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Seit über 200 Jahren wird alljährlich das größte Schaustellerfest der Welt auf dem Cannstatter Wasen gefeiert. Der Ursprung war aber eine fürchterliche Hungersnot im Ländle. Damit so etwas nie mehr vorkommen sollte, stiftete König Wilhelm I. von Württemberg ein Landwirtschaftliches Fest das mit einem Volksfest verbunden sein sollte. Wulf Wager berichtet von der Geschichte des Festes.
Ursprünglich ein Fastnachtstanz der Weingärtnerzunft, wird der mindestens 400 Jahre alte Überlinger Schwertletanz heute jährlich an der zweiten Schwedenprozession am zweiten Julisonntag aufgeführt. Wulf Wager führt in das Brauchgeschehen ein und erklärt die mystische Figur des Hänsele, des "Toten".
Wulf Wager spricht mit dem Ehrenlandeskommandanten der badisch-südhessischen Bürgerwehren und -milizen, Oberst Hajo Böhm und dem Landeskommandanten der württembergisch-hohenzollerischen Bürgerwehren und Stadtgarden, Oberst Jürgen Rosenäcker über Geschichte und Gegenwart der über 900 Jahre alten Bürgerwehrtradition.
Alljährlich feiern die Nachkommen der Schwäbisch Haller Salzsieder ihr großes Kuchen- und Brunnenfest mit Fanfaren, Pfeifen und Trommeln und mit historischen Tänzen und Szenen. Im Mittelpunkt steht ein dreistöckiger Kuchen, der einst von einem Müller auf ewige Zeiten als Dank für die Errettung seiner Mühle bei einem Brand durch die Sieder, gestiftet wurde. Wulf Wager berichtet von diesem großen Traditionsfest Baden-Württembergs.
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. In Altenriet hoch über dem Neckartal findet der Brezelmarkt statt und auf der Blaubeurer Alb malen liebestolle Älbler ihren Liebsten Brezeln ans Scheunentor. Da kann man nur hoffen, dass die Brezeln nicht mit den beiden kurzen, runden Teilen nach unten aufgemalt ist, denn sonst wäre es eine "Leck-mich-am-Arsch"-Brezel statt einer Herzbrezel. Warum in Grünmettstetten der Judas verbrannt wird und warum man in Kiebingen oder in Eichen am Ostermonat um die Eier ein Wettlaufen veranstaltet, erfahrt ihr von Wulf Wager in dieser Folge von BrauchCast.
In der Mitte der Fastenzeit, am Sonntag Laetare ziehen in Stroh verkleidete Gestalten durch das Ländle. Sie erinnern an die biblische Geschichte des Jünglings von Nain, den Jesus zum Leben erweckt hat. Und der Winter wird vertrieben. Zuvor wird aber in Stockach der Narrenbaum gefällt. Begleitet Wulf Wager auf einer Reise durch das vorösterliche Brauchtum Baden-Württembergs.
Wulf Wager ist im Gespräch mit dem Mainzer Journalisten Günter Schenk, der viele Fastnachten in Europa besucht und darüber geschrieben hat. Kaum ein anderer hat mehr gesehen. Die Zusammenhänge von Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Fastnacht stehen im Mittelpunkt dieses höchst interessanten Gesprächs.
Strohbären sind allegorische Wilde Männer-Figuren, die häufig in der schwäbisch-alemannischen Fasnet vorkommen und für die Wolllust stehen. Wulf Wager war zu Besuch in Empfingen und hat sich dort die Erbsenstrohbären und die Langhalmstrohbären angeschaut.
Im November 1924 gründeten historische Narrenzünfte aus Württemberg, Baden und Hohenzollern einen Verband um gegen die bestehenden Fastnachtsverbote anzugehen. Mittlerweile sind 68 Zünfte und über 100.000 Aktive in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte versammelt. Wulf Wager wirft einen kritischen Blick zurück.
In diesem Podcast gibt es ein Schmankerl aus dem Jahr 1966. Willi Reichert (Häberle und Pfleiderer) und Karl Steuer, ein Konstanzer Fastnachtsoriginal kommentieren ein imaginäres schwäbisch-alemannisches Narrentreffen untermalt von vielen Narrenmärschen. Lasst euch einfangen in die Stimmung eines Fasnetsumzugs vor fast 60 Jahren. Fasnets-Retro par excellence.
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