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Diese ist eine Audioversion der täglichen Andacht von Pastor Wilhelm Busch mit dem Titel "Der Herr ist mein Licht und mein Heil"
4. Januar:…auf dass er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des
Es war einmal ein hässlicher Mensch. Der war aber sehr eitel und ließ sich oft
photographieren. Doch jedes Mal, wenn er das hässliche Bild sah, war er sehr
unzufrieden und sagte: „Der Photograph kann nichts!“
So geht's den Menschen mit der Bibel. Sie zeigt dem natürlichen Menschen sein
Bild. Ein erschütterndes Bild! Darum mag er das Bild nicht.
Auch in unserem Text ist ein Bild des Menschen ohne Christus dargestellt.
Wir richten unser Augenmerk auf das Wörtlein „sitzen“. „Er sitzt“ – damit bezeichnen
wir im Deutschen die Lage eines Gefangenen.Ja, der Mensch ohne Erlösung „sitzt“.
Er sitzt „in Finsternis und Schatten des Todes“.
Der Gefangene ist ohnmächtig. Er kann sich nicht selbst befreien. Ihm muss
aufgeschlossen werden.So sitzt der natürliche Mensch „in Finsternis und Schatten
des Todes“. Er kann sich selber kein Licht geben. Er kann sich nicht selbst Frieden
geben. Er kann nicht selbst dem Todesschatten entrinnen.
O selig, wem der erscheint, der aufschließen kann und will: der Herr Jesus!
Das Wörtlein „sitzen“ hat aber noch einen anderen Sinn. Der Großpapa „sitzt“ am
warmen Ofen. Der müde Spaziergänger „sitzt“ auf der Bank. Wer „sitzt“, der hat
sich's bequem gemacht. Der ruht.Ein Krieger in der Schlacht sitzt nicht.
Nun „sitzt“ der Mensch „in Finsternis und Schatten des Todes“. Das ist das
Furchtbare: Er hat sich's darin bequem gemacht. Er ist darin sicher und zufrieden. Er
schläft in sein Verderben hinein.
Wie eine Fanfare ist Gottes Wort, wenn es ruft: „Stehe auf, der du schläfst, so wird
dich Christus erleuchten!
Erneure mich, o ewges Licht,
Und lass von deinem Angesicht
mein Herz und Seel mit deinem Schein
durchleuchtet und erfüllet sein.