Das Mädchen aus der Severinstraße - Podcast zum Buch

Das Mädchen aus der Severinstraße - Podcast zum Buch

By Annette WienersArtsBooks
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Das Mädchen aus der Severinstraße - Podcast zum Buch episodes

  • #8 Eine Frau schreibt dem Papst

    Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz nimmt Stellung.

    Das Verhalten der katholischen Kirche zur Nazi-Zeit ist hoch umstritten. Einzelne Bischöfe halfen den Juden, andere hielten den Mund. Der Papst bekam 1933 einen Brief von einer Lehrerin aus Deutschland. Sie forderte ihn auf, öffentlich Stellung zu beziehen und die Judenverfolgung anzuprangern. Aber der Papst antwortete nicht – beziehungsweise antwortete er nicht ihr. Die Frau war die damals unbekannte Edith Stein, sie wurde später von der katholischen Kirche selig- und heiliggesprochen. Annette Wieners interviewt in dieser Podcast-Episode den Beauftragten der deutschen Bischofskonferenz, Prälat Prof. Moll. Eine Diskussion über das Verhalten der Kirche, Männer- und Frauenbilder.

    Das Interview wurde Ende Oktober 2019 aufgezeichnet und gekürzt.

    Im Abspann werden zwei weitere Podcasts erwähnt, die sich mit dem Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ befassen. Hier sind die links:

    Penguin lädt ein: https://penguinverlage.podigee.io/20-annettewieners

    Long Story Short: https://longstoryshort.podigee.io/15-episode14

    Ein Shoutout als Dankeschön! Es war toll bei euch.

    34 min
  • #7 Schweig um dein Leben

    Wie fühlt sich ein Kind, dessen Eltern gefährliche Geheimnisse hüten? Anni Mews ist so aufgewachsen: Ihre Eltern haben in Köln heftigen Widerstand gegen die Nazis geleistet. Sie saßen zwischendurch im Gefängnis und haben sich trotzdem nicht einschüchtern lassen. Aber sie mussten im Untergrund agieren und ihrer Tochter Anni einschärfen, niemals und unter keinen Umständen über das zu reden, was sie zu Hause hörte und sah.

    Anni hat es geschafft, den Mund zu halten, auch wenn es für sie als kleines Kind schwierig war. Im Gespräch mit Annette Wieners erzählt sie nun zögernd, wie es ihr damals erging. Die Erinnerung an ihren Kinderfreund, den jüdischen Jungen „kleiner Bär“, hat sie nie losgelassen.

    Das Gespräch wurde im Oktober 2019 aufgezeichnet und leicht gekürzt.

    16 min
  • #6 Sophie Bausch – falsche Pässe und Chanel

    Sophie, Tochter eines Schusters aus Köln-Mülheim, heiratet Anfang der 1930er Jahre einen reichen Fabrikanten und steigt in die vornehmsten Kreise von Köln auf. Aber anders als ihr Ehemann verabscheut sie die Nazis. Sie verschafft sich Kontakte zum Untergrund und leistet Widerstand – heimlich, aber auch stets auf ihren geliebten Pumps von Chanel.

    Jahrzehnte später liest Chris, die Enkelin von Sophie Bausch, den Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ und fühlt sich sehr an ihre Großmutter erinnert. Im Gespräch erzählt Chris der Autorin, Annette Wieners, wie ihre Großmutter in der Nazi-Zeit Juden versorgte, die in der Kölner Severinstraße versteckt waren. Und wie die Großmutter - egal zu welcher Zeit - ihre Kleidung in den Pariser Modehäusern „ergänzte“.

    Das Gespräch wurde im Oktober 2019 geführt, live on tape aufgezeichnet und leicht gekürzt.

    23 min
  • #5 Lesung mit Sounds und Hintergründen

    Kapitel 3 in einer besonderen Audio-Fassung

    Maria Reimer ist im Fotoatelier in Düsseldorf angekommen. Dort begegnet sie der eleganten Greta, dem kühlen Fotografen Noah und einem Obersturmbannführer der SS, der sie daran erinnert, dass in dieser Zeit kein Handschlag mehr harmlos sein kann.

    Annette Wieners liest Auszüge aus dem 3. Kapitel des Romans „Das Mädchen aus der Severinstraße“ in einer besonderen Bearbeitung, angereichert mit Geräuschen. Dazu hat sie wieder im Soundarchiv der BBC gestöbert.

    Habt ihr Fragen zum Roman? Anregungen zum Podcast? Schreibt an [email protected]

    Quellen:

    Soundarchiv der BBC: http://bbcsfx.acropolis.org.uk/

    Textausschnitt: „Das Mädchen aus der Severinstraße“, Blanvalet Verlag 2019, S. 37- 49.

    Titelmusik: Cirque de rêves by Nikolas Weber, Nutzungsrechte erworben als Extended Licence bei audeeyah / audiohub

    23 min
  • #4 Hygiene - Die deutsche Frau war widerspenstig

    Tüchtig sollte sie sein, sportlich, mütterlich, gehorsam und elegant. An die reichsdeutsche Frau wurden in den 1930er Jahren hohe Ansprüche gestellt. Dabei steckten die Nazis in einem Dilemma: Denn wenn es um Fortpflanzung und Verbesserung der Gene ging, kam der Frau eine echte Schlüsselposition zu, obwohl der Mann doch eigentlich höherstand. Die Lösung suchte man in einer allumfassenden Manipulation und Gehirnwäsche, auch mithilfe der Modezeitschriften und der Modefotografie. Ob und wie das funktionierte, erzählt Annette Wieners in dieser Podcast-Episode. Und Achtung: Es gibt auch etwas Ekliges über Individualhygiene und Rassenhygiene zu hören. Am Ende aber steht ein Sieg, weil die Idee von einer reichsdeutschen Mode ja grandios scheiterte.

    Quellen:

    Johannes Christoph Moderegger: Modefotografie in Deutschland 1929 – 1955, BoD, 2000

    Marion Beckers und Elisabeth Mortgaart: YVA. Else Neulaender. Modephotographie der Dreißiger Jahre. Edition A.B. Fischer 2009

    Deutscher Rundfunk 1938: Gespräch über Fragen der Rassenhygiene mit Martha Hess - Leiterin der Abteilung Frauen und Mädelarbeit https://archive.org/details/1938XxXxGesprachUberFragenDerRassenhygieneMitMarthaHessLeiterinDerAbteilungFrauenUndMadelarbeit3m10s

    Hitlers Rede an die NS-Frauenschaft auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1936 https://archive.org/details/19360911AdolfHitlerAnDieNSFrauenschaftAufDemReichsparteitagInNuernberg5m45s

    Hitlers Rede auf der Kulturtagung des Reichsparteitages in Nürnberg 1938 https://archive.org/details/19380906AdolfHitlerRedeAufDerKulturtagungDesReichsparteitagesInNuernberg4m16s

    Ufa-Tonwoche Nr. 480, November 1939 https://archive.org/details/1939-11-14-UfA-Tonwoche-Nr.480

    Die deutsche Wochenschau, August 1940, https://archive.org/details/1940-08-01-Die-Deutsche-Wochenschau-517

    20 min
  • #3 Extreme Haftung – Gestapo, Spielzeug und Mode

    In der Kölner Innenstadt wurden in den 1930er Jahren Menschen gefoltert und ermordet, nämlich in der Gestapo-Zentrale am Appellhofplatz. Nach dem Krieg hätte die Stadt Köln das alles am liebsten vergessen, aber es gab Fotos … Annette Wieners erzählt euch davon, denn die alte Gestapo-Zentrale war für ihre Roman-Recherche sehr wichtig, und auch andere Hot-Spots der Nazis gerieten dabei in den Fokus: Ein Kölner Rüstungsbetrieb, der nach dem Krieg diskret auf Spielzeug umschwenkte und von der Kölner Juristenprominenz unterstützt wurde.

    Im zweiten Teil dieser Episode #3 geht es um die Mode der Nazis. Das reichsdeutsche Modefach wollte die Pariser Designer übertrumpfen, und als das nicht funktionierte, nähte man die französischen Klamotten einfach nach und heftete deutsche Etiketten hinein.

    Quellen:

    Johannes Christoph Moderegger: Modefotografie in Deutschland 1929 – 1955, BoD, 2000

    Archivradio des SWR: Hitlers Machtübernahme im Parlament, 23. März 1933 https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/23,aexavarticle-swr-50990.html

    Making Fashion – by Humphrey Jennings 1938. Extract: https://www.youtube.com/watch?v=g-7z2OiiqzA

    Gertrud Scholz-Klink 1935 an die Reichsfrauenschaft und den BDM https://archive.org/details/19350512GertrudScholtzKlinkAnDieReichsfrauenschaftUndDenBDM57s

    Holocaust Opening Theme: https://www.youtube.com/watch?v=ra0oCezFPM0

    30 min
  • #2 Highlife in Braun – Köln war eine Hochburg der Nazis

    Weil das Rheinland so nah an Frankreich liegt, spielte es für Hitler eine besondere Rolle. Hier feierte er große Triumphe, und hier waren die Nazis besonders beliebt – auch wenn man das in Köln bis heute nicht so richtig wahrhaben will. Annette Wieners erzählt, wie sie bei der Recherche für den Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ das Bild von ihrer Stadt geraderücken musste. Sie belegt ihre Erkenntnisse mit Ausschnitten aus Hitler-Reden und Dokumentationen.

    Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann schreibt an [email protected]

    Quellen dieser Episode:

    Archivradio des SWR: Hitler in der Reichsprogromnacht. https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/9,aexavarticle-swr-55760.html

    Köln im Dritten Reich, Dokumentation von Hermann Rheindorf, Kölnprogramm 2013. Erhältlich z.B. auf www.rheindvd.de oder auf Vimeo: https://vimeo.com/channels/koelngeschichte/122860732

    Innenansichten – Deutschland 1937. Dokumentation von Michael Kloft 2012. Infos hier: https://programm.ard.de/TV/arte/innenansichten---deutschland-1937/eid_287248309015393

    Inside Nazi Germany von Julien Bryan 1938. Infos z.B. hier: https://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Objekte/entartete-kunst-doku-bryan.html?single=1

    Gauleiter Josef Grohé, Rede in den Kölner Messehallen 1941 zur Einführung des Judensterns. https://archive.org/details/19410928JosefGroheGauleiterKoelnAachenRedeAufEinerNSDAPKundgebungInDenKoelnerMes

    22 min
  • #1 Lesung mit historischen Sounds und Hintergründen

    Kapitel 1 mit historischen Originaltönen

    Der Roman lehnt sich an wahre Begebenheiten an, und für den Podcast hat Annette Wieners den Text mit historischen Sounds angereichert. Sie liest den Anfang von „Das Mädchen aus der Severinstraße“ und mischt ihn mit den passenden Geräuschen. Dazu hat sie im Soundarchiv der BBC gestöbert. Ein Beispiel: Die Zugfahrt von Maria Reimer im Jahr 1937 wird mit echten Abteilgeräuschen von damals unterlegt.

    Habt ihr Fragen zum Roman? Anregungen zum Podcast? Schreibt an [email protected]

    Quellen:

    Soundarchiv der BBC: http://bbcsfx.acropolis.org.uk/

    Textausschnitt: „Das Mädchen aus der Severinstraße“, Blanvalet Verlag 2019, S. 11 – 17.

    Titelmusik: Cirque de rêves by Nikolas Weber, Nutzungsrechte erworben als Extended Licence bei audeeyah / audiohub

    15 min
  • Trailer: Das Mädchen aus der Severinstraße - bald kommt der Podcast zum Buch

    Ein Buch, zwei Zeitebenen, zwei Jahre Recherche: „Das Mädchen aus der Severinstraße.“ In diesem Trailer gibt Annette Wieners einen Vorgeschmack auf den Podcast zum Buch. Der Roman erzählt die Geschichte einer Frau aus Köln, die 1937 als Fotomodell entdeckt wird. Gegen ihren Willen soll sie das Gesicht der Nazi-Propaganda werden. Die Ereignisse prägen die Familie für immer. Die Recherche zu der Geschichte brachte Dinge ans Licht, über die man am Rhein gerne schweigt: Die Verehrung für Hitler in Köln und das spätere Vertuschen, die Tricks ehemaliger NS-Firmen und die heutigen Gedächtnislücken. Außerdem geht es in dem Podcast um die Rolle der Mode im Dritten Reich. Die Nazis wollten mit einer rein deutschen Kleidung der Haute Couture in Paris den Rang ablaufen. Es hat nicht geklappt – auch weil Frauen wie Magda Goebbels das Deutsche nicht schick genug fanden. Die Themen werden in dem Podcast mit historischen Tönen angereichert. Am 19. September 2019 geht es los. Mehr dazu auf https://annette-wieners.de Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann schreibt an [email protected] oder hinterlasst eine Sprachnachricht auf Anchor.fm.

    2 min

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