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Ich will den Herrn loben, solange Ich lebe.
Nun will ich euch erzählen, wie ich die ersten 10 Minuten des neuen Jahres zubringe.
Ich könnte mir nämlich denken, dass die ersten 10 Minuten für das ganze Jahr
Der Kirchenvater Augustin hat gesagt: „Die erste Morgenstunde ist das Ruder des
Tages.“ Er meinte: Wie wir die erste Morgenstunde zubringen, das bestimmt den
Nun, dann ist vielleicht die erste Viertelstunde das Ruder des neuen Jahres. Und
darum also will ich euch erzählen, wie ich das neue Jahr anfange.
Da habe ich mit einer großen Schar junger Leute eine stille und feine Silvesterfeier
gehabt. Wenn es 12 Uhr geschlagen hat – seltsam bewegender Augenblick! –,
gehen wir hinaus in die Nacht.
Schnell haben die Posaunenbläser sich aufgebaut. Und dann singen und blasen wir:
„Großer Gott, wir loben dich …“
Dies Lob Gottes in den ersten 10 Minuten ist herrlich, ja überw.ltigend! Ringsum, wo
Geschrei und Feuerwerk war, wird’s auf einmal still. Die Leute hören zu.
Und ich muss denken: „So möchte ich das neue Jahr leben: erfüllt mit dem Lobe
Gottes! So mitreißend, dass es alles hässliche Lärmen der Weit übert.nt!“
„Dunkel liegt das neue Jahr vor uns.“ So fangen doch alle Neujahrs-Zeitungsartikel
an. Und jedem leuchtet das ein.
Aber es ist nicht wahr! Uns jedenfalls gilt das nicht! Hell liegt das neue Jahr vor uns.
Wir haben einen Herrn, den man immer loben kann. Und ihm vertrauen wir unser
Großer Gott, wir loben dich!
Herr, wir preisen deine Stärke!
Vor dir neigt die Erde sich
Und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
So bleibst du in Ewigkeit.