeit von Consent im digitalen Raum und ob es sinnvoll ist, bestimmte Prompts zu verbieten. Sie kommen zu dem Schluss: Die Unantastbarkeit der Menschenwürde muss auch im digitalen Raum und in der Verpflechtung zwischen digitaler und analoger Welt verteidigt werden.

    Unser Paragraph aka unser Urteil des Tages ist: „Unzureichender Schutz vor Verbreitung von Nacktfotos im Internet durch Ex-Freund“ (EGMR M. Ș. D. gg Rumänien, Urteil vom 3.12.2024, Kammer IV, 28935/21 in NLMR 2024, 499).

    Im Podcast (1:40) vermutet Susanne, dass der Fall Collien Fernandes von den spanischen an die deutschen Behörden abgegeben wird. Dies ist am 14.04.2026 geschehen.

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/ Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Diese Folge wurde am 27.03.2026 aufgenommen.

    43 min
  • #1 Vaterschaft

    Kann man mehr als einen Vater haben? In dieser Folge tauchen wir in die rechtlichen Grundlagen der Vaterschaft ein und fragen uns, ob das bestehende Modell wirklich alternativlos ist. Aus ethischer Perspektive beleuchten wir, ob es sinnvoll oder sogar notwendig ist, die Rolle des Vaters auf eine einzelne Person zu beschränken. Dabei greifen wir zentrale Argumente aus der aktuellen Debatte auf, ergänzen sie durch eigene Überlegungen und diskutieren, welche Rolle das Kindeswohl in diesem komplexen Spannungsfeld spielt.

    Credits

    Hosts: Susanne Gössl, Matthias Braun

    Producer/ Redaktion: Susanne Gössl, Matthias Braun, Denise Wallat, Eliane Flugel

    Schnitt: Eliane Flugel

    Diese Folge wurde am 20.02.2026 aufgenommen.

    31 min
  • Trailer

    Hey und herzlich Willkommen zu billig und gerecht – Eurem neuen Podcast zu Fragen an der Schnittstelle von Ethik und Recht. Hier nehmen wir Euch mit in aktuelle Debatten, um gemeinsam aus juristischer und ethischer Perspektive zu diskutieren, bestehende Normen auf den Prüfstand zu stellen und die eigene Position zu hinterfragen. Unsere Challenge dabei: Auch mal für eine Position argumentieren zu müssen, die wir persönlich nicht unbedingt für richtig halten. Wir freuen uns, dass Ihr dabei seid!

    3 min

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Wenn Paragrafen auf Prinzipien treffen und Moral auf Gesetzestexte prallt, wird es spannend. Bei "billig und gerecht" treffen zwei Perspektiven aufeinander: Susanne Gössl, Juraprofessorin der Universität Bonn, und Matthias Braun, Professor für Ethik an der Universität Bonn, diskutieren gemeinsam aktuelle gesellschaftliche Fragen an der Schnittstelle von Recht und Ethik. Aus juristischer und ethischer Sicht beleuchten sie aktuelle Debatten, hinterfragen bestehende Normen und machen sichtbar, wo Konflikte entstehen.