Wenn Formeln plötzlich Sinn ergeben
Was euch in dieser Episode erwartet
Stellt euch vor, es gibt eine Sprache, die jeder Mensch auf der Welt versteht, egal ob in Tokio, Nairobi oder München. Keine Übersetzungs-App nötig, keine Sprachbarriere. Klingt utopisch? Timur und Lara sagen: Die gibt es schon und sie heißt Mathematik.
In der zweiten Episode drehen wir die Sauerstoffflasche auf und funken einen der spannendsten Mathematiker Deutschlands an. Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert von der Technischen Universität München. Mit ihm sprechen Timur und Lara darüber, warum Mathe viel mehr ist als das, was wir aus der Schule kennen und warum ein geometrischer Beweis manchmal so schön sein kann wie ein gutes Musikstück.
Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert ist Mathematiker, Forscher, Musiker, Erfinder, Entwickler und vor allem jemand, der sein Wissen allen zugänglich und verständlich vermitteln möchte.
Er forscht an der TUM im Bereich der computerorientierten Geometrie: Wie kann ein Computer geometrische Sätze selbst beweisen? Wie lässt sich Mathematik so aufbereiten, dass man sie nicht nur versteht, sondern sieht? Genau darum geht es ihm. Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Bildung.
Richter-Gebert ist außerdem Gründer und Leiter des
ix-quadrat, einer interaktiven Mathematik-Ausstellung am Campus Garching der TUM, die Mathe für alle erlebbar macht, denn Mathematik gehört nicht nur in den Hörsaal.
Seinen Weg in die Wissenschaft begann er an der TU Darmstadt, promovierte gleichzeitig in Darmstadt und an der KTH Stockholm, forschte danach in der Industrie, habilitierte sich an der TU Berlin und lehrte an der ETH Zürich bevor er 2001 den Ruf als Professor für Geometrie und Visualisierung an die TUM annahm.