BredowCast

BredowCast

By Leibniz Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)Science
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BredowCast episodes

  • Die Wege unserer Daten
    Im Internet gehen unsere Daten lange Wege, die oft schwer nachzuvollziehen sind. Florian Wittner hat sie verfolgt und sich gefragt, wer von den vielen Akteuren in den sogenannten „Plattformökosystemen“ für den Datenschutz zuständig ist.
    Online interagieren wir selten mit nur einem Anbieter, sondern – meist ohne es zu wissen – gleich mit einer Reihe von Diensten, Anbietern und Plattformen, die in einem komplexen Netzwerk miteinander verbunden sind. „Plattformökosysteme“ oder „Service-Ökosysteme“ nennt die Wissenschaft diese Konglomerate. Florian Wittner ist rechtswissenschaftlicher Doktorand am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, er hat die Datenflüsse in diesen Plattformökosystemen untersucht und die Frage gestellt, wer für den Schutz unserer Daten verantwortlich ist, wenn sie durch die Hände mehrere Akteure laufen.
    In dieser Folge des BredowCasts erklärt er Gastgeberin Johanna Sebauer anhand der WetterApp AccuWeather, wie die Datenflüsse technisch funktionieren und er erzählt von der Schwierigkeit, die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit juristisch zuzuordnen.
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    Links
    Florian Wittner
    https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/florian-wittner
    Florian Wittners Paper “A Techno-Legal Analysis of Major Platforms in the Diffusion of Personal Data in Service Ecosystems”
    https://www.leibniz-hbi.de/de/publikationen/datenschutz-in-plattformoekosystemen
    AccuWeather
    https://www.accuweather.com/
    RevealMobile
    https://revealmobile.com/
    Bundeskartellamt Fall Facebook
    https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2019/07_02_2019_Facebook.html
    EuGH Urteil zu Facebook-Fanpages
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-nimmt-nach-eugh-urteil-die-seitenbetreiber-in-die-pflicht-a-1227511.html
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    35 min
  • Der Fall Relotius
    Der Fälschungsskandal um Claas Relotius hat Ende 2018 die Medienwelt erschüttert. Einige Wochen sind seither vergangen, mit etwas Abstand blickt die Journalismusforscherin Prof. Dr. Wiebke Loosen im aktuellen BredowCast auf die Geschehnisse und Hintergründe.
    Im Dezember 2018, kurz vor Weihnachten, gab der SPIEGEL bekannt, in einen schwerwiegenden Betrugsfall verstrickt worden zu sein. Claas Relotius, ein Starreporter des Hauses und Gewinner zahlreicher Journalistenpreise, hatte zugegeben, Geschichten in großem Stil gefälscht zu haben.
    Wiebke Loosen gesteht, sie sei heute ganz froh darüber, dass sie sich zum damaligen Zeitpunkt bereits in den Weihnachtsferien befand und somit für erste Statements und Analysen nicht zur Verfügung stehen konnte. Denn für sie als Forscherin sei eine gewisse wissenschaftliche Distanz zu diesem hochkomplexen Fall von Vorteil. Einen guten Monat nach den Enthüllungen nimmt sie sich im BredowCast die Zeit und erzählt vom Stellenwert, aber auch den Fallstricken der journalistischen Reportage und erklärt, warum der Fall Relotius in sämtliche Handbücher für Journalisten Eingang finden wird.
    Der Fall habe ihr auch wieder einmal vor Augen geführt, warum es eigentlich so wichtig ist, was sie als Journalismusforscherin tagtäglich tut: beobachten und analysieren, wie Journalismus funktioniert.
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    Links
    Der Fall Claas Relotius
    Alle Beiträge zum Fall auf Spiegel Online
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/der-fall-claas-relotius-hier-finden-sie-alle-artikel-im-ueberblick-a-1245066.html
    Die Reportage
    Standardwerk über die Reportage: Haller, M (2008): Die Reportage. Halem Verlag
    https://www.halem-verlag.de/die-reportage/
    René Pfister und Horst Seehofers Modelleisenbahn
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/in-eigener-sache-unverstaendnis-ueber-aberkennung-des-egon-erwin-kisch-preises-a-761579.html
    Journalistenpreise
    Journalistenpreise.de
    http://www.journalistenpreise.de/
    Meedia
    https://meedia.de/2018/12/21/500-journalistenpreise-alpha-jurys-und-der-fall-relotius-was-passiert-wenn-sich-eine-branche-durch-eitelkeit-auszeichnet/
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    39 min
  • Sonderausgabe: Bredow wird Leibniz!
    Das Hans-Bredow-Institut wurde mit 1. Januar 2019 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es ist die größte Veränderung der Institutsgeschichte.
    In dieser Sonderausgabe des BredowCasts spricht Johanna Sebauer mit einem der beiden Direktoren Prof. Dr. Wolfgang Schulz darüber, was dieser Schritt für das Institut und seine Forschung bedeutet und welche Veränderungen nach Innen und nach Außen stattfinden.
    Eine große Veränderung wurde bereits bekanntgegeben, das Institut trägt seit der Leibniz-Mitgliedschaft einen neuen Namen: Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Der BredowCast aber, soviel sei verraten, bleibt weiterhin BredowCast.
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    Links 
    Leibniz-Gemeinschaft
    https://www.leibniz-gemeinschaft.de/
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    16 min
  • Facebooks "Supreme Court"
    Mark Zuckerberg hat angekündigt, dass in Zukunft eine unabhängige Instanz, eine Art „Supreme Court“, in strittigen Content-Fragen als Beschwerdestelle für Nutzerinnen und Nutzer herhalten soll. In Folge 38 des BredowCasts erklärt die Juristin Amélie Heldt, welche rechtlichen Fragen dieses Vorhaben aufwirft.
    Amélie Heldt ist Juristin und beschäftigt sich als Doktorandin am Hans-Bredow-Institut mit Meinungsfreiheit in Sozialen Netzwerken. Dort wird die Meinungsfreiheit bislang durch die Regeln des jeweiligen Netzwerks geregelt. Bei Facebook sind dies die Community Standards, denen man bei Eintritt in die Plattform zustimmt. Verstößt man gegen sie und postet beispielsweise gewaltverherrlichenden oder pornografischen Inhalt, hat Facebook das Recht, diesen Inhalt von der Plattform zu löschen.
    Mark Zuckerbergs neuer Vorschlag, die Löschung von Inhalten von einer unabhängigen Instanz überwachen zu lassen, wirft einige Fragen auf. Wer sollen die Richterinnen und Richter sein, die in Zukunft in Facebooks „Supreme Court“ sitzen? Wer bestellt sie? Wie kann diese Instanz Regeln für die gesamte Welt interpretieren? Amélie Heldt bespricht sie mit Johanna Sebauer.
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    Shownotes
    Mark Zuckerbergs „Blueprint“ vom 15. November 2018
    https://www.facebook.com/notes/mark-zuckerberg/a-blueprint-for-content-governance-and-enforcement/10156443129621634/
    Podcast mit Mark Zuckerberg
    https://art19.com/shows/the-ezra-klein-show/episodes/0d5f503d-80d0-4e98-aa08-d29599957459
    Facebook in Thailand
    https://www.nytimes.com/2017/05/16/world/asia/thailand-facebook-king-crop-top.html
    Weiterlesen
    LawFare
    https://www.lawfareblog.com/facebooks-new-supreme-court-could-revolutionize-online-speech
    NYT
    https://www.nytimes.com/2018/11/17/opinion/facebook-supreme-court-speech.html
    Slate
    https://slate.com/technology/2018/11/facebook-zuckerberg-independent-speech-content-appeals-court.html
    ThinkProgress
    https://thinkprogress.org/will-facebooks-supreme-court-be-as-terrible-on-climate-as-the-real-one-4a4f99c66810/
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    Hans-Bredow-Institut:
    www.hans-bredow-institut.de
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    36 min
  • Wie Jugendmedienschutz sein sollte
    Den Umgang mit digitalen Medien muss man lernen wie das Fahrradfahren – auch wenn man dabei am Anfang mal auf die Nase fällt. Hat man ihn gelernt, ist er befreiend, aber mit Risiko verbunden. Mit dieser Analogie erklärt Prof. Dr. Uwe Hasebrink im BredowCast den Jugendmedienschutz als Risikomanagement.
    Folge 37 widmet sich dem Jugendmedienschutz in Deutschland und derkürzlich erschienenen Studie „Jugendmedienschutzindex“, die das Hans-Bredow-Institut zusammen mit dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) im Auftrag der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) erarbeitet hat.
    Die Studie wollte von Kindern, Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen wissen, wie ihre Perspektive auf das Thema ist, was ihre Sorgen im Hinblick auf Gefahren digitaler Medien sind und wie diesen Gefahren begegnet werden sollte. Zudem wurde ihr Wissen und ihre Einstellungen zum Jugendmedienschutz erfragt.
    Die Ergebnisse bieten einen multidimensionalen Blick auf das Thema und Hilfestellung in der Frage, wie Jugendmedienschutz im digitalen Zeitalter gestaltet sein soll. Hasebrink resümiert: Sinnvoller Jugendmedienschutz teilt Verantwortlichkeiten: „Jugendmedienschutz ist nichts was von oben nach unten verordnet werden kann. Es ist eine Aufgabe, die nur von allen Beteiligten gemeinsam gelöst werden kann: in einem 'Verantwortungsnetzwerk' aus Anbietern, Politik, pädagogischen Einrichtungen, Eltern und Kindern.“
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    Links
    Jugendmedienschutzindex Teil I: https://www.fsm.de/sites/default/files/FSM_Jugendmedienschutzindex.pdf
    Jugendmedienschutzindex Teil II: https://www.fsm.de/sites/default/files/FSM_Jugendmedienschutzindex_2018.pdf
    Podcast-Empfehlung: Forschergeist Episode 59
    https://forschergeist.de/podcast/fg059-digitale-didaktik/
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    57 min
  • So tickten Twitterer: Laut, extrovertiert und meinungsstark
    Twitterer sind wenige, aber sie sind laut. Mit ihrem Diskurs auf der Plattform haben sie großen Einfluss auf die Berichterstattung der "klassischen Medien". In seiner Studie hat Dr. Sascha Hölig aktive Twitterer beobachtet und dabei interessante, teilweise nicht gerade schmeichelhafte, Eigenschaften an ihnen erkennen können. JournalistInnen sollten dies beachten, wenn sie Twitter als Quelle für ihre Recherchen verwenden.
    Nur etwa 1% der Bevölkerung in Deutschland nutzt die Plattform täglich. Von diesem einen Prozent ist die überwiegende Mehrheit nur passiver Zaungast. Jene, die sich aktiv am Diskurs beteiligen, selbstständig tweeten und die Tweets anderer kommentieren, sind also eine kleine Minderheit. Außerdem sind sie besonders meinungsstark, extrovertiert und haben Tendenzen zum Narzissmus.
    Diese Minderheit auf Twitter hat jedoch einen überproportional großen Einfluss: Denn gerade bei JournalistInnen ist das Netzwerk sehr beliebt und Twitter-Diskurse finden schnell den Weg in klassische Medien. Was bedeutet Twitter für den Journalismus? Wie legitim ist es, seine Berichterstattung von einer Minderheit leiten zu lassen? Trägt die Orientierung an Twitter zum schwindenden Vertrauen in die klassischen Medien bei? Diese und andere Fragen klären Dr. Sascha Hölig und Gastgeberin Johanna Sebauer in der 36. Folge des BredowCasts.
    Die Studie von Dr. Sascha Hölig ist in der eLibrary des Nomos Verlages kostenfrei zugänglich.
    Links
    - Twitter-Studie: http://bit.ly/2CvkgoM
    - Das Hans-Bredow-Institut auf Twitter @BredowInsitut:
    https://twitter.com/BredowInstitut
    - Email an das BredowCast-Team: [email protected]
    30 min
  • Reality TV in Deutschland
    Frauentausch, Dschungelcamp, Bauer sucht Frau – Prof. Dr. Joan Kristin Bleicher kennt sie alle. Und das wahrscheinlich besser als jede andere. Seit der Ausstrahlung der ersten deutschen Staffel von Big Brother beschäftigt sich die Medienwissenschaftlerin mit dem Medienformat Reality TV. Im Gespräch mit Johanna Sebauer erzählt sie, was sie an Reality TV fasziniert, welchen gesellschaftlichen „Nutzen“ dieses umstrittene Medienformat hat und inwiefern die Selbstdarstellung auf YouTube eine Konkurrenz für Reality TV darstellt.
    31 min
  • Breitbart, Epoch Times & Co – Alternative Medien im Fokus
    In den vergangenen Jahren machten Medienmarken wie Breitbart mit kontroverser Berichterstattung auf sich aufmerksam. BredowCast Gastgeberin Johanna Sebauer spricht mit Medienforscher Dr. Cornelius Puschmann über diese sogenannten Alternativen Medien.
    Mit oft reißerischer Berichterstattung und polarisierenden Themen bieten sie eine angeblich alternative Sicht auf die Dinge und werden dafür von ihren Leserinnen und Lesern gefeiert. Was macht diese Medien aus? Warum sind sie gerade jetzt so populär? Ist es ein temporärer Boom oder sind sie gekommen, um zu bleiben? Im Gespräch mit Johanna Sebauer analysiert Dr. Cornelius Puschmann das Phänomen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, erklärt sein Entstehen und gibt seine Einschätzungen über die Zukunft Alternativer Medien ab.
    55 min
  • Fußball und Medien: Eine erfolgreiche Symbiose
    Für die einen ist die WM ein rauschendes, weltweites Fest. Für die anderen bloß ein absurdes Spektakel, von dem sie eigentlich gar nichts wissen wollen. Entziehen kann man sich diesem Event kaum. In dieser Episode spricht die neue BredowCast-Gastgeberin Johanna Sebauer mit dem Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner und unternimmt eine Reise durch die fußballerische Mediengeschichte. Angefangen von den ersten experimentierenden  Radio- und Fernsehübertragungen bis hin zum hochprofessionellen Medienzirkus, der der Fußball heute ist. Dabei geht es um die Entwicklung des Fußballs in den Medien und um die wechselseitige Beeinflussung beider Sphären.
    57 min
  • Das NetzDG und seine Geschwister: Über Wollen, Können und Bessermachen
    Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) soll vor allem Hate-Speech schnell aus sozialen Netzwerken verbannen. Der Gesetzesvorschlag der Franzosen soll vor allem gegen Fake-News im Wahlkampf zum Einsatz kommen. Doch beide Texte stellen keine wirklich neue Gesetzeslage her, sondern sollen die Umsetzung bestehenden Rechts in Social Networks verbessern. Was bringen die Gesetze konkret für die Rechtsdurchsetzung, die Nutzer und die Betreiber sozialer Netzwerke?
    Die Rechtswissenschaftlerin Amélie Heldt hat für die Seite juwiss.de einen Blogbeitrag [LINK] zu dem französischen Vorschlag geschrieben und erläutert im BredowCast zusammen mit Stephan Dreyer, was die Ankündigung in Frankreich bedeuten kann, welche Möglichkeiten die Gesetze bieten oder auch nicht bieten und wie ein richtig gutes Netzwerkdurchsetzungsgesetz aussehen könnte.
    Außerdem: Unsere Gastgeberin Daniela Friedrich verlässt nach über vier Jahren das Hans-Bredow-Institut und damit pausiert auch der BredowCast, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden ist. Wir suchen zum 15. Mai 2018 eine/n Redakteur/in Öffentlichkeitsarbeit/Social Media in Teilzeit 50 % (Entgeltgruppe 12 TV-L) und freuen uns auf interessante Bewerbungen.
    23 min

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