Corona Update – Der Podcast

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  • Impflücke und Lockerungen: Das Corona Update vom 18. Februar 2022

    Am Montag wird voraussichtlich die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs Novavax in Deutschland ankommen. Das hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Morgen angekündigt.

    Deutschland ist inzwischen voll auf das Ende der meisten Corona-Maßnahmen am 20. März eingestellt. Irgendwie hören wir nur noch „Freedom Day“. Da kommt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und sagt: Schön langsam! Die Situation sei zwar besser: „Ich glaube wir haben den Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten…“ Vorbei ist aber noch gar nichts so Lauterbach: „Wir sind noch nicht wirklich in sicheren Gewässern.“ Und, um es noch deutlicher zu machen: „…Freedom Day und dergleichen, davon kann keine Rede sein.“ Deshalb appelliert Lauterbach an die Ministerpräsidentenrunde sich an die beschlossenen Maßnahmen zur Lockerung zu halten: „Wir müssen das umsetzen wie ein Uhrwerk…das ist alles auf Kante genäht.“ Auch wenn es verlockend erscheint, etwa im Wahlkampf großzügiger zu lockern, das wäre das falsche Signal so Lauterbach. Das Problem in Deutschland bleibt die Impflücke. Die sei einfach zu groß, auch im Vergleich zu anderen Ländern in denen großzügiger gelockert wird: „Wir haben drei bis vier Mal so viele ältere Ungeimpfte wie diese Länder, das muss man immer mit bedenken.“

    Neue Corona-Variante auf dem Vormarsch

    Für eine erneute Verschärfung der Situation könnte auch BA.2 sorgen, die neue, wohl ansteckendere und möglicherweise auch gefährlichere Omikron-Untervariante. Die BA.2 Variante legt in Deutschland merklich zu stellt das Robert-Koch-Institut fest. Angesichts dessen und weil für den Herbst mit möglichen weiteren Corona-Wellen zu rechnen sei hat sich Lauterbach erneut für die allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Und auch in diesem Zusammenhang, also wenn im Bundestag über die Impfpflicht entschieden werde, mahnt Lauterbach, die Parteipolitik aus dem Spiel zu lassen: „Ich habe schon gehört…,dass es hier darum gehe, der Ampel-Regierung einen Denkzettel zu verpassen. Das wäre falsch, wenn man das macht. Das wäre ein Missbrauch einer Gewissensentscheidung, von der für die Bevölkerung im Herbst sehr viel abhängen wird, einschließlich unserer Schüler und Kinder.“

    3 min
  • Das Interview mit NRW-Familienminister Joachim Stamp: Das Corona Update vom 18. Februar 2022 – SONDERAUSGABE

    Die Kitas sind im Laufe der Corona-Pandemie in NRW nicht so häufig geschlossen gewesen, wie in anderen Bundesländern. NRW-Familienminister Joachim Stamp hatte sich öffentlich immer wieder für die Kleinsten eingesetzt um damit auch Familien zu entlasten. Für seine Entscheidungen musste er häufig viel Kritik einstecken – vor allem, weil in Kindergärten oder -tagesstätten teilweise extrem viele Coronafälle gemeldet wurden und eine Impfung für die unter Fünfjährigen noch nicht von der Ständigen Impfkommission zugelassen ist.

    33 min
  • Pooltests ade: Das Corona Update vom 17. Februar 2022

    Die Ministerpräsidentenkonferenz ist der Meinung Deutschland sei über den Berg. Das Ende der meisten Corona-Maßnahmen ist eingeläutet, es lockt der Freedom Day am 20 März.

    Freedom-Day light

    Wobei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kein Freund dieses Ausdrucks ist, weil er ihn für unangemessen hält. Im Landtag hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst dargelegt was die Beschlüsse vom Mittwoch für Nordrhein-Westfalen bedeuten: „Die Pandemie ist nicht vorbei, aber die aktuelle Entwicklung gibt uns Grund zur Hoffnung.“ In drei Schritten sollen die meisten Corona-Maßnahmen abgeschüttelt werden. Der erste Schritt wird am Samstag getan, dann tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft: Wüst dazu: „Die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene fallen weg, für die Ungeimpften bleiben sie bis zum 19. März bestehen, das gilt auch bei Treffen von Geimpften und Ungeimpften.“

    Keine Kontrollen beim Shoppen

    Beim Einkaufen gibt es ab Samstag keine Einschränkungen mehr, was aber bleibt ist die Maskenpflicht, die Maske bleibt das zentrale Element beim Corona-Schutz. Ab dem 4. März gilt dann auch wieder 3 G in der Gastronomie, dann dürfen wieder mehr Zuschauer zu Konzerten und ins Stadion und ab dem 19. März sollen die meisten Einschränkungen fallen. Die weitere Entwicklung soll aufmerksam beobachtet werden. Wüst meint: „Es wäre nicht klug erst überhastet zu öffnen und dann wieder einschränken zu müssen.“ Klug wäre es nicht, aber überraschend wäre es auch nicht. Der SPD-Oppositionsführer im nordrhein-westfälischen Landtag, Thomas Kutschaty, hat die Lockerungen begrüßt, aber eingeschränkt: „…diese Lockerungen haben aus meiner Sicht einen Preis. Wir müssen sie verknüpfen mit einem stärkeren Impfen auch mit einer Impfpflicht jetzt in diesem Sommer.“

    Keine Pooltests mehr

    Eine Lockerungs-Überraschung hat Bildungsministerin Yvonne Gebauer bereitgehalten. Ab dem 28. Februar entfallen die Pooltests an den Grundschulen. Dafür sollen Eltern ihre Kinder drei Mal die Woche Zuhause testen – die Antigentests dafür kriegen sie kostenfrei von den Schulen.

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  • Lockerungen kommen: Das Corona Update vom 16. Februar 2022

    Es war zur Abwechslung mal eine schnelle Bund-Länder-Runde. Nach etwas über zweieinhalbstunden war man sich einig. Die Ministerpräsidenten von Bund und Ländern haben mit Bundeskanzler Scholz umfangreiche Lockerungen beschlossen. Die kommen in drei Schritten.

    Jetzt ist es offiziell – wir dürfen uns auf den Frühling freuen. Die Lockerungen kommen, sagt Bundeskanzler Scholz: „Denn es geht ja vielen Bürgerinnen und Bürgern wie mir – irgendwie haben wir nach den 2 Jahren verdient, dass es besser wird. Wenn nicht noch eine neue Variante alles durcheinanderbringt, werden wir tatsächlich einen Frühling und einen Sommer erleben, in dem die meisten Beschränkungen unseren Alltag nicht mehr beeinträchtigen.“ Deutschland sei besser durch die Omikronwelle gekommen als andere Länder, so Scholz – auch dank der Maßnahmen. Doch die werden jetzt schrittweise bis zum 20.März abgeschafft – also fast alle…die Beschlüsse im Einzelnen.

    Handel/Kontakte

    Der Handel wird wieder geöffnet. 2G-Regel und Kontrollen weg – dafür muss man in den Geschäften aber eine FFP2-Maske tragen. Außerdem dürfen sich Geimpfte und Genesene untereinander treffen ohne dass es zahlenmäßig eine Begrenzung gibt.

    Restaurants/Bars/Clubs

    Ab dem 4. März dürfen Ungeimpfte wieder mit Schnelltest ins Restaurant oder Hotel. Und auch Clubs und Diskotheken öffnen dann wieder für Genesene und Geimpfte mit einem tagesaktuellen Test. Geboosterte brauchen keinen Test.

    Großveranstaltungen

    Fußballspiele und andere Großveranstaltungen können ab dem 4. März mit deutlich mehr Zuschauern stattfinden als bisher. Im Freien sind es bis zu 25.000 bei 75% Auslastung. Bei Indoorveranstaltungen dürfen maximal 6000 Besucher rein – bei 60% Auslastung. Diese schrittweise Öffnung sorgt für mehr Sicherheit, sagt Berlins regierende Bürgermeisterin Giffey: „Das sind Schritte, auf die wir uns sehr einvernehmlich geeinigt haben. Es ist gut, dass das stufenweise geschieht, das eben nicht von einem Tag auf dem anderen Ding verändert werden, sondern dass wir jetzt einen klaren Plan haben.“

    Freedom Day

    Am 20. März sollen dann alle Einschränkungen wegfallen. Da gibt es allerdings ein „aber“ – denn die Länder sollen auch nach dem 20. März Corona-Maßnahmen verhängen können, falls die Infektionslage es erfordert. NRW Ministerpräsident Wüst: „Aus Sicht der Länder brauchen wir Maskenpflicht, Abstandsregeln, Hygienekonzepte, Tests. Und zumindest die Möglichkeit in besonders gefährdeten Bereichen Testpflicht und Nachweispflichten vorzusehen.“ Bundeskanzler Scholz will jetzt dafür sorgen, dass es dazu eine gesetzliche Regelung gibt.

    Impfpflicht

    Auch wenn sich die Lage im Frühling und Sommer entspannen sollte. Alle Länderchefs und auch Kanzler Scholz halten an der einrichtungsbezogenen -und auch an der allgemeinen Impfpflicht fest: denn die Pandemie sei noch nicht vorbei, so Scholz: „Deshalb brauchen wir auch die Vorbereitung auf den Herbst und Winter. Und darum ist das mit der Impfpflicht unvermindert wichtig. Die Einigkeit, die die 16 Länder und der Bundeskanzler in der Frage haben, besteht fort. Wir sind zu siebzehnt und ich bin auch zuversichtlich.“

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  • Vor dem Bund-Länder-Treffen: Das Corona Update vom 16. Februar 2022

    Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie ist nur noch knapp jeder Dritte zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Vielleicht ändert sich das ja heute – wenn die Ministerpräsidentinnen -und Präsidenten die Ergebnisse ihrer Runde vorstellen. In diesen Minuten sitzen sie virtuell zusammen – es geht um erste Lockerungen.

    Erste Lockerungen auf dem Weg

    Heute wollen Bund und Länder die ersten Lockerungen beschließen. Und sogar Bayerns Ministerpräsident Söder will an bundesweit einheitlichen Regelungen mitarbeiten: „Wir sind Team ‚Vorsicht‘ und Team ‚Freiheit‘ aber nicht Team ’stur‘.“ Halleluja. Es geht um einen Drei-Stufen-Plan, mit dem bis zum 20. März die meisten Corona-Regeln zurückgefahren werden sollen. Als erstes soll 2G im Einzelhandel abgeschafft werden, man muss aber weiter Maske tragen – auch größere Treffen unter Geimpften und Genesenen sollen wieder möglich sein. Ab 4. März soll es dann auch Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und Großveranstaltungen geben. Nach dem Freedom Day am 20. März soll es aber laut NRW Ministerpräsident Wüst bei n-tv noch eine Art Basisschutz geben: „Die Maske als Basis-Schutz halte ich für notwendig – auch nach dem 19. März. Aktuell ist die Rechtslage so, dass der Bund das auslaufen lassen würde. Alle Länder sind dafür, diesen Basisschutz aufrecht zu erhalten, um die Öffnungsschritte abzusichern.“ Viele Bundesländer haben einige der Maßnahmen aber auch schon umgesetzt. Die Ärzteverbände unterstützen die Lockerungsschritte. Auch der Vertreter der Intensivmediziner Christian Karagiannidis – er fordert aber dazu eine allgemeine Impfpflicht: „Wenn wir im Herbst nicht nochmal diese große Zahl von Patienten mit Delta auf den Intensivstationen sehen wollen, dann müssen wir die Lücke , die die Bevölkerung  in ihrer Immunität hat, schließen. Das sind insbesondere bei den über sechzigjährigen über drei Millionen Menschen.“ Die Bundestags-Debatte zur allgemeinen Impfplicht starten am 14.März. New York hat die Impfpflicht schon. 1500 städtische Mitarbeiter wurden jetzt entlassen, weil sie zum Stichtag nicht geimpft waren.

    Nachbarländer mit Lockerungen

    Auch viele Nachbarländer lockern jetzt. In den Niederlanden machen übermorgen in einem ersten Schritt Fußballstadien, Theater, Kinos und Gaststätten wieder fast uneingeschränkt auf. Am 25. Februar werden dann Maskenpflicht und der Corona-Pass abgeschafft. In der Schweiz soll man noch in dieser Woche wieder ohne Beschränkungen in Restaurants, Freizeit- oder Kultureinrichtungen gehen können. In Österreich soll ab 19.Februar in der Gastronomie wieder 3G statt 2G gelten – Ausnahme ist Wien. Streit gibt es noch um die Einreise-Regeln – bislang dürfen nur Geimpfte und Genesene mit negativem Test rein.

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  • Wüst für schnelle Lockerungen: Das Corona Update vom 15. Februar 2022

    In NRW scheint Omikron gebrochen zu sein. Ärzte sehen nur den Freedom Day kritisch, Lockerungen seien möglich. Und Novak Djokovic will sich weiterhin nicht impfen. Die Corona-News mit Thorsten Ortmann.

    Handel in NRW soll öffnen

    NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hält die Omikron-Welle in Nordrhein-Westfalen für gebrochen. Darum will er sich bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch, 16. Februar, auch für Lockerungen einsetzen. Der Handel soll als erstes öffnen. „Die FFP2-Maske wird künftig der zentrale Schutzmechanismus beim Einkaufen sein. Zu den ersten Schritten wird bei uns in NRW gehören, dass wir die Kontaktbeschränkungen für die Geimpften spürbar zurücknehmen. In weiteren Schritten planen wir Erleichterungen bei Gastronomie, Hotels und Großveranstaltungen“, erklärte der Nachfolger von Armin Laschet. Wüst fordert von der Bundesregierung, dass die Länder nach dem sogenannten Freedom Day am 20. März weiter Basis-Maßnahmen für den Notfall ergreifen können. Er sagte ebenfalls zu, die Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitswesen am 15. März in NRW einführen zu wollen. Es müsste aber noch geregelt werden, was dann mit Ungeimpften passiert.

    Ärzte plädieren für Lockerungen

    Die Lockerungs-Pläne der Bundesregierung stoßen bei der Ärzteschaft auf Zustimmung. Die Bundesregierung hatte einen Stufen-Plan vorgelegt, mit dem bis zum 20. März die Corona-Schutzmaßnahmen weitgehend abgeschafft werden sollen. Nur den sogenannten Freedom Day am 20. März sieht der Weltärztebund kritisch. Besser wäre es, sich nach der Lage in den Krankenhäusern zu richten, so der Vorsitzender Montgomery. Die meisten Deutschen wollen übrigens auch lockern. Laut einer „YouGov“-Umfrage sind knapp 50% dafür, die Maßnahmen zu lockern oder ganz aufzuheben. 32% lehnen das ab.

    Djokovic: Keine Grand Slams mit Impfpflicht

    Tennisstar Novak Djokovic hat sich jetzt bei der „BBC“ zum ersten Mal nach seiner Zwangsausweisung aus Australien geäußert. Der weltbeste Tennisspieler will sich weiter nicht impfen lassen. Dafür sei er bereit, sein Ziel zu opfern, als bester Spieler aller Zeiten mit den meisten Grand-Slam-Titeln in die Geschichtsbücher einzugehen. „Zu den meisten Turnieren kann ich nicht reisen“, so Djokovic. „Das ist der Preis den ich zahle, weil die Selbstbestimmung über meinen Körper wichtiger ist, als jeder Titel.“ Ob er in Paris bei den French Open oder in Wimbledon spielen darf, steht demnach in den Sternen.

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  • Freedom Day für Deutschland: Das Corona Update vom 14. Februar 2022

    Er soll kommen – der Freedom Day für Deutschland. Bund und Länder haben einen Drei-Stufen-Plan ausgetüftelt. Das Ziel: bis zum 20. März sollen alle tiefgreifenden Corona-Einschränkungen beendet werden. Danach sollen nur noch Basis-Maßnahmen bleiben, wie eine Maskenpflicht in einigen Bereichen oder Hygienekonzepte bei Veranstaltungen. Die Corona-Zahlen geben Lockerungen her, sagt auch Immunologe Carsten Watzl bei „n-tv“: „Wir sind sicherlich auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle. Wir haben ja schon gesehen, in den nördlichen Bundesländern gehen die Fall-Zahlen, die Inzidenzen schon seit längerer Zeit runter. Wir sehen es jetzt ansatzweise auch bundesweit, dieser Trend wird sich wahrscheinlich durchsetzen – definitiv geht es jetzt auch nach unten.“

    Dreistufenplan der Corona-Maßnahmenabsetzung ab 17. Februar?

    Laut Plänen der Bundesregierung sollen in einem ersten Schritt alle ohne Kontrollen wieder einkaufen dürfen. Außerdem sollen mehr Geimpfte und Genesene an privaten Treffen teilnehmen dürfen – bisher sind es zehn. Ab dem 4. März würden dann Gastronomie, Diskotheken und Clubs lockern, auch Großveranstaltungen wären dann wieder möglich. In der Gastronomie würde dann die 3G-Regel gelten, in Diskos und Clubs die 2G-Plus-Regel. Ab dem 20. März sollen dann alle tiefgreifenden Schutzmaßnahmen fallen. Das wäre dann der Freedom Day. Noch ist das erst eine Beschlussvorlage des Kanzleramts – Bund und Länder wollen sie übermorgen diskutieren. Zuvor hatte bereits der Expertenrat der Bundesregierung sein „OK“ für schrittweise Lockerungen gegeben.

    Querdenker wollen zu Kretschmann-Haus vordringen

    Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Wochenende versucht zum Wohnhaus von Baden-Württembers Ministerpräsident Kretschmann vorzudringen. Die Polizei konnte die Aktion so gerade noch verhindern. Es hat bereits mehrere solcher Vorfälle gegeben. Der am Wochenende wiedergewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in seiner Antrittsrede nochmal klar gegen Hass und Gewalt ausgesprochen: „Denen, die in der Not der Pandemie Hass und Lügen verbreiten. Die von Corona-Diktatur fabulieren und sogar vor Bedrohungen und Gewalt nicht zurückschrecken, denen sage ich: es gibt eine rote Line und die verläuft bei Hass und Gewalt, und diese rote Linie müssen wir halten.“

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  • Lockerungen für Scholz möglich: Das Corona Update vom 11. Februar 2022

    Gibt es in Deutschland schneller als gedacht weitreichende Lockerungen? Kanzler Olaf Scholz hat sich zumindest positioniert. Auf Mallorca gibt es fas keine Regeln mehr. Thorsten Ortmann hat die neuesten Corona-News.

    Was wird auf der MPK entschieden?

    Die gute Nachricht zum Wochenende: Bundekanzler Olaf Scholz hat für die Bund-Länder-Schalte am Mittwoch erste Lockerungen angekündigt: „Die wissenschaftlichen Prognosen zeigen uns, dass der Höhepunkt der Welle in Sicht ist. Das erlaubt uns beim Bund-Länder-Treffen nächste Woche einen ersten Öffnungsschritt und dann weitere für das Frühjahr in den Blick zu nehmen. Zugleich werden wir wachsam und vorbereitet sein für den Fall, dass die Zahl der Infizierten wieder deutlich zunimmt“, sagt Scholz. FDP-Fraktionschef Dürr hat im „ZDF“ auch schon so einige Ideen, welche Regeln man abschaffen könnte: „Als erstes sollte sicher 2G im Einzelhandel fallen. Der Einzelhandel ist kein Infektions-Hotspot. Vor dem Hintergrund macht es Sinn, dass wir da weitgehend öffnen. Und im Übrigen haben wir nach wie vor in Deutschland auch Kontaktbeschränkungen auch für private Treffen. Zur Zeit dürfen sich nur 10 Geimpfte treffen, auch da kann man rangehen.“

    Eilantrag gegen Impfpflicht in der Pflege abgelehnt

    Die Impfplicht in den Pflege- und Gesundheitseinrichtungen kann wie geplant Mitte März kommen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag von mehreren Klägern  zurückgewiesen. Geprüft werden müssen jetzt noch die vielen Verfassungsbeschwerden. Gleichzeitig gibts aber noch viele offene Fragen zu klären, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrk Wüst bei „n-tv“: „Wie setzt man das um, wie kontrolliert man? Nachher in Nordrhein-Westfalen sind es 50.000 bis 100.000 Menschen – da sind sehr, sehr viele Fragen offen. Wenn das wirklich am 15. März losgehen soll, muss noch sehr viel gemacht werden.“ Die Union will aber – anders als von Markus Söder angekündigt – die Teil-Impfpflicht jedoch nicht boykottieren.

    „Eimer-Saufen“ auf Malle wieder möglich

    Mallorca macht wieder auf. Am Ballermann und auf den Nachbarinseln fällt ab Samstag in den Bars und Restaurants die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet. Man kann also wieder ohne Probleme feiern. Die Maskenpflicht unter freiem Himmel wurde bereits abgeschafft. Spanien hat die Omikron-Welle überstanden. Die Inzidenz liegt nur noch bei 600. Das liegt auch an der hohen Impfquote von 81 Prozent. Dadurch gibt es auch immer weniger Probleme in den Krankenhäusern.

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  • Söder macht doch mit: Das Corona Update vom 10. Februar 2022

    Corona hat auch vor blauem Blut keinen Respekt. Gestern gab es die Meldung, dass die dänische Königin Margrethe positiv getestet wurde. Jetzt hat es auch den spanischen König Felipe VI. erwischt. Der Monarch hat aber nur milde Symptome und bettet sein königliches Haupt wahrscheinlich auf einem edlen Seidenkopfkissen in feudaler Palast-Quarantäne. Da ist er übrigens allein – denn Königin Leticia und Tochter Sofia sind nicht betroffen und müssen jetzt sieben Tage auf ihren König warten.

    Impfpflicht in Bayern kommt doch

    Dass Bayerns Ministerpräsident Söder sehr schnell die Meinung wechselt? OK, geschenkt, wissen wir. Aber so schnell? Nur zwei Tage nach seiner Ankündigung, die Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitssektor in Bayern quasi aussetzen zu wollen, kommt jetzt die Kehrtwende. Die Teil-Impfpflicht soll auch in Bayern kommen – wenn auch etwas verzögert. Gesundheitsminister Holetschek im Zweiten: „Wir haben ja ganz klar gesagt, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht wichtig ist und das es die Vorstufe zur allgemeinen Impfpflicht. Und wir müssen jetzt einfach im Vollzug vom Bund klare Regelungen kriegen. Es ist einfach noch nicht praxistauglich.“ Zuvor gabs scharfe Kritik an Söders Entscheidung. Unter anderem von Bundes-Justizminister Buschmann. Der twitterte: Im Rechtsstaat gelten Gesetze und die könnten sich Regierende nicht aussuchen.

    Berlinale gestartet

    Lange wurde gerungen – jetzt findet sie doch statt. Heute Abend wird die Berlinale eröffnet – unter 2G+-Bedingungen, mit nur 50% Auslastung der Kinos und ohne Partys. Es gibt heute aber eine Eröffnungsfeier mit 800 Gästen. Darunter Iris Berben, Maria Furtwängler und Heike Makatsch. Auch einige internationale Stars kommen zur Berlinale: darunter Juliette Binoche, Sigourney Weaver, Emma Thompson, Isabelle Adjani, Nick Cave, oder Sixth-Sence-Regisseur und Jury-Präsident M. Night Shyamalan.

    Boris Johnson im Kreuzfeuer der Kritik

    Boris Johnson gerät in der Partygate-Affäre immer mehr unter Druck. Die Polizei ermittelt schon zu zwölf illegalen Treffen in seinem Amtssitz, bei denen Lockdown-Regeln gebrochen worden sein sollen. Jetzt ist ein neues Party-Foto aufgetaucht. Johnson ist selbst drauf zu sehen. Genauso wie Mitarbeiter mit umgehängtem Weihnachtsschmuck, Nikolausmütze und offener Sektflasche – das wird Johnson nur schwerlich als Arbeitstreffen verkaufen können. Aber, er kämpft trotzdem weiter um seinen Job als Premierminister und das klappt am besten in dem man alle Corona-Regeln abschafft. Johnson will genau das am 21. Februar tun – und damit einen Monat früher – sogar die Pflicht zur Selbstisolation im Falle einer Infektion soll dann wegfallen: „Ich erwarte, dass wir die letzten Regeln – einschließlich die der Selbstisolation, wenn man positiv getestet wurde – einen Monat früher beenden könne.“ Das sei sein Plan für ein „Leben mit Covid“, so Johnson. Mal sehen, ob das Virus da auch mitspielt.

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  • Streit um Impfpflicht: Das Corona Update vom 9. Februar 2022

    Eine neue Coronaschutzverordnung für NRW, wie geht es in Sachen Impfpflicht weiter und eine hohe psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen: Thorsten Ortmann mit den neuesten Corona-News für euch.

    Neue Regelungen in Nordrhein-Westfalen

    Ab heute gilt die neue Corona-Schutzverordnung in NRW. Bedeutet: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 statt 15 Jahren werden Geimpften und Genesenen gleichgestellt, weil sie in den Schulen getestet werden. Das Land hat auch die 2G-Plus-Regel für Fitness-Studios ausgebessert – sie bleibt bestehen. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Regel kurzfristig ausgesetzt. Wer einkaufen geht, wird nicht mehr zwingend am Eingang des Shops kontrolliert. Es wird aber Stichprobenkontrollen geben. NRW bleibt also bei 2G im Einzelhandel und ist damit neben Sachsen-Anhalt , Thüringen und Sachsen mittlerweile allein auf weiter Flur. Gerald Gaß von der Deutschen Krankenhausgesellschaft hält bei „n-tv“ Lockerungen aber grundsätzlich für möglich: „Wir finden es grundsätzlich richtig, dass die Länder sich über Lockerungen Gedanken machen und planen, schrittweise vorgehen, weil wir auch zuversichtlich sind, dass die Omikron-Welle sehr bald ihren Scheitelpunkt erreicht und wir erkennen, dass von Seiten dieser Infektion keine völlige Überlastung der Krankenhäuser mehr droht.“ Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt allerdings weiter vor schnellen Lockerungen, bevor der Höhepunkt der Omikronwelle Mitte bis Ende Februar erreicht ist.

    Was wird aus der einrichtungsgezogenen Impfpflicht?

    Der Streit um die einrichtungsbezogene Impfpflicht spitzt sich weiter zu. Bayerns Ministerpräsident Vorstoß, die Impfpflicht in Bayern auszusetzen, stößt bei vielen Länder-Kollegen auf Unverständnis: Zum Beispiel bei Malu Dreyer. „Die Abkehr von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ist aus meiner Sicht verantwortungslos und auch rücksichtslose, partei-politische Taktik“, so Dreyer in Richtung von Markus Söder. Auch NRW will die Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitssektor ab 15. März umsetzen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat aber noch einige offene Fragen, die geklärt werden müssten. Zum Beispiel was passiert mit Pflegekräften, die kündigen: „Da stehen noch Fragen an, wie sieht das aus mit Arbeitslosengeld und Sperrzeiten. Auch das ist abschließend noch nicht geregelt“, erklärte er auf einer Pressekonferenz. Außerdem ist für Laumann noch ungeklärt, ob zum Beispiel auch Reinigungskräfte oder Küchenpersonal geimpft sein müssen, und wie die Gesundheitsämter die Impfpflicht vor Ort umsetzen sollen.

    Studie: Hohe psychische Belastung bei den Jüngsten

    Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen bleibt hoch. Das hat eine Analyse der Uni-Klinik Hamburg ergeben. Danach empfindet rund ein Drittel der Jugendlichen weniger Lebensqualität, als vor der Pandemie. Insgesamt hat sich die Situation aber im Vergleich zu früheren Umfragen verbessert, so die Forscher, weil  Kontaktbeschränkungen nicht mehr so streng seien, Schulen wieder geöffnet hätten und Sport möglich ist.

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