Böll.Mitschnitt

Böll.Mitschnitt

By Heinrich-Böll-Stiftung
Download on the App Store

Böll.Mitschnitt episodes

  • Mitschnitt: Whistleblowing, Wikileaks und die neue Transparenz

    Spätestens seit der Veröffentlichung der US-Botschaftsdepeschen durch WikiLeaks ist Whistleblowing in aller Munde. Dabei ist das Leaken von geheimen Informationen nicht erst seit WikiLeaks ein wirksames Mittel zur Herstellung von Öffentlichkeit und Transparenz. Der wohl berühmteste Fall ist die Watergate-Affäre in den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.




    Durch die Digitalisierung ist die Veröffentlichung geheimer Informationen einfacher geworden: während in den 70ern noch nächtelang Dokumente abfotografiert oder fotokopiert werden mussten, reicht heute ein USB-Stick, um tausende von Dokumenten zu vervielfältigen. Whistleblowing-Plattformen ermöglichen dann die anonyme Verbreitung dieser Informationen.



    Welche Auswirkungen hat die neue Transparenz auf die Gesellschaft? Wie muss eine ideale Whistleblowing-Plattform aussehen, die nicht die Fehler von WikiLeaks wiederholt? Wie verändert sich der investigative Journalismus durch diese Plattformen? Wie kann zur Förderung öffentlicher Transparenz eine sinnvolle Zusammenarbeit der politischen, gesellschaftlichen und medialen Akteure aussehen?



    Mit:



    * Daniel Domscheit-Berg, ehemaliger Sprecher von WikiLeaks, jetzt beteiligt an OpenLeaks

    * Constanze Kurz, Informatikerin und Sprecherin beim Chaos Computer Club

    * Konstantin von Notz, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

    * Moderation: Meike Laaff, die tageszeitung

    1 hr 50 min
  • Lesung und Diskussion mit Peter Schneider 2008

    Peter Schneider, 1940 in Lübeck geboren, studierte in Freiburg Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1961 als freier Schriftsteller, nicht gänzlich freiwillig, 1973 wurde über ihn als Referendar ein Berufsverbot verhängt. Schneider gehörte Ende der 60er Jahre zum engen Aktivistenkreis um Rudi Dutschke. Heute bezeichnet sich Schneider als einen „linken Antikommunisten“.




    Sein jüngstes Buch, „Rebellion und Wahn. Mein '68“, basiert auf Tagebucheintragungen aus dieser Zeit und beschreibt trotz seiner Privatheit eine angenehme differenzierte und auch entspannte Sicht auf die damaligen Ereignisse.



    In der Diskussion, moderiert von dem tschechischen Publizisten Petr Brod, wird heftig um die ideologische Ausrichtung der westlichen 68er gestritten. So wirft Henryk M. Broder den 68ern eine Idealisierung vor und erinnert an die RAF: „Wir könnten die RAF vergessen, wenn nicht schon jetzt die Mythenbildung begonnen hätte. Peymann hat noch im letzten Jahr gesagt, die RAF-Mitglieder waren keine Mörder, sondern sie hatten Ideale.“

    1 hr 26 min
  • Keynote Olivier de Schutter auf der Ecofair rules Konferenz

    Olivier De Schutter (LL.M., Harvard University ; Ph.D., University of Louvain (UCL)), the UN Special Rapporteur on the right to food since May 2008, is a Professor at the Catholic University of Louvain and at the College of Europe (Natolin). He is also a Member of the Global Law School Faculty at New York University and is Visiting Professor at Columbia University.




    In 2002-2006, he chaired the EU Network of Independent Experts on Fundamental Rights, a high-level group of experts which advised the European Union institutions on fundamental rights issues. He has acted on a number of occasions as expert for the Council of Europe and for the European Union.



    Since 2004, and until his appointment as the UN Special Rapporteur on the right to food, he has been the General Secretary of the International Federation of Human Rights (FIDH) on the issue of globalization and human rights.



    His publications are in the area of international human rights and fundamental rights in the EU, with a particular emphasis on economic and social rights and on the relationship between human rights and governance. His most recent book is International Human Rights Law (Cambridge Univ. Press, 2010).



    33 min
  • Keynote Gervais Appave

    Die Notwendigkeit eines umfassenden Dialogs über die Regelung und Steuerung der Arbeitsmigration von Hochqualifizierten bleibt trotz der globalen Finanzkrise ein drängendes Problem.




    Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften entiwckelten auf der Konferenz "Mobilität und Inklusion" im Februar 2010 konkrete Handlungsempfehlungen für die Europäische Union. Im Mittelpunkt stand u.a. die Frage nach der Kooperation der EU-Mitgliedsstaaten bei der Regelung und Steuerung des Arbeitsmarktes: Wie hoch ist die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften auf dem europäischen Arbeitsmarkt in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise? Wie kann Europa die demografische Instabilität ausgleichen? Wie sind Immigranten auf dem europäischen Arbeitsmarkt integriert?



    ....



    Hören Sie die Keynote von Gervais Appave, Special Policy Adviser to the Director General of the International Organization for Migration (IOM) auf der Konferenz Mobilität und Inklusion im Februar 2010.

    25 min
  • 02 Keynote Tetsunari Iida

    Atomkraft nach Fukushima (2011) und Tschernobyl (1986) – Internationales Symposium




    Testunari Iida

    ist Direktor des Institutes für Nachhaltige Energiepolitik, einem unabhängigen Non-Profit Forschungsinstitut in Tokio (Japan) (siehe http://www.isep.or.jp/e/Eng_index.html).

    Der Experte für Energiepolitik bildet die Schnittstelle von japanischer Umweltbewegung und Wissenschaft. Er zählt zu den national und international bekanntesten Meinungsführern, die die Energiewende in Japan propagieren. Zudem ist er Mitglied in der japanischen Regierungskommissionen Energiepolitik und Erneuerbare Energien und kann über die aktuelle Lage in Fukushima und die Auswirkungen auf die japanischen Positionen zur Atompolitik bzw. zu Energiealternativen Auskunft geben.

    34 min