Chaos Computer Club - recent events feed (high quality)

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Chaos Computer Club - recent events feed (high quality) episodes

  • Konzeption eines Spatial Business Intelligence Systems zur Analyse und Steuerung von Re-Produktionsketten (fossgis2012)
    Re-Produktionsketten sind Kombinationen technischer Prozesse des Wasser- und Energiesektors im ländlichen Raum, die in stofflicher, energetischer oder wirtschaftlicher Hinsicht miteinander in Beziehung gesetzt sind und als Ziel die lokale Wertschöpfung und Ressourceneinsparung verfolgen. In diesem interdisziplinären Arbeitsfeld setzt sich das Forschungsprojekt mit der Identifizierung, dem Aufbau und der Steuerung derartiger regionaler Stoffkreisläufe auseinander. Angesichts steigender Preise für Energie und Rohstoffe interessieren sich Kommunen und Unternehmen sehr für den Aufbau solcher regionaler Wertschöpfungsketten. Für die räumlich-analytische Untersuchung der starken räumlichen Beziehungen zwischen den Akteuren, den technischen und natürlichen Elementen der Re-Produktionsketten soll ein räumliches Entscheidungsunterstützungssystem (Spatial Business Intelligence System) auf Grundlage von OpenSource Komponenten aufgebaut werden, welches auf kommunaler Ebene zum Einsatz kommen soll. Die tragende Herausforderung ist dabei die kombinierte räumliche Betrachtung von GIS-Analysen und Business Intelligence in einer Web-basierten Anwendung. Ein solches System besteht aus verschiedensten Technologien um den umfangreichen Prozess aus Datenrecherche, -beschaffung, -bereitstellung, -integration und -modellierung zu verarbeiten und zu steuern.
    about this event: https://fossgis-konferenz.de/2012/programm/events/452.de.html
    23 min
  • QGIS auf Android (fossgis2012)
    Ubiquität von mobilen Geräten macht die Verwendung solcher Geräten ein Tagesgeschäft für viele Profis heutzutage. Bei der Datenerfassung oder Verwaltung im Feld, ist die Verwendung von sperrigen Hardware sehr unbequem und unproduktiv. Das Zusammenführen von erstklassigen Software wie QGIS und letzte Generation Android Tablet-Geräten kann die Produktivität vieler Berufs-, Firmen- und Privat-benutzer bedeutend verbessern. Diese Präsentation wird aktuellen Status und die zukünftigen Pläne für die Android-Port von QGIS veranschaulichen.
    Dank seiner Multi-Plattform-Natur (Win, Mac, Linux und Android) und seiner breiten Features-Set (Desktop, Server, Web-Client), ist QGIS eine der am weitesten verbreiteten Open-Source GIS Software und wird bereits von vielen Institutionen als GIS-Software der Wahl benützt.
    Die Ergänzung der QGIS suite mit einer Tablet fähige (und ein kleiner Bildschirm-Version in naher Zukunft) Version bietet den Anwendern einen vollwertigen im Feld GIS Daten Verwaltung Infrastruktur.
    about this event: https://fossgis-konferenz.de/2012/programm/events/415.de.html
    20 min
  • gvSIG Community Edition (CE) (fossgis2012)
    Die gvSIG Community Edition ist ein neues Open-Source-GIS-Projekt, das 2011 ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich um eine, durchaus kontrovers diskutierte, Abzweigung des „offiziellen“ gvSIG-Projekts der Conselleria de Infraestructuras y Transporte (CIT) in Valencia. Hauptziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit mit anderen relevanten Projekten wie SEXTANTE, GRASS GIS und SAGA mit gvSIG sowie die Internationalisierung der Software und Anwendergemeinde voran zu treiben.
    Technisch gesehen, basiert gvSIG CE auf gvSIG OADE (2010), den aktuellen Verbesserung aus dem CIT-Codezweig, sowie der aktuellsten Version von SEXTANTE GIS. Besonderes Merkmal von gvSIG CE ist die Einbindung von mehr als 700 Funktionen zur Geodatenprozessierung aus den genannten Partnerprojekten. Die Entwicklung von gvSIG CE geschieht auf Englisch, um die Kommunikation zwischen allen Entwicklern und Anwendern zu vereinfachen. Die Projektstruktur ist bewusst offen und weitestgehend frei von Hierarchien gestaltet.
    Der Vortrag erläutert die technischen, ökonomischen und sonstigen Aspekte der Gründung von gvSIG CE. Er wägt dessen Entwicklungsmodell gegen das der CIT ab und gibt einen Einblick in den momentanen Stand der Entwicklung und die Dynamiken hinter dem Projekt. Eine kurze Live-Einführung der aktuellen Version sowie die Vorstellung der konkreten Web-Organisation des Projektes runden den Vortrag ab.
    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Projektes: http://www.gvsigce.org
    Ansprechpartner
    Benjamin Ducke
    Ruth Schönbuchner
    about this event: https://fossgis-konferenz.de/2012/programm/events/354.de.html
    21 min
  • Ermittlung und Visualisierung von Einsatzgebieten der Polizei, Feuerwehr oder von Ersthelfern auf Basis von OpenStreetMap (fossgis2012)
    Ein typisches Problem im Bereich der Standortanalyse im Bereich der Blaulichtorganisationen (BOS) ist: Welches Gebiet kann von einer Einsatzzentrale der Polizei, der Feuerwehr oder von Ersthelfern in einer vorgegebenen Zeit abgedeckt werden? In den meisten Fällen scheitert die Beantwortung einer solchen Frage entweder an dem Nichtvorhandensein der Daten oder am Fehlen entsprechender Software für die Analyse.
    Als Datengrundlage kann in Deutschland inzwischen auf das bereits gute und kostenlose Datenmaterial des OpenStreetMap.org (OSM) Projektes zurückgegriffen werden. Im OSM Datenbestand werden neben Straßendaten auch die Standorte von Feuerwehren, Krankenhäusern oder Polizeistationen gelistet. Früher erfolgten einfache Darstellungen über einen Kreis auf einer Karte, der das zu erreichende Gebiet darstellt. Inzwischen kann auch die kostenlose Erreichbarkeitsanalyse [1] im Portal von OpenRouteService.org (ORS) verwendet werden. Der Dienst ermittelt dabei realistischere Isochronen als Polygone auf Basis des Straßennetzes. Diese Flächen repräsentieren dann das Gebiet, welches in einer vorgegebenen Zeit oder Entfernung erreicht werden kann.
    Im Vortrag wird beispielhaft für die Gemeinde Hünstetten im Taunus gezeigt, welche Gebiete die gemeindeeigenen freiwilligen Feuerwehren in bestimmten Zeiten abdecken können. Dabei werden unterschiedliche Dienste, die Daten des OSM Projektes verwenden, genutzt. Angefangen bei der Overpass API [2], über die Erreichbarkeitsanalyse von ORS [3] zu der Darstellung der Ergebnisse mittels der freien Javascript Bibliothek OpenLayers [4]. Der Vortrag wird vor allem so aufgebaut sein, dass es anschließend für jeden möglich sein sollte, das Gezeigte für ein eigenes Gebiet wiederholen zu können. Weitere Informationen finden sich hier [5][6].
    Referenzen:
    [1] Neis, P., A. Zipf (2007): A Web Accessibility Analysis Service based on the OpenLS Route Service. AGILE 2007. International Conference on Geographic Information Science of the Association of Geograpic Information Laboratories for Europe (AGILE). Aalborg, Denmark.
    [2] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Overpass_API
    [3] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:OpenRouteService#Was_kannst_Du_alles_auf_ORS_machen.3F
    [4] OpenLayers: Free Maps for the Web - http://openlayers.org/
    [5] http://neis-one.org/2010/08/etwas-osm-fur-die-feuerwehr/
    [6] http://neis-one.org/2010/09/osm-fur-die-feuerwehr-2-0/
    about this event: https://fossgis-konferenz.de/2012/programm/events/377.de.html
    26 min
  • Das Anlagen- und Indirekteinleiterkataster (AUIK) der Stadt Bielefeld (fossgis2012)
    Im Anlagen- und Indirekteinleiterkataster (AUIK) der Stadt Bielefeld werden standortbezogene Daten zu Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und Indirekteinleitern erfasst. Durch die objektorientierte Struktur läßt es sich leicht für andere Informationen, die über einen Standort (Straße/Hausnummer) und einen Betreiber definiert sind, einsetzen. Die Datenhaltung findet in einer PostgreSQL/PostGIS Datenbank statt. Über eine Schnittstelle kann QGIS, ausgehend von einem Standort, mit einem lokal gespeicherten Projekt geöffnet werden. Dabei wird einem modifizierten zoom-to-point PlugIn der Rechts- und Hochwert dieses Standortes übergeben, so dass man einfach zu diesem Standort navigieren kann. Umgekehrt ist es möglich, Rechts- und Hochwerte aus der Karte abzugreifen und in Datensätze einzutragen. Durch die gemeinsame Datenhaltung mit geografischen Daten können Sachdaten mit diesen verschnitten werden. Darüber hinaus können automatisch Einträge in Datensätze aufgrund ihrer räumlichen Zugehörigkeit zu beispielsweise Entwässerungsgebieten, Wasserschutzgebieten etc. generiert werden.
    Bei dem Anlagen- und Indirekteinleiterkataster (AUIK) handelt es sich um eine Eigenprogrammierung der Stadt Bielefeld die mittlerweile von der Intevation GmbH in Osnabrück unterstützt wird. Hier wird auch der Code, der seit April diesen Jahres unter der GNU General Public License steht, gehostet. Die Anfänge der Programmierung gehen auf die frühen 90er Jahre zurück. Seit 2005 laufen die Frontends unter Java. Als Backend kommt nach DB2 und Informix mittlerweile eine PostgreSQL/PostGIS Datenbank zum Einsatz.
    Erfasst werden in der Datenbank alle wesentlichen Informationen zu Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS) und Firmen, die produktionsspezifisches Abwasser in die öffentliche Kanalisation einleiten (Indirekteinleiter). An verschiedenen Stellen wie z. B. wiederkehrende Sachverständigenprüfungen werden automatisch Wiedervorlagelisten erzeugt. Probenahmen nach Entwässerungssatzung werden in dem System vom Autrag über den automatischen Import der Analyseergebnisse bis zur Generierung des Gebührenbescheides bearbeitet. Des Weiteren sind in dem System die Messwerte der Klärschlammanalytik und von Sielhautuntersuchungen im Kanalnetz enthalten. Die Entwicklung der Schadstoffgehalte wird in Diagrammen graphisch aufbereitet, wodurch ein umfassendes Bild über die Gesamtsituation, regionale Unterschiede und deren potentielle Verursacher entsteht.
    Da in dem Kataster Objekte erfasst werden, die mindestens einen Standort, einen Betreiber und eine Objektart haben, lässt es sich durch ergänzen eines Eintrages in der Objektart-Tabelle für beliebige andere Zwecke verwenden. Erst wenn die Bearbeitung der Objekte zusätzliche Attribute erfordert, muss die Datenbank erweitert und zusätzliche Masken programmiert werden. In der Regel sind an einem Standort nur wenige Objekte erfasst, so dass man mit einem Blick einen Überblick bekommt. Wird die Liste einmal zu lang, lässt sie sich nach unterschiedlichen Kriterien verkürzen.
    Eine lockere Anbindung des QGIS an das Kataster erlaubt es, das Programm ausgehend von einem Standort zu starten. Bei diesem Aufruf wird dem QGIS-PlugIn "zoom-to-point" über zwei Umgebungsvariablen der Rechts- und Hochwert des Standortes übergeben. Dadurch ist es möglich, mit wenigen Klicks zu einem Standort zu navigieren. Das QGIS-Projekt, das hierbei zur Anwendung kommt, wird von einer Vorlage auf den lokalen Rechner kopiert und kann hier, abhängig von den Anforderungen und Fähigkeiten des/der einzelnen Sachbearbeiters/Sachbearbeiterin, modifiziert werden.
    Wenn Rechts- und Hochwerte aus der Karte abgegriffen und in einen Standort oder Messstellendatensatz eingetragen werden sollen, so ist dies über das Tool "Koordinaten aufnehmen" und die Zwischenablage möglich. Neben dem o. g. PlugIn "zoom-to-point" gibt es noch zwei weitere eigene PlugIns für QGIS bei der Stadt Bielefeld die im Grunde ebenfalls von diesem abgeleitet sind. Das eine ermöglicht die Navigation zu einem Standort direkt im QGIS. Hier wird auf eine zentrale Datenbank zugegriffen, die regelmäßig aktualisiert wird und sämtliche Standorte der Stadt Bielefeld enthält. Das zweite bietet die Möglichkeit zu einem beliebigen Flurstück zu navigieren und benutzt die selbe Datenbank.
    Seit dem Umstieg auf die PostgreSQL/PostGIS Datenbank Anfang diesen Jahres, wurde diese in "fisumwelt", was für Fach-Informations-System-Umwelt steht, umbenannt. Neben dem Schema "auik", in dem die Sachdatenhaltung des Katasters stattfindet, gibt es in dieser Datenbank ein Schema "gis" für Geoinformationen. Hier ist z. B. der gesamte Kanalbestand, die Wasserschutzgebietsgrenzen, Altlastenverdachtsflächen, Zuständigkeitsbereiche usw. gespeichert. Da unser Katasteramt eine Vielfalt von Karten als WMS zur Verfügung stellt, ist es nun auch wenig geübten Benutzern möglich, ein QGIS-Projekt mit Hintergrundkarten und Fachdatenebenen zu erstellen. Ein weiteres Schema mit dem Namen "oberflgw" ist mittlerweile hinzugekommen. Hier werden die Daten zur Bearbeitung der Einleitungen und Bauwerke in Oberflächengewässern gespeichert. Sobald das Programm "AquaInfo", das bei uns zur Erfassung der Grundwassermessstellen, Trinkwasserbrunnen und Sondierungen eingesetzt wird, die PostgreSQL Datenbank unterstützt, werden auch diese Informationen hier abgelegt und damit über die gleiche Schnittstelle im QGIS verfügbar sein.
    Durch die gemeinsame Datenhaltung von Sach- und Geographiedaten sind nicht nur räumliche Abfragen wie: "Welche Heizöltanks liegen in Wasserschutzgebieten" sehr einfach, man kann auch Datensätze aufgrund ihrer Lage manipulieren. So wurden alle Standortdaten mit Informationen über die Zugehörigkeit zu einem Entwässerungsgebiet und VAwS-Bezirk ergänzt.
    Nähere Informationen erhalten Sie bei [email protected]. Der Quellcode kann unter http://wald.intevation.org/projects/auik/ heruntergeladen werden. Hier wird auch in Kürze eine Webseite zu dem Projekt entstehen.
    about this event: https://fossgis-konferenz.de/2012/programm/events/404.de.html
    23 min
  • 0zapftis: Die Jagd auf den Staatstrojaner (ds2011)
    Aus den Daten, die wir überall absichtlich und unabsichtlich hinterlassen, läßt sich viel über unser individuelles und kollektives Verhalten ablesen und vorhersagen.
    Aus den Daten, die wir überall absichtlich und unabsichtlich hinterlassen, läßt sich viel über unser individuelles und kollektives Verhalten ablesen und vorhersagen. Von Aktienmarktbewegungen über den Wandel von politischen Grundstimmungen bis zu Grippewellenprognosen reicht das Spektrum. Was früher eine Domäne der Geheimdienste war, wird immer mehr zu einem Alltagsinstrument. Wir müssen als Gesellschaft im Eiltempo darüber entscheiden, ob wir die dem innewohnende Macht Firmen und Interessengruppen überlassen wollen, die primär von Profitinteressen und dem Erhalt des Status Quo motiviert sind. Naives Jubeln über Open Data und neue bunte "soziale Netzwerke", die noch mehr Daten von uns wollen, bringt uns nicht weiter.
    about this event: https://datenspuren.de/2011/fahrplan/events/4627.de.html
    58 min
  • keeping the channels open (ds2011)
    Wir sind verwöhnt von Breitbandanschlüssen zu Hause, praktisch ständige Verbindung über unsere Smartphones ist Alltag. Was aber wenn es nicht mehr so ist? Wie kann unter schwierigen Bedingungen die Kommunikation trotzdem aufrecht erhalten werden? Egal ob nach Naturkatastrophen oder weil ein kleiner Diktaor meint, seine Bevölkerung sollte sich besser nicht zu einer Revolution via Twitter und Facebook verabreden und kurzerhand das Netz abklemmt. Wie bohrt man Löcher in die chinesische Firewall? Aber nicht nur in fernen Ländern gibt es diese Probleme, auch unsere Politiker neigen zu solchen Maßnahmen, weil Jugendliche aud sogenannten "Problemvierteln" den Aufstand proben oder weil sie mittels Stopschildern Kindesmißbrauch verhindern wollen und dabei eine Zensurinfrastruktur schaffen, die dann von allen möglichen "Bedarfsträgern" dazu benutzt wird Inhalte aus dem Netz zu zensieren. Freie Kommunikation ist ein Menschenrecht und wir müssen sie im Zweifel aufrecht erhalten.
    - Mesh-Netze
    - Mailbox- Netze
    - Offline-Vernetzung
    - Packet Radio
    about this event: https://datenspuren.de/2011/fahrplan/events/4606.de.html
    1 hr 6 min
  • Zum Verhältnis zwischen sozialen Online und Offlinenetzwerken (ds2011)
    Viele Studien zu Bekanntschaftsnetzwerken konzentrieren sich heute auf soziale Onlinenetzwerke wie Facebook & Co. Für Physiker -- aber nicht ausschließlich -- ist dies nicht unbedingt allein mit einer bestimmten Fragestellung oder vielleicht auch Mode zu begründen, sondern hat auch forschungspragmatische Gründe. Onlinenetzwerkdaten sind oft deutlich einfacher zu erheben und produzieren durch ihren größeren Umfang glattere Kurven (in der Physik) und höhere Signifikanzen (in der Soziologie). Der Zugang von Physikern ist dabei schön illustriert in Watts (2004:92 und 119).
    Daher stellt sich die Frage, ob und wie Onlineaktivitäten der Akteure Offlineverhalten widerspiegelt. Sind Onlinenetzwerke eine Vertiefung realer Netzwerke oder stellen sie ein Substitut dar (siehe Übersicht in (Wellman2001)). Auf einer anderen Ebene siedelt sich die Frage nach der Selbstähnlichkeit von Netzwerken an. Wenn die persönlichen Gesamtnetzwerke der Akteure selbstähnlich sind, so sollten sich Onlinenetzwerke -- egal ob Erweiterung oder Substitut -- Offlinenetzwerken gleichen. Mit solchen Wissen ließe sich auch der oben angesprochene Pragmatismus legitimieren. Sollten sich Online- und Offlineaktivitäten zum Beispiel tatsächlich wenig unterscheiden ließen sich erstere zur generellen Charakterisierung von Netzwerkverhalten verwenden.
    In diesem Vortrag sollen eigene Ergebnisse einer Untersuchung von Bekanntschaftsnetzwerken von Fachhochschülern vorgestellt werden. Dabei können wir auf Daten des Gesamtnetzwerkes eines ganzen Studienjahres zu ihren Offline und Onlinebekanntschaften zurückgreifen.
    Viele Studien zu Bekanntschaftsnetzwerken konzentrieren sich heute auf soziale Onlinenetzwerke wie Facebook & Co. Für Physiker -- aber nicht ausschließlich -- ist dies nicht unbedingt allein mit einer bestimmten Fragestellung oder vielleicht auch Mode zu begründen, sondern hat auch forschungspragmatische Gründe. Onlinenetzwerkdaten sind oft deutlich einfacher zu erheben und produzieren durch ihren größeren Umfang glattere Kurven (in der Physik) und höhere Signifikanzen (in der Soziologie). Der Zugang von Physikern ist dabei schön illustriert in Watts (2004:92 und 119).
    Daher stellt sich die Frage, ob und wie Onlineaktivitäten der Akteure Offlineverhalten widerspiegelt. Sind Onlinenetzwerke eine Vertiefung realer Netzwerke oder stellen sie ein Substitut dar (siehe Übersicht in (Wellman2001)). Auf einer anderen Ebene siedelt sich die Frage nach der Selbstähnlichkeit von Netzwerken an. Wenn die persönlichen Gesamtnetzwerke der Akteure selbstähnlich sind, so sollten sich Onlinenetzwerke -- egal ob Erweiterung oder Substitut -- Offlinenetzwerken gleichen. Mit solchen Wissen ließe sich auch der oben angesprochene Pragmatismus legitimieren. Sollten sich Online- und Offlineaktivitäten zum Beispiel tatsächlich wenig unterscheiden ließen sich erstere zur generellen Charakterisierung von Netzwerkverhalten verwenden.
    Die Forschung widmet sich der Frage nach dem Charakter von Online- und Offlinenetzwerken indirekt durch zwei verschiedene Ansätze: Einige Studien fanden heraus, dass die große Mehrheit der Internetnutzer Onlinenetzwerke vorrangig zur Pflege und Aufrecherhaltung ihrer Offlinefreundschaften und -bekanntschaften nutzen und nicht zur Suche nach neuen Kontakten (Lampe 2006). Damit scheint es sich eher um eine Erweiterung von Offlinenetzwerken zu handeln und nicht um völlig neue Strukturen und es lässt sich zumindest annehmen, dass damit auch die Onlinetopologien denen der Offlinenetze entsprechen.
    Andere Arbeiten beschäftligen sich mit dem spezifischen Charakter von Onlinekontakten (Chan 2004). Sie konnten zeigen, dass sich in dieser Beziehung Online- und Offlinenetzwerke in der Tat unterscheiden. Daher scheinen also Onlinenetzwerke auch wenn sie eine Erweitung bereits bestehender Links darstellen einen anderen Inhalt zu transportieren was wiederum auf andere Topologien schließen lässt.
    Bisher existieren wenige Arbeiten, die direkt Online- mit Offlineergebnissen vergleichen. Lewis el al. (2008) verglichen Onlinenetzwerke mit strukturellen Offlinedaten von Studenten eines Colleges aus denen sie Rückschlüsse über die Netzwerke der Studenten zogen.
    In diesem Vortrag sollen eigene Ergebnisse einer Untersuchung von Bekanntschaftsnetzwerken von Fachhochschülern vorgestellt werden. Dabei können wir auf Daten des Gesamtnetzwerkes eines ganzen Studienjahres zu ihren Offline und Onlinebekanntschaften zurückgreifen.
    about this event: https://datenspuren.de/2011/fahrplan/events/4601.de.html
    1 hr 4 min
  • Biometrieprojekte der Bundesregierung (ds2011)
    2016: Die deutsche Bundespolizei gibt heute bekannt, daß biometrische Lesegeräte nun an allen Flughäfen, Grenzkontrollstellen, Bürgerämtern sowie Schulen und Universitäten installiert sind. Bitte halten Sie Ihre biometrischen Registrierkarten bereit.
    about this event: https://datenspuren.de/2011/fahrplan/events/4628.de.html
    1 hr 3 min
  • Wölkchen statt Cloud (ds2011)
    Erfahrungen vom Einrichten und Einsatz selbstverwalteter dezentraler Alternativen zu den großen kommerziellen Internetdiensten in kleinen Organisationen
    Als Lamm oder Lemming Datenkraken zu füttern ist sehr bequem - bis es Ostern und der Datenschatz geschlachtet wird und/oder eure Daten oder deren Sicherheit den Schäfern und ihren Buissnessplänen nicht mehr lukrativ oder schützenswert genug erscheinen.
    Nicht jede Organisation oder Institution möchte oder sollte ihre sensiblen Daten kommerziellen Interessen folgenden Anbietern wie Google, Facebook und co anvertrauen, bei denen die NutzerInnen nicht die Kunden, sondern die Ware sind.
    Denn datenschutzfreundliche Lösungen sind ohne Verzicht auf die Vorteile moderner Vernetzungslösungen auch mit selbstverwalteter technischer Infrastruktur und freier Software möglich.
    - Was heute schon geht und bei kleinen Organisationen eingesetzt werden kann
    - Gemeinsame Adress-, Termin-, Wissens- und Aufgabenverwaltung
    - Kollaboration
    - Kommunikation
    - Verschlüsselte Datenspeicherung und Übertragung
    - Günstigste technische Infrastruktur
    - Zu berücksichtigende Probleme
    - Was noch fehlt
    - Ausblicke und Hinweise auf interessante Projekte
    about this event: https://datenspuren.de/2011/fahrplan/events/4620.de.html
    57 min

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