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Ein prägendes Erlebnis hatte Gerold Guger, CEO der SolOcean GmbH Austria, vor vielen Jahren auf den Malediven. Dort musste er nämlich mit ansehen, wie ein Tankschiff das Meer mit Dieselöl verunreinigte. "Ich fragte mich: Was kann man machen, um auf dem Wasser saubere Energie zu generieren?" So entwickelte er seine Idee von wasserdichten Solarzellen. Diese 2,4 Quadratmeter großen Hochauftriebsschwimmkörper (SolOcean Floaters) mit 460-Wattleistung besitzen eine hervorragende Flächeneffizienz und haben kein Verschattungsproblem. Darüber hinaus würden die Module durch das Wasser permanent gekühlt und seien deshalb viel effizienter als Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. 1 % der Süßwasserfläche mit Solarzellen und einer Gesamtleistung von 404 GW ersetzen 150 Atomkraftwerke. "Wir haben nun die Möglichkeiten und die Verantwortung, wir sollten es sofort machen." Derweil sucht das Startup noch nach Investoren. 1,1 Mio. Euro sollen über https://go.brn-ag.de/136 eingesammelt werden. Mit dem Geld werden die Zertifizierung bei TÜV Rheinland sowie der Formenbau finanziert. "2022 wird das Jahr, in dem wir mit den Auslieferungen durchstarten." Sogar der Gang an die Börse sei angedacht. Und in der zweiten Jahreshälfte 2022 soll dann auch auf den Malediven der erste Floater von Bord gehen.
Sektorkoppelung, V2G (Vehicle to Grid), Wärmepumpen, Leuchtturmprojekt 2040. W.E.B. CEO Frank Dumeier kommt ins Schwärmen, wenn er über die Lösungen der Klimakrise spricht. Lösungen, die es bereits gibt. Lösungen, die technisch schon "phantastisch" funktionieren. Lösungen, die sogar günstiger sind, als Techniken, die wir seit Jahrzehnten verwenden. Fossile Techniken - also Techniken, "mit denen wir unseren Planeten" vernichten, wie es der Pionier der erneuerbaren Energien auf den Punkt bringt. Die Ablehnung einiger Nimbys (Not in my Backyard) ist Dumeier "vollkommen unverständlich: Wir haben einen dramatischen und menschengemachten Klimawandel. Wer das heute noch leugnet, der leugnet auch das Corona Virus." Mit hochinteressanten Ansätzen wie Bürgerbeteiligungen versucht W.E.B. die Unentschlossenen ins Boot zu holen und zu überzeugen. W.E.B. zeigt schon heute in der Firmenzentrale in Pfaffenschlag: "Es geht: Wir können uns mit Wind und Sonne versorgen! Die Sektorkopplung ist die Lösung. Das Elektroauto wird zu einem kleinen Pumpspeicherwerk!"
Der Österreichische Nachhaltigkeitspodcast (https://boersenradio.at/page/don ): So ein Versicherungskonzern stößt im Vergleich zu einem Industriekonzern nicht viel CO2 aus. Versicherungen produzieren ja nichts, belasten somit eigentlich nicht die Umwelt, denn sie benötigen keine Ressourcen - außer für Bürobetrieb…. Es ist trotzdem ein wichtiges Thema. Elisabeth Stadler, CEO Vienna Insurance Group: "Wir haben als VIG den Anspruch, dass ökonomische, gesellschaftliche und umweltbezogene Ziele Hand in Hand gehen. Nachhaltigkeit ist in unserm Kerngeschäft verankert. Die größten Hebel gibt es in der Veranlagung, in den Investitionsbereich und im Underwriting." Nach welchen Kriterien sucht die VIG ihre Investitionen in erneuerbare Energien aus? Und wie ist das mit chinesischen Versicherungen die weiterhin CO2-Schleudern wie Kohlekraftwerke versichern, nicht aber die VIG?
"Der österreichische Nachhaltigkeitspodcast", heute mit Dr. Michael Trcka, CFO der WEB Windenergie AG. Thema: Kapitalerhöhung bei der W.E.B für das eigene Wachstum und den Bau weiterer Windräder und Photovoltaikanlagen. Phase 1: Investoren kaufen online Bezugsrechte, mit denen diese dann Aktien zu je 85 Euro erwerben können. Phase 2: ab Mitte Oktober bietet das Unternehmen zusätzliche Aktien zwischen 95 und 105 Euro an. Derzeit sind am Unternehmen 4.500 Aktionäre beteiligt. "Wir erwarten etwa 20 bis 25 Mio. Euro. Damit wollen wir bestehende Bauprojekte in Österreich und den USA sowie neue Windparks in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Nordamerika finanzieren." 5 Mio. Euro kostet die Errichtung eines modernen Windrads inklusive Genehmigung. "Eine langfristige Investition für Jahrzehnte", so CFO Dr. Michael Trcka. Hauptlieferant des Windenergieunternehmens ist die VESTAS AG. "Unser Ziel: etwa die Hälfte unserer Gewinne an die Aktionäre ausschütten und die andere Hälfte für weiteres Wachstum zu verwenden."
Die Erste Asset Management (Erste AM) war schon vor 20 Jahren der "Early Bird" bei nachhaltigen Anlagen. Da gab es noch nicht mal eine Bezeichnung für nachhaltiges Investieren. Die Erste AM hat sehr viel Einfluss auf Firmen, um die Nachhaltigkeit zu fördern und übt ihre Stimmrechte konsequent aus. Sie nimmt auf Dinge Einfluss, und versucht positive Veränderungen zu bewirken, wie beispielsweise im Falle des Faserherstellers Lenzing oder des Pharmaunternehmens Johnson & Johnson. Walter Hatak, Leiter des ESG-Teams: "Die EU schreibt nicht vor, was die jeweiligen Fonds zu erfüllen haben, sondern was man offenlegen muss." Was sind Ausschlusskriterien für Firmen, die nicht in einen Nachhaltigkeitsfonds aufgenommen wurden? Was sind die Kriterien für den ERSTE FAIR INVEST? "Wir sollten den sozialen Bereich nicht vergessen." Kostet Nachhaltigkeit Rendite? - Oder ist das ein Irrglaube? Nachhaltigkeit ist mehr als nur grün! Die Performance des Umweltaktienfonds ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT im Jahr 2020 (77,4 %) spricht Bände.
"Der Nachhaltigkeitspodcast Österreich", heute mit Günter Köstenberger, CEO der Kostad, Hersteller von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, live, zufällig aus einem fahrenden Tesla auf der Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles. 5 Mythen rund um Elektroautos. Nicht alle Mythen um E-Autos stimmen. Ist denn immer garantiert, wenn ich mein E-Auto lade, dass ich immer Ökostrom bekomme? Warum haben Ladesäulen immer 3 Stecker? Wie schnell ist schnell laden? Problem Mindestladestrom - die Vision: Die Sonne scheint kräftig, die Spülmaschine ist mit dem eigenen Solarstrom vom Dach versorgt, 2 kW sind noch übrig und die Batterie des Elektroautos ist zu 30 % voll. Dann sollten diese 2 kW direkt über die Wallbox in das E-Auto gesteckt werden, doch so einfach ist das nicht, denn … Die Kostad plant noch für 2021 den Börsengang.
"Der Österreichische Nachhaltigkeitspodcast" - Mag. Dieter Pscheidl Vienna Insurance Group: "Das Ziel des Green Deals ist es, eine Treibhaus-Gas-Neutralität in der EU zu erreichen. D. h. ein Gleichgewicht herzustellen zwischen den Emissionen und deren Abbau. Europa soll bis 2050 klimaneutral sein, und der CO2-Ausstoß bis 2030 halbiert werden. Ganz wesentlich ist, dass dieser Green Deal nicht über Verbote arbeitet, sondern über Transparenz." Die Versicherungswirtschaft hat 2 Hebel, wo Sie ansetzen kann, 1x über die Kapitalanlage und über das Underwriting. Das Problem ist nur, wenn die europäischen Versicherungen zum Beispiel freiwillig keine Kohlekraftwerke mehr versichern, dann ergibt sich eine Umsatzverschiebung, denn chinesische Versicherungen würden es dann tun. Zudem gäbe auch keine CO2-Reduktion.
"Der Österreichische Nachhaltigkeitspodcast" ist als Gemeinschaftspodcast konzipiert. Die sechs Gründungsmitglieder sind: Palfinger, VIG, Immofinanz, Kostad, Swiss, Life Select Österreich und Erste Asset Management. Nachhaltigkeitspodcast - wer in diesen Tagen an Nachhaltigkeit denkt, denkt zuerst an das Hypethema Klima, Rekordhitze im Mittelmeer, Griechenland brennt, dafür bei uns in Österreich und in Deutschland verehrende Rekordfluten. Nachhaltigkeit, Environmental Social Governance - ESG (zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) was steckt dahinter. Im Interview der Initiator Christian Drastil.
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