ECPAT, das weltweit größte Netzwerk, das sich für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung einsetzt, veröffentlicht heute die Ergebnisse seiner repräsentativen Meinungsumfrage zum Kinderschutz im digitalen Raum. Die Befragung von 9.410 Erwachsenen wurde in acht europäischen Ländern1 durchgeführt.
„Die Deutlichkeit der Ergebnisse hat uns überrascht und Rückenwind gegeben für unsere Arbeit. Dass so viele Menschen in diesen unterschiedlichen Ländern Kinderschutz so hoch priorisieren, ist
ein klares Statement und ein Auftrag an die Entscheidungsträger Lösungen zu finden, um Kinder besser zu schützen.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Befragung zählen folgende Punkte:
● 73 Prozent der Befragten meinen, dass Kinder sich nicht im Internet aufhalten können, ohne von Erwachsenen belästigt zu werden. 7 von 10 Personen sind der Meinung, dass es online
keine oder nur wenig Privatsphäre gibt.
● 76 Prozent der Befragten sind bereit, einen Teil ihrer persönlichen Privatsphäre im Internet aufzugeben, damit automatisierte Technologien Missbrauchsabbildungen von Kindern
erkennen können.
● 68 Prozent der Befragten in den acht Ländern befürworten die Pläne der Europäischen Union, zum Erlassen neuer Rechtsvorschriften, damit Unternehmen verpflichtet sind nach
Missbrauchsabbildungen zu suchen.
Defence for Children – ECPAT Niederlande hat darüber hinaus in sieben der Länder auch eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Die meisten Befragten in den qualitativen Studiengruppen wussten nicht, dass es Hash-Erkennungs- oder Anti-Grooming-Technologien gibt, die Missbrauchsabbildungen von Kindern erkennen können. Als die Befragten von den Tools erfuhren, waren sie empört darüber, dass diese nicht ständig eingesetzt und genutzt werden. Auch nachdem
die Teilnehmenden darüber informiert wurden, dass auch ihre Daten zu diesem Zweck gescannt werden könnten, hielten Sie an Ihrer Meinung fest.
Die Botschaft ist eindeutig: Die europäische Öffentlichkeit will, dass Maßnahmen zum Schutz von Kindern im Internet ergriffen werden. Sie ist sich einig, dass automatisierte Technologien, die zum
Schutz von Kindern im Internet beitragen, immer genutzt werden sollten und dass Online-Plattformen gesetzlich dazu verpflichtet sein sollten dies zu tun. Die Bundesgeschäftsstelle möchte durch Sicherheitsvorträge und WEBinare helfen, eine sichere Internetwelt für Kinder zu schaffen.