Diese Folge ist eine Imagination. In meiner praktischen Tätigkeit als Psychotherapeutin (in Ausbildung) wende ich häufig Imaginationen an. Diese Fantasiereisen dienen als klassischen Entspannungstechnik, beispielsweise vor dem Einschlafen, doch sie können auch als Mittel zur Reflektion angewandt werden. Im besten Falle nimmt man etwas mit aus dieser Fantasiereise: Ein ruhiges Gefühl, ein Bild oder einen Gedanken. Manchmal wird man überrascht von einem neuen Einfall oder einer Eingebung. Sollte es dir nicht gut gehen während der Imagination, dann brich einfach ab. Das ist immer in Ordnung. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß und interessante Erfahrungen! Deine Sarah.
Schließe nun deine Augen.
Richte dich gemütlich ein, egal ob du sitzt oder liegst. Du darfst dich bewegen und
einrichten auf deinem Platz. Wenn du es brauchst, streck deine Arme oder deine
Beine. Atme tief ein und aus. Entspanne deinen Rücken und deinen Bauch.
Vor deinem inneren Auge erscheint nun der äußere Rand eines Waldes. Wie sieht dieser Wald aus? Vielleicht stehen
die Bäume dicht beieinander, vielleicht gibt es große Lücken.
Stehen hier Laubbäume oder Nadelbäume? Natürlich kann es auch ein Mischwald sein. Es gibt die
unterschiedlichsten Wälder auf der Welt: Wälder in den Tropen, Wälder im warmen
Süden und im hohen Norden. Wähle den Wald, der zu dir passt.
Welche Jahreszeit herrscht jetzt gerade? In manchen Wäldern beginnt der Frühling und der frostige Boden taut
langsam auf. Vielleicht färbt der Herbst deinen Wald gelb und rot. Oder Schnee
fällt sanft auf deinen winterlichen Wald. Falls die Jahreszeit für deinen Wald
keine Rolle spielt, stelle dir vor, welches Wetter jetzt herrscht: ob es regnet
Nun siehst du deinen Wald klar
und deutlich vor dir. Es wird Zeit, hineinzugehen. Bewege dich langsam vorwärts,
bis du die ersten Bäume direkt vor dir siehst. Der Boden ist nun anders. Die
Erde ist bedeckt von kleinen Ästen, Laub und Steinen. Gehe die ersten Schritte
Wie ist das Licht hier? Es kann
dunkel sein oder hell. Vielleicht ist das Licht diffus oder man sieht alle
Umrisse klar und deutlich.
Wie warm ist es hier? Im Sommer
ist es im Wald meist kühler. Doch vielleicht ist dein Wald anders. Es darf
genauso warm sein, wie es dir angenehm ist.
Welche Gerüche nimmst du wahr?
Manchmal riecht es im Wald nach Pilzen, nach Erde oder einfach nach frischer
verschwindet langsam der Platz, an dem du deinen Wald betreten hast. Nun bist
du vollkommen umgeben von der Natur in deiner Vorstellung: deinen Bäumen,
deinen Pflanzen, deinen Tieren, deinem Boden.
Welche Pflanzen wachsen in deinem
Wald? Es müssen nicht nur Bäume sein. Möglicherweise wachsen Sträucher hier,
Farne, Walderdbeeren, Moos, Kräuter.
Welche Tiere gibt es hier? Meistens
leben in einem Wald viele Insekten: Manche sieht man, andere nicht. Wenn du ein
Insekt entdeckt hast, beobachte es für einen Moment.
Kleine Säugetiere kann man hier
finden. Oder auch größere. Suche dir eines deiner Tiere aus und schau es dir
an. Welche Farbe hat es? Wie groß ist es? Begleite dein Tier bei seinem
Streifzug durch sein Zuhause. Sieh dir an, wie es sich bewegt und welchen Weg
Nun wirst du wieder den Weg
bestimmen. Denn es gibt in diesem Wald einen bestimmten Baum, den wir finden
möchten. Dieser Baum ist der älteste Bewohner dieses Waldes. Er war als erstes
hier und stand am Anfang alleine.
Nach und nach haben sich andere
Bäume zu ihm gesellt, bis der innere Kern des Waldes entstand. Immer mehr
Pflanzen, Bäume und Tiere kamen hinzu. Und nun gibt es diesen großen,
stattlichen Wald, der so viele unterschiedliche Pflanzen und Tiere beherbergt.
Sie sind alle so verschieden und gehören doch zum gleichen Wald, der ihr Zuhause