Carl Ludwig Freiherr von Reichenbach brennt vor Wissensdurst, sucht die Bestätigung der Existenz von "Od", jene wie ein Feuerschein aus allen Dingen und Lebewesen strömende Kraft, die zu sehen nur wenigen vergönnt ist. Als Emporkömmling erklimmt er die Leiter des Ruhms, hat Adelstitel und ein hart erarbeitetes Schloss erlangt. Von Rückschlägen gezeichnet, führt ihn sein Schicksalsweg nach Wien zum Schloss Cobenzl. Dort ist er dem "Od" auf der Spur.
Hermine und Ottone, Reichenbachs Töchter, stehen im 19. Jahrhundert vor den Barrieren ihrer Zeit. Gegen den patriarchalen Vater treten sie an, voller Wut und Ambitionen, verliebt in Männer, die ihnen nah, aber ferngehalten werden. Über zwanzig und unverheiratet setzen sie sich gegen jedes "Nein" und jede Missachtung durch, errichten ein Schloss aus Resilienz und Widerstand.