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„Sie sagen im Nachhinein durch die Bank weg, es war gut und hat ihnen geholfen.“ Priv.-Doz. Dr. med. Katharina Bühren, Ärztliche Direktorin am kbo-Heckscher-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Oberbayern/München, weiß aus den Rückmeldungen ihrer Anorexie-Patienten, dass eine Sondierung sinnvoll sein kann und die Behandlungszeit verkürzt.
Die Expertin, geprägt von ihrer Zeit am „Vatikan der Essstörungen“ in Aachen, kennt die unterschiedlichen Herangehensweisen der Kliniken. Ihr Credo: Sondierungen als wichtiges Mittel betrachten – und immer individuell entscheiden.
Wann hilft die Sonde, wann spricht man sie an? Wie nimmt man Eltern und Patienten mit und wie groß ist die Gefahr des Refeeding-Syndroms? Welche Tricks machen die Sondierung erträglicher und was hat es mit dem „Fitnesstraining für die Kaumuskeln und Speicheldrüsen“ auf sich?
Eine Sondenbehandlung gelingt am besten mit einer „positiv-neutralen“ ärztlichen Haltung und in einem Team, das gemeinsam ein „Bündnis der Akzeptanz“ schafft.
Kontakte:
„Super Erklärungen!“ Die allerbesten Begründungen erhält Prof. Dr. Christoph Wewetzer, Koryphäe für Zwangserkrankungen, nun tätig an der Kirinus Klinik in München, von therapeutisch tätigen Mitarbeitenden dafür, weshalb noch keine Exposition durchgeführt wurde. Die leitliniengerechte Behandlung verlangt Therapeuten einiges ab, zum Beispiel, den Zwang dort zu behandeln, wo er auftritt. Aber eigentlich ist der Goldstandard nicht nur sehr wirkungsvoll, sondern macht auch Spaß und wird von Patienten gut angenommen.
„Es geht nicht um Schuld und von allein geht ein Zwang nicht weg“, sollte schwerbelasteten jungen Patienten und den Eltern vermittelt werden. Zwänge sind so schambesetzt, dass Therapeuten zunächst meist nur die „Spitze des Eisbergs“ erfahren.
Wann ist ein Fall tatsächlich therapierefraktär? Sollte man medikamentös behandeln? Wie oft kommt PANDAS vor? Neben den Antworten – und fast nebenbei – vermittelt der erfahrene Experte klinische Perlen, die in keinem Lehrbuch stehen.
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„Die Traube muss weg“, „der Medikamentenschrank bleibt zu“ und „Goldstandard ist die Gebrauchsanweisung vom Patienten selbst“. Klipp und klar sind die Worte, mit denen Dr. Frank Enning seine Erfahrungen teilt. Viel mehr als die bekannten Symptomlisten zur Unterscheidung von Krampfanfällen helfen einige Grundprinzipien, ist der Oberarzt am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und Facharzt für Erwachsenenpsychiatrie sowie für Psychosomatische Medizin überzeugt. Wenn das Gehirn junger Menschen in den Notfallmodus schaltet, kann das „extrem bedrohlich“ wirken und einen „riesigen Handlungsdruck“ erzeugen. Wer übernimmt die Versorgung? Darf man den Patienten anfassen? Helfen Coolpacks? Ruhe und Sicherheit herzustellen ist oberste Priorität, vermittelt der Experte und gibt wertvolle Tipps für Realitätsreize und „Cheerleading“ zum Beenden des Anfalls. Danach geht es um Normalität, nicht um Schonung, und – da sind sich Gast und Moderator einig – in der Therapie darum, Belastungsgrenzen und Frühwarnsignale erkennen zu lernen.
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„Hier ist die Box, greif rein, such dir was aus!“ Skills sind eine richtig gute Therapiemöglichkeit bei selbstverletzendem Verhalten, aber so sollte man sie nicht „herschenken“. Sie müssen gut kontextualisiert werden, warnt Prof. Dr. Paul Plener. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist der erste Gast im neuen KJP-Podcast. Moderator Dr. Thomas Lempp begrüßt den Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus Wien gemeinsam mit dem Host des bewährten consilium Pädiatrie-Podcasts Dr. Axel Enninger.
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Im Alltag mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen stellen sich Fragen, die weder im Lehrbuch stehen noch einfach nachzuschlagen sind. Genau hier schließt der KJP-Podcast die bestehende Lücke.
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