Böll Bremen

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By Heinrich Böll-Stiftung BremenSociety & Culture
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Böll Bremen episodes

  • Soziale Wohnungspolitik in Wien
    Vortrag von Veronika Iwanowski

    Hier sind der Video-Mitschnitt des Vortrags und die Präsentation als PDF-Datei abrufbar: https://boell-bremen.de/de/2023/09/12/soziale-wohnungspolitik-wien

    28 min
  • Aufs Land?!
    Buchvorstellung und Gespräch mit Ernst Paul Dörfler
    Zunehmend entscheiden sich Städter:innen für ein Landleben, denn mit der Etablierung von Homeoffice ist es egal, wo man wohnt. In den deutschen Großstädten fehlen zwei Millionen bezahlbare Wohnungen, während fast ebenso viele Wohnungen im ländlichen Raum leer stehen, trotz niedriger Wohnkosten. Ernst Paul Dörfler wendet in einem aktuellen Buch Auf’s Land den derzeit gern verwendeten Begriff der „Systemrelevanz“ auf den ländlichen Raum an und plädiert zugleich für lebenswerte Städte mit mehr grün/blauer – statt grauer – Infrastruktur.
    Auf’s Land ist vor Kurzem bei Hanser erschienen und schaffte es in die Spiegel-Bestseller-Liste – denn gerade vor dem Hintergrund von Corona steht die Stadt/Land-Frage verstärkt im Fokus. Wir wollen mit E.P. Dörfler über die Belastbarkeit alternativer Lebensentwürfe in Stadt und Land sprechen – etwa über seine Vorschläge, Natur in die Stadt zu holen und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Was konkret bedeutet der Gedanke, dass „soziale und ökologische Dorfstrukturen auch in Städten Einzug halten könnten“?
    1 hr 38 min
  • Stigmatisierung von Frauen als 'asozial' im Nationalsozialismus
    Vortrag & Diskussion mit Elke Rajal
    Der Vortrag beschreibt die Grundzüge der nationalsozialistischen „Asozialenpolitik“ und erläutert die Kriterien, anhand derer Mädchen und Frauen in die Verfolgungsmaschinerie gerieten. An einzelnen Fallbeispielen wird das behördliche Vorgehen veranschaulicht und gezeigt, dass die Stigmatisierung der Betroffenen häufig bereits vor dem Nationalsozialismus begonnen hatte und auch nach 1945 nicht endete.
    Elke Rajal studierte Politikwissenschaft in Wien und Granada und forscht derzeit am Lehrstuhl für Soziologie der Universität Passau. Sie beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Politik, Zeitgeschichte und Bildung und engagiert sich in der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der Nationalsozialismus und seine Nachwirkungen, Antisemitismus, Rechtsextremismus und politische Bildung.
    Weitere Informationen und Veranstaltungen: https://boell-bremen.de
    Die Veranstaltung fand am 4. Februar 2022 statt im Rahmen des Bremer Programms zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar).
    1 hr 21 min
  • Winter im Bremer Klimacamp
    Wie geht es den Camper:innen?
    Es ist nass, es ist kalt, es ist Winter – Zeit für einen Besuch im Bremer Klimacamp, das mittlerweile in den Wallanlagen steht. Larissa und Henning von der Heinrich Böll-Stiftung Bremen wollten wissen, wie es den Klimacamper:innen dort geht und haben vor Ort Stefan getroffen, der von Anfang an dabei ist. Er erzählt von seiner Motivation, weiter durchzuhalten. Vom Alltag zwischen Camp, Familie und Lohnarbeit. Und davon, dass der Trubel rund um den Dom so ziemlich das Letzte ist, was er vom alten Standort am Markt vermisst.
    34 min
  • OIKOS. Welt & Wirtschaft #1: Das Meer
    Nachhaltiges Wirtschaften im Meer - wie kann das funktionieren? Mit einem Walforscher, einer Expertin für Tiefseebergbau und einem Fischereifachmann.
    Im Theater zu Gast waren Dr. Tanja Stratmann, die am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie im Rahmen eines internationalen Forschungsverbunds (der HGF MPG Joint Re­search Group for Deep-Sea Eco­logy and Tech­no­logy) über Tiefseebergbau arbeitet; Prof. Dr. Morten Iversen vom Marum der Uni Bremen (zugleich Sektionsleiter für biologische Ozeanographie beim AWI), der u.a. den Beitrag von Walen zur CO2-Minderung erforscht; der Biologe Alfred Schumm, Director Innovations-Sciences-Technologies and Solutions beim WWF, der lange den Fachbereich Meere und Küsten der Umweltstiftung und sowie das von ihm aufgebaute internationale Fischereiprogramm des WWF leitete. Heute arbeitet er daran, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zum Beispiel aus der Verhaltensforschung, sowie technische und soziale Innovationen für den Umweltschutz nutzbar zu machen.
    Warum OIKOS?
    Ökonomie und Ökologie haben eine gemeinsame sprachliche Wurzel: Oikos. So bezeichneten die Griechen eine Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft. In sprachlicher Verbindung mit nomos, dem „Gesetz“, entwickelte sich aus Oikos die „Ökonomie“ – womit seither die Gesetze, Ordnungen und Sitten des Haushaltens, vulgo des Wirtschaftens bezeichnet werden. Oikos und „logos“ hingegen verschmolzen als „Ökologie“ zur Lehre vom Naturhaushalt. Wir nennen unsere neue Reihe OIKOS, weil wir fragen wollen, wie Ökologie und Ökonomie wieder in eine tragfähige Balance gebracht werden können.
    In der Reihe OIKOS also beschreiben Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen, Politiker:innen und Künstler:innen ihre Perspektive auf die Möglichkeiten einer sozial-ökologischen Transformation. Covid19 hat uns gezeigt, dass die Organisation unserer Gesellschaft eben nicht „alternativlos“ ist (TINA), sondern überraschend viel Geld investiert werden kann, wenn es nur als notwendig erachtet wird. Was also können wir tun, was ist uns wichtig? Und was sind die hinter dem Zustand der Welt und ihrer Wirtschaftsordnungen stehenden Menschen- und Naturbilder?
    1 hr 43 min
  • Bénédicte Savoy: Afrikas Kampf um seine Kunst
    Gespräch über die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter aus der Kolonialzeit
    Die französische Kunsthistorikerin zeigt in ihrem Buch, wie intensiv viele afrikanische Länder schon unmittelbar nach Erlangung ihrer Unabhängigkeit um die Rückgabe von Kunstwerken kämpften. Was können wir heute daraus lernen?
    Bénédicte Savoy lehrt Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. Unter Protest verließ Sie das Kuratorium des Berliner Humboldt-Forums: Sie beklagte mangelnde Transparenz und unzureichende Provenienzforschung in Bezug auf die umfangreichen ethnologischen Sammlungen, deren Präsentation vergangene Woche feierlich eröffnet wurde. Im Auftrag des französischen Staatspräsidenten erarbeitete Savoy schon 2018, gemeinsam mit Felwine Sarr, einen Bericht über die Restitution afrikanischer Kulturgüter aus französischen Museen. Deren Vollzug bleibt jedoch fraglich.
    1 hr 52 min

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