Welche Mikronährstoffe könnten zum Schutz vor Coronaviren hilfreich sein. Was sagt die Wissenschaft?
Mikronährstoffanalyse:
https://www.diagnostisches-centrum.de/dcms-immun-profil.html
https://www.naturklinik.com/therapie/#mikronaehrstoff-therapie
Referenz:
Zhang L,
Liu Y: Potential Interventions for Novel Coronavirus in China: A Systematic
Review; J Med Virol. 2020 Feb 13. doi: 10.1002/jmv.25707.
Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstaße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel.: +49 (0)9394/9703-0
Web: www.diagnostisches-centrum.de
Der Coronavirus beherrscht derzeit die Schlagzeilen. Die Angst ist groß.
Großveranstaltungen werden abgesagt, die ersten Schulen wurden bereits
vorübergehend geschlossen, Hamsterkäufe nehmen zu, Desinfektionsmittel sind in
Drogerien ausverkauft, Schutzmasken werden zu überteuerten Preisen angeboten,
wenn überhaupt noch, und so weiter.
Wir in der Praxis für Mikronährstoffmedizin werden derzeit fast täglich gefragt:
Kann man sich mit Mikronährstoffen vor einer Infektion schützen? Und darum geht
es im heutigen Podcast: Aber erst einmal: Hallo zusammen, mein Name ist Karin
Großhardt. Wieder dabei: Dr. Hans-Günter Kugler, Leiter des Diagnostischen
Centrums für Mineralanalytik und Spektroskopie in Marktheidenfeld.
Den Frage ich jetzt gleich mal, was er als Mediziner rät, um sich zu schützen..
Auch ich sag erst mal guten Tag. Sinnvoll ist ganz sicher,
Menschenansammlungen zu vermeiden - soweit das machbar ist. Abzuraten ist vom
Besuch von Konzerten, Theaterveranstaltungen oder anderen größeren
Veranstaltungen. Auf Reisen sollte man besser verzichten - allein schon deshalb,
damit man nicht Gefahr läuft, in ein Gebiet zu kommen, dass unter Quarantäne
gestellt wird. Es empfiehlt sich auch, häufiger als bisher, die Hände zu
waschen. Aber eine übertriebene Ängstlichkeit in Bezug auf das Coronavirus ist
sicherlich nicht hilfreich und kann die Körperabwehr schwächen. Es wurde ja
häufig nachgewiesen, dass psychischer Stress z. B. die Immunkompetenz schwächt.
Und was die Ernährung anbelangt: Gibt es eine Ernährungsform, die du jetzt
Zur Stabilisierung des Immunsystems sollte man vielleicht derzeit auf
stoffwechselbelastende Ernährungsgewohnheiten verzichten, wie z. B. opulente
Mahlzeiten, ein hoher Verzehr von Fleisch und Wurst sowie von einfachen
Kohlenhydraten. Süßigkeiten sollten nur in geringen Mengen gegessen werden.
Wenn man z. B. zu kalorienreich isst oder zu viele ungesunde Nahrungsmittel
verzehrt, dann entsteht im Körper ein oxidativer Stress, der sich dann wiederum
negativ auf die Immunkompetenz auswirkt. Die Verdauung ist natürlich auch ein
energieaufwendiger Prozess. Das heißt, man kann sich sehr gut vorstellen, wenn
man viel Energie braucht für die Verdauung, dann fehlt sie andernorts.
Du hast auf der Homepage vom Diagnostischen Centrum einen Kurzartikel
veröffentlicht über mögliche Behandlungsstrategien beim Coronavirus. Da wird
auch auf die Ernährung kurz hingewiesen und über die Mikronährstoffe, die
möglicherweise hilfreich sein könnten.
Ja genau, zwei Wissenschaftler aus China publizierten im Februar 2020 einen
systematischen Übersichtsartikel über mögliche Therapieoptionen beim neueren
Coronavirus. Da habe ich einige Fakten zusammengeschrieben.
Die Wissenschaftler führten unter den Stichworten SARS, MERS und Coronaviren
eine Onlinesuche in PubMed und Web of Science durch. Sie sagen, der
Ernährungsstatus sei bisher nicht als Faktor betrachtet worden, der zur
Entstehung von viralen Infektionskrankheiten beitragen könne. In dem Fachartikel
der chinesischen Wissenschaftler werden auch verschiedene Mikronährstoffe
Ja und jetzt wird es spannend. Jetzt kommen wir zum Thema. Was sagen die
Wissenschaftler, welche Mikronährstoffe sind relevant?
Ja, es wird z. B. das Vitamin A genannt. Das Vitamin A wird
ja auch als das antiinfektiöse Vitamin bezeichnet. Und wir wissen ja ganz genau,
dass viele Abwehrstrategien des Organismus von einer ausreichenden
Vitamin-A-Versorgung abhängen, z. B. auch die Integrität der Schleimhäute. Es
ist auch bekannt, dass ein Vitamin-A-Mangel z. B. stark mit der Masernerkrankung
und Durchfall assoziiert ist.
Eine Vitamin-A-Supplementierung bietet auch einigen Schutz gegen die
Komplikationen anderer lebensbedrohender Infektionen, einschließlich Malaria,
Lungenerkrankungen und HIV. Man kann also sagen: Vitamin A ist bei der
Behandlung des neuen Coronavirus und zur Prävention von Lungeninfektionen eine
vielversprechende Option.
Dann sind auch die B-Vitamine zu erwähnt. Jedes B-Vitamin hat
ja eine Bedeutung im Immunsystem. Das heißt mit anderen Worten: Ein Mangel an
B-Vitaminen kann die Immunabwehr schwächen. Insofern sind also die B-Vitamine
eine Art Basisoption oder Basisbehandlung bei der Behandlung von COVID-19. Die
B-Vitamine sollten Virus-infizierten Patienten verabreicht werden, um das
Dann muss man unbedingt das Vitamin C erwähnen. Vitamin C
unterstützt die Immunfunktionen und hat einen gewissen Schutzeffekt gegen
Infektionen, die durch Coronaviren hervorgerufen werden. Drei kontrollierte
Studien hatten berichtet, dass eine Vitamin-C-Supplementierung das Auftreten von
Lungenentzündungen vermindert kann.
Vitamin C könnte die Anfälligkeit für Infektionen der unteren Atemwege unter
bestimmten Bedingungen verhindern. Das neue Coronavirus ist dafür bekannt, dass
es hauptsächlich Infektionen der unteren Atemwege bewirkt. Deshalb könnte eine
Vitamin-C-Supplementierung eine der effektiven Behandlungsmaßnahmen für die
Behandlung von Covid-19 darstellen.
Dann spielt auch Vitamin D eine wichtige Rolle für den Erhalt
der Immunkompetenz. Es ist ja so, dass in den Wintermonaten eine große Zahl von
Erwachsenen, niedrige Spiegel von Vitamin D hat. Das neue Coronaviurs wurde
erstmals im Winter 2019 identifiziert und befällt hauptsächlich Personen
mittleren und höheren Lebensalters. Man kann also davon ausgehen, dass die
Virus-infizierten Personen einen unzureichenden Vitamin-D-Status haben.
Vitamin D benötigt man auch für die Reifung der Immunzellen. Aus diesem Grund
könnte Vitamin D eine weitere wichtige therapeutische Option bei der Behandlung
dieser neuen Viruserkrankung darstellen.
Ein weiteres Vitamin wäre Vitamin E. Vitamin E ist ja
bekanntlich ein fettlösliches Vitamin und spielt eine bedeutende Rolle für die
Reduzierung von oxidativem Stress.
Dann kommen wir zu den Spurenelementen. Zu erwähnen ist hier Selen.
Selen spielt eine bedeutende Rolle für die Regulierung des Redoxgleichgewichts.
Ein Mangel an Selen beeinträchtigt nicht nur die Immunantwort, sondern hat auch
einen Einfluss auf die viralen Krankheitserreger selber. Es ist bekannt, dass
ein Selenmangel, die Mutation von RNA-Viren fördern. Das heißt, es kommt
vermehrt zu einer Bildung von Varianten mit einer erhöhten Ansteckungspotenz,
man spricht auch von einer erhöhten Virulenz.
Ein Selenmangel kann nicht nur die Pathologie von Grippeviren erhöhen, sondern
beschleunigt auch Veränderungen des Genoms bei Coxsackie-Viren. Deshalb kann man
durchaus sagen, dass eine Supplementierung von Selen auch eine mögliche
therapeutische Option bei der Behandlung des neuen Coronavirus darstellt.
Dann ganz wichtig: Viele Menschen wissen ja, dass Zink für die
Immunkompetenz eine zentrale Rolle spielt. Zink ist wichtig sowohl für das
angeborene wie auch das erworbene Immunsystem. Man hat mehrfach nachgewiesen,
dass ein Zinkmangel zu einer Dysfunktion der humoralen und zellvermittelten
Immunantwort führt. Allgemein gesprochen: Ein Zinkmangel erhöht die Anfälligkeit
für Infektionserkrankungen.
Zink wurden z. B. auch mit Erfolg bei der SARS-Virus-Infektion eingesetzt.
Ein weiteres wichtiges Spurenelement ist Eisen. Ein Eisenmangel
kann die Immunkompetenz beeinträchtigen. Es wurde berichtet, dass ein
Eisenmangel ein Risikofaktor für die Entwicklung von akuten Atemwegsinfekten
ist. Allerdings muss man auch aufpassen, dass man keine Eisenüberladung erzeugt,
denn durch die Eisenüberladung entsteht dann oxidativer Stress und der kann
wiederum dann Virus-Mutationen begünstigen.
Dann erwähnen die chinesischen Wissenschaftler noch einen weiteren
Mikronährstoff, nämlich die Alpha-Liponsäure. Sie erwähnen die
Alpha-Liponsäure deshalb, weil nachgewiesen wurde, das Alpha Liponsäure die
Vermehrung von HIV 1 vermindern kann.
Das heißt praktisch: Mikronährstoffe haben schon ein sehr großes Potenzial,
um - sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt - das Immunsystem zu stärken und
gegebenenfalls, jetzt z. B. auch diesen Coronavirus abzuwehren. Kann man das so
Das kann man schon so formulieren. Sicher ist auf jeden Fall, dass die
Immunkompetenz in hohem Maße abhängig von einer guten Versorgung mit
Mikronährstoffen. Und deshalb ist es empfehlenswert, dass man den
Mikronährstoffstatus überprüft. Das heißt, man schaut nach im Blut, ob die
wichtigen Mikronährstoffe für das Immunsystem auch ausreichend vorhanden sind.
Und das machen wir im Diagnostischen Centrum. Wir bieten nämlich das
DCMS-Immun-Profil an. Neben den eben erwähnten Mikronährstoffen gibt es
zahlreiche weitere Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, die
einen imunmodulierenden Effekt haben. Folgen Sie einfach dem Link in den
Shownotes über das DCMS-Immun-Profil. Jetzt trotzdem nochmal meine Frage an Dr.
Kugler. Gibt es noch andere Behandlungs-Ideen?
Ja man könnte z. B. Infusionen mit Mikronährstoffen durchführen lassen - in
der Naturklinik in Michelrieth. Dort können dann ganz gezielt die
Mikronährstoffe verabreicht werden, die für´s Immunsystem wichtig sind. Das ist
auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme zur Vorbeugung gegen Infektionen mit dem
Also wenn man jetzt keinen Pool aufgebaut hat mit Mikronährstoffen, ist das
dann am effektivsten, so eine Infusion? Weil die Mikronährstoffe gehen dann
direkt ins Blut und werden über das Blut in den Zellen aufgenommen. Verstehe ich
Durch Infusionen bekommt man sozusagen die Mikronährstoffe direkt ins Blut,
direkt in den Körper. Deswegen sind Infusionen eigentlich immer die effektivste
Methode zur Supplementierung.
O. K. Auch hier finden Sie noch mal den Link zur Naturklinik über die
Shownotes. Für heute sagen wir danke für`s Zuhören und seien sie nicht zu
ängstlich, aber vorsichtig.