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Barb Mehrens befragt Klaus Henning von Krosigk (2015)
Marketa Haist kümmert sich um einen Schulgarten in Karlsruhe. Alle sollten die Chance haben, zu beobachten, wie es kreucht und fleucht und wächst. Der Lohn der Arbeit ist ein tiefes Verständnis über das Gärtnern. Hören Sie, warum Himbeeren tolle Schulgartenpflanzen sind und warum es immer auch ein Sommerfest im Schulgarten geben sollte.
Immer wieder mussten Umweltkatastrophen technisch und planerisch überwunden werden. Während des Klimawandels gilt dies nun wieder. Straßen, Häuser, Feriengebiete: Unsere geplante und gebaute Umwelt gibt ressourcenverbrauchenden Lebensstilen zuviel Raum. Lebenswerte Landschaften setzen Anreize, weniger Ressourcen zu verbrauchen.
Interview mit der Landschaftsarchitektin Gwedolyn Kusters
Die Landschaftsarchitektin Gwendolyn Kusters hat ihre Aufgabe dann gut gemacht, wenn der neue Spielplatz eine Fangemeinde findet. Leider klappt das nicht immer. Denn wenn der Platz zu knapp und das Umfeld zu schwierig sind, gibt es viele Widerstände. Der Raum für Spielplätze und andere Freiräume muss schon frühzeitig in der Planung reserviert werden. Gwendolyn Kusters lotet mit Bettina Oppermann die Ebenen der kommunalen Planung aus.
In Frankfurt am Main wurden vor über 100 Jahren die ersten Kleingartenanlagen geschaffen, die die Versorgung der Menschen mit Freiräumen bis heute sichern. Jochen Wolschke-Bulmahn hat mit Gert Gröning Anfang der 90er Jahre eine Untersuchung zur Geschichte der Kleingärten in Frankfurt vorgelegt. Das weitsichtige Konzept von damals funktioniert noch heute: Die Chance, einen Garten zu bewirtschaften ist eng verbunden mit dem Anliegen für alle, Grünflächen sozial zu nutzen und vor Bebauung zu schützen.
Der Friedhof ist unser letzter Ort und der Ort für die Trauernden, so vielfältig wie das Leben. In der Kleinstadt wie in großen Städten genießen wir die besondere von einer Mauer umgebene Atmosphäre. Philipp Ludwig aus Hannover beschreibt die Pflanzen und die Gestaltung, Maria-Luise Kirchberg aus Limburg an der Lahn kennt die Wünsche der Trauernden. Feste Vorstellungen und neue Trends prallen aufeinander: Ausgehend von dem Begräbnis an der Kirche hat sich der Freiraum Friedhof über viele Jahrhunderte stetig verändert.
Jeden Tag eine halbe Stunde tanzen? Bewegung ist die erste Sprache aller Menschen, wir müssen sie nicht lernen, aber wir können sie verlernen.
Hermann Städtler leitete die Frietjof Nansen Schule in Hannover. Seine Erkenntnis: Kinder, die sich bewegen, können besser lernen. Sie erfahren ihre körperliche Wirkung in der Bewegung und werden dadurch selbstbewusst. Bewegungsangebote werden deshalb überall und dringend gebraucht: Im Wohnviertel, auf dem Weg zur Schule, dort auf dem Schulgelände und auf dem Pausenhof.
Sie hören ein Interview mit Ronald Clark, dem Direktor der Herrenhäuser Gärten in Hannover. Die Auswahl klimaangepasster Bäume, das Mähen der Wiesen und die Entsorgung großer Mengen von Müll gehören neben einem anspruchsvollen Kulturmanagement zu seinen Aufgaben. Immer geht es darum, modernen Bedürfnissen im Park Platz zu geben und unangemessenen Ansprüchen Grenzen aufzuzeigen. Herr Clark hat Gartenbau sowie Landschafts- und Freiraumplanung studiert. Er hat den Bereich Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover geleitet und die Entwicklung und Pflege ganz unterschiedlicher Freiräume verantwortet, bevor er sich ganz auf das Herrenhausener Ensemble konzentriert hat.
Wie in einem Brennglas kann man Freiraumpolitik auf Plätzen beobachten. Was unterscheidet den Alltagsplatz von der „guten Stube“, dem zentralen Platz einer Stadt? Warum brechen immer wieder Konflikte auf, wenn Plätze gut genutzt werden? Und wo soll die Reise hingehen, wenn es um die Umgestaltung der Innenstädte geht? Carlotta Reuter hat in Hannover Landschaftsarchitektur und Umweltplanung studiert. Sie vertritt die These, dass Plätze sich stetig wandeln und auch wandeln dürfen.
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