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By Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale SicherheitSociety & Culture
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Breakdown episodes

  • Der Vaterschaftsurlaub, Martin Candinas?

    Seit fast 80 Jahren steht in der Schweizer Verfassung, dass die Schweiz eine Mutterschaftsversicherung einrichten soll. Effektiv eingeführt wurde der Mutterschaftsurlaub 2005, rund 60 Jahre später. Mit dem Vaterschaftsurlaub gings etwas schneller, 2020 wurde ein zweiwöchiger Vaterschaftsurlaub in einer Volksabstimmung angenommen und gilt seit Januar 2021.

    Trotz dieser Änderung ist die Schweiz im internationalen Vergleich bezüglich Mutter- und Vaterschaftsurlaub eher knausrig. Eine Analyse von Interface Politikstudien kommt zum Schluss, dass unter den OECD-Ländern nur Mexiko und einzelne Staaten der USA in Länge und Umfang weniger Mutter- und Vaterschaftsurlaub gewähren. 

    Warum ist die Schweiz so «knausrig»? Und wäre eine Elternzeit – bei der Mutter und Vater sich ein gemeinsames Kontingent an Urlaub teilen können – ein gangbarer Weg?

    Hannes und Linus im Gespräch mit Martin Candinas, Nationalrat der «Mitte»

    32 min
  • Die hohen Krankenkassenprämien, Flavia Wasserfallen?

    Das Schweizer Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Aber auch eines der teuersten. Die Gesundheitskosten – insbesondere die Krankenkassenprämien – sind deshalb ein politischer Dauerbrenner. Sie sind hoch – und steigen jedes Jahr weiter. 

    Die Prämien werden für 2023 deutlich erhöht. Gemäss Bundesrat Alain Berset erhöht sich die mittlere Prämie für Erwachsene um 6.6 Prozent, die Prämie für junge Erwachsene um 6.3 Prozent und diejenige für Kinder steigt um 5.5 Prozent. Dabei gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Kantonen. Im Tessin und im Kanton Neuenburg steigt die Prämie um 9 Prozent gegenüber 2022.

    Die Politik will den Kostenanstieg zwar dämpfen, tut sich aber schwer damit, wirksame und mehrheitsfähige Massnahmen zu finden. SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen (43) meint dazu: «Versicherer, Spitäler oder Pharmafirmen haben klare Interessen in diesem riesigen Gesundheitsmarkt. Leider sind sie nicht bereit den Preis zu bezahlen, der für Kostensenkungen notwendig wäre.» 

    Warum geht es in der Gesundheitspolitik kaum vorwärts? Und was wären denn effektive Massnahmen zu einer Reduktion der Prämienlast? 

    Hannes und Linus im Gespräch mit Nationalrätin Flavia Wasserfallen, SP, Mitglied der Sozial- und Gesundheitskommission des Nationalrates.

    Aufgezeichnet am 12. September 2022
    Veröffentlicht am 28. September 2022

    39 min
  • Wartezeiten in der Psychiatrie, Dr. med. Kerstin Gabriel Felleiter und Dr. med. Oliver Bilke?

    Die psychiatrische Versorgung im Kanton Luzern ist überlastet. Die Betten in der stationären Behandlung sind praktisch durchgehend besetzt. Und wer eine ambulante psychiatrische Behandlung in einer Praxis will, muss sich mehrere Wochen oder Monate gedulden.

    Zu diesem Schluss kommt ein Planungsbericht des Kanton Luzerns. Nur: Der Bericht wurde vor Beginn der Corona-Pandemie verfasst. Seither hat sich die Situation nochmals deutlich verschärft.

    Dr. med. Kerstin Gabriel Felleiter, Chefärztin Ambulante Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Psychiatrie (LUPS) erklärt: «Wir haben eine lange Wartezeit. In der ambulanten psychiatrischen Versorgung wartet man teilweise drei bis sechs Monate, bis man den ersten Termin bekommt.»

    Und Dr. med. Oliver Bilke, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und Mitglied der Geschäftsleitung Luzerner Psychiatrie fügt an: «Notfälle sind etwas ganz anderes. Ein psychiatrischer Notfall wie zum Beispiel Suizidalität kann immer aufgenommen werden. Problematisch sind die planbaren Fälle. Die schieben wir zum Teil hinaus, weil die Notfälle vorgehen.»
    Beispiel gefällig? Wer im Januar 2022 ein Kind für eine Abklärung zu einer Autismus-Spektrum-Störung angemeldet hat, bekommt im Februar 2023 einen Termin.

    Warum ist die psychiatrische Versorgung dermassen überlastet? Und was taugen die Massnahmen des Kantons dagegen?

    Hannes und Linus im Gespräch mit Dr. Kerstin Gabriel Felleiter (Chefärztin Ambulante Dienste, Mitglied der GL der Luzerner Psychiatrie) und Dr. med. Oliver Bilke (Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie, Mitglied der GL der Luzerner Psychiatrie).

    Aufgezeichnet am 22. Dezember 2021
    Veröffentlicht am 20. Juni 2022

    31 min
  • Die Sozialversicherungsdetektive, Andreas Dummermuth?

    Etwa jeder vierte Franken wird für Sozialleistungen wir Krankenkassen, Altersvorsorge oder die Invalidenversicherung ausgegeben. Wer wofür welche Gelder und Renten bekommt ist genauestens definiert. Zur Kontrolle ob tatsächlich ein Anspruch auf Leistungen besteht, dürfen die Sozialversicherungen auch sogenannte Sozialdetektive einsetzen. Dieses Instrument hat schon für einige Kontroversen gesorgt. Wofür werden diese sogenannten Sozialdetektive tatsächlich eingesetzt? Und was bringt ihr Einsatz? 

    Hannes und Linus im Gespräch mit Andreas Dummermuth, Leiter der Ausgleichskasse/IV-Stelle Schwyz. 

    34 min
  • Die Frauen in der 2. Säule, Svenja Schmidt?

    Mit 64 werden Frauen pensioniert, Männer mit 65. Danach braucht es kein Erwerbseinkommen mehr, sondern eine Rente finanziert den Lebensunterhalt.  Doch bei den Renten bestehen grosse Unterschiede zwischen den Geschlechtern.  2016 erhielten Frauen 54 Prozent weniger Rente aus der privaten Vorsorge, bei den Pensionskassen lag der Unterschied sogar bei 63 Prozent. 

    Wie können diese Unterschiede verkleinert werden? Und was trägt die zurzeit diskutierte Revision der beruflichen Vorsorge bei?  Hannes und Linus im Gespräch mit Dr. Svenja Schmidt, Profunde Kennerin der Beruflichen Vorsorge.

    38 min
  • Die Krankenkassenprämien, Philomena Colatrella?

    Die Krankenkassenprämien gehören – nebst der Miete – zu den grössten monatlichen Fixkosten. Seit dem Beginn des Jahrtausends sind die Prämien der Grundversicherung konstant gestiegen. Die Gesundheitskosten sind längst auch in der Politik ein Thema. Der Bundesrat hat ein Massnahmenpaket zur Kostendämpfung verabschiedet, ein zweites wird zurzeit diskutiert.

    Welche Massnahmen können effektiv das Kostenwachstum dämpfen? Und woher kommen denn die steigenden Kosten? Hannes und Linus im Gespräch mit Philomena Colatrella, CEO der grössten Schweizer Versicherung CSS. 

    35 min
  • Die Reform der AHV, Erich Ettlin?

    Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die wohl wichtigste sozialpolitische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. Und doch ist sie ein politischer Dauerbrenner. Weil wir immer länger leben und weniger Kinder auf die Welt kommen, wird die Finanzierung schwieriger. Seit 2014 schreibt die AHV rote Zahlen. 

    Eine Reform soll die Finanzen der AHV wieder ins Lot rücken. Mitte, FDP und SVP sind sich in den Grundzügen einig. Das Rentenalter der Frauen soll auf 65 steigen, die Mehrwertsteuer soll zugunsten der AHV erhöht werden und das Rentenalter soll flexibler werden.

    Löst diese Reform die Probleme der AHV? Hannes und Linus im Gespräch mit Erich Ettlin, Ständerat der CVP/Die Mitte aus Obwalden. 

    48 min
  • Föderalismus in der Coronakrise, Dr. Lukas Engelberger?

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gabs grosse kantonale Unterschiede. Oft war die Rede von einem «Flickenteppich», manche sprachen auch vom «Kantönligeist».

    Wer sich in Zürich impfen will, muss online einen Termin buchen. In Luzern bekommt man einen Termin zugeteilt. Und in Obwalden kann man sich aussuchen, ob man einen Termin buchen will, oder einen zugeteilt bekommt.

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gabs grosse kantonale Unterschiede. Oft war die Rede von einem «Flickenteppich», manche sprachen auch vom «Kantönligeist». 
    Jeder Kanton hat die Massnahmen des Bundes anders umgesetzt. Viele haben dazu noch eigene Massnahmen ergriffen. Diese Unterschiede sind politisch gewollt. Was nicht zwingendermassen vom Bund geregelt werden muss, wird den Kantonen überlassen. Föderalismus nennt sich dieses Prinzip.

    Trotz der öffentlichen Kritik am Föderalismus meint Lukas Engelberger, Gesundheitsdirektor von Basel-Stadt und Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz: «Die föderalistische Schweiz schneidet im Vergleich nicht schlecht ab. Andere europäische Länder, mit meist zentralistischer Regierung, wurden von der Pandemie noch schwerer getroffen.»

    War der Föderalismus Helfer oder Hürde im Kampf gegen das Coronavirus? Und was können wir aus der Corona-Pandemie lernen?

    Hannes und Linus im Gespräch mit Dr. Lukas Engelberger, Gesundheitsdirektor von Basel-Stadt und Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

    42 min
  • Die Ergänzungsleistungen, Alain Rogger?

    Die Ergänzungsleistungen sind die stillen Helden des Sozialsystems. Wer trotz Alters- oder Invalidenrente seine Lebenshaltungskosten nicht decken kann, erhält Ergänzungsleistungen (EL).

    Über zehn Prozent aller AHV-Bezügerinnen und Bezüger erhalten EL. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen sind es rund die Hälfte. 

    Das kostet. 2019 wurden schweizweit 5.4 Milliarden Franken an Ergänzungsleistungen ausbezahlt. 2006 waren es lediglich 3 Milliarden. 

    Mit einer Reform soll das Kostenwachstum gestoppt werden. Anfang 2021 trat die Reform in Kraft.  Wer erhält Ergängzungsleistungen? Wie wird der Anspruch definiert? Was will die Reform? Was bringt sie tatsächlich? Und welche neuen Probleme stellen sich?

    Hannes und Linus im Gespräch mit Alain Rogger, Leiter WAS Ausgleichskasse Luzern.

    32 min
  • Die Pflegeinitiative, Marianne Pfister?

    Notstand in der Pflege. Mit einer Initiative kämpft das Pflegepersonal für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal.

    Notstand in der Pflege – und nicht erst seit Corona. Das sagt der Verband der Pflegefachpersonen (SBK). Das soll sich ändern. 2017 hat der SBK die Pflegeinitiative eingereicht. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen, eine Ausbildungsoffensive und mehr Verantwortung. National- und Ständerat haben zwei Anliegen aufgenommen und einen indirekten Gegenvorschlag in der Frühlingssession 2021 verabschiedet. Wie sind Initiative und Gegenvorschlag zu beurteilen. Sind damit die Probleme in der Pflege gelöst?

    Hannes und Linus im Gespräch mit Marianne Pfister, Geschäftsführerin von Spitex Schweiz. 

    28 min

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