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In der Stadt Waltrop wurden am 06.09.21 20 Kinder und 40 Eltern sicher
und stark gemacht. Gerade für Kinder, die die Vorschule
verlassen und auf eine Grundschule gehen, beginnt ein
wichtiger und neuer Lebensabschnitt.
Ängste können sich bei den Eltern und auch beim Kind
auftun: Welche Straße wird das Kind zur Schule ge-
hen? Wie wird das Kind in der Gruppe aufgenom-
men? Oder wird es gemobbt? Was tun, wenn ein frem-
der Mann mein Kind auf dem Schulhof anspricht?
Die Sicher-Stark-Expertin Angelika Stabenow rät den
Eltern dazu, Ruhe zu bewahren, denn
alle diese Themen werden im Sicher-
Stark-Kurs behandelt, der dieses Mal in Waltrop im
„Betreuungsprojekt Momo" stattfand. Für viele Kinder
ist das wie eine Entwurzelung. „Sie sind traurig, weil sie
Angst haben, ihren alten Freundeskreis zu verlieren",
sagt die Diplom-Pädagogin Angelika Stabenow.
Dazu kommt die große Ungewissheit, wie es in der
neuen Klasse laufen wird. Finden die Kinder Anschluss,
oder werden sie gar gemobbt? „Auch das Selbstbe-
wusstsein der Kleinsten in unserer Gesellschaft ist noch
nicht gut ausgeprägt“, weiß Ralf Schmitz, der an diesem
Wochenende den Sicher-Stark-Kurs leitete, zu berich-
ten.
Dazu gesellen sich oftmals Gefühle der Scham oder
des Versagens. „Beleidigungen und dumme Sprüche
kratzen viele Kinder an ihrem Selbstwertgefühl – insbe-
sondere dann, wenn die Angst dazukommt, auf dem
Schulhof im ersten Schuljahr von Älteren blöd ange-
macht zu werden. Vorschulkinder wissen sich in der Re-
gel nicht gegen Ältere zu wehren. Hier helfen schon seit
Jahren die Sicher-Stark-Kurse, wo in vielen realitätsbe-
zogenen Rollenspielen das "Nein" sagen und das
"Schreien", aber auch noch viele andere Tricks geübt
werden.
Mitmachen ausdrücklich
erlaubt - Mut tut gut! Viele Kinder tragen in diesen
Situationen einen Rucksack auf dem Rücken, in dem Sorgen
viel mehr wiegen als alle Schulbücher zusammen.
Über ein mulmiges Gefühl reden - das lernt man im Sicher-
Stark-Kurs. Was können Eltern tun, um ihr Kind
für das neue Schuljahr stark zu machen?
Ohne offene Ohren geht es nicht: Wenn die Erstkläss-
ler den Raum bekommen, das mulmige Gefühl im Bauch
in Worte zu übersetzen, kann das Erleichterung schaf-
fen. So auch bei der realitätsbezogenen Spielplatzsitua-
tion, wo ein Mann versucht, die Kinder auszutricksen.
Wichtig ist, dass die Eltern die Sorgen der Kinder
ernst nehmen und sich deren Sorgen annehmen und
nicht bagatellisieren. Aussagen wie „Mach dir nicht so
einen Kopf - das geht wieder vorbei“ sind zwar gut ge-
meint, helfen aber wenig.
Kinder müssen frühzeitig aufgeklärt werden!
Besser ist es, wenn sich Eltern und Kinder im Gespräch
konkret mit den jeweiligen Ängsten auseinanderzuset-
zen und Lösungen entwickeln.
Wenn zum Beispiel Onkel Sabbelschmatz und ....weiterlesen unter