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Seit über eineinhalb Jahren gibt es unseren Podcast nun schon. Seither begleitet uns das "Buzzword" kulturelle Stadtentwicklung auf Schritt und Tritt. Wir haben damals wirklich nicht ganz so ausführlich darüber nachgedacht, warum wir uns den Begriff eigentlich ausgesucht haben und dann einfach mal drauf los produziert. Nach mittlerweile über 23 Stunden Podcast, wollen wir endlich mal ein wenig ergründen was eigentlich unter kulturelle Stadtentwicklung zu verstehen ist. Dafür waren wir in Mannheim und Ludwigshafen unterwegs. Dort wird kulturelle Stadtentwicklung schon seit Jahren praktiziert. In Ludwigshafen machen Delia und Andreas seit einigen Jahren ganz ungefragt Stadtentwicklung. Ihre Perspektive als Bottom-Up Initiative auf die kulturelle Stadtentwicklung ist dabei besonders spannend. In Mannheim sieht die Sache mit der kulturellen Stadtentwicklung ein wenig anders aus. Dort hat die Stadt sich vor Jahren dazu entschlossen das Thema Kultur und Kreativwirtschaft stärker in den Fokus zu rücken und hat eine eigene Abteilung für kulturelle Stadtentwicklung gegründet. Mit dessen Leiter Dr. Matthias Rauch erörtern wir wie man eine Stadt eigentlich kulturell Entwickeln kann und er erklärt wie sich die kulturelle Stadtentwicklung auf die Stadt ausgewirkt hat. In diesem gebauten Beitrag, klären wir das ganz Grundlegende: Was versteht Ihr eigentlich unter kultureller Stadtentwicklung?
Die Vollständigen Interviews in denen wir tiefer in die Wirkungsweisen einsteigen, werden ab sofort im Wochenrythmus veröffentlicht. Bis dahin viel Spaß bei der Folge!
Shownotes:
Hier erfahrt Ihr mehr über whysoempty aus Kassel und Ihr findet die äußerst spannende Masterarbeit von Maximilian Frey.
Hier kommt Ihr zu Roman Mühlschlegl, der uns dankenswerter Weise seine Musik für diese Folge zur Verfügung gestellt hat.
Meine Güte geht das alles wieder schnell! Schon wieder ist ein Jahr bunterbeton vorbei. 2021 war ziemlich ereignisreich: Wir durften uns als Moderator*innen auf Konferenzen ausprobieren, im Park Babelsberg Politik-Runden moderieren, haben knapp tausend Minuten Podcast veröffentlicht und wieder viele spannende Orte besucht. Außerdem: Wir sind gewachsen! Als mittlerweile fünfköpfiges Team wollen wir dieses Jahr einiges angehen. Neue Formate, Field-Trips, vielleicht mal was Filmen und auch wieder fleißig interviewen. Wenn da nicht noch die Sache mit dem Geld wäre.
In unserer Neujahrsfolge erfahrt Ihr, neben dem was wir 2022 anpacken wollen, auch was unsere Highlights des letzten Jahres waren, wir sagen ganz viel Danke und reflektieren unsere eigenen Lerneffekte die durch “bunti” bei uns hängen geblieben sind. Schön dass Ihr Alle immer mit dabei seid!
Auf ein spannendes Jahr, Lara, Johannes, John, Friderike & Luisa
Shownotes:
Hier findet Ihr den TrashUp! On Air Podcast
Am Eingang des geschichtsträchtigen Tempelhofer Flughafen in Berlin, haben sich in einem 55 qm großen Pförtner*innenhäuschen ein paar Menschen eingenistet. Hier im “Torhaus” hat sich 2018 eine Initiative gegründet, die seither Botschafter*innen für eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Entwicklung des alten Flughafengebäudes sind. Mit Projekten wie dem Torhausfestival 2019, dem mindestens stadtbekannten THF-Radio, oder auch dem Hauseigenen Kochkollektiv, haben sie eine Community geschaffen die sich intensiv mit dem Ort als Ganzes beschäftigt, kreativ Visionen dafür entwickelt, Menschen von Außen den Ort nahe bringen und auch durch Ihr eigenes Medium richtig stark nach Aussen kommunizieren.
Das “wichtigste” Projekt, ist die bald anstehende Sanierung Ihres Schaffensortes. Dafür haben sie Mittel von der EU, dem Land Berlin und der Stadt akquiriert um das Torhaus bald noch heller erstrahlen zu lassen.
Zusammen mit den geölten Radiostimmen von Tomma & Aljosha die seit der ersten Stunde beim Torhaus dabei sind, sprechen wir über die dunkle Geschichte des Flughafens, die Initialzündung durch das Torhausfestival und Ihrer eigenen Vision für den schatten schlagenden Gebäudekomplexes hinter dem Torhaus.
Während unserer Berlin Reise im Juni waren wir auch bei unseren Freunden vom Kollektiv Anzetteln zu Gast. Das Kollektiv formierte sich erst vergangenes Jahr, nachdem sie sich im Rahmen ihres Master-Studiums “Urbane Zukunft” kennengelernt haben. Wie der Titel des Studiums ganz gut erzählt, denken unsere Anzettler*innen genau über das nach: Wie wollen wir in Zukunft in urbanen Räumen leben? Was sind die Bedürfnisse der Menschen im urbanen Raum? Wie wollen wir wohnen? Was sind die großen Herausforderungen? Wie können wir die Vielfältigkeit der Stadt unter einen Hut bringen? Fragen, die einen schnell mal überfordern können.
Das Kollektiv nähert sich dem Thema auf künstlerische Art und Weise. Sie wollen durch Flyer, Plakate oder Flugblätter irritieren und zum nachdenken anregen. Daneben bauen Sie auch gerne Sachen aus verschiedenen Materialien für den öffentlichen Raum, nicht zuletzt für unsere gemeinsame Aktion beim Localize Festival in Potsdam (stay tuned!). In der Folge sprechen wir mit Laura und Max über ihre Kunstaktion beim Festival 48 Stunden Neukölln, reflektieren die junge Geschichte des Kollektiv Anzetteln und diskutieren wie eine Wohn-Utopie 2050 aussehen kann!
Mitten in Potsdam zwischen Landtag und Naturkundemuseum steht ein alter DDR-Bau, der dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Das sogenannte Rechenzentrum, ein ehemals verstaubter Bürokomplex, strahlt mittlerweile jede Menge kreativer Energie aus, denn es ist seit über sechs Jahren ein soziokreatives Zentrum für Kunst- und Kulturschaffende aus Potsdam und sogar das Größte seiner Art in ganz Brandenburg. Das Rechenzentrum ist das Ergebnis eines langen Kampfes, nachdem 2014 die alte Kulturbrauerei geschlossen werden musste und viele Musiker*innen und Kulturschaffende aufgrund akuter Platznot auf die Straße gingen. Der damalige Verwaltungsbau, der eigentlich schon längst hätte Abgerissen werden sollen, bot sich an und so zogen viele der "Vertriebenen" quasi über Nacht zwischen Faxgerät und Filterkaffee ein. In einem sehr produktiven Prozess zwischen Stadt und Kulturschaffenden konnte das Rechenzentrum über die Jahre wachsen und durch den Verzicht des Landes Brandenburg auf Pachteinnahmen können die Betreiber*innen Kunst- und Kulturschaffenden eine faire Miete anbieten. Trotz aller Erfolge und dem hohem Andrang steht das Projekt vor der Frage, ob und wie es mit dem Ende der Nutzungsgenehmigung 2023 weitergehen kann. Ein Prestigeprojekt des Bundes, das direkt benachbart zum Rechenzentrum restauriert wird, könnte dem Kreativort zum Verhängnis werden. Aber das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen.
Mit Anja und Elias unterhalten wir uns über die Potenziale leerstehender Bürogebäude für Kunst- & Kulturschaffende, die Kulturlobby in Potsdam und wir erfahren was der Opa von Paul und Fritz Kalkbrenner mit dem Rechenzentrum zu tun hat. Also schaltet ein bei der neuen Folge bunterbeton.
Shownotes:
Bildergalerie zur Geburtstagsfeier am 01.09.
Stellungsnahme Architects for Future Potsdam zum drohenden Abriss des RZ
Aufruf zur Demo am 15.09.
In der letzten Episode vor der Sommerpause sind wir zu Gast beim Modellprojekt Haus der Statistik in Berlin. Der ehemalige DDR-Bau stand jahrelang an prominenter Stelle direkt am Alexanderplatz leer, doch 2015 entschlossen sich Künstler*innen aus der Stadt dazu, auf dieses Raumpotenzial mit einer raffinierten Kunstaktion aufmerksam zu machen. Daraufhin formierte sich eine Initiative aus kulturellen und sozialen Einrichtungen, Kollektiven und Verbänden, die über die letzten Jahre, eine neue Vision für das Haus der Statistik entwickelten. Aus dieser Vision wird langsam Wirklichkeit. Mit Leona Lynen, Vorständin der eigens für das Haus der Statistik gegründeten Genossenschaft, sprechen wir über die gemeinwohlorientierte Entwicklung der über 50.000 m² Nutzfläche. Wir erfahren wie einflussreich gute Banner sein können, sprechen über das aufwändige Werkstattverfahren, die Kooperativen Fünf und über die sogenannten Pioniernutzer*innen im Haus der Statistik, die das Areal mit enorm viel Leben erfüllen. #allesandersplatz
Die Niehler Freiheit – hier wird Menschen mit Ideen Freiraum gegeben, den urbanen Lebensraum – ihren Raum – aktiv mitzugestalten. In der ehemaligen Autowerkstatt in Köln Bickendorf sind in den vergangen vier Jahren Räume für (Kultur-)Veranstaltungen, Workshops, Holz-, Metall- und Fahrradwerkstätten, Bildungsangebote und noch vieles mehr entstanden. Jede Person, die hier etwas für sich findet oder eine Idee hat, was sie hier umsetzen kann, ist herzlich eingeladen zu schauen, ob die eigene Vision räumlich und menschlich in der Niehler Freiheit Einzug finden kann. Das führt dazu, dass hier Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammenkommen, in interdisziplinären Gruppen zusammen arbeiten und von einander lernen. Hier treffen Freiraum, Verantwortung und kreative Ideen aufeinander. Wie das theoretisch und praktisch funktioniert, wie Menschen hierher kommen und warum sie irgendwann vielleicht auch wieder weiterziehen, erzählen uns Philippa, Ludwig und Gregor von der Niehler Freiheit. Sie sind aktive Mitgestalter*innen des gemeinnützigen Vereins, der einen dritten Ort der Begegnung, Gestaltung und des Austauschs schafft und gemeinsam wächst.
wohn doch wie du willst!
Gerade in einer Stadt wie Stuttgart, die zu den teuersten Städten Deutschlands gehört, spielt Wohnen und die dazugehörige Fläche eine enorm wichtige Rolle im Stadtgefüge. Der Adapter e.V. hat sich deshalb überlegt Flächen umzuwidmen, die normalerweise nicht für das Wohnen gedacht sind: Gewerbeleerstand. Gerade in Zeiten von aussterbenden Innenstädten ist Leerstand von Gewerbeflächen nichts mehr ungewöhnliches. Adapter versucht diese Flächen durch anpassbare Holzpanelsysteme in angenehme Wohnräume umzugestalten. Angefangen mit kleinen Zwischennutzungen sowie anderen belebenden Projekten in der Stuttgarter Innenstadt entwickelten sie die letzten Jahre einen Prototypen ihres Panelsystems und gehen damit auch bald auf Deutschland-Tour. Darüber hinaus erkundet Adapter die Sphären des Wohnens: was ist privat, was nicht, wo hört meine Wohnfläche auf ? Wohn ich nicht auch irgendwie im Stadtraum? Fragen über Fragen und auch einige Antworten bekommt Ihr in dieser Ausgabe von bunterbeton.
Projektschmiede, Ideenlabor und Netzwerkplattform klingt gut, oder? Mit diesen Schlagwörtern lässt sich die Urbane Liga beschreiben. Ein Zusammenschluss aus jungen Stadtmacher*innen, die gemeinsam neue Stadtvisionen und Handlungsmöglichkeiten ausloten. Wir als bunterbeton sind Teil dieser Liga und sind schwer angetan und inspiriert von den Ideen und Diskussionen, die in den Denklaboren entstehen. Die Netzwerkplattform haben wir auch schon fleißig genutzt und einige der Projekte aus der Urbanen Liga bei uns in den Podcast eingeladen. Die Urbane Liga ist auch, wie fast in jedem Jahr, Teil des Kongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und durfte dort einen hundert-minütigen Livestream senden. Dabei ging es vor allem um die Kooperation zwischen Stadtmacher*innen und lokalen Verwaltungen. bunterbeton durfte diese Session moderieren und so dachten wir uns natürlich direkt, dass der Inhalt dieser Session mehr als geeignet für eine eigene Podcastfolge ist.
So und jetzt wünschen wir euch viel Spaß beim hören!
Wenn Ihr mehr über die Liga wissen möchtet, oder nach Inhalten aus der Folge sucht dann klickt auf den folgenden Links:
https://urbane-liga.de/
https://www.instagram.com/urbaneliga
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