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Varinia Bernau und Konrad Fischer diskutieren im Wechsel mit den wichtigsten Familienunternehmern, Top-Managerinnen und CEOs Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und unterhaltsame Einblicke in ihr Leben – als Inspiration für Ihren Karriereweg.
Immer freitags.
Der heutige Gast im Chefgespräch ist 1,80 Meter groß – und damit zwar für einen Unternehmer nicht auffällig klein, aber eben doch zu klein für eine Karriere als Profivolleyballer. Die hat er in seiner Jugend durchaus angestrebt. Weil er kleiner war als die anderen, musste er immer einen Ticken besser sein: schneller annehmen, höher springen, kräftiger angreifen. Das hat ihn geprägt. Auch für die spätere Karriere als Gründer.
Das Chefgespräch geht in eine Pause. Wir freuen uns darauf, Anfang Februar mit einem leicht veränderten Konzept und einem neuen Co-Host zurück zu sein. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!
Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid
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Susanne Wiegand ist Chefin des Panzer- und Schiffzulieferers Renk – und die einzige Frau in dieser Position in der deutschen Rüstungsbranche. Renk entstand 1873 als Zahnradwerkstatt in Augsburg. Und dank der robusten Technik wurde das Unternehmen zum führenden Anbieter von Panzergetrieben und Antriebsanlagen für Marineschiffe. Der Umsatz liegt bei 850 Millionen Euro, insgesamt hat das Unternehmen 3400 Mitarbeiter.
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Hans-Joachim Flebbe ist ein Pionier und Veteran des deutschen Kinos. Er hat aber nicht Filme gedreht, sondern er spielt sie ab – und zwar in seinen Kinos, wo er seit den 1970er Jahren mit seinen Konzepten Maßstäbe gesetzt hat. Zunächst mit eigenen Kinos in Hannover, dann als Mitgründer von Cinemaxx. Er gilt als Miterfinder der Multiplex-Kinos.
Nach 20 Jahren schied er 2008 bei Cinemaxx aus und baute mit der Astor Film Lounge eine neue Kette von Luxus- und Premiumkinos auf. Die Kinobranche hat turbulente und herausfordernde Jahre hinter sich: Zum einen gab es die Pandemie mit ihren Lockdowns, in denen Kinos monatelang geschlossen waren. Daneben setzt der Siegeszug der Streamingdienste der Branche zu. Aber es gibt Lichtblicke in den Lichtspielhäusern. „Kino muss ein Erlebnis sein“, sagt Flebbe. Und so stemmt er sich gegen den Trend. Ein Gespräch über 50 Jahre Kino und ein Leben für den Film.
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Jenny von Podewils hat zu Beginn ihrer Karriere etwas erlebt, was viele erleben, und hat daraus – anders als die meisten anderen – Konsequenzen gezogen: In mehreren Unternehmen fehlte ihr die Perspektive. Sie hatte den Eindruck, dass die Art und Weise, wie sie sich selbst, aber auch wie die Firma sich als Ganzes weiterentwickeln kann, eher Zufall war. Und so gründete sie vor sieben Jahren gemeinsam mit Kajetan von Armansperg ein Start-up, das genau dies ändern soll: Leapsome. Die Plattform, die das Unternehmen anbietet, unterstützt Teammitglieder in ihrem beruflichen Werdegang und hilft Führungskräften, eine bessere Unternehmenskultur zu schaffen. Leapsome beschäftigt 170 Mitarbeiter und hat derzeit mehr als 1500 Kunden in Europa, den USA, Asien und Australien – etwa Spotify oder Mercedes-Benz, aber auch deutsche Mittelständler wie CTS Eventim.
Mitarbeit: Florian Pape, Anna Hönscheid
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Katja Windt ist gebürtige Rheinländerin, hat in Produktionslogistik an der Universität Hannover promoviert, später in Bremen dazu geforscht und gelehrt, ehe sie 2014 die Führung der privaten Jacobs University übernahm. Sie galt als eine der renommiertesten Nachwuchsforscherinnen der Republik – wechselte aber 2018 in die Wirtschaft: Zur SMS Group, einem Familienbetrieb mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen wurde 1871 gegründet, beschäftigt mittlerweile 14.400 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von etwas mehr als drei Milliarden Euro. Wie andere Stahlwerkausrüster litt SMS unter der Branchenkrise: Wenn weniger Werke gebaut werden, ist es klug, sich auf die Optimierung bestehender Werke auszurichten. Zum Beispiel mit moderner Technologie – und das ist nun Katja Windts Job: Stahlwerke digital zu machen.
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Hermann Bühlbecker wollte eigentlich Diplomat werden. Aber er war nun einmal der einzige mögliche Nachfolger für das Familienunternehmen Lambertz, das 1976, als er als Assistent der Geschäftsführung einstieg, bereits fast 300 Jahre alt war. Er hingegen war zu der Zeit gerade 26 – und die Firma stand kurz vor dem Aus. Nicht gerade die bequemste Ausgangslage. Bühlbecker hat Lambertz nicht nur gerettet, sondern aus dem regionalen Unternehmen auch einen Weltmarktführer gemacht, der heute nicht nur Printen herstellt, sondern Dresdner Stollen, Nürnberger Lebkuchen – und Gebäck für den Rest des Jahres.
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Als Karl Philipp Engelhard im Jahre 1860 in seiner Rosenapotheke eine „Isländisch Moos Pasta“ entwickelte, ahnte er vermutlich nicht, dass das Präparat bis ins nächste Jahrtausend erfolgreich gegen Erkältungen eingesetzt wird. Es war eines der ersten Fertigarzneimittel gegen Husten und Heiserkeit – und der Grundstein für ein Familienunternehmen, das im vergangenen Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feierte.
Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid
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Hans Uszkoreit, Computerlinguist und lange Zeit Professor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wurde 1950 in Rostock geboren und geriet schon als Jugendlicher mit dem politischen System aneinander. Er wurde verhaftet, floh später nach West-Berlin und gründete dort mit einigen anderen das Stadtmagazin Zitty. Vor allem aber studierte er Linguistik und Informatik an der TU Berlin. In dieser Fächerkombination liegt der Schlüssel für das Verständnis einer Technologie, die seit einem knappen Jahr die Welt in ihren Bann zieht: generative, auf Sprache basierende, künstliche Intelligenz – wie etwa ChatGPT. Und so ist es gewiss kein Zufall, dass Uszkoreit, der in Stanford und China geforscht hat, ein Unternehmen gründete, das eine generative KI für Europa entwickeln will. Nyonic heißt es.
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Alena Buyx antwortete einmal auf die Frage, in welcher Disziplin sie Olympiasiegerin wäre: Im mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft halten. Und genauso liest sich ihr Lebenslauf: 1977 wurde sie in Osnabrück geboren und wuchs in der Nähe von Münster auf. Sie absolviert ein Doppelstudium in Münster, York und London. Promotion in Medizin, dazu Magister in den Fächern Philosophie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften. In Harvard forschte sie später auch noch ein Jahr lang und wurde kurz darauf stellvertretende Direktorin des englischen Ethikrats.
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