Erweiterungsplan des Wissenschaftsparks Südtaiwan in Nanzih genehmigt
Taiwans Nationaler Entwicklungsrat (NDC) genehmigte einen Plan in Höhe von 43 Mrd. NT$, umgerechnet knapp 1,4 Mrd. Euro zur Erweiterung des Wissenschaftsparks Südtaiwan (STSP) im Bezirk Nanzih von Kaohsiung.
Der Standort Nanzih wird eine Gesamtfläche von 175,3 Hektar haben, darunter 29,83 Hektar Land, das von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) für den Bau einer neuen Wafer-Fabrik in der südtaiwanischen Stadt genutzt wird, so der Entwicklungsrat.
Das Gelände, auf dem sich früher eine Naphtha-Crackanlage des staatlichen taiwanischen Ölraffinerieunternehmens CPC Corp. befand, soll zu einem Wissenschaftspark werden, um die künftige Nachfrage nach fortschrittlicher Halbleiterfertigung zu decken, sagte STSP-Generaldirektor Su Chen-kang (蘇振綱).
Das 29,83 Hektar große Gelände, auf dem die neue Wafer-Fabrik von TSMC errichtet werden soll, wird noch in diesem Jahr in den Wissenschaftsparks Südtaiwan integriert, während die übrigen 145 Hektar Land nach Abschluss einer zweiten Umweltverträglichkeitsprüfung bis 2025 Teil des südlichen Wissenschaftsparks werden sollen, so Su.
Bis dahin können andere Hersteller in den Nanzih-Park einziehen, sagte er.
Laut Su soll der künftige Wissenschaftspark in Nanzih sowohl Software- als auch Hardwareunternehmen beherbergen.
Der STSP besteht derzeit aus dem Tainan Science Park und dem Kaohsiung Science Park.
Geschäftsstimmung in der Industrie sinkt zum ersten Mal seit 6 Monaten
Nach Angaben des Taiwan Institute für Wirtschaftsforschung (TIER) ist die Stimmung in der lokalen verarbeitenden Industrie im April zum ersten Mal seit sechs Monaten gesunken, da sich die weltweite Endverbrauchernachfrage abschwächt.
Die vom Institut für Wirtschaftsforschung (TIER), einem der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Taiwans, zusammengestellten Daten zeigen, dass der zusammengesetzte Index, der die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe des Landes misst, im April gegenüber dem Vormonat um 2,06 Punkte auf 91,08 Punkte gefallen ist.
Der Rückgang durchbrach laut TIER eine fünfmonatige Serie von Anstiegen des Geschäftsklimas.
Im April blieb die weltweite Nachfrage der Endverbraucher schwach, während die Nachfrage aus China nach der COVID-19-Ära die früheren Erwartungen des Marktes nicht erfüllte, sagte TIER und fügte hinzu, dass unter diesen Umständen die exportorientierten taiwanischen Hersteller weiterhin mit Lagerbestandsanpassungen konfrontiert waren und in Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit vorsichtig wurden.
Wirtschaftswissenschaftler: Taiwan muss "sehr hart arbeiten", um 2023 ein Wachstum von 2 % zu erreichen
Taipei – 23. Mai 2023. Es wird eine Herausforderung für Taiwans Wirtschaft sein, im Jahr 2023 ein Wachstum von 2 Prozent zu erreichen, da die schwache globale Nachfrage Taiwans Exporte weiterhin belaste. Das sagte der Präsident des Taiwan Institute of Economic Research (TIER), Chang Chien-yi (張建一), auf einem Forum.
Taiwan verzeichnet seit mehreren Monaten Rückgänge bei den Exporten und Exportaufträgen, sagte Chang auf einem Forum, das sich mit der asiatischen Wirtschaft befasste.
Taiwans Exporte und Exportaufträge sind im April den achten Monat in Folge gesunken, und zwar um 13,3 Prozent bzw. 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Im Februar senkte Taiwans Statistikamt (DGBAS) seine Prognose für das taiwanische BIP-Wachstum im Jahr 2023 auf 2,12 Prozent gegenüber einer früheren Schätzung von 2,75 Prozent im November 2022. Dabei berief es sich auf schwächere Exporte.
Chang sagte, der Hauptgrund für Taiwans jüngsten Exporteinbruch sei die anhaltende Inflation gewesen, die durch die Handelsspannungen zwischen den USA und China, die COVID-19-Pandemie und den russischen Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde, was wiederum zu einer schwächeren globalen Nachfrage geführt habe.
Der Rückgang der Exporte im April basiere aber auch auf einer hohen Vergleichsbasis im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte Chang.
Da die sinkende weltweite Nachfrage nach technischen Geräten Taiwans Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (ITC) - das Rückgrat seiner Exporte - stark unter Druck setzt, ist eine Erholung der Exporte bis zum dritten oder sogar vierten Quartal unwahrscheinlich, sagte Chang voraus.
Der Leiter des Nationalen Entwicklungsrats (NDC), Kung Ming-hsin (龔明鑫), sagte auf dem Forum, dass es trotz der jüngsten negativen Indikatoren in Taiwan einige positive wirtschaftliche Anzeichen gebe, die auf einen möglichen künftigen Aufschwung hindeuten.
Während die Exportaufträge nach Taiwan im April zurückgingen, stiegen die Aufträge aus den ASEAN-Ländern und Japan im Laufe des Monats um 0,1 Prozent bzw. 2,3 Prozent, was darauf hindeutet, dass sich die Lagerbestände in der globalen Lieferkette endlich wieder normalisieren könnten.
Sollte sich dieser Aufwärtstrend fortsetzen, könnte Taiwans Wirtschaft im vierten Quartal einen deutlichen Aufschwung erleben, so Kung.
Die Regierung werde auch versuchen, öffentliche Bauprojekte zu nutzen, um das Wachstum anzukurbeln, sagte Kung und verwies auf Pläne des öffentlichen Sektors, in diesem Jahr mehr als 680 Milliarden NT$ (22,08 Milliarden US$) in solche Projekte zu investieren.
Solange etwa 95 Prozent der Investitionspläne durchgeführt werden, so Kung, sollte die lokale Wirtschaft durch eine Steigerung der Inlandsnachfrage einen Schub erhalten.
Chang sagte, dass die Inlandsnachfrage auch davon profitieren könnte, wenn die Einzelhandelsumsätze und die Einnahmen des Lebensmittel- und Getränkesektors weiter steigen und mehr ausländische Touristen einreisen, nachdem die COVID-19-Beschränkungen aufgehoben worden sind.
Unterdessen sagte Chang, dass Taiwans Verbraucherpreisindex (CPI) im Jahr 2023 voraussichtlich um mehr als 2 Prozent steigen werde, während der Statistikamt im Februar einen Anstieg von 2,16 Prozent in diesem Jahr prognostizierte.