Wir starten das neue Jahr mit unserem ersten Wunschthema. Hörerin Tabea hat sich gewünscht, dass wir über unsere Stärken sprechen.
Obwohl wir finden, dass das ein schönes Thema zum Start in das neue Jahr ist, mussten wir uns ziemlich überwinden, diese Folge aufnehmen, weil es uns echt schwer fällt über die eigenen Stärken zu sprechen.
Deswegen haben wir uns erstmal auf der Meta-Ebene angesehen, welche Stärken es beim Schreiben mit ADHS gibt und warum es so schwer fällt, über die eigenen Stärken zu sprechen. Dann erzählen wir, welche Stärken wir haben, und welche Stärken wir früher als Schwächen gesehen haben.
Wenn ihr auch einen Wunsch habt, welches Thema wir hier auseinandernehmen sollen, dann schreibt uns gern, wir freuen uns über Vorschläge und Impulse.
Auch wenn ADHS mit vielen Schwierigkeiten im Alltag verbunden ist, es gibt eine lange Liste von Stärken, die gerade beim Schreiben zutage treten. Da wären zum Beispiel ein hohes Maß an Kreativität, die Impulsivität, die uns erlaubt neue Wege zu gehen, Empathie und Emotionalität, die uns erlauben tief in unsere Figuren einzutauchen und noch ein paar andere.
Über die eigenen Stärken zu sprechen ist schwer und das kommt nicht von ungefähr. Noch immer ist Bescheidenheit eine Tugend. Und wenn wir davon sprechen, was wir besonders gut können, dann schwingt immer die Angst mit, es doch nicht so gut zu können und als Hochstapler entlarvt zu werden. Wir haben Angst, als arrogant oder überheblich abgestempelt und ausgegrenzt zu werden.
Viele unserer Stärken haben wir früher als Schwächen wahrgenommen. Eigenschaften und Fähigkeiten sind nie nur positiv oder negativ, die Frage ist eher, wie wir selbst sie bewerten. Und wir lernen immer mehr, die Stärken anzunehmen, während wir die Nachteile akzeptieren.Du möchtest uns erreichen?
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