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Ist der Mensch im Grunde gut – oder macht Macht und Reichtum unmenschlich?
In Folge 16 wagen wir etwas Ungewöhnliches: eine etwas philosophischere Folge ohne sofortige Handlungsanweisung. Anhand von drei Dilemmata zwischen Menschlichkeit, Utopie und Dystopie fragen wir: Was sagt die Wissenschaft darüber, wie wir wirklich sind – und was Systeme, Macht und Reichtum daraus machen?
Was wir besprechen:
→ Rutger Bregman (Im Grunde gut, Rowohlt 2020) und seine These: Der Mensch ist von Natur aus kooperativ – Survival of the friendliest, nicht Survival of the fittest. Buch: https://www.rowohlt.de/buch/rutger-bregman-im-grunde-gut-9783499004162
→ Das Stanford-Prison-Experiment (Zimbardo, 1971) und Milgrams Gehorsamkeitsstudie (1961): Klassiker der Sozialpsychologie – und warum ihre Ergebnisse methodisch umstrittener sind, als jahrzehntelang behauptet wurde. Stanford: https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment Milgram: https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment
→ Paul Piffs Forschung (UC Berkeley, PNAS 2012): Wer mehr Macht und Ressourcen hat, zeigt weniger Empathie – messbar, reproduzierbar, unabhängig vom Charakter. Sind wohlhabendere Menschen automatisch unsozialer? Studie: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1118373109
→ Zwischen diesen Schulen: Was macht ein System mit dem Menschen – und was macht der Mensch mit dem System?
Diese Folge ist bewusst als Grundlage angelegt. In den folgenden Episoden bauen wir mit konkreten Alltags-, Militär- und Business-Beispielen darauf auf.
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Welches Risiko vermeidest du gerade – und welches gehst du genau dadurch ein?
Die Leitfrage dieser Folge ist inspiriert von Karin Kuschik und ihrem Buch „50 Fragen, die das Leben leichter machen".
Entscheidungen treffen wir täglich. Aber die meisten davon treffen wir nicht bewusst – wir vermeiden, verschieben, wählen den sicheren Weg. Kahneman und Gigerenzer liefern den wissenschaftlichen Rahmen: Wann ist schnelles, intuitives Urteilen (System 1) sinnvoll – und wann braucht es analytisches Abwägen (System 2)? Was im militärischen Kontext strukturiert gelehrt wird, bleibt im zivilen Alltag oft ungelernt.
In dieser Folge: – Kahnemans System 1 und 2 sowie die Prospect Theory – und was Gigerenzers Kritik daran verändert – Kernchancen vs. Kernrisiken: Wie du lernst, was dir wirklich Priorität hat – Persönliche Geschichten aus Kindheit, Beziehungen und Berufswahl als Spiegel für eigene Entscheidungsmuster – Wesentliche Leistung als Kompass: Wer weiß, wofür er steht, entscheidet anders – Intuition als erlernbare Ressource – nicht Bauchgefühl, sondern gespeicherte Erfahrung
Wer seine eigene wesentliche Leistung kennt, braucht keine perfekte Entscheidungsmatrix. Er weiß, was zählt – und kann Risiken eingehen, weil er weiß, wohin er will. Intuition ist kein Talent. Sie ist das Ergebnis von Erfahrungen, die du dir traust zu machen.
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Weitere Quellen:
Karin Kuschik – 50 Fragen, die das Leben leichter machen https://www.ullstein.de/werke/50-fragen-die-das-leben-leichter-machen/taschenbuch/9783548073323
Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken (deutsch) https://www.amazon.com/Schnelles-Denken-langsames-German-ebook/dp/B008FRNURA
Kahneman & Tversky – Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk (Originalarbeit, Econometrica 1979) https://www.econometricsociety.org/publications/econometrica/1979/03/01/prospect-theory-analysis-decision-under-risk
Gerd Gigerenzer – Risk Literacy (Essay, edge.org) https://www.edge.org/response-detail/10624
Gerd Gigerenzer – Interview zu Risikokompetenz und Entscheidungsfindung (Roland Berger)https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Psychologist-Gerd-Gigerenzer-on-risk-literacy.html
Wann dürfen wir unserem Bauchgefühl vertrauen?
"Hör auf dein Bauchgefühl" – dieser Ratschlag klingt intuitiv richtig. Aber was genau ist dieses Bauchgefühl? Und warum führt es uns manchmal sicher durch komplexe Situationen, während es uns in anderen Momenten regelrecht sabotiert?
In dieser Folge schauen Léon und Marius genauer hin.
Was ist Intuition überhaupt? Intuition ist keine Magie. Sie ist komprimierte Erfahrung. Muster, die das Gehirn gespeichert und abrufbereit gemacht hat, ohne dass wir bewusst nachdenken müssen. Das macht sie in bestimmten Kontexten extrem wertvoll. Aber sie hat eine Schwachstelle: Emotionen.
Emotionen als Verstärker und als Störsender
Emotionen sind kein Rauschen, das wir ausblenden sollten. Sie sind Information. Das Problem entsteht, wenn negative Emotionen – Angst, Stress, Unsicherheit - unser Bauchgefühl kapern und uns ein mulmiges Gefühl einreden, das nichts mit der tatsächlichen Situation zu tun hat. Wir bremsen aus. Wir zögern. Wir vermeiden.
Wir schauen uns an, wie dieser Mechanismus funktioniert und wie Führungskräfte lernen können, den Unterschied zu erkennen.
System 1, System 2 und wie Léon die Titel verdreht hat
Dann kommen wir zu einem Klassiker, den Léon in unserem Gespräch kurzerhand umbenannt hat: Daniel Kahnemans "Schnelles Denken, Langsames Denken" – das Buch heißt natürlich Thinking, Fast and Slow – auf Deutsch erschienen als Schnelles Denken, Langsames Denken. Kahnemans System 1 und System 2 liefern den konzeptionellen Rahmen dafür, wann intuitives Denken zuverlässig ist und wann rationale Kontrolle eingreifen muss.
Somatic Marker Theory – der Körper als Entscheidungsinstanz Abschließend beleuchten wir die Somatic Marker Theory von Antonio Damasio. Seine These: Der Körper bewertet Situationen, bevor der Verstand es tut. Körperliche Signale – Anspannung, Unwohlsein, Erleichterung – sind keine Nebengeräusche, sondern Teil des Entscheidungsprozesses. Wer das versteht, entscheidet besser.
Dein Impuls für diese Woche:
Denk an eine Entscheidung, die du zuletzt "aus dem Bauch heraus" getroffen hast. War es komprimierte Erfahrung oder ein emotionaler Störsender? Und wie hättest du es in dem Moment unterscheiden können?
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CIMPL – Civil and Military Progress and Leadership
Was ist Narzissmus und wo treibt er Dinge voran und wo beginnt er, problematisch zu werden?
In Folge 13 nähern wir uns dem Thema differenziert:
Anhand von neun zentralen Merkmalen sprechen wir über narzisstische Ausprägungen – und stellen uns dabei auch immer wieder selbst die Frage: Wo finden wir diese Anteile bei uns?
Wir diskutieren, wie sich Narzissmus im beruflichen Kontext zeigt:
Als Antrieb für Leistung, Vision und Durchsetzungsfähigkeit – aber auch als destruktive Kraft, die Beziehungen belastet, Teams schwächt und Vertrauen zerstört.
Ein besonderer Fokus liegt auf Narzissmus in Führungspositionen.
Welche Dynamiken entstehen hier? Wann wird Selbstbewusstsein zur Gefahr?
(Quellen: Wo Narzissten Karriere machen; Viele Manager leiden unter Persönlichkeitsstörungen; Psychopathen in Führungspositionen)
Außerdem werfen wir einen ersten Blick auf Narzissmus in politischen Systemen und gesellschaftlichen Strukturen.
(Studie: When Your Ally Turns Narcissistic von Sofie Lilli Stoffel and Philipp Y. Herzberg)
Wie so oft geht es nicht um einfache Antworten, sondern um ein besseres Verständnis für ein komplexes Phänomen zwischen Stärke und Schattenseite.
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In Folge 12 gehen wir einer Frage nach, die viele beschäftigt – aber selten offen gestellt wird. Wir sprechen über den Unterschied zwischen tatsächlicher und wahrgenommener Leistung (Buchempfehlung zu dem Thema), darüber, warum Kompetenz allein oft nicht ausreicht und welche Rolle Faktoren wie Sichtbarkeit, Auftreten und Kontext spielen.
Dabei schauen wir uns unter anderem den Halo-Effekt an und diskutieren, warum einzelne Eigenschaften unsere Gesamtwahrnehmung so stark beeinflussen können. Gleichzeitig thematisieren wir das Impostor-Syndrom und die Frage, warum gerade leistungsstarke Menschen oft an sich zweifeln.
Ein weiterer Fokus liegt auf den Unterschieden zwischen zivilen Organisationen und der Bundeswehr: Welche Rolle spielen Hierarchien, Strukturen und Bewertungssysteme? Und was bedeutet das konkret für individuelle Karrierewege?
Neben der Analyse geben wir auch konkrete Impulse, wie man mit solchen Situationen umgehen kann: von mehr Selbstsicherheit über bessere Einordnung bis hin zu einem realistischeren Blick auf das eigene Umfeld.
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Was, wenn ich das Gefühl habe, besser zu sein als mein Vorgesetzter?
In Folge 11 von CIMPL stellen wir uns genau dieser Frage und gehen bewusst einen neuen Weg: Nicht ein Thema von A bis Z durchdeklinieren, sondern eine zentrale Leitfrage aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Denn „besser sein“ ist schnell gedacht – aber was bedeutet das eigentlich wirklich?
Geht es um fachliche Kompetenz, Erfahrung, Entscheidungsfähigkeit oder zwischenmenschliche Stärke?
Und: Sehe nur ich das so oder gibt es objektive Anhaltspunkte?
Wir sprechen darüber,
Außerdem diskutieren wir, welche konstruktiven Wege es gibt, mit genau diesem Gedanken umzugehen – ohne vorschnell in Frust, Arroganz oder innere Kündigung abzurutschen.
Diese Folge ist der Auftakt zu einer Reihe von Leitfragen, die wir in den kommenden Episoden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten – praxisnah, ehrlich und mit Raum für eigene Reflexion.
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In dieser Folge von CIMPL widmen wir uns zwei zentralen Modellen der Kommunikationspsychologie: dem Kommunikationsquadrat und dem Werte- und Entwicklungsquadrat, aus dem Bereich der Werte und Tugenden, beides nach Friedemann Schulz von Thun.
Wir schauen uns an, wie Kommunikation auf verschiedenen Ebenen wirkt – Sachinhalt, Beziehung, Selbstoffenbarung und Appell – wie unterschiedliche Persönlichkeitsausprägungen diese Ebenen verschieden wahrnehmen und welche Werte- und Tugenden bei welchem Typen ausbalanciert werden müssen.
Dabei schlagen wir die Brücke zu den DISG-Typen und welche Rolle die Emotionale Intelligenz spielt.
Eine Folge für alle, die Kommunikation nicht nur führen, sondern wirklich verstehen wollen.
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In dieser Folge von CIMPL knüpfen wir an unsere Auseinandersetzung mit dem DISG-Modell an – und gehen einen Schritt weiter.
Wir schauen uns an, wie sich die vier Persönlichkeitstypen in ihren Präferenzen, Motivatoren und Ängsten zeigen – und vor allem: wann ihre typischen Stärken zur Schwäche werden können.
Anhand konkreter Situationen – im militärischen wie im zivilen Kontext – spielen wir unterschiedliche Ausprägungen durch und stellen eine zentrale Frage: Welche Rolle spielt Emotionale Intelligenz im Umgang mit den eigenen Mustern?
Denn Persönlichkeit zeigt sich nicht nur im Typ – sondern im Bewusstsein über das eigene Verhalten, besonders unter Druck.
Eine Folge für alle, die Persönlichkeit nicht nur einordnen, sondern verstehen und entwickeln wollen.
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In dieser Folge CIMPL steigen wir in die Welt der Persönlichkeitsmodelle ein – konkret in die bekannte Farbenlehre nach dem DISG-Modell.
Zum Einstieg führt Marius mit Léon einen kurzen Typentest durch, den ihr gedanklich direkt mitmachen könnt. Danach schauen wir uns an, woher solche Persönlichkeitsmodelle ursprünglich kommen, warum sie so populär geworden sind und wie sie in Training, Führung und Kommunikation eingesetzt werden.
Gleichzeitig bleibt es nicht bei der reinen Vorstellung: Wir werfen auch einen kritischen Blick auf die wissenschaftliche Einordnung und die Grenzen des Modells. Was kann DISG leisten – und was nicht? Wo hilft Typisierung bei Selbstreflexion und Teamverständnis, und wo beginnt problematisches Schubladendenken?
Eine Folge für alle, die sich selbst und andere besser einordnen wollen – mit Nutzen, aber auch mit notwendiger Differenzierung.
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In dieser Folge von CIMPL sprechen wir über einen der entscheidendsten Momente emotionaler Intelligenz:
den Raum zwischen Reiz und Reaktion.
Denn genau dort entsteht Selbstregulation:
die Fähigkeit, Impulse wahrzunehmen – aber nicht automatisch nach ihnen zu handeln.
Wir schauen darauf,
- was in uns passiert, wenn Stress, Ärger oder Angst hochkommen,
- warum Akzeptanz ein zentraler Schlüssel zur Gelassenheit sein kann,
- und wie wir mithilfe der Circles (Circle of Concern, Circle of Influence, Circle of Control) lernen, klarer zu unterscheiden:
Was kann ich beeinflussen – und was nicht?
Außerdem sprechen wir darüber, wie sich Impulskontrolle aktiv trainieren lässt – unter anderem anhand militärischer Beispiele, in denen Selbstregulation nicht nur hilfreich, sondern entscheidend ist.
Bewusster reagieren, statt nur impulsiv zu handeln.
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