PS: Die Entspannungsübung, deren Namen mir nicht einfiel, ist die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson
Dieses Podcast ist Teil meiner Serie „Wie geht Heilung?"
Wir leben in einer Zeit, in der Runterfahren fast zur Religion geworden ist. Vagus, Atem, Sicherheit, Regulation – alles wichtig, alles sinnvoll. Und trotzdem nur die halbe Geschichte.
Denn das Ziel ist nicht: Ich bin so ruhig. Das Ziel ist Schwingungsfähigkeit. Traurig sein können, ohne aus dem Window of Tolerance zu kippen. In Spannung gehen und wieder herauskommen. Adaptiv reagieren, statt starr zu werden.
Und Schwingung braucht Kontrast.
Unsere Wohnungen sind das ganze Jahr gleich warm. Das Duschwasser auch. Körperlich fordert uns kaum noch etwas. Alles ist weichgespült – und dafür sind wir schlicht nicht gebaut. Wir sind gemacht für kurzen, heftigen Stress: einmal wegrennen, einmal auseinandersetzen, dann ist es vorbei. Wofür wir nicht gemacht sind: achtzehn Jahre Kindheit unter Dauerstress. Das wirft ein System komplett aus der Bahn.
Für diesen Unterschied gibt es einen Begriff aus der Biologie: Hormesis. Gemeint ist das Prinzip, dass ein Reiz, der kurz und dosiert auftritt, ein System stärker macht – während derselbe Reiz im Dauerzustand es zerstört. Kälte, Hitze, Anstrengung, Hunger: Alles davon baut Anpassungsfähigkeit auf, solange es begrenzt bleibt und eine Erholung folgt. Genau diese Begrenzung fehlt im chronischen Stress.
In diesem Video geht es darum, warum Heilung auch Widerstand braucht.
Mehr Informationen findest du auf https://traumaheilung.de/ oder https://www.damicharf.com/
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