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Studio für Kunst Sozial Kommerz – das fasst die kreative, wertorientierte und konzeptionelle Arbeit von Raamwerk nur ansatzweise zusammen. Wie viel mehr hinter ihren Projekten, Konzepte und Raamenprogrammen steckt, darüber haben wir mit Britta Wagemann und Samson Kirschning gesprochen. Die beiden bilden zusammen mit Jero Van Nieuwkoop und Marie-Sophie Kammler das Team von Raamwerk. Vielen von euch kommt bei den Begriffen „Kassel“ und „Kunst“ vermutlich die Documenta als erstes in den Kopf. Dabei hat die lokale Szene noch viel mehr zu bieten und neue Strömungen der partizipativen, nachhaltigen und kreativen Stadtgestaltung nehmen wortwörtlich immer mehr Raum ein #unterekönigsstraße. Raamwerk versteht sich hierbei selbst als Knotenpunkt der die verschiedenen Akteur*innen, Initiativen und die Verwaltung zusammenbringt und vernetzt. In ihren eigenen Projekten ist es ihnen wichtig Dinge für Menschen erfahrbar zu machen und Begegnungen zu schaffen. Was genau diese Projekte aussehen, was für ein Konzept hinter ihnen steht und warum KOMMERZ bei Raamwerk groß geschrieben steht, dass können euch Britta & Samson am besten selbst erzählen. Also: Podcast ab!
Gemeinsam die Stadt verändern. Unter diesem Motto agieren die Raumstation & urbanequipe in ihren Städten seit Jahren und versuchen die Stadt aktiv zu gestalten. In all den Jahren traten dabei immer wiederkehrende Fragen auf: Wie findet man Räume die wir nutzen können? Wie spreche ich mit der lokalen Politik? Wie kommunizieren wir intern am besten ? All das und noch viel mehr will ORGANISIERT werden. Als Teil der Spedition Stadtmachen, einem Austauschformat für stadtmachende Initiativen, entstand dann schließlich die Idee für ein Buch. Herausgekommen sind 350 Seiten geballtes Wissen, Tipps und Tricks über allerlei Dinge, die Projekten und Initiativen die Arbeit erleichtern sollen.
Mit Anna und Gunnar sprechen wir über ORGANISIERT EUCH!, die unglaubliche Menge an Material welches für das Handbuch zusammengekommen ist, die Schwierigkeit nicht eine Aneinanderreihung von Best-Practise Beispielen zu produzieren und auch über die gegenseitige Wertschätzung von ehrenamtlicher Arbeit. Viel gelacht und geschmunzelt wird auch noch!
Die Hörn bildet das geografische Zentrum der Stadt Kiel. Doch ein wahrer Mittelpunkt des Lebens? Davon ist das Gebiet rund um die Hafenspitze der Landeshauptstadt noch weit entfernt. Genau das möchte die Initiative MITTE Kiel ändern: Durch verschiedene Formate führen sie verschiedenste Akteur:innen von Stadtplanungsamt bis Segelverein wortwörtlich an einen Tisch, laden zum erkunden ein und wecken dadurch Interesse, Neugierde und setzen kreative Impulse für die gemeinsame Gestaltung des Öffentlichen Raums. Damit stößt die Initiative nicht nur bei der Stadtbevölkerung, sondern auch bei den Behörden der Stadt auf großes Interesse und Offenheit zur Kooperation. In Zukunft soll die Hörn nicht nur den Osten und den Westen der Stadt verbinden, sondern insbesondere ein bunterer Ort werden, der allen zugänglich ist und zum Ankommen und Bleiben einlädt.
Nele Lesemann und Viola Kettelsen erzählen vom co-kreativen Prozess, den MITTE Kiel angestoßen hat. Sie berichten von ihrer Kontaktaufnahme und der Zusammenarbeit mit der Stadt, dem stetig wachsenden Netzwerk, dem kreativen Austoben im Öffentlichen Raum und von dem Ziel, Prozesse, Strukturen und Methoden für eine kollaborative Stadtentwicklung zu schaffen, die auch auf andere Städte übertragen werden können. Der Weg ist das Ziel und obwohl Komplexität erstmal einschüchternd wirken mag, sollte man sie doch zulassen und alles als Prozess verstehen, den man nun mal nicht bis ins kleinste Detail beeinflussen kann. Reinhören lohnt sich!
Die Anstoß teilt sich nicht nur mit dem Bundesverfassungsgericht sondern auch mit unserem Bunterbeton-Member John eine Heimat. Trotz der höchsten Künstler*innen-Dichte Deutschlands mangelt es in Karlsruhe an Freiraum für Experimente & kreative Köpfe. Deshalb agiert die Anstoß als eine Art Schnittstelle zwischen Verwaltung, Initiativen, Kulturschaffenden und Stadtbevölkerung. In zahlreichen Projekten und Formaten zeigt der Verein, wie sich öffentlicher Raum ganz einfach für die Gemeinschaft okkupieren lässt. Mit Norina und Christian sprechen wir unter anderem über (finanzielle) Wertschätzung von Ehrenamt, über die Rolle von die Anstoß im Karlsruher Stadtentwicklungsprozess und das Thema Verdrängung.
Mit Laura und Ben vom B-Side-Kollektiv sprechen wir über so Einiges. Mit einem wunderschönen und ziemlich großen Speichergebäude als Zentrale mischt das Kollektiv das Zusammenleben in der Nachbarschaft auf: Einmal im Jahr stellen sie das große B-Side-Festival auf die Beine, bei dem sich das Hansaviertel am Hafen in einen kulturellen Hotspot verwandelt. Die Bewohner:innen des Viertels öffnen dafür ihre Hinterhöfe, schmücken sie aus und organisieren eigene Programmpunkte, während auf der Straße Kunst, Kultur und Bildung aufeinanderstoßen und miteinander verschmelzen. Wäre da nur nicht dieses Virus. Aber auch damit lässt sich flexibel umgehen, wie sich zeigt. Das Festival fand 2020 online statt. Weiter sprechen wir über die riesigen Umbaupläne für das Speichergebäude, über Social Awareness und gemeinsames Kochen, über Plena und Soziokratie. Und: Dieses mal kommt sogar der Telefonjoker zum Einsatz.
Im Kliemannsland treffen die Vorteile des Landlebens auf die der Stadt. Neben freiwilliger Feuerwehr, Bauernhof und Reitstall haben die Menschen im Kliemannsland Großes geplant! Vor knapp vier Jahren wurde der Hof zwischen Hamburg und Bremen mit dem Plan gekauft, diesen auszubauen und den Prozess auf YouTube zu dokumentieren. Mittlerweile ist der Hof neben Video-Produktionsstätte auch Veranstaltungsort, Ausflugsziel und Workshop Space. Um zukünftig noch mehr kreativen Köpfen Raum zu geben, müssen jetzt bauamt-konforme Pläne gemacht, Strom systematisch verlegt und allgemeine Ordnung geschaffen werden. Regelmäßige Kursangebote, verlängerte Café Öffnungszeiten und und und... sind in der Planung. Aber auch schon jetzt ist das Kliemannsland viel mehr als als „nur“ ein Hof oder „nur“ ein Videoformat. Über die letzten Jahre sind viele Menschen hier ein und aus gegangen. Manche nur einmal, aber viele kommen auch jetzt noch regelmäßig als Besucher*innen oder Helfer*innen zu den Veranstaltungen. Sie eint der Wunsch und Wille, das Kliemannsland voranzubringen. Wie genau das konkret aussieht, was das für die Region (und darüber hinaus) bedeutet & warum eigentlich so viele Menschen hier so viel Herzblut investieren – das hört ihr am besten einfach selbst!
Der Jahreswechsel – ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten und auf die kurze aber ereignisreiche Geschichte von bunterbeton zurückzublicken. Ohne große Vorbereitung schnacken wir locker drauf los, reflektieren und plaudern ein bisschen über Vergangenes und Zukünftiges! Denn eins ist klar: bunterbeton wird auch 2021 fortgesetzt. An dieser Stelle sagen wir schonmal Danke für's Zuhören und sagen Cheerio. Auf ein buntes neues Jahr! 🍾
In der Schmuckstadt zwischen Stuttgart und Karlsruhe sitzen wir mit Theo und Jochen zusammen und unterhalten uns über den Projektraum "Leerstand als Freiraum". Der Verein spielt in Pforzheims Nachtkultur eine tragende Rolle und schafft Raum für allerlei. Wir unterhalten uns über die nun schon 5 Jahre andauernde Zwischennutzung und diskutieren, wie es nach dem Abriss des Gebäudekomplexes des LAF weitergehen soll.
Gemeinsam Leben und Arbeiten: Inmitten eines Industriegebietes auf dem Gelände einer ehemaligen Teerpappenfabrik entsteht gerade ein Ort, an dem genau das ausprobiert wird. Direkt vor den Toren der Stadt Köln arbeitet, erschafft und erdenkt die Initiative Minha Galera neue Möglichkeiten und Wege Arbeit und Leben zu verbinden. Einfach mal drauf los: Mittlerweile sind dreißig junge Leute fest in das Projekt involviert. Manche schrauben in ihrer eigenen Werkstatt, andere restaurieren Möbel und wieder andere kümmern sich um Veranstaltungen und Permakultur.
Dabei stößt der Freundeskreis aber auch auf einige Herausforderungen: Der Boden des Geländes ist voller Altlasten, für die niemand so wirklich zuständig sein will. Deshalb überlegt es sich Minha Galera auch mindestens drei mal, ob sie das Gelände wirklich kaufen wollen. Auch mit der Stadt Hürth konnte bislang kein wirklich fruchtbarer Dialog gestaltet werden.
Was genau steckt hinter dem Projekt? Wer sind die Menschen, die das Experiment gestartet haben? Was läuft gut? Und woran hapert es? Über diese und weitere Themen sprechen wir mit Jule und Tristan in dieser Folge.
Inmitten der Hamburger Innenstadt gibt es mit dem Gängeviertel einen in seiner Art wohl einzigartigen Raum. Durch die Besetzung eines historischen Quartiers im Jahr 2009 konnte eine Gruppe von Künstler*innen und kulturell engagierten Menschen den Abriss des Gängeviertels verhindern. Mit großer Unterstützung durch die Öffentlichkeit und dem gemeinsamen Willen, einen Freiraum für Kunst und Kultur in der finanziell so hart umkämpften Stadt zu verwirklichen, konnte die Gruppe in den vergangenen elf Jahren die Stadt Hamburg nicht nur davon überzeugen, das Gelände von einem Investor zurückzukaufen: Sie hat es sogar geschafft, gemeinsam mit der Stadt ein Konzept für die Sanierung und Instandhaltung der denkmalgeschützten Häuser zu entwickeln. Heute ist das Gängeviertel eine Oase für Menschen, die es ansonsten immer schwerer haben, bezahlbare Räume für ihre Arbeit und das Leben in einer Großstadt zu finden. Mit René Gabriel - Sprecher, Sanierungskoordinator und Bewohner des Gängeviertels - sprechen wir über den Tag der kulturellen Inbesitznahme, das Leben im Gängeviertel, die Verhandlungen mit der Stadt, die Kooperation mit anderen Initiativen und vieles mehr.
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