Kennst du das Gefühl, dass du im Alltag oft funktionierts – aber nicht immer wirklich du selbst bist? Dass du in manchen Momenten eine Rolle spielst, dich anpasst, Erwartungen erfüllst oder einfach die Version von dir zeigst, die gerade am besten in die Situation passt?
In dieser Folge sprechen wir über Authentizität – also darüber, wann wir wirklich wir selbst sind und wann wir eher eine Maske tragen.
Der Anlass kommt direkt aus dem Leben: Wir waren am Wochenende in München zu Gast beim 10-jährigen Podcast-Jubiläum von Laura Malina Seiler in der Olympiahalle – ein Abend voller Energie, Meditation, Live-Coachings und Gedanken, die bei uns noch lange nachgewirkt haben. Vor allem ein Bild ist hängen geblieben: die Vorstellung eines inneren Raums, in dem wir ganz wir selbst sind – und wie schwer es oft ist, diesen Raum wirklich zu betreten.
Wir reden darüber, warum wir schon früh lernen, uns anzupassen, weshalb Rollen erstmal nichts Schlechtes sind und ab wann sie anfangen, uns von uns selbst zu entfernen. Es geht um Kindheit, Familie, Job, Beziehungen, Freundschaften, Bühne, Social Media – und sogar um diesen Podcast. Wir fragen uns, wie viel Anpassung normal ist, warum Authentizität nicht bedeutet, ungefiltert alles rauszuhauen, und wieso es manchmal so weh tun kann, nicht man selbst zu sein.
Dabei wird es persönlich: Es geht um alte Muster, um Masken, um Depression, um das Gefühl, sich selbst irgendwann aus den Augen verloren zu haben – und um die Frage, wie man Schritt für Schritt wieder näher bei sich ankommt.
Am Ende bleibt vielleicht vor allem diese Erkenntnis: Authentisch sein ist kein Schalter, den man einmal umlegt. Es ist Übung. Jeden Tag ein bisschen. Mal ein ehrliches Nein. Mal ein echter Satz. Mal ein kleiner Schritt näher zu dem Menschen, der man eigentlich schon immer war. Eine Folge über Rollen, Schutzmechanismen, Mut und die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Wer bist du, wenn du aufhörst, nur zu funktionieren?