Ich bin Autist und Psychologe und wurde erst mit 32 diagnostiziert – in dieser Sendung gehts drum, dass ich das Glück hatte, einen Pausenraum voller Autist:innen selbst zu erleben. Ich war sehr überrascht, was sich dort ereignete – sobald keine neurologisch typischen/neurotypischen Augen mehr dabeiwaren.
„Typisch“ für Autist:innen sei ja normalerweise, dass wir Pausen nicht mögen (was in üblichen Kontexten ja auch stimmt!) , weil wir dann nicht wissen, was wir tun sollen und erstarren oder nervös werden bzw. einen ruhigen Platz suchen gehen.
Wie aber AS – typisch autistischerweise, wenn wir grad keinen Stress, keine Angst und keine Schmerzen, u. auch keine Langeweile+keine Überforderung verspüren, – dann wirklich funktionieren oder gar – wie ein autistischer Pausenraum ohne neurotypischer Definitionsmacht beginnt – sich zu sich selbst u. der eigenen Authentizität hinzubewegen, existiert in der Debatte wenn, dann nur in neurodivergenten Diskussionen – und selbst dort selten.
Hier soll das anders sein – vor Allem, da mich selbst diese Erlebnisse sehr überrascht haben und meine Sicht auf mich stark verändert haben.
Es war der vertiefende Beginn dessen, zu fragen: Ist Autismus wirklich Autismus?
Im Sinne von: Wie schlecht verstehen wir Autismus in Wirklichkeit?
Das ist der Hintergrund dieser Folge, die sehr konkret schildert, was und auf welche Art ich dort erlebte.