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Ein Gespräch über Postkolonialismus und die Singularität des Holocausts vor dem Hintergrund der documenta fifteen in Kassel.
Mag. Christian Ultsch, geb. 1969, studierte an der Uni Wien Politikwissenschaft, Völkerrecht und Volkswirtschaft. Er leitet seit 2004 das Außenpolitik-Ressort der Tageszeitung Die Presse und seit 2009 Die Presse am Sonntag. Niemand war öfter Journalist des Jahres der Fachzeitschrift Der Österreichische Journalist in der Kategorie Auslandspolitik als er: 2012, 2014, 2015, 2016. 2022 wurde mit dem erstmals vergebenen Arik-Brauer-Publizistikpreis ausgezeichnet.
Der Historiker und Journalist Peter Huemer wurde bekannt als Leiter der Fernsehsendung »Club 2« und Moderator der Hörfunksendung »Im Gespräch« im Rundfunksender Österreich 1.
Eine Produktion von Mena-Watch. Der Podcast ist auch als Video im YouTube Kanal von Mena-Watch zu sehen.
Der Generaldirektor der Hirtenberger Patronenfabrik galt als »Patronenkönig« Europas und war der erste Ehemann des späteren Hollywood-Stars Hedy Lamarr.
Aus einer Wiener jüdischen Familie stammend, bekannte er sich zum Faschismus. Er bewunderte Mussolini und exportierte seine Patronen nach Deutschland, Italien und Japan ebenso wie nach Russland. Von den Nazis als »Jude Mandl« gebrandmarkt, gelang es ihm sogar, die »Arisierung« seines Unternehmens zu verhandeln. Im argentinischen Exil galt er als Verbindungsmann der Nazis, die Geheimdienste beschatteten ihn argwöhnisch.
Im Gespräch mit Peter Huemer, bekannt als Leiter der Fernsehsendung »Club 2« und Moderator der Hörfunksendung »Im Gespräch« im Rundfunksender Österreich 1, erzählt Ursula Prutsch diese ungewöhnlich schillernde Lebensgeschichte. Die beiden Historiker bieten tiefe Einblicke in ein aufregendes Kapitel österreichischer Geschichte.
Ursula Prutsch, geboren 1965 in Graz, ist Professorin für US-amerikanische und lateinamerikanische Geschichte an der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ihre Forschungsgebiete sind u. a. die Geschichte Argentiniens, Migration aus Österreich nach Lateinamerika, Populismus, Politik und Gender. Zu ihren jüngsten Publikationen zählen eine Biografie über Eva Perón (2015) und ein Buch über den Populismus in den USA und in Lateinamerika (2019). Für ihre Biografie von Fritz Mandl konnte Ursula Prutsch den umfangreichen Nachlass des »Patronenkönigs« einsehen.
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Professor Aslan war viele Male Gastprofessor an israelischen Universitäten und hat privat auch Universitäten in den besetzten Gebieten besucht. Im Talk spricht er unter anderem darüber, wie selbstverständlich Juden und Muslime an den Universitäten und in anderen Bereichen zusammenleben und -arbeiten. Wenn man ordentlich Islamwissenschaften studieren will, kann man das in Israel tun. Das Bild, das die Medien von Israel zeichnen, hält er für verzerrt und ungerecht, weil es die Vielfalt des Landes nicht abbildet.
Ednan Aslan ist Professor für islamische Religionspädagogik am Institut für Islamisch-theologische Studien der Universität Wien. Sein Hauptforschungsgebiet ist die religiöse Erziehung muslimischer Kinder. Er absolvierte 1988 sein Studium als Sozialpädagoge an der Fachhochschule für Sozialwesen in Esslingen. Von 1990 bis 1992 studierte er Pädagogik und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Stuttgart. Er promovierte 1996 über die Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder in Österreich und Deutschland. Es folgten verschiedene Lehrtätigkeiten im akademischen Bereich, seit 2005 ist Aslan als Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht an den Pflichtschulen in Wien tätig. Seit 2008 ist er Professor für islamische Religionspädagogik am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien.
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Ist der Islam eine Religion des Friedens oder die Grundlage für das Kalifat des Islamischen Staates? Oder beides? Welche Verantwortung hat die Islamische Glaubensgemeinschaft für die Inhalte, die in den Moscheen gelehrt werden? Ist der Islam mit einer liberalen Demokratie vereinbar? Und was ist eigentlich aus dem Euro-Islam geworden?
Darüber sprechen Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan und Thomas M. Eppinger.
Aslan absolvierte 1988 sein Studium als Sozialpädagoge an der Fachhochschule für Sozialwesen in Esslingen. Von 1990 bis 1992 studierte er Pädagogik und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Stuttgart. Er promovierte 1996 über die Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder in Österreich und Deutschland. Es folgten verschiedene Lehrtätigkeiten im akademischen Bereich, seit 2005 ist Aslan als Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht an den Pflichtschulen in Wien tätig. Seit 2008 ist er Professor für islamische Religionspädagogik am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien.
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Gegründet als nationale Heimstätte für das jüdische Volk, ist Israel heute »als Jude unter den Staaten« vielen Anfeindungen ausgesetzt. Was ist der Grund für diese Angriffe auf den multikulturellsten Staat der Welt – nirgendwo sonst leben so viele verschiedene Ethnien, Kulturen und Religionen auf so engem Raum? Wie stehen die streng Religiösen zu ihrem Staat und warum wird eigentlich so oft gewählt? Darüber unterhalten sich Raimund Fastenbauer und Thomas Eppinger.
Raimund Fastenbauer war bis 2019 Generalsekretär des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich und Generalsekretär für jüdische Angelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.
Fastenbauer hat Judaistik und Politische Wissenschaften an der Universität Wien und Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert, wo er sein Studium mit dem Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1975 abschloss. 2018 erwarb er den Dr. phil. der Universität Wien mit einer Dissertation betreut von Klaus Davidowicz und Ednan Aslan.
Des Weiteren war er unter anderem Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Präsident des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt. Er engagiert sich im Kampf gegen alte und neue Formen des Antisemitismus und der Hetze gegen Israel. Zudem beschäftigt er sich mit dem interkonfessionellen Dialog und war als Lehrbeauftragter am Institut für Islamische Religionspädagogik tätig. Sein Buch Jud, Jahudi oder Zionist – der ausgegrenzte Feind erschien 2021 im Verlag Ferdinand Schöningh. Die Rezension von Florian Markl, wissenschaftlicher Leiter von Mena-Watch, finden Sie hier.
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Raimund Fastenbauer ist multikulturell aufgewachsen, ohne Bezug zum Judentum. Erst als er mit antisemitischen Ausschreitungen konfrontiert und in die Proteste gegen den nationalsozialistischen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz verwickelt wurde, klärte ihn seine Familie über seine Herkunft auf. In der Folge studierte er in Israel Hebräisch und in Wien Judaistik und Betriebswirtschaft, wurde Manager in einem Bankhaus und später Generalsekretär der IKG.
Im Gespräch erzählt er auch, wie sein Vater den Zweiten Weltkrieg überlebte, und berichtet von der unglaublichen Geschichte eines nach Argentinien geflohenen Nazis, der sich unfreiwillig selbst entlarvte, mit tatkräftiger Unterstützung der eigenen Mutter. Der Fall brachte Raimund Fastenbauer schließlich mit Simon Wiesenthal zusammen, aber mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Raimund Fastenbauer war bis 2019 Generalsekretär des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich und Generalsekretär für jüdische Angelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Fastenbauer hat Judaistik und Politische Wissenschaften an der Universität Wien und Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert, wo er sein Studium mit dem Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1975 abschloss. 2018 erwarb er den Dr. phil. der Universität Wien mit einer Dissertation betreut von Klaus Davidowicz und Ednan Aslan.
Des Weiteren war er unter anderem Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Präsident des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt. Er engagiert sich im Kampf gegen alte und neue Formen des Antisemitismus und der Hetze gegen Israel. Zudem beschäftigt er sich mit dem interkonfessionellen Dialog und war als Lehrbeauftragter am Institut für Islamische Religionspädagogik tätig.
Sein Buch Jud, Jahudi oder Zionist – der ausgegrenzte Feind erschien 2021 im Verlag Ferdinand Schöningh. Die Rezension von Florian Markl, wissenschaftlicher Leiter von Mena-Watch, finden Sie hier.
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Was ist Antisemitismus? Ist Antizionismus zugleich antisemitisch und wo verläuft die Grenze zu legitimer Kritik an der israelischen Regierung? Warum konnte der »rassische« Antisemitismus auf Wurzeln des christlichen und des islamischen Antisemitismus aufbauen? Und ist Antisemitismus überhaupt ein Problem der Juden? Über all das und noch mehr spricht Raimund Fastenbauer mit Thomas Eppinger, dem Herausgeber von Mena-Watch.
Raimund Fastenbauer war bis 2019 Generalsekretär des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich und Generalsekretär für jüdische Angelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Fastenbauer hat Judaistik und Politische Wissenschaften an der Universität Wien und Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert, wo er sein Studium mit dem Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1975 abschloss. 2018 erwarb er den Dr. phil. der Universität Wien mit einer Dissertation betreut von Klaus Davidowicz und Ednan Aslan.
Des Weiteren war er unter anderem Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Präsident des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt. Er engagiert sich im Kampf gegen alte und neue Formen des Antisemitismus und der Hetze gegen Israel. Zudem beschäftigt er sich mit dem interkonfessionellen Dialog und war als Lehrbeauftragter am Institut für Islamische Religionspädagogik tätig. Sein Buch Jud, Jahudi oder Zionist – der ausgegrenzte Feind erschien 2021 im Verlag Ferdinand Schöningh. Die Rezension von Florian Markl, wissenschaftlicher Leiter von Mena-Watch, finden Sie hier.
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Wer ist denn überhaupt Jude? Was unterscheidet die jüdische Religion von den anderen Buchreligionen und wie ist das eigentlich mit der Beschneidung und dem Schächten? Über das alles und noch mehr spricht Raimund Fastenbauer mit Thomas Eppinger, dem Herausgeber von Mena-Watch.
Raimund Fastenbauer war bis 2019 Generalsekretär des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich und Generalsekretär für jüdische Angelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Fastenbauer hat Judaistik und Politische Wissenschaften an der Universität Wien und Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert, wo er sein Studium mit dem Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1975 abschloss. 2018 erwarb er den Dr. phil. der Universität Wien mit einer Dissertation betreut von Klaus Davidowicz und Ednan Aslan.
Des Weiteren war er unter anderem Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Präsident des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt. Er engagiert sich im Kampf gegen alte und neue Formen des Antisemitismus und der Hetze gegen Israel. Zudem beschäftigt er sich mit dem interkonfessionellen Dialog und war als Lehrbeauftragter am Institut für Islamische Religionspädagogik tätig. Sein Buch Jud, Jahudi oder Zionist – der ausgegrenzte Feind erschien 2021 im Verlag Ferdinand Schöningh. Die Rezension von Florian Markl, wissenschaftlicher Leiter von Mena-Watch, finden Sie hier.
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Man muss ihn eigentlich nicht vorstellen: Wolf Biermann ist ein Gigant. Im März 2022 wurde ihm in Wien von Mena-Watch der Arik-Brauer-Publizistik-Preis verliehen. In den Kriterien für die Preisträger heißt es: »Der Arik-Brauer-Publizistik-Preis für das Lebenswerk wird an herausragende Persönlichkeiten aus den Bereichen Medien, Kunst und Politik verliehen, die sich durch ihren Mut ausgezeichnet haben, sich wenn nötig zwischen alle Stühle zu setzen und auf den Weg des geringsten Widerstands zu verzichten.«
Wolf Biermann entspricht all dem wie kaum ein anderer. Der Kommunist, der gegen die DDR-Bonzen antrat, bis sie ihn aus dem Land warfen. Der Linke, der sich nie mit dem linken Antizionismus gemein gemacht hat. Der Intellektuelle, der sich mit der Obrigkeit anlegt, in DDR ebenso wie im Westen. Der Kämpfer gegen linke und rechte Freiheits- und Menschenfeinde. Er hatte nie Angst, sich zwischen alle Stühle zu setzen und hat nie den Weg des geringsten Widerstands beschritten.
Im ersten Teil des Gesprächs mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer, bekannt als Leiter der Fernsehsendung »Club 2« und Moderator der Hörfunksendung »Im Gespräch« im Rundfunksender Österreich 1, spricht Biermann über Putin und seine Zeit in der DDR. Im zweiten Teil erzählt er von seinem berühmten Konzert 1976 in Köln, durch das ihn sein verstorbener Vater geleitet hat und das zu seiner Ausbürgerung führte, spricht über den Kommunismus und sein Judentum. Im dritten Teil geht es nicht zuletzt um Israel. Am Ende teilt Biermann Lebenserinnerungen mit dem Publikum, die ihm sichtlich wehtun.
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Man muss ihn eigentlich nicht vorstellen: Wolf Biermann ist ein Gigant. Im März 2022 wurde ihm in Wien von Mena-Watch der Arik-Brauer-Publizistik-Preis verliehen. In den Kriterien für die Preisträger heißt es: »Der Arik-Brauer-Publizistik-Preis für das Lebenswerk wird an herausragende Persönlichkeiten aus den Bereichen Medien, Kunst und Politik verliehen, die sich durch ihren Mut ausgezeichnet haben, sich wenn nötig zwischen alle Stühle zu setzen und auf den Weg des geringsten Widerstands zu verzichten.«
Wolf Biermann entspricht all dem wie kaum ein anderer. Der Kommunist, der gegen die DDR-Bonzen antrat, bis sie ihn aus dem Land warfen. Der Linke, der sich nie mit dem linken Antizionismus gemein gemacht hat. Der Intellektuelle, der sich mit der Obrigkeit anlegt, in DDR ebenso wie im Westen. Der Kämpfer gegen linke und rechte Freiheits- und Menschenfeinde. Er hatte nie Angst, sich zwischen alle Stühle zu setzen und hat nie den Weg des geringsten Widerstands beschritten.
Im ersten Teil des Gesprächs mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer, bekannt als Leiter der Fernsehsendung »Club 2« und Moderator der Hörfunksendung »Im Gespräch« im Rundfunksender Österreich 1, spricht Biermann über Putin und seine Zeit in der DDR. Im zweiten Teil erzählt er von seinem berühmten Konzert 1976 in Köln, durch das ihn sein verstorbener Vater geleitet hat und das zu seiner Ausbürgerung führte, spricht über den Kommunismus und sein Judentum. Im dritten Teil geht es nicht zuletzt um Israel. Am Ende teilt Biermann Lebenserinnerungen mit dem Publikum, die ihm sichtlich wehtun.
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