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Wer Glück hat, ergattert einen der Plätze in der ersten Reihe. Dann stehen Zelt oder Bulli einen Muschelwurf vom Strand entfernt – oder weniger. Und wer richtig herum parklt oder aufbaut, der macht morgens die Augen auf und sieht nichts außer der Ostsee – ein Traum!
Das Ahoi-Camp auf Fehmarn ist Legende und Newcomer zugleich: Den Platz gibt es schon seit Jahrzehnten. Johannes Vieten campte hier Sommer für Sommer und Wochenende, um zu surfen – so lange, bis der Platz irgendwann auf neue Inhaber wartete. Im Tourismus-Studium hatte Johannes Jens Köhler kennengelernt, mit dem er in Hamburg die Bulli-Vermietung Ahoi-Bullis betrieb. Die beiden wissen also, wie Camping geht, und übernahmen kurzerhand im November 2021 einen der bestgelegenen Plätze auf Fehmarn. Wie sie ihn umgebaut haben, warum sie am Döner zweifeln, nicht aber an einer Schranke, und was Camper hier in den kommenden Jahren erwartet – darum geht´s in dieser Episode.
Die Links zu Episode:
Ahoi-Camp Fehmarn, geöffnet ab April
Ahoi-Bullivermietung
Camping-Glück-Episode mit Philip Mehlhop von Ahoi-Bullis
Wenn Behörden-Irrsinn und Konzern-Wahnsinn auf ein Paradies treffen: Fünf Bullis hinterm Deich, direkt an der schleswig-holsteinischen Elbmündung – das ist „Vandalusian“ in Friedrichskoog: Idylle pur und Lieblingsort für Kristian Classen. Kann niemand viel dagegen haben, sollte man meinen. Warum Kristians Paradies trotzdem Gefahr geraten ist, warum es auch vielen anderen Mini-Campings in Schleswig-Holstein so geht, wie und warum Kristian trotz allem weitermacht – und warum sich sogar Podcast-Host Björn zweimal in Rage redet – das erfahrt Ihr, wenn Ihr bis zum Ende dran bleibt.
Bei dieser Folge sind die Links besonders wichtig:
Kristians Platz „Vandalusian“ auf Instagram: https://www.instagram.com/vandalusian/
Kristians Crowd-Funding-Kampagne auf Betterplace: https://www.betterplace.me/save-vandalusian
Kristians Grafikerin Anna Frank, die „Vandalusian“ erdacht hat: https://www.instagram.com/annafrank_hamburg/
„Im Hinterland ist´s bunt“, sagen Marcus und Oliver. Die beiden sind nicht nur seit Jahren selbst als Camper unterwegs. Zu Beginn der Pandemie gründeten sie auch die Vermittlungsplattform hinterland.camp, die seitdem Freiluftabenteuer für Bullis, kleine Wohnwagen oder Zelturlauber vermittelt. Nicht auf Campingplätzen, sondern an wunderschönen, ausgesuchten Plätzchen, die Camper sonst nicht zu Gesicht bekommen: Im Hinterland eben, bei Bauern, auf Wiesen, hinter Deichen, an Seen. Die beiden erzählen, warum sie sich eher nicht als Konkurrenz für klassische Campingplätze sehen, wie sie sich selbst schon mal mit dem Bulli auf einer Wiese festgefahren haben – und wo es sich in Deutschland wunderbar übernachten lässt.
„Hier sind Tiere“, flüstert eine junge Camperin etwas verängstigt durchs Telefon. Wenn das Handy nachts klingelt bei Armin Klein, heisst das nicht unbedingt etwas Gutes. Klein betreut ehrenamtlich einen Trekking-Platz im Pfälzer Wald. „Vermutlich Wildschweine“, erklärt er der jungen Anruferin, „macht mal Lärm mit Euren Kochtöpfen“, rät er – und erinnert sich schnell daran, was noch so passieren kann, wenn Mensch auf Natur trifft: Der Tourismusverein „Südliche Weinstrasse“ hat in Rheinland-Pfalz mehrere solcher Trekking-Camps eingerichtet, auf denen maximal vier kleine Zelte gleichzeitig stehen dürfen. Eine Feuerstelle, ein Kompost-Klo – das war´s.
Mehr legales „Wild Campen“ gibt´s in Deutschland kaum. Armin Klein und Uta Holz, die Geschäftsführerin des Tourismusvereins, erzählen im Podcast, wie die Idee zu den Trekking-Plätzen entstand, ob alle gleich davon überzeugt waren – und wie sie mit der hohen Waldbrandgefahr in Folge der Trockenheit umgehen wollen.
Wer per Telefon im Uhlenköper-Camp Uelzen reserviert, dem kann es passieren, dass er schon früh spürt: Dieser Platz ist ein besonderes Eckchen. Fernsehempfang? Gibt´s nicht. Planierte Pazellen? Erst recht nicht. Und die BILD zum Frühstück? Schon gar nicht. Michaela und Thomas, Schwester und Bruder, haben den Platz von ihren Eltern übernommen und umgekrempelt: Natur erleben, andere Menschen treffen – darum geht´s auf dem Platz mit Naturschwimmbad, Boule-Bahn und freundlichen Schweinen. Im Podcast erzählt Thomas, welche Gäste sich im Uhlenköper-Camp treffen, warum auf dem Platz sogar ein Hotel mit Murmelbahn entstanden ist und warum er als Betriebswirt und Sport-Trainer hier sein Glück gefunden hat.
„Unser Luxus ist die Natur“: Raphael Kuner genießt genau das an seinem magischen Plätzchen am Schluchsee. Das Camp liegt im Wald, und unter Fichten, Tannen und Laubbäumen hat Raphael aufregende Übernachtunsplätze für Menschen geschaffen, die eher nicht das klassische Camping-Klischee suchen: Wie wär´s mit einer paartherapeutischen Nacht in der Gondel „Gisela“? Oder in einem der Tipis, von „Heckesepp“ bis „Moospaul“? Schlafen kann man auch in luftiger Höhe in den Bäumen: in den Schwebezelten „Hans“ oder „Franz“ – oder eben im eigenen Zelt oder Bulli.
Raphael, der sich selbst den COO, also „Chief Outdoor Officer“, des Schwarzwaldcamps nennt, erzählt im Podcast, wie aus einem Jugendzeltlager einer der hübschesten Schwarzwald-Übernachtungsplätze wurde, warum Camper mehr auf ihr Bauchgefühl hören sollten und warum die Behörden einen „Fernsprecher“ mitten im Wald vorschreiben.
Hier geht´s in den Schwarzwald für den nächsten Urlaub: www.schwarzwaldcamp.com
Über Eure Gedanken zu diesem Podcast freue ich mich in den Kommentaren auf campingglueck.de. Danke !
Weder Nordsee, noch Berge: – der „Naturpott Borkenberge“ liegt mittendrin – und irgendwie auch nirgendwo: Offiziell im Münsterland, für Thomas Fischer aber im „Grünstreifen des Ruhrgebiets“. Vor mehr als vier Jahren hat er den Platz übernommen und begonnen, ihn umzukrempeln. Seitdem ist der Platz auf dem Weg vom Sanierungsfall zum modernen Campingplatz vor allem für Familien. Thomas weiß, worauf er sich eingelassen hat. Denn er ist auf einem Campingplatz groß geworden. Bis heute leiten seine Eltern einen Platz nahebei.
Im Podcast erzählt Thomas, was sein Vater gegen Einhebel-Duschamaturen hat, warum er häufig vom „Produkt“ spricht, wenn er Urlaubserlebnisse im Naturpott meint – und warum moderne Campingplätze sich Gedanken über die „Customer Journey“ machen müssen.
Hier geht´s zum Naturpott für den nächsten Urlaub: www.naturpott-borkenberge.de
Über Eure Gedanken zu diesem Podcast freue ich mich in den Kommentaren auf campingglueck.de. Danke !
Der Bulli ist kaum geparkt, der erste Hering noch nicht eingeschlagen: „Hunger“, und zwar „jetzt“. Dieser Ruf der Urgewalt entspringt nicht nur Kinderkehlen, sondern auch unterzuckerten Erwachsenen. Was dann noch hilft, erzählt Sonja Stötzel in der neuen Ausgabe des Podcasts. Sie ist nicht nur begeisterte Camperin, sondern bloggt auch als „Madame Cuisine“ auf Instagram.
Sonja berichtet im Podcast außerdem, wie Multi-Gewürzdosen helfen, Kontakt zu knüpfen, warum Schlafsäcke beim Kochen helfen und was Ankunfts- und Abschiedsessen ausmacht. Ein Podcast mit Kochlöffel, auf kleiner Flamme sorgsam zubereitet und auf Melanin-Geschirr serviert: Guten Appetit!
Sonjas Kochbücher gibt es bei unserem Lieblingsbuchladen Cohen und Dobbernigg in Hamburg:
Die Familien-Campingküche und Die Campingküche mit 5 Zutaten.
Beitragsbild © Silvio Knezevic/Gräfe und Unzer Verlag, Musik: Happy Clappy Ukulele by Shane Ivers, https://www.silvermansound.com/
Plötzlich fährt Dein Bulli durchs Schilf, das Wasser plätschert leise. Du liegst unter dem Hochdach – es schaukelt ein wenig. Camping auf dem Wasser? Keine Fantasie, aber schon ein Traum – den Markus Frielinghaus Realität werden ließ. An der Alten Ziegelei Zehdenick vermietet er zehn Flöße, auf denen Wohnwagen, Wohnmobile und Bullis in See stechen können. Über die Havel geht´s in die Mecklenburgischen Seen oder sogar bis in die Spree, quer durch Berlin.
Markus erzählt im Podcast, wie er auf die Idee kam, den Freecamper zu entwickeln. Er berichtet von einigen Gästen, die schon zweimal darüber nachdenken, ihr liebstes Campingmobil über den kleinen Anleger auf das holzbeplankte Floß zu steuern. Manche sind dann bis zu sechs Wochen unterwegs – in schneller Schrittgeschwindigkeit auf dem Wasser. Runter von der Land-, rauf auf die Wasserstraße!
Wer mehr erfahren möchte, kann das hier:
www.freecamper.de
„Als das Wasser abgeflossen ist, haben wir nicht daran geglaubt, dass noch irgendetwas zu retten ist.“ Simone Bauer war verzweifelt, als der Glamping-Platz Ruhrcamping in Essen im Sommer plötzlich unter Wasser stand. Wassermassen ohne Erbarmen, geöffnete Schleusen ohne Warnung – und 15 Jahre Arbeit dahin. Dachte sie. Aber dann erfuhren sie und ihr Mann Gerd Hilfe und Unterstützung von allen Seiten. Und konnten Ihren Platz schon einige Wochen später wieder öffnen. Im Camping-Glück-Podcast erzählt Simone von dunklen Stunden, die zusammenschweißten – und davon, wie sie und ihr Mann überhaupt an diesen Platz gekommen sind – „wie die Jungfrau zum Kinde.“
Direkt an der Ruhr haben die beiden eine Glamping-Oase geschaffen:
https://ruhrcamping.com/
Sogar einige der Bauwagen sind schon renoviert – aber noch lange sieht´s an der Ruhr nicht so aus, wie vor der Flut. Daher läuft auch die Spendensammlung für Ruhrcamping weiter. Wer sie unterstützen mag, kann das hier:
https://www.betterplace.me/ruhrcamping-vor-dem-aus
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