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Mein heutiger Gast im Chefgespräch sagt von sich, dass er als Kind in einen Zuckertopf gefallen ist – und seine Karriere damit vorgezeichnet war. Sein Urgroßvater Ferdinand Hitschler handelte Ende der 1920er-Jahre mit Tabak und Lakritzbonbons. Dessen Sohn Walter Hitschler entdeckte in amerikanischer Kriegsgefangenschaft Bubblegum – und fand Gefallen daran. Der Kaugummihersteller Wrigley wollte ihn später sogar als Vertreter gewinnen, doch er wollte lieber selbst produzieren. Im Odenwald eröffnete er in den Fünfzigerjahren die erste deutsche Kaugummifabrik. Dort produziert Hitschler noch heute.
Mitarbeit: Johannes Grote, Anna Hönscheid
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Mein heutiger Gesprächspartner kommt aus der Unterhaltungsindustrie. Und damit er das machen kann, muss er Saft herstellen. Genauer gesagt Smoothies. Die Idee kam drei Studenten nach einer Reise nach Schottland. Aber es war nicht Whiskey, den sie dort kennengelernt hatten, sondern jene dickflüssigen Säfte, die man sich gerne unterwegs oder morgens reinzieht, wenn man denkt, dass man mal seinen Vitaminhaushalt in den Griff bekommen muss.
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Meinen heutigen Gast hätte ich, wenn ich nachtragend wäre, gar nicht einladen dürfen: „Als Schrecken der Verlage“ bezeichnete ihn 2010 eine Fachzeitschrift, nachdem er Kaufda gegründet hatte. Das Internetportal sammelt regionale Angebote von Einzelhändlern und bringt sie aufs Smartphone, listet sie in Newslettern oder platziert sie auf Nachrichtenportalen im Internet. Das digitale Pendant zum Werbeblättchen im Briefkasten also – oder eben zwischen Zeitungsseiten. Ein Schrecken für Verlage. Aber zum einen bin ich nicht nachtragend. Zum anderen hat er inzwischen schon sein nächstes Unternehmen gegründet: Numa, einen Anbieter von Boutique-Hotels mit 57 Häusern in neun verschiedenen Ländern. Im vergangenen Jahr lag die Auslastungsquote bei 87 Prozent.
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Über seinen Namen wird bei jedem Interview gewitzelt: Ausgerechnet das am schnellsten wachsende Solarunternehmen wird von einem Mann geführt, der das fossile Zeitalter im Namen trägt: Mario Kohle. Er war fünf Jahre alt, als die Mauer fiel. Ein bisschen DDR-Erfahrung ist also in seiner Biografie, sie hat ihn auch geprägt, wie er sagt – auch weil sein Großvater der wohl berühmteste Handballer der DDR war.
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Mein heutiger Gast im Chefgespräch zählte Tom Cruise zu seinen frühen Vorbildern – zumindest in dessen Rolle als lässiger Pilot in „Top Gun“. Inzwischen aber führt Fabian Eckert ein Unternehmen, das weitaus bodenständiger ist: Recup, Marktführer bei Pfandbechern für Coffee to go. Mit einem Jahresumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, 92 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und einem Gehaltsrat, der entscheidet, wer wie viel verdient.
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Mein heutiger Gast hat gezeigt, dass er sich gegen alle Widrigkeiten behaupten kann. Als Teenager geriet er bei einem Segeltrip in einen Sturm – und musste mit enormem Wellengang kämpfen, während das Boot sank. Später hat er dann seinen damals noch recht jungen Wagniskapitalgeber Earlybird nach dem Platzen der Dot.com-Blase durch Turbulenzen manövriert. Für den hatte er nämlich kurz zuvor seinen guten Job als Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey aufgegeben. Heute verwaltet er Earlybird: 1997 gegründet, 80 Beschäftigte, ein Gesamtvermögen von zwei Milliarden Euro.
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Mein heutiger Gast im Chefgespräch begnügt sich nicht mit einer dezenten Nadel am Anzug, um für sein Unternehmen zu werben. Nein, er schmückt sich an der Stelle, an der bei anderen ein Einstecktuch steckt, mit einem grünen Plüschtier: einem Frosch. Denn dafür steht sein Unternehmen, Werner & Mertz: ein Froschkönig ziert die Schuhcreme Erdal, und der grüne Frosch die Reinigungsmittel, die 1986 eingeführt wurden – und für 80 Prozent des Umsatzes sorgen, der im vergangenen Jahr bei knapp 540 Millionen Euro lag.
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Mein heutiger Gast im Gespräch arbeitet seit zehn Jahren bei Ebay Kleinanzeigen. Seit etwas mehr als vier Jahren ist er auch der Chef des Unternehmens mit etwa 320 Mitarbeitern, das jeden Monat 36 Millionen Schnäppchenjäger auf seine Seite lockt. Aber anders als der Name vermuten lässt, gehört das Unternehmen gar nicht mehr zu Ebay und wird deshalb bald auch nur noch unter „Kleinanzeigen“ firmieren. Paul Heimann erzählt mir, wie der Wechsel von einem amerikanischen zu einem norwegischen Mutterkonzern seinen Alltag verändert hat und was das Abstreifen eines Markennamens eigentlich alles an Arbeit mit sich bringt. Wir sprechen darüber, wie er es geschafft hat, mit gerade mal 33 Jahren auf den Chefposten zu gelangen. Aber auch, was er selbst eigentlich so an Schnäppchen bei Ebay Kleinanzeigen erworben hat, ehe er zur Belegschaft gehörte. Und natürlich hat er auch ein paar Tipps, wie Sie auf dem Portal ein paar Schnäppchen machen können.
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Mein heutiger Gast im Chefgespräch führt eine Werbeagentur, die polarisiert – und die sich, während viele andere von digitalen Newcomern oder Unternehmensberatungen geschluckt wurden, ihre Unabhängigkeit bewahrt: Jung von Matt, mit Sitz in Hamburg, etwa 995 Mitarbeitern und einem Jahresgewinn von etwa 114 Millionen Euro.
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Mein heutiger Gast im Chefgespräch ist studierter Kulturwissenschaftler und passionierter Schlagzeuger. 2017 kam er nach diversen Stationen in der Musik- und Medienbranche zu Spotify, seit März 2021 verantwortet er dort das Europageschäft. Der Streamingdienst, im Oktober 2006 in Schweden gestartet, wird inzwischen in mehr als 180 Ländern von 456 Millionen Menschen genutzt, etwas weniger als die Hälfte davon sind zahlende Abonnenten.
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