Cloudcuckooland - Avantgarde in Spaces

Cloudcuckooland - Avantgarde in Spaces

By Rosa Erdmann, Eva SeeberSociety & Culture
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Cloudcuckooland - Avantgarde in Spaces episodes

  • Folge 17: Besser leben ohne Nachhaltigkeit?
    Warum wir darauf nicht mehr verzichten wollen und nicht müssen!

    Rosa Erdmann und Eva‑Kristin Seeber sprechen mit Prof. Dr. Jan Grossarth über die Aktualität von Nachhaltigkeitskonzepten: Kann sich unsere Wirtschaft Nachhaltigkeit noch leisten? Ist sie für uns als Gesellschaft nur möglich, wenn wir es uns leisten können? Oder sollte sie weniger technokratisch als selbstverständlicher Teil eines guten Lebens gedacht werden? Sie gehen der verbreiteten Müdigkeit und Überdrüssigkeit des Themas nach und fragen, warum viele Menschen Nachhaltigkeit vor allem mit Verzicht, Einschränkung und moralischem Druck verbinden. Im Zentrum steht dabei auch die Rolle der Ästhetik: Wie können schöne, gut gestaltete Räume, Produkte und Städte dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit als Gewinn an Lebensqualität erlebt wird und nicht als Beschränkung? Außerdem diskutieren sie das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und Regelwerk: Wie viel Eigenverantwortung kann man einer globalen Bevölkerung zutrauen, welche Art von Regeln braucht es – und welche erwünschten und unerwünschten Effekte entstehen, wenn Vorgaben zu streng oder schlecht gemacht sind?

    Prof. Dr. Jan Grossarth ist Professor für Bioökonomie und Zirkulärwirtschaft mit Schwerpunkt auf Bauen und Ressourcenströmen und war zuvor viele Jahre als Journalist und Buchautor tätig. Seine Erfahrung an der Schnittstelle von Ökonomie, Politik und Kultur sowie seine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Narrativen rund um Landwirtschaft, Ernährung und Nachhaltigkeit prägen seine Perspektive im Gespräch und machen ihn zum idealen Gast für dieses Thema.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr 14 min
  • Folge 16: Die Freiheit der Unorte
    Räume, die die Welt bedeuten

    Eva und Rosa begrüßen zwei besondere Gäste aus der Theaterwelt: Willy Praml und Michael Weber. Diese innovativen Theatermacher sind bekannt für ihren grenzüberschreitenden Ansatz, der Räume sprengt und ungewöhnliche Orte wie Wälder, Straßenkreuzungen, Tiefgaragen oder Industrie-Ruinen bespielt. Ihr inklusives Konzept integriert ungewöhnliche Darsteller wie Laien, Geflüchtete ohne Deutschkenntnisse, sozialauffällige Jugendliche oder Bewohner eines Altenstiftes, bei höchst anspruchsvollen Stoffen, meist den großen Klassikern, die schon für die Profi-Schauspieler fordernd sind. Willy und Michael teilen Einblicke in ihre langjährige Arbeit in einer umgewidmeten Industrielocation und deren Auswirkungen auf ihre künstlerische Praxis. Über das Thema Raum hinaus behandelt diese Episode aktuelle Fragen zu Vielfalt, Moral und Ambition in einer Zeit der Unsicherheit. Diese fesselnde Folge beleuchtet die Wechselwirkung zwischen Raum und Kunst sowie die Anpassungsfähigkeit und die Relevanz des Theaters in herausfordernden Zeiten.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr 10 min
  • Folge 15: Von Wolfsburg nach China
    Eine persönliche Geschichte mit globalen Folgen

    Felix Lee ist Journalist, China Experte, Autor und Sohn des Mannes, der geholfen hat, VW nach China zu bringen. Es war das erste deutsche Unternehmen, das dort produzieren durfte. Felix hat die Geschichte dazu aufgeschrieben und dafür den Wirtschaftsbuchpreis 2023 erhalten. Wir sprechen in dieser Folge über die globalen wirtschaftlichen sowie politischen und kulturellen Entwicklungen Chinas. Eingebunden in die Story eines chinesischstämmigen Ingenieurs, der sich traute, Einfluss zu nehmen und somit Geschichte schrieb. Was passiert, wenn sich räumliche Kontexte von Unternehmen erweitern, wann ist die Stimmung im Hinblick auf China gekippt und wie wird sich das Verhältnis mutmaßlich weiterentwickeln? Viele Fragen - ein tolles Gespräch und spannende Antworten.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr 11 min
  • Folge 14: Mitbewohner mit Flügeln
    Die Stadt ist für uns alle da.

    Im Zeitalter von Tierwohl und Animal Aided Design gibt es noch Stadtbewohner, für die wir wenig Positives übrig haben: Einst war „Täubchen“ ein beliebtes Kosewort. Heute ist die Taube allweil ein Problem, das oft grausam gelöst werden soll. Mal sind sie Symbol des Friedens oder der Liebe – dann wieder Ratten mit Flügeln. Gudrun Stürmer hat sich der Fürsorge um die Frankfurter Stadttauben verschrieben und ist im Oktober 2023 für ihr Lebenswerk mit dem Deutschen Tierschutzpreis ausgezeichnet worden.

    Eine Frau im besten Alter von 68 J, die sich um Stadttauben kümmert? Die ehemalige Kontakterin aus der Werbebranche ist kein wunderliches Muttchen – sie öffnet uns die Augen und führt uns vor, wie sehr unsere Wahrnehmung von Vorurteilen und schlechter Propaganda geprägt ist. Sie räumt mit Fake Facts auf und zeigt uns den Weg in eine verträgliche Koexistenz von Mensch und Taube. Sie setzt sich für die Tiere ein, die von uns verachtet und vernachlässigt werden. Unsere Einstellungen zu Tieren und Natur sind aber im Wandel: Auf Bienen reagierten wir früher mit Panik, heute werden die beliebten Bienchen und andere Insekten in Hotels untergebracht. Gudrun Stürmer verdeutlicht, warum dieser Imagewechsel auch der Taube zuteilwerden sollte. Mit hervorragenden Argumenten und Beispielen. Sie spricht eloquent und klar, mit Humor, ohne Zeigefinger. Eine spannende und selbstbewusste Frau. Diese Folge ist etwas für Neugierige, die sich nicht scheuen, ihre Glaubenssätze infrage zu stellen und eine andere Perspektive einzunehmen.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr
  • Folge 13: Dumme Gebäude
    Was macht ein Gebäude „Smart“?

    Wann ist ein Gebäude besonders „Smart“ und wann ist es dumm. Heißt viel technische Ausstattung gleich dass ein Gebäude besonders schlau ist und in umgekehrter Logik sind dann technisch schlecht ausgestattete Gebäude dumm? Wir gehen der Frage in dieser Folge auf den Grund. Helfen wird uns dabei Niels Bartels (Professor für Digitales Planen und Bauen an der TH Köln). Eine lebendige und überraschende Folge mit schönen Ausblicken in das was Gebäude in Zukunft noch so alles können werden.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr 7 min
  • Folge 12: Animal Aided Design und Baustoffe aus der Natur
    Vorwärts zu den Anfängen des Bauens

    Wir sprechen mit Prof. Dr. Martin Haas, auf den wir uns schon lage gefreut haben. Seit dem 20. Jahrhundert ist Beton der vorherrschende Baustoff - und hat die Optik der Städte damit geprägt. Heute ist klar: In seiner konventionellen Art wird dieser Baustoff keine Zukunft haben. Unternehmen wie Heidelberg Cement erfinden sich und Baustoffe daher gerade neu - Innovation kann nicht mehr ohne Naturverträglichkeit gedacht werden. Finden wir vielleicht in der Natur selbst Baumaterialien, ohne dass schädliche CO2 Emissionen entstehen? Wie gut sind diese natürlichen Materialien einsetzbar? Mit Martin Haas - einem der Pioniere auf dem Gebiet - sprechen wir über Beispiele aus natürlichen Baumaterialien - z.B. aus Holz, Stein, Bambus oder Lehm. Über die Notwendigkeit von Kreislaufsystemen in der Bauwirtschaft und befassen uns mit dem Trend Thema Animal Aided Design. Noch nie gehört? Wir versprechen, dass es ein abgefahrenes Zukunftsthema ist!

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer | Stimme der Zukunft: Karl Erdmann | Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich | Foto: Pietro Fiore

    1 hr 2 min
  • Folge 11: Menschen ohne Raum
    ... oder mit ganz viel Raum!

    Wir sprechen mit der Diplom Sozialarbeiterin, Gesundheits- und Sozialökonomin Heidi Wächter über Menschen, die keine eigenen 4 Wände haben. Als ehemalige Leiterin einer Obdachlosen-Übernachtungsstätte weiß sie um die vielfältigen Gründe, warum jemand auf der Straße lebt. In einer Mischung aus professioneller Sachlichkeit, gepaart mit einer tief verwurzelten Menschenfreundlichkeit klärt sie uns auf: Warum packt man eines Tages eine große Plastiktüte und geht auf die Straße? Wird diesen Menschen geholfen und wie? Wir philosophieren auch über den freien Willen und den Respekt vor Individualität. Heidi steht auch für eine "Frankfurter Schule der Sozialarbeit" - fachübergreifend und antiautorität. Wir hoffen, uns etwas von Heidis humanistischem Blick und ihrer kompromisslosen Toleranz abgehört zu haben.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer

    Stimme der Zukunft: Karl Erdmann
    Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich
    Foto: Pietro Fiore

    50 min
  • Folge 10: Brutalismus
    Das Prickeln des nackten Betons

    Auch wenn die Gebäude dieses Baustils mächtig sind, leitet sich der Name nicht von Konnotationen der Gewalt ab, sondern von "brut", was wir aus der Welt feiner Weine und edler Champagner kennen. Sie sind herb und damit bevorzugt. In der Architektur wird analog das Baumaterial - meist Beton - unverhüllt in seiner Schönheit sichtbar. Diese Nacktheit der Bauten, gepaart mit einer Übertreibung der Architektur, erzeugt eine Attraktivität, die einer Hassliebe zu einem pockennarbigen Liebhaber gleichkommt. Im Spannungsverhältnis zwischen imposanten und mutigen Formenstatements und einer gewissen Ignoranz gegenüber der Rezeption entwickeln sich Gefühle. Unauffällig zu sein und Gleichgültigkeit zu erzeugen gelingt dem Brutalismus schlecht. Diesem "Zauber" gehen wir mit Oliver Elser auf den nackten Grund. Oliver Elser ist Kurator am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main. Seit 2021 Vertretungsprofessur für Architekturtheorie am KIT, Karlsruhe. 2016 war er Kurator von „Making Heimat“, dem Deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale von Venedig. 2018 hat er die Ausstellung "SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster" kuratiert, die das DAM gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung entwickelt hat.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer

    Stimme der Zukunft: Karl Erdmann
    Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich
    Foto: Pietro Fiore

    50 min
  • Folge 9: Die Botschaft ist die Botschaft
    152 Gebäude weltweit und was sie über unser Land und unsere Geschichte erzählen

    Botschaftsgebäude sind per se als Repräsentanzen der Repräsentation verpflichet. Im Gegensatz zu kirchlichen oder höfischen Gebäuden symbolisieren sie aber einen Staat und eine Gesellschaft mit ihren Werten. Sie sind also ein weiteres, spannendes Thema rund um Räume und ihre Wirkung. Unser Gast, die Architektin und Kunsthistorikerin Dr.-Ing. Christiane Fülscher hat Ihre Dissertation über deutsche Botschaftsgebäude in der Welt geschrieben. Gemeinsam versuchen wir der Frage nachzugehen, wie prestigeträchtig sie sind, was sie über Deutschland in unterschiedlichen Epochen vermitteln. So stehen die Bauwerke für de jeweiligen Zeit, ihre Geschichte und das Selbstverständnis Deutschlands – Ost wie West. Auch die DDR hatte Botschaften. Was es damit auf sich hatte und ob es Koexistenzen der Repräsentanzen gab, erfahrt Ihr in der heutigen Folge.

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer

    Stimme der Zukunft: Karl Erdmann
    Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich
    Foto: Pietro Fiore

    51 min
  • Folge 8: Mobilität der Zukunft
    Flugtaxi oder Fahrrad - und wie sich die Entscheidung auf unser Leben auswirkt

    Dr. Stefan Carsten ist Zukunftsforscher und Stadtgeograf. In bewegten Zeiten wie den unsrigen, ist seine Kompetenz extrem gefragt. Denn wir sind als Gesellschaft ebenfalls extrem gefragt, jetzt viele wichtige Weichen zu stellen. Der Zusammenhang zwischen Mobilitätskonzepten und Stadtgetaltung zum Beispiel, ist in aller Munde. Bringt die fahrradfreundliche Innenstadt ohne Autos nun mehr Leben in die Städte oder sterben sie aus? Profitiert der Einzelhandel vorn Fahrradwegen? Brauchen wir Konsumtempel, Flagshipstores und Einkaufszentren oder liegt die Zukunft in öffentlichen Plätzen und Angeboten wie Kultur- Sport und Kommunikationsstätten? Werden die Städte durch neue Mobilität mulitfunktional? Fragen solcher Art haben wir mit Stefan disskutiert, der uns seinen Blick auf die Zukunft und ihre Möglichkeiten eröffnet. In Gedankenexperimenten kann man sie schon heute erschliessen und mit ihm durch die spannende Zukunft reisen.

    Mit Dr. Stefan Carsten, Futurist aus Berlin

    Musik: Prof. Gerwin Eisenhauer

    Stimme der Zukunft: Karl Erdmann
    Technik/Schnitt/Gestaltung Cover: Thomas Fröhlich
    Foto: Pietro Fiore

    48 min

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Der Podcast aus dem Raum in den Raum. Neugierig – facettenreich – vielschichtig – vielleicht sogar visionär... Über Gebäude, Räume, Real Estate und deren Wechselwirkung mit den Menschen, die darin agieren. Wie entwickeln sich Städte? Arbeitswelten? Büros? Fabriken? Produktion und Logistik? Wie verändert sich Wohnen? Was bedeuten Digitalisierung und Virtuelle Welten für die „echte Welt“? Was braucht ein Raum, um Menschen zu inspirieren oder Wohlbefinden auszulösen? Welche Räume sind die Zukunft?