Das Goldene Vlies / Der Literaturpodcast

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Das Goldene Vlies / Der Literaturpodcast episodes

  • #20 Autofiktion: Frausein vs. Erinnerung eines Mädchens mit Mithu Sanyal

    Mit Mithu Sanyal (Identitti, 2021) als Gast, klärt diese Folge, ob Autofiktion nur oberflächliche Selbstdarstellung oder nicht doch eher tiefgründiges Weltverstehen ist. So unbekannt der Begriff Autofiktion noch sein mag, so bekannt ist eine ihrer Pionierinnen: Annie Ernaux, Nobelpreisträgerin von 2022. Sie, die sich einmal selbst als Ethnologin ihres Lebens bezeichnet hat, speist ihre Bücher allein aus Episoden aus ihrem eigenen Leben. Sie nimmt die Ereignisse und Erfahrungen auseinander, geht ihnen auf den Grund und setzt sie neu zusammen. Und genau das ist Autofiktion par excellence - wenn die Protagonistin die Autorin selbst ist, der Roman aber nicht als deskriptive Autobiographie, sondern weiterhin im Duktus der Fiktion geschrieben ist. So wie Annie Ernaux Roman ‘Erinnerungen eines Mädchens’, um den es neben Mely Kyaks Text  ‘Frausein’ in dieser Folge geht.


    Alle Zitate aus:

    Ernaux, Annie, Erinnerung eines Mädchens, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2018

    Kiyak, Mely, Frausein, Carls Hanser Verlag, München, 2020

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    54 min
  • #19 Diaspora: Zähne zeigen vs Ein erhabenes Königreich mit Marina Weisband

    Was verbindet die Protagonist*innen von Zadie Smiths ‘Zähne zeigen’ und Yaa Gyasis ‘Ein erhabenes Königreich’? Ganz offensichtlich erstmal: dort wo sie leben - England und Alabama - gehören sie einer ethnischen Minderheit an. Und, weniger offensichtlich, mit im Handgepäck waren nicht nur andere Gewürze und Gewänder, sondern auch: ein anderer Glaube. 

    Damit leben sie per definitionem in der Diaspora. Heute nennt man so oft nationale, früher aber vor allem religiöse Minderheiten, die in einer andersgläubigen Mehrheitsgesellschaft leben. Was macht das Leben in der Diaspora mit dem, an was man glaubt - oder nicht glaubt?


    Ihr Leben auf der Schnittstelle von zwei Weltbildern und im Austesten der Sollbruchstellen ihrer Religionen könnt ihr in dieser Folge hören. Marina Weisband ist zu Gast und erzählt davon, wie sich das Judentum als Veteranenreligion was Diaspora angeht schon seit Jahrtausenden in diesem Zwischenraum eingerichtet hat.


    Alle Zitate beziehen sich auf folgende Ausgaben:

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, DuMont, Köln, 2021

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2010


    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 35f.

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 46f.

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 461

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 485/486

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 52

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 19

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 600

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 175

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 191ff

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 171

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 39

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 54

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 50

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 581

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 374f

    Smith, Zadie, Zähne zeigen, S. 377f

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 40

    Gyasi, Yaa, Ein erhabenes Königreich, S. 79



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    1 hr 9 min
  • #18 Beziehungs-Weise: A Long Way Down vs. Das Leben ist eines der härtesten

    Wie können uns Beziehungen zu anderen aus der Krise helfen? Wieso erkennen wir uns erst durch fremde Augen selbst? Und warum sind Perspektivwechsel so wichtig? Diese Fragen dröseln Nick Hornby in A Long Way Down und Giulia Becker in Das Leben ist eines der härtesten anhand ihrer vier Protagonisten auf, die sich nicht nur auf eine gemeinsame Reise in tropische Gefilde machen, sondern auch Lebenskrisen zusammen meistern. Und am Ende merken: Auch wenn die anderen manchmal nerven, ist das Leben nicht unbedingt leichter ohne sie. Das Ganze ist nun mal mehr als die Summe der einzelnen Teile.


    Alle Zitate aus:

    Becker, Giulia, Das Leben ist einer der härtesten, Rowohlt, Hamburg, 2019

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, London, 2006


    Becker, Giulia, Das Leben ist einer der härtesten, S. 22

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 156

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 37

    Becker, Giulia, Das Leben ist einer der härtesten, S. 47

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 134

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 199

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 169 + S. 235

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 143f

    Becker, Giulia, Das Leben ist einer der härtesten, S. 41f

    Becker, Giulia, Das Leben ist einer der härtesten, S. 139f

    Hornby, Nick, A Long Way Down, Penguin Books, S. 192

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    48 min
  • #17 Demenz: Brunnenstraße vs. Der alte König in seinem Exil

    Andrea Sawatzkis ‘Brunnenstraße’ und Arno Geigers ‘Der alte König in seinem Exil’: selten habe ich in einer Podcastfolge zwei so unterschiedliche Perspektiven zu dem gleichen Thema reflektiert.

    Wieso das so ist, wird schnell klar: beide beschreiben sehr persönlich die letzten Jahre mit ihren an Demenz erkrankten Vätern - und das Erlebte ist so verschieden wie ihre Schicksale individuell. Beide erzählen, was die Krankheit mit ihnen gemacht hat. 


    Für Arno Geiger setzt die Alzheimererkankung seines Vaters August einen Prozess in Gang wirft, wie er übers Altern, übers Leben, übers Verwurzeltsein - ja - übers Denken nachdenkt, Sein Essay ‘Der alte König in seinem Exil’ liest sich wie eine Hommage an den Vater, der ihn einlädt die Welt neu zu sehen.


    Für Andrea Sawatzki dagegen bedeutet die Krankheit ihres Vaters eine Hölle, die sie lange Zeit tief in sich vergraben hat, in die sie jetzt aber mit ‘Brunnenstraße’ Einblicke gibt. Sie - die Schauspielerin - zoomt wie in einem Film kurz in einzelne Schlüsselszenen dieses endlosen Horrors hinein, um am Ende ein erschütterndes Bild entstehen zu lassen.


    Alle Zitate beziehen sich auf:


    Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, Piper, München, 2022

    Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, dtv, 2012


    05:24 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.52

    06:27 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.45

    08:34 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil,S.7

    09:37 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.74

    10:41 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.86

    15:30 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil,S.10

    16:29 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.139

    17:37 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.50f

    18:52 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.64

    20:33 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.128

    21:39 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.96

    22:35 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.82

    28:57 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.111

    30:20 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.187

    31:10 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S. 107f.

    34:29 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.57

    36:33 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.45

    37:58 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.133f

    39:20 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S. 72

    39:51 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.80

    42:39 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.80

    43:25 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.11

    43:43 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.146

    45:49 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.84

    46:33 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.160

    47:25 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.8f

    48:21 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.89

    51:36 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.46

    52:58 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.52

    55:40 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.118

    57:05 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.58f

    58:23 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.11

    01:00:33 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.73

    01:02:15 Geiger, Arno, Der alte König in seinem Exil, S.12

    01:03:22 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.101

    01:04:55 Sawatzki, Andrea, Brunnenstraße, S.169



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    1 hr 9 min
  • #16 Third Culture Kid: Identitti vs. Der Russe ist einer der Birken liebt

    Aufwachsen zwischen den Kulturen ist immer tricky: Identitätskonflikte, nicht wissen, ob man sich zugehörig oder fremd fühlt, Konfrontation mit Rassismus,

    zusätzliche Belastungen durch Trauma der Eltern - die Liste der Möglichkeiten ist lang, aber meistens ganz unterschiedlich zusammengesetzt.

    So wie bei Nivedita aus ‘Identitti’ und Mascha aus ‘Der Russe ist einer der Birken liebt’: Nivedita mit Eltern aus Polen und Indien erlebt ein ganz anderes Deutschland als Mascha, die mit ihren Eltern aus Aserbaidschan geflüchtet ist.


    Beide treiben auf ihre Weise in der konturenlosen Unkenntlichkeit zwischen den Kulturen und wenden dabei ganz unterschiedliche Strategien an, um darin nicht unterzugehen. Welche, das klären Frank Joung vom Podcast ‘Halbe Katoffl’ und ich heute in dieser Folge.


    Alle Zitate beziehen sich auf:


    Grjasnowa, Olga, Der Russe ist einer der Birken liebt, dtv,, München, 2013

    Sanyal, Mithu, Identitti, Carl Hanser Verlag, Münschen, 2021


    05:46M. Sanyal, Identitti, S. 343

    13:48M. Sanyal, Identitti, S.89

    15:04 M. Sanyal, Identitti, S. 307

    16:09O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 63

    17:38M. Sanyal, Identitti, S. 62

    22:18O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 167

    23:43M. Sanyal, Identitti, S. 47f

    25:14O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 241

    26:50O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 2

    27:35M. Sanyal, Identitti, S. 142f.

    29:01M. Sanyal, Identitti, S. 116

    35:02M. Sanyal, Identitti, S. 97

    36:35M. Sanyal, Identitti, S. 17f

    37:42M. Sanyal, Identitti, S. 155

    46:10O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 113

    46:55O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 53

    48:01O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 156f

    49:48M. Sanyal, Identitti, S. 354

    50:52M. Sanyal, Identitti, S. 242

    51:31M. Sanyal, Identitti, S. 415

    56:31O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 14

    57:05O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 245

    58:18O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 37

    59:21M. Sanyal, Identitti, S. 45

    01:05:21 M. Sanyal, Identitti, S. 102

    01:05:51 O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 12

    01:06:38 O. Grjasnowa, Der Russe ist einer…, S. 27f

    01:07:31 M. Sanyal, Identitti, S. 174

    01:08:34 M. Sanyal, Identitti, S. 365

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    1 hr 18 min
  • Old but Gold: ‘Drachenläufer’ vs. ‘Krabat’ - Freundschaft und Verrat

    HIGHLIGHT AUS STAFFEL 1


    Freundschaft trägt einen durch alles und ist selbst doch sehr zerbrechlich: wie weit gehen wir für unsere Freunde und für wen sind wir mehr da, wenn es hart auf hart kommt – für sie oder uns?

    Und schützt tiefe Freundschaft vor miesen Gefühlen wie Futterneid oder Missgunst? Oder macht unser innerer Schweinehund da keine Ausnahme? All diese Fragen versuche ich duch ‘Krabat’ von Otfried Preußler und ‘Drachenläufer’ von Khaled Hosseini zu ergründen.

    Vor allem aber beschäftigt mich: was passiert nach dem Verrat? Wie lebt es sich damit? Lässt sich so ein Verrat am Freund wieder gut machen? Vertrauen wieder erlangen – oder hat man nur diese eine Chance?


    (09:38) Die Sage um eine verhexte Mühle im Koselbruch hat Otfried Preußler nicht erfunden, sondern sie geht auf eine alte sorbische Legende zurück – und es scheint sogar eine historische Person zu geben, die als Vorlage für Krabat diente. Hier hört ihr mehr:

    https://www.mdr.de/kultur/literatur/krabat-spuren-sorben-mythos-100.html


    (19:10) Dass die Taliban ihren Herrschaftsanspruch nicht nur mit verqueren religiösen Ideen begründeten, sondern auch mit rassistischen Überlegenheitsfantasien, ist im Westen oft wenig bekannt. Was die Herrschaft der Taliban jedoch besonders für die Minderheit der Hazara bedeutet hat, fasst dieser Artikel etwas zusammen:

    https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-zivilisation/die-hazara


    (29:33) Hassans Sohn heißt nicht ohne Grund Suhrab: immer und immer wieder haben Amir und Hassan als Kinder diese legendäre persische Sage durchgespielt – und damit auch ihren eignen Konflikt antizipiert:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rostam_und_Sohrab


    (35:53) Die Taliban kam nicht aus dem Nichts, hinterließ jedoch komplette Zerstörung: wie es zu dem Phänomen Taliban kommen konnte, was die Jahre ihrer Herrschaft angerichtet haben und wie sie bis heute agieren, das zeichnet diese Doku nach:

    https://www.youtube.com/watch?v=AnYFDyhl8zA


    Alle Zitate beziehen sich auf folgende Ausgaben:

    Preußler, Otfried, Krabat. Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2008

    Hosseini, Khaled, Drachenläufer, Berlin Verlag, Berlin, 2007


    05:27Preußler, S.10

    06:46Preußler, S.30

    07:50Preußler, S. 218f.

    09:58Hosseini, S. 53f.

    11:50Hosseini, S. 85f.

    13:04Hosseini, S. 115

    14:31Preußler, S. 304

    16:00Preußler, S. 290

    17:10Hosseini, S. 80

    20:22Hosseini, S. 214

    21:28Preußler, S. 250f.

    22:55Hosseini, S. 193

    24:00Preußler, S. 269

    25:04Hosseini, S. 56

    26:02Preußler, S. 244

    27:18Preußler, S. 290

    28:33Hosseini, S. 233f.

    29:49Hosseini, S. 239f.

    31:42Preußler, S. 124 & S. 273

    33:22Hosseini, S. 198

    34:40Preußler, S. 288f

    35:51Hosseini, S. 295

    37:45 Preußler, S. 302&236

    39:00Hosseini, S. 301

    41:32Preußler, S. 350

    42:33Preußler, S. 229

    43:35Hosseini, S. 363

    44:43Hosseini, S. 310

    An alle, die noch nicht genug bekommen haben: hier geht's zu den Bonusfolgen... https://plus.acast.com/s/das-goldene-vlies-der-literaturpodcast.


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    47 min
  • #15 Feminismus oder Apokalypse ✊ Die Wand vs. Z for Zachariah

    Feminismus oder Apokalypse: ‘Die Wand’ vs. ‘Z for Zachariah’


    Dass toxische Männlichkeit uns eines Tages ausrotten könnte, scheint nicht mehr sehr weit hergeholt zu sein. Aber wie nah Apokalypse und Feminismus wirklich beieinander liegen, zeigen ‘Z for Zachariah’ (R.C. O’Brien) und ‘Die Wand’ (M. Haushofer). In beiden Romanen kämpft jeweils eine Frau, die ganz allein in einer postapokalyptischen Welt zurückgeblieben ist, in einem abgeschiedenen Tal ums Überleben. Und dabei reflektieren beide die verblichene Gesellschaft: welche Rolle sie ihnen zugewiesen hatte, welche Spiele sie selbst mitgespielt haben - von Mutterschaft über den male gaze, den männlichen Blick, bis hin zu Mansplaining. Sich davon endlich frei zu machen und außerdem einen neuen Sinn für ein erfülltes Frauenleben zu finden, das scheint selbst in diesem Kontext schwierig genug. Da braucht es dann wirklich nicht noch finstere Typen, die von außen eindringen, um alles wieder kaputt zu machen und alte Strukturen zu etablieren…


    Die Studie zur Care-Arbeit

    https://www.oxfam.de/unsere-arbeit/themen/care-arbeit


    Der Essay, der Mansplaining 2008 mit entlarvt hat, ist in dieser Essaysammlung zu finden:

    Solnit Rebecca, Men Explain Things to Me, Haymarket Books, Chicago, 2014


    Hier kann man zu Frauen und Wut weiterlesen:

    Hoeder, Ciani-Sophia, Wut und Böse, Hanser Verlag, München, 2021


    Die ‘Schriftstellerin aus Notwehr’:

    Krien, Daniela, Die Liebe im Ernstfall, Diogenes, Zürich, 2019


    Alle Zitate beziehen sich auf:

    Haushofer, Marlen, Die Wand, List Taschenbuch, Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2004

    O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, The Simon Pulse Edition, New York, 2007


    08:34Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 221f.

    09:17O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 242

    11:35Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 202f.

    21:39Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 51

    22:51O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 104

    31:35O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 45

    34:20O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 151f.

    35:33O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 70f.

    40:19O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 149f.

    41:40O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 142

    43:03O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 231

    43:40O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 36

    47:00O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 162 & S. 231

    48:03Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 122f.

    49:23Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 275

    54:03Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 99

    55:46O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 55

    56:39Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 259 & S. 151

    57:40Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 73f.

    58:54Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 239

    59:38Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 224

    01:00:00Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 7

    01:00:44O’Brien, Robert C., Z for Zachariah, S. 5

    01:04:42Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 211f.

    01:05:55Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 185

    01:08:26Haushofer, Marlen, Die Wand, S. 124

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    1 hr 15 min
  • #14 Weihnachten: A Christmas Carol - Was steckt dahinter?

    ‘A Christmas Carol’ von Charles Dickens ist bis heute die beliebteste Weihnachtsgeschichte - direkt nach der Bibel. ​​Aber worum geht es eigentlich nochmal…? Wie viele Geister besuchen Ebenezer Scrooge genau und was wollen die eigentlich von ihm?

    Das und noch viel mehr erfahrt ihr in dieser Folge. Zum Beispiel klären wir auch die Frage, warum Charles Dickens 1843 diese weihnachtliche Gothic Novel überhaupt geschrieben hat - zum Gruseln oder zum Nachdenken? 

    Und wie hängt die ganze heimelige Story von Christmas Pudding, Mistelzweigen und Truthähnen am Ende mit Kinderarbeit, Armut und der industriellen Revolution zusammen?

    🎄 Also, reinge-ho-ho-ho-rt ❄️ (sorry für den Wortwitz…)



    Alle Zitate aus 

    Dickens, Charles, Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte, Diogenes, Zürich, 2003


    Ihr könnt den Podcast auch bei Castbox finden:

    https://castbox.fm/channel/Das-Goldene-Vlies--Der%C2%A0Literaturpodcast-id3705436?country=us


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    38 min
  • #13 Postkoloniales Schreiben: Der Fall Meursault vs. Die weite Sargassosee

    Lesen – das steht für Perspektivöffnung und Welterweiterung, hat aber gleichzeitig auch ein Problem:

    Denn wir können nicht so tun, als ob alle Stimmen gleichermaßen die Chance haben, gehört zu werden. Wer in einer marginalisierten Sprache lebt, denkt oder schreibt, hat selten eine Chance zur Weltöffentlichkeit durchzudringen. Manchmal sind also die scheinbar vielen Stimmen aus vielen Romanen nur die Echokammer der immer gleichen Perspektive.

    Doch das nehmen die AutorInnen Postkolonialer Literatur nicht mehr hin, sie schreiben sich von der Peripherie ins Zentrum hinein.

    Wie sie das tun, erklärt mir meine Gästin Anna von pocolit.com


    Ihr könnt den Podcast auch bei Castbox finden


    Alle Zitate aus:

    Daoud, Kamel, Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2017

    Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München 2017


    13:04Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 17

    14:20Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 10

    16:54Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 16; S. 199

    17:31Daoud, Kamel, Der Fall Meursault ,S. 143

    18:56Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 16f; S. 73f.

    19:42Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 120

    24:37Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 16f

    25:11Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 111; S. 23

    27:02Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 101

    27:38Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 49

    28:24Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 12

    29:15Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 158

    29:55Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 40

    30:26Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S.22

    31:46Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 19f.

    32:16Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 32

    32:40Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 76

    33:14Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 116

    34:39Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 174

    35:48Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 47

    36:09Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 19

    36:58Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 78; S. 134

    37:58Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 68f.

    38:46Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 86

    40:16Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 67

    41:50Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 81f.

    43:18Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 117

    43:57Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 118

    45:12Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 33

    46:54Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 199

    47:39Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 211f.

    48:09 Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 86f.

    50:51Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 32

    52:11Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 156

    53:15Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S.67; S. 186

    54:10Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 112

    54:55Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 53

    55: 42Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 142

    56:45Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 121f.

    59:06Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 128; S. 61

    01:00:06Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 60f.

    01:01:05Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 11

    01:02:06Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 190f.

    01:03:30Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 126

    01:05:10Daoud, Kamel, Der Fall Meursault, S. 10

    01:06:30Rhys, Jeans, Die weite Sargassosee, S. 177

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    1 hr 14 min
  • #12 Büchergilde Gutenberg: Buchgemeinschaft von der Weimarer Republik bis heute

    In dieser Sonderfolge geht es nicht wie sonst um Bücher, sondern um Leser. Genauer gesagt um Buchgemeinschaften, in denen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts LeserInnen solidarisch zusammengeschlossen haben, um gute Literatur zu verbreiten und erschwinglich zu machen. Manche von ihnen sind im Laufe der letzten hundert Jahre verschwunden, aber die Büchergilde Gutenberg ist bestehen geblieben und hat sich als Lesegemeinschaft neu erfunden. Was da alles passiert ist und vor allem, wie so eine Buchgemeinschaft funktioniert erklären mir Corinna Santa Cruz, Silvio Mohr-Schaaff und Sofia Wacker.


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    29 min

About Das Goldene Vlies / Der Literaturpodcast

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