
Sign up to save your podcasts
Or


«Am besten ist es, wenn man die Unternehmen arbeiten lässt», sagt Felix Keller. Dauernd neue Gesetze würden das aber erschweren.
«Wenn man mich kennt, weiss man, wenn ich verärgert bin», sagt Maria Pappa auf ihre italienischen Wurzeln und das entsprechende Temperament angesprochen. Sie sei durchaus emotional und zeige das auch in den Gesten.
Vor vier Jahren reichte es bei den Nationalratswahlen für den ersten Ersatzplatz. Der Wiler SP-Politiker Arber Bullakaj konnte jubeln. Allgemein ging man davon aus, dass er entweder für Nationalrätin Claudia Friedl oder Barbara Gysi im Laufe der Legislatur nachrutschen würde.
Doch weder Friedl noch Gysi machten Platz. Friedl, 63-jährig, wirkt seit 2013 in Bern. Ihre Parteikollegin Gysi, 59-jährig, ist seit 2011 im Nationalrat. Gysi scheiterte zudem im Frühling dieses Jahres beim Versuch, die Kammer zu wechseln. Im Ständeratswahlkampf unterlag sie gegen SVP-Nationalrätin Esther Friedli. Bullakaj dürfte an jenem Sonntag die Resultate im Sekundentakt mitverfolgt haben…
Nun soll er schaffen, was Gysi nicht gelungen ist: Friedli aus dem Ständerat – und damit aus dem Parlament – zu bugsieren. Bullakaj setzt jedoch nicht wie Friedli alles auf eine Karte. Er kandidiert ebenfalls ein weiteres Mal für den Nationalrat. Eine Wahl ist nicht ausgeschlossen. Es wird für möglich gehalten, dass er eine der Bisherigen – wohl am ehesten Claudia Friedl – überholen könnte. Ebenso ist auch denkbar, dass die SP einen dritten Sitz holt.
Und selbst wenn nicht, selbst wenn es einmal mehr nur für den ersten Ersatzplatz reichen würde, kann sich Bullakaj schon vorbereiten. Ein weiteres Mal werden ihm die beiden SP-Genossinnen das Spiel wohl nicht verderben.
Ein Gespräch über die erleichterte Einbürgerung, Glück und Unglück bei der «Geburtenlotterie» und Kampagnen wie «Kosovaren schlitzen Schweizer auf».
Eine solche politische Karriere gelingt nicht vielen. Und man kann davon ausgehen, dass der Zenit bisher nicht erreicht worden ist.
Bei der Benennung der wichtigsten Problemfelder sind sie sich durchaus immer mal wieder einig. Beim Ansatz aber, wie man diese lösen könnte, gehen die Meinungen auseinander.
Stefan Hubschmid von «Parteifrei SG» will das System grundsätzlich verändern. Es müsse neu gedachte werden, damit die Kluft zwischen Reich und Arm nicht noch grösser werde. Und hier benötige es radikal neue Ideen. Hubschmid ist sich absolut bewusst, dass er mit seinen Vorschlägen keine Mehrheiten finden wird. «Aber irgendwo muss man ja anfangen», erklärt er.
Andrin Monstein macht den Vergleich mit einem Gebäude. Man könne es entweder von aussen mit Steinen bewerfen oder aber, nach innen gehen und selber dazu beitragen, dass schrittweise Verbesserungen erzielt werden.
Beide sind sich bewusst, dass sie bei den Ständeratswahlen nur Aussenseiter-Chancen haben. Während es Hubschmid absolut egal wäre, welchen Sitz der Bisherigen er erben würde («Ich kenne beide nicht. Es geht mir um Menschen, nicht um Parteien»), würde Monstein dann doch lieber Esther Friedli von der SVP aus der Kleinen Kammer bugsieren.
Zwei Bisherige gegen sechs Neue. So sieht die Ausgangslage für die Ständeratswahlen im Kanton St.Gallen zurzeit aus. Der 2019 gewählte Benedikt Würth von der Mitte und die im Frühling 2023 gewählte Esther Friedli von der SVP gegen die Grünen, SP, FDP, GLP, Parteifrei SG und Aufrecht.
Im Podcast-Gespräch erfahren Sie ausserdem, ob es für Oskar Seger einen Grund geben würde, selber auf die Strasse zu gehen, und wie Meret Grob auf den unterschwelligen Vorwurf reagiert, hysterisch zu sein.
Kürzlich feierte der Verein Startnetzwerk Thurgau sein 10-Jahre-Jubiläum. Geschäftsführerin Janine Brühwiler erläutert im Gespräch, welche Faktoren viele Jungunternehmer unterschätzen und in welchen Fällen sie dem Gegenüber die Augen öffnen muss.
Sie lebt gerne. Und setzt sich ebenso gerne für eine bessere Welt ein. Sich dafür auf die Strasse kleben würden die St.Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann aber nicht. Für sie ist klar: «Veränderungen sind am besten durch den Dialog möglich.» Und dabei wolle sie auf Authentizität setzen und sich keinerlei Floskeln bedienen.
Jahrgang: 1970
In drei kurzen Sätzen: An welchem Punkt in Ihrem Leben stehen Sie heute?
Was war ein Tiefpunkt, eine grosse Niederlage?
Was sind Ihre Visionen, was möchten Sie unbedingt noch erreichen?
Nein, eine gemeinsame Agenda werden die beiden nicht finden. Auf der einen Seite der Gewerkschafter Lukas Auer, der für Mindestlöhne plädiert und Missstände in der Wirtschaft anprangert. Auf der anderen Seite die Freisinnige Michèle Strähl, die sich für mehr Liberalisierung ausspricht.
Strähl sagt klar: «Wo mir die Haare zu Berge stehen, ist bei Forderungen nach Mindestlöhnen und Grundeinkommen.» Arbeit solle belohnt werden. Wer mehr leiste, solle auch mehr bekommen.
Auer kontert: «Es kann mir niemand sagen, dass jemand mit einem Stundenlohn von 14 Franken leben oder davon noch etwas in die Wirtschaft einbringen kann.» Zudem fragt er sich, weshalb während der Corona-Phase innerhalb von 24 Stunden enorme Summen locker gemacht werden konnten, es bei linken Forderungen aber immer wieder heisse, das Geld sei nicht vorhanden. «Hinzu kommt», so Auer, «dass viele Kredite missbraucht worden sind.»
Ganz grundsätzlich sieht der SP-Politiker hier grossen Handlungsbedarf. Auch in der Ostschweiz. «Da sehe ich an IHK-Apéros einige ‘Lausbuben’, mit denen ich rechtlich zu tun habe.
Hier treffen zwei Welten aufeinander. Wie sich Michèle Strähl und Lukas Auer geschlagen haben, erfahren sie im Podcast-Gespräch.

6 Listeners

7 Listeners

316 Listeners

5 Listeners

0 Listeners