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Matthias Heine ist seit über 20 Jahren als Simultandolmetscher tätig. Er ist spezialisiert auf den Bereich Technik und gibt uns in diesem Interview einen Einblick in die Arbeit als Dolmetscher auf internationalen Konferenzen und wie die Zusammenarbeit mit anderen Dolmetschern gelingt. Hierbei erzählt er von den derzeitigen Herausforderungen in der Krise: Aufgrund des Corona-Virus konnte nicht direkt beim Kunden gedolmetscht werden. Stattdessen haben er und zwei weitere Kollegen bei uns vor Ort ihren Einsatz erfolgreich bestritten. In dieser Podcast-Folge erfahrt ihr, wie diese erstmalige Dolmetschererfahrung mithilfe eines Online-Konferenztools für ihn war.Hören Sie rein! Dolmetscherseite bei GFT-Online.
Eine fehlende Übersetzung der Anleitung und Sicherheitsinformationen ist ein Verstoß gegen die CE-Kennzeichnung. Laut dem Produktsicherheitsgesetz kann das sogar zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen. Auf Anordnung einer Behörde wird dann z.B:
• Nachbesserung oder Nachlieferung der Übersetzung,
Bei allen Schritten der CE-Kennzeichnung unterstützt Sie die GFT-Gruppe mit Effizienz und Erfahrung. Unsere Projektmanager, Redakteure und CE-Koordinatoren stehen Ihnen im CE-Prozess zur Seite.
Bei Softwarelokalisierung von Maschinensoftware, Displays und Apps werden Übersetzer besonders gefordert. Was sollte hierbei beachtet werden? Welche Herausforderung entstehen hierbei? Dies und vieles mehr, erfahren Sie in dieser Podcast-Episode.
Softwarelokalisierung bei GFT-Online.
Bei der Softwarelokalisierung passen wir die grafische Benutzeroberfläche einer Software, App oder Webseite den sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten des Ziellands an. Die Lokalisierung ist mit der Übersetzung der Software in eine Fremdsprache nicht abgeschlossen. Bei dieser Adaption kommt zum Beispiel den geltenden Rechtsvorschriften am Nutzungsort eine besondere Bedeutung zu.
Bei der Übersetzung einer Software ist häufig die Textlänge vorgegeben. Zum einen, weil der beschränkte Platz auf dem Bedienfeld nicht viel Spielraum lässt, zum anderen, weil der Übersetzer dem Layout gerecht werden muss.
Damit der Übersetzer bei der Lokalisierung der Software und der Längenbegrenzung nicht in Schwierigkeiten kommt, stehen ihm einige Maßnahmen zur Verfügung. So kann er bei Maschinensteuerungen Abkürzungen auf der Wortebene verwenden. Folgende Angaben werden oft mit einem Punkt abgekürzt:
Bei der Softwarelokalisierung erleichtern einige Tools das Leben des Übersetzers. Ein Tool, das speziell hierauf ausgerichtet ist, ist SDL Passolo. Mit Hilfe dieses Tools wird der Text aus der Quelldatei extrahiert. Anschließend wird dieser übersetzt und danach in eine Zielversion umgewandelt.
Bei all diesen Schritten unterstützt Sie die GFT-Gruppe mit Effizienz und Erfahrung. Unsere Projektmanager nutzen modernste Lokalisierungswerkzeuge und setzen für Ihr Projekt ausgewählte Übersetzer ein, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Lokalisierung Ihrer Software zu realisieren.
Bei Übersetzungsprojekten mit Parallelübersetzungen in mehrere Sprachen ist gutes Projektmanagement sehr wichtig! Was muss dabei beachtet werden? Wie kann viel Zeit eingespart werden? Wie können Fehlerquellen beseitigt werden? Wie wichtig ist gute Kommunikation? Dies und vieles mehr, erfahren Sie in dieser Podcast-Episode.
e-Book Übersetzungstechnologien.
Ein Handbuch, ein Katalog oder eine Bedienungsanleitung in eine Fremdsprache zu übersetzen erfordert bereits viel Können. Aber wie ist es mit Parallelübersetzungen in mehreren Sprachen? Ist es dasselbe Mal 20?
Bei solchen Projekten ist es zunächst wichtig, einen erfahrenen Projektmanager zu haben, der alle Fäden in der Hand hat und den Überblick behält. Denn man kommt schnell auf über 20 Beteiligte am Produktionsprozess.
Die erste Herausforderung ist die Planung. Es sind nicht fünf bis zehn Einzelschritte, die man planen muss, sondern ein Vielfaches davon. Es empfiehlt sich daher, detaillierte Projektpläne zu erstellen, in denen diese Schritte mit entsprechenden Zwischenterminen und Zuständigkeiten festgelegt sind. Es gibt dafür spezielle Tools, aber auch gut angelegte Excel-Tabellen erfüllen denselben Zweck.
Ein Beispiel: Der Auftraggeber muss diese Einzelschritte in der Regel nicht kennen, es sei denn, er ist daran beteiligt (Teilelieferungen, Kontrollschritte etc.). Dann ist es auch sinnvoll, vor Projektbeginn ein gemeinsames „Kick-Off Meeting“ zu organisieren. Dort kann man die Aufgaben aufeinander abstimmen.
Grundsätzlich gilt für mehrsprachige Projekte folgende Strategie: Man sollte so viele Probleme wie möglich in der Vorbereitungsphase lösen. Bei Übersetzungen in eine oder zwei Sprachen spielt es oft keine große Rolle, ob man Arbeitsschritte wie Dateivorbereitung, Formatierung, Schützen von Textteilen usw. vor- oder nachlagert. Bei mehrsprachigen Projekten ist das anders. Die vielen Sprachen wirken wie ein Hebel. Wer beispielsweise vorher einige Stunden investiert, um das Format oder den Inhalt der Ausgangsdatei zu optimieren, Texte aus nicht editierbaren Grafiken abzuschreiben o.ä. holt nachher ein Vielfaches dieser Zeit wieder heraus.
Außerdem erreicht man durch eine gründlichere Vorbereitung eine bessere Qualität des Endprodukts, weil man viele Fehlerquellen bereits im Vorfeld beseitigt.
Ohne eine gut geölte Kommunikationsschiene läuft nichts. Sie muss zuerst zwischen Projektmanager und Teammitgliedern bestehen. Oft gelten die Fragen eines Übersetzers („Was bedeutet die Abkürzung XYZ?“) für alle Sprachen. Man kann sie auf einen Schlag für alle beantworten. Auch umgekehrt kann ein Übersetzer auf Inkonsistenzen oder gar Fehler im Ausgangsdokument stoßen. Der Projektmanager kann diese Informationen sammeln und an die Teammitglieder weitergeben. Zu diesem Zweck eignen sich auch Intranet-Plattformen mit Zugang für alle Beteiligten.
Die Kommunikation zwischen Auftragnehmer und Kunde ist ebenfalls wichtig. Welcher Kunde möchte erst am Liefertag erfahren, dass bei der Hälfte der Sprachen Verzögerungen eingetreten sind? Bei größeren Projekten empfiehlt sich daher der Austausch von Statusberichten, aus denen man den Projektfortschritt entnehmen kann.
Man darf sich nichts vormachen: Die Aufgabe, ein großes Team zu koordinieren, Informationen zu protokollieren und weiterzugeben, nimmt viel Zeit in Anspruch. Dieser Aufwand ist je nach Anzahl der Sprachen, Beschaffenheit der Unterlagen, Anzahl der Einzelpakete unterschiedlich. Erfahrungsgemäß geht es dabei um 5 bis 15% des Übersetzungsaufwands.
Ab und zu taucht im „denglischen“ Vokabular der Übersetzungsbranche der Begriff „Style-Guide“ (Stilrichtlinie) auf. Was ist ein Style-Guide, was gehört dazu, wann ist er sinnvoll?
Ein Style-Guide enthält wichtige Anweisungen zu Stil, Grammatik und Schreibweise von Wörtern, die ein Übersetzer für seine Arbeit benötigt. Die englische Herkunft des Begriffs deutet bereits auf die Situation hin, in denen man ein Style-Guide einsetzt: Nicht selten gehört er zum Übersetzungspaket für die Lokalisierung von Software und für die Übersetzung von Anwenderdokumentation. Es tauchen im Übersetzungsprozess viele Fragen zu Stil und Vokabular auf, die sich mit einem solchen Werkzeug gut beantworten lassen. Microsoft und viele andere führende amerikanische Softwarehersteller haben Style-Guides produziert, nach denen sich oft die Style-Guides anderer Unternehmen richten.
Was gehört also zu einem Style-Guide?
Er enthält in der Regel Anweisungen zu folgenden Punkten:
Schreibweise: Trennen oder Nicht-Trennen von Wörtern, die Schreibweise von Produktnamen (Groß-/Kleinschreibung, Anführungszeichen, Bindestriche u.ä.). Welche Abkürzungen sind zulässig, welche nicht (Microsoft empfiehlt z. B. seinen deutschen Übersetzern „Kilobyte“ mit „KB“ statt „KByte“ abzukürzen)? Was ist mit Akronymen (wie RAM oder WYSIWYG) zu tun?
Wer ein Übersetzungsprojekt in Auftrag geben möchte, fragt oft bei seinem Lieferanten oder einigen Dienstleistern an. Nicht immer sind die Ergebnisse solcher Anfragen zufriedenstellend: Informationen fehlen oder die Angebote sind nicht direkt vergleichbar. Anfragen kosten beide Seiten Zeit und Geld. Je nach Komplexität der Anfrage (Anzahl der Sprachen, Formate, Zusatzleistungen) braucht ein Lieferant im Schnitt zwischen 20 Minuten und drei Stunden, um ein Angebot zu erstellen. Auf der Anfragerseite benötigt es ebenfalls Zeit für die Zusammenstellung der Anfrage und die Bewertung der Ergebnisse. Wie lässt sich das Beste aus dieser Zeit machen?
Um unnötige Rückfragen zu vermeiden, ist es zunächst wichtig, in der Anfrage die Mindestinformationen festzuhalten: Was soll übersetzt werden, in welche Sprache(n). Welche Unterlagen/Dateien erhält der Übersetzer? In welchem Format soll er die Übersetzung zurückliefern?
Für die Genauigkeit eines Angebots und um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte man dem Dienstleister möglichst die Unterlagen oder Dateien geben, die später auch tatsächlich zu übersetzen sind. Der Dienstleister muss bei seiner Kalkulation den Textumfang ermitteln und auch feststellen, inwiefern die Formatierung des Textes oder anderer Faktoren einen Mehraufwand verursachen. Daher ist das Zuschicken von Druckunterlagen oder PDF-Dateien maximal eine Notlösung, die für die Abgabe eines qualifizierten Angebots keineswegs optimal ist.
Relativ selten wird bei Anfragen relevantes Referenzmaterial beigefügt. Wenn das neue Projekt viele Ähnlichkeiten mit einem Referenzprojekt hat, kann dies die Kosten spürbar senken. Durch Alignment kann man das Referenzmaterial in eine Übersetzungsdatenbank (Translation-Memory) übernehmen.
Noch besser ist es, wenn der Auftraggeber Übersetzungsdatenbanken zur Verfügung stellen kann. So entfallen die Alignment-Kosten. Viele Unternehmen verkennen diese Möglichkeit, weil sie nicht selbst übersetzen und denken, dass Translation-Memories „Sache des Übersetzungsbüros“ sind.
Je nach Beschaffenheit der Dateien und nach Anforderungen beläuft sich der Formatierungsaufwand im Schnitt auf 10 bis 50 Prozent des Übersetzungsaufwands. Viele Unternehmen möchten auf diese Kosten verzichten und lassen die Formatierung der Übersetzung intern ausführen. Das ist nicht immer unproblematisch, wenn die internen Kräfte die Trennregeln oder die typographischen Gepflogenheiten in einer Fremdsprache nicht beherrschen. Die Verantwortlichen wissen oft gar nicht, dass sie die Übersetzung mit geringen Mehrkosten „roh-formatiert“ erhalten können. Das bedeutet, dass die Umbrüche im Text bereits angepasst wurden. Den „rohformatierten“ Text müssen sie zwar manuell anpassen (z. B. Bilder verschieben), aber ein Großteil der Formatierung bleibt erhalten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass der Dienstleister zusätzliche Leistungen anbieten kann, an die man nicht gedacht hat. Diese führen meist auch zu Einsparungen beim Anfrager. Fragen kostet nichts.
Manchmal ist auch der Termin entscheidend. Diese Information muss dem Dienstleister vorliegen. Sie ist für die Organisation und Kalkulation eines Projektes wichtig. In vielen Fällen ist es völlig ausreichend, einen Pauschalpreis zu haben, um mehrere Angebote miteinander vergleichen zu können. Wer oft oder regelmäßig Preise anfragt, kann sich als Alternative überlegen, ob er mit dem Abschluss von Rahmenverträgen mit einem Lieferanten nicht besser fährt.
TIPP
Stellen Sie Angebotsanfragen ohne Lücken.
Vereinbarungen mit Lieferanten haben viele gemeinsame Merkmale im Hinblick auf Haftung, Gefahrenübergang, Zahlungsmodalitäten, Rabatte usw. Der Gesetzgeber setzt auch hier einen festen Rahmen, an den man sich halten soll. In Bezug auf die Übersetzertätigkeit sollte man einige Punkte präzise regeln.
Welche Abrechnungseinheit soll man vereinbaren: Wort oder Zeile, in der Ausgangssprache oder der Zielsprache? Was ist ein Wort, was ist eine Zeile?
In Deutschland kalkulieren einige Übersetzer noch nach der übersetzten Zeile. Praktischer ist die Abrechnung pro Ausgangswort (meistens dann pro deutsches Wort), denn man weiß sofort, was eine Übersetzung kostet, bevor sie ausgeführt wird. Eine Wortstatistik liefern die meisten Textprogramme, so dass man einfach die Anzahl der Wörter mit dem Wortpreis multipliziert, um die Kosten zu erhalten.
Bei der Abrechnung auf der Basis der übersetzten Zeilen spielt die Sprachenexpansion eine Rolle. Man hat in der Fremdsprache nie genau dieselbe Zeilenzahl wie in der Ausgangssprache. Die romanischen Sprachen sind in der Regel 20 bis 25 Prozent länger als die deutsche Sprache. Dementsprechend muss man die Anzahl der Zeilen nach oben korrigieren, um die Übersetzungskosten zu ermitteln.
Inzwischen hat sich bei den meisten Übersetzern und Übersetzungsdienstleistern die Abrechnung auf Wortbasis durchgesetzt. Wer Preise vergleichen will, hat hier eine größere Auswahl.
Wenn einmal die Basis (Wort/Zeile) feststeht, gibt es weitere Unterscheidungsmöglichkeiten. Die eine betrifft die Textart. Einige Übersetzer sprechen immer noch von Schwierigkeitsgrad und staffeln ihre Preise dementsprechend. Das ist nicht immer sehr übersichtlich und auch nicht leicht nachvollziehbar. Die „Lockpreise“ für „leichte Texte“ werden gleich außer Kraft gesetzt und Übersetzungen werden meist als „schwierige“ Übersetzungen abgerechnet. Außerdem entstehen schnell Diskussionen darüber, wie „schwierig“ ein Text ist.
Für bestimmte Textarten ist der Übersetzungsaufwand höher, weil der Übersetzer mehr recherchieren muss oder weil die Formulierung besonders wichtig ist. Das ist beispielsweise für die Übersetzung einer Softwareoberfläche, für Texte mit Werbecharakter wie auch für Patente und Verträge der Fall. Hier rechnen Übersetzer einen besonderen Wortpreis oder einen Zuschlag auf den normalen Preis ab.
Eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit bei der Abrechnung betrifft die Wiederholungen im Text. Gewisse technische Texte oder Aktualisierungen vorhandener Dokumentationen enthalten erfahrungsgemäß viele Wiederholungen. Es empfiehlt sich daher, Preiskategorien für Wiederholungen und „Fuzzy-Matches“ (ähnliche Texte) zu vereinbaren.
Es ist wichtig festzuhalten, was zur Lieferung einer Übersetzung gehört. Heute liefert man meistens Dateien. Werden diese formatiert oder nicht? Welche Programmversion soll man liefern?
Werden auch zusätzliche PDF-Dateien oder ein Ausdruck gewünscht?
Ein Anspruch auf das Translation-Memory muss vertraglich geregelt sein. Das Translation-Memory wird mit jedem Projekt gefüllt und hilft durch die Wiederverwendung bereits übersetzter Segmente die Kosten zu senken. Der Dienstleister verwaltet das Translation-Memory des Auftraggebers und erweitert es mit jeder Übersetzung. Wenn der Auftraggeber Einblick in das Translation-Memory wünscht und eine aktuelle Version bei diesem im Haus gespeichert werden soll, muss das mit dem Dienstleister geklärt werden. In welchem Format sollen die Translation-Memories geliefert werden? Das universelle Austauschformat dafür ist TMX. TMX ist XML-basiert, und kann — wenn beide Seiten das gleiche CAT-Tool in der gleichen Version verwenden — zusätzlich Formatierungsinformationen übertragen. Alternativ gibt es oft die Möglichkeit, es als Excel-Datei in Spalten auszuspielen.
Es ist sinnvoll zu definieren, welche Stellen auf beiden Seiten der Auftragsabwicklung für welche Aufgaben zuständig sind. An wen soll sich der Übersetzer wenden, wenn er spezielle fachliche Fragen hat. Auch lässt sich hier eine traditionelle Schwäche von Übersetzungsdienstleistern kompensieren: Immer wieder wird bemängelt, dass der Übersetzer anonym und beliebig austauschbar sei, was zu Qualitätsschwankungen führt. Man kann einen Direktkontakt zum Übersetzer vereinbaren. Dabei sollte zugesichert sein, dass die Aufträge künftig nicht direkt an den Übersetzer gehen und dass die wichtigen Informationen auch mit dem Dienstleister ausgetauscht werden, damit er sie bei künftigen Projekten berücksichtigen kann.
Qualität bei Übersetzungsprojekten sollte man nicht dem Zufall überlassen. Es können Qualitätsstandards festgelegt werden. Wie das geht? Welche Schritte dafür notwendig sind, erfahren Sie in dieser Podcastfolge.
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Der Exportanteil in die nicht deutschsprachigen Länder vieler deutscher, schweizer und österreichischer Firmen ist beachtlich. Für all diese Exporte sind Übersetzungen zu erstellen, die ein großes Budget beanspruchen. Sie sind ein unabdingbares Instrument, um Produkte im Ausland vermarkten und verkaufen zu dürfen. Für den ausländischen Konsumenten ist die übersetzte Dokumentation die Visitenkarte des Unternehmens. Für ihn hat sie genau denselben Stellenwert wie die deutsche Dokumentation. Was er bei einer schlechten Übersetzung empfindet, kann man anhand der folgenden Übersetzung einer Gebrauchsanleitung von einer Klimaanlage nachvollziehen:
„Bitte blasen Sie den kalten Wind nicht direkt auf Tiere oder Pflanzen. Dies kann manchmal einen schlechten Einfluss auf die Krankheit der Tiere und Menschen haben“
Angesichts dessen ist es verwunderlich, wie Unternehmen die Übersetzungen organisieren oder eben nicht organisieren.
Organisationsmodelle für die Übersetzungsarbeit sind sehr vielfältig. Es geht von der zentralen Abwicklung über einen Sprachendienst bis zur „automatisierten“ Vergabe von Übersetzungsaufträgen an einzelne Freiberufler durch beliebig viele Firmenmitarbeiter.
In vielen Unternehmen koexistieren unterschiedliche Organisationsformen für die Übersetzungen. Manchmal weiß ein Bereich nicht, dass Übersetzungen auch an anderen Stellen anfallen. In der Praxis ist die Auftragsvergaben von Übersetzungen oft eine Mischung und wird nicht von einer zentralen Person oder Abteilung abgewickelt. Sie erfolgt oftmals in unterschiedlichen Konstellationen nach:
Abteilungen
Zu viele Köche verderben den Brei. Besonders bei größeren Firmen entsteht Übersetzungsbedarf an unterschiedlichen Stellen: Produktdokumentation, Schulung, Konstruktion, Marketing und Vertrieb, Personal, Patentwesen, Rechtsabteilung usw. In vielen Bereichen eines Unternehmens ist eine Vereinheitlichung und Standardisierung vorhanden: Qualitätsmanagement, IT-Infrastruktur, Produktionssteuerungssysteme usw. Nur nicht bei Übersetzungen. Das führt zu Verschwendung und Qualitätsunterschieden. Man setzt unterschiedliche Lieferanten ein, die nicht alle zu vergleichbaren Konditionen arbeiten und eine gleichwertige Qualität liefern. Sinnvolle Synergien, wie der Aufbau einer zentralen Übersetzungs- und Terminologiedatenbank, können so nicht genutzt werden.
Das absolute Modell, das für alle Firmen nachahmenswert ist, gibt es nicht. Es gibt jedoch einzelne Prinzipien, die für alle Firmen nützlich sind und Organisationsformen, die für bestimmte Firmengrößen besser geeignet sind.
Vieles spricht für eine Zentralisierung der Übersetzungsfunktion im Unternehmen. Besonders bei Großfirmen, die jährlich mehrere Tausend Seiten in 10, 20 oder mehr Sprachen übersetzen lassen, ist die Einrichtung einer zentralen Stelle für die Übersetzungskoordination fast unumgänglich. Ob diese Stelle eine selbstständige Abteilung ist oder einem verwandten Bereich wie der technischen Dokumentation zugeordnet ist, ist nicht entscheidend.
Durch die Zentralisierung der Übersetzungsfunktion ist die Arbeit effizienter. Man kann besser planen, Termine durch Bündelung oder Verschiebung von Ressourcen sicherer erreichen. Die Qualität ist zudem nicht dem mehr oder weniger glücklichen Zufall überlassen. Man kann einen Qualitätsstandard für Übersetzungen definieren und auch dafür sorgen, dass er eingehalten wird. Dieses Modell eignet sich gut für Firmen, die einige Tausend Mitarbeiter beschäftigen, viel exportieren und eine relativ komplexe Organisationsstruktur mit mehreren Geschäftsbereichen, Abteilungen und eine breite Produktpalette haben.
Mittelständische Firmen mit einer Belegschaft von einigen hundert bis 1500 Mitarbeitern sind oft überschaubarer aufgebaut. Sie können sich meistens nicht leisten, mehrere Leute in einer Übersetzungsabteilung zu beschäftigen. Auch dort ergibt es jedoch einen Sinn, eine Person mit der zentralen Betreuung der Übersetzungen zu beauftragen. Anstatt jede Sprache oder Publikation einzeln übersetzen zu lassen, was auch mit einem gewissen Verwaltungsaufwand verbunden ist, wir die Abwicklung vereinheitlicht und standardisiert. Der verantwortliche Mitarbeiter kann eine Terminologie und eine bestimmte Arbeitsweise für alle Sprachen definieren. Gleichgültig, ob es sich um ein Groß- oder Kleinunternehmen handelt, man muss nicht unbedingt alle Übersetzungsbereiche zentralisieren. Es gibt Gebiete wie Geschäftsberichte oder Patente, bei denen ein besonderes Fachwissen erforderlich ist und für die nur eine kleine Zahl spezialisierter Übersetzer in Frage kommen.
In vielen Fällen ist eine vollständige Zentralisierung der Übersetzungsfunktion aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Man möchte keine neue Abteilung ins Leben rufen oder die Geschäftsbereiche operieren selbständig und bilden Profit Centers usw.
Wichtig ist dabei, dass Firmen trotzdem erkennen, dass die Aufgabe des Übersetzens eine zentrale Aufgabe ist, die einheitlichen Verfahren und Methoden folgen sollte. Genauso wie die Produkte das „Made by X“-Label tragen, ob die Abteilung A oder B das Produkt hergestellt hat, müssen die Übersetzungen ein einheitliches Label tragen. Dies gilt unabhängig davon, wer diese im Unternehmen in Auftrag gegeben hat. Die Vereinheitlichung soll sowohl die Abwicklung, als auch die Produktion, Qualität und Kosten betreffen. Über zentrale Vereinbarungen mit Lieferanten kann man die Abwicklung der Aufträge wesentlich vereinfachen. Wenn die Liste der zugelassenen Lieferanten aufgebaut ist, kann jeder im Unternehmen seine Aufträge selbständig organisieren. Es ist nicht mehr notwendig, für jedes Übersetzungsvorhaben ein Angebot einzuholen, der Mitarbeiter kann seine Bestellung einfach absenden. Mit manchen Lieferanten ist eine formlose Auftragsabwicklung möglich oder sogar willkommen. Schwieriger wird es bei der Produktion der Übersetzungen und der Einhaltung der Qualitätsanforderungen.
Man kann nicht auf allen Gebieten gleichzeitig ein Profi sein. Mancher Auftraggeber würde aus Unkenntnis der technischen und organisatorischen Möglichkeiten einen Übersetzungsauftrag nicht optimal vorbereiten. Wer beispielsweise nicht weiß, wie Translation-Memories funktionieren und was sie leisten, wird möglicherweise zuviel übersetzen lassen oder sich unnötig Arbeit machen. Wer sein eigenes terminologisches Süppchen kocht, wird vielleicht Dokumente in Umlauf bringen, die sich von den meisten anderen übersetzten Publikationen im Unternehmen unterscheiden. Die Einheitlichkeit im Ausgangstext ist die Grundlage für hochwertige Übersetzungen. Dies wertet das Unternehmensbild auf. Damit die Übersetzungsproduktion auch dann standardisiert wird, wenn die Übersetzungsaufträge dezentral vergeben werden, ist zumindest eine Kompetenzstelle im Unternehmen wünschenswert. Alle im Unternehmen sollten diese ansprechen können. Dies spart bares Geld und rechnet sich immer.
TIPP
Formulieren Sie einheitliche Richtlinien für die Abwicklung der Übersetzungen.
Was funktionier besser? Wer ist effizienter?
Vorausgesetzt, die Qualifikation stimmt, kommen zuerst prinzipiell alle drei für einen Übersetzungsauftrag in Frage. Der interne und festangestellte Übersetzer ist näher am Produkt, kann bei Bedarf die Produktentwickler direkt fragen. Auch kennt er die Firmenphilosophie besser und kann dementsprechend seine Übersetzung anpassen. Auf der anderen Seite bietet er eine begrenzte Anzahl von Sprachen. Andere administrative Aufgaben bremsen ihn, so dass große Projekte mit hohem Zeitdruck problematisch sind.
Der Freelancer produziert die Übersetzung unmittelbar, ohne zwischengeschaltete Stelle. Er stellt seine Fragen direkt und ist in der Regel sehr flexibel und etwas günstiger als eine Übersetzungsagentur. Aber als Einzelkämpfer sind seine Möglichkeiten begrenzt. Wenn mehrere Stellen im Unternehmen gleichzeitig Projekte haben oder wenn der Urlaub ansteht, treten Verzögerungen ein. Technisch anspruchsvolle Projekte (wie Webseitenübersetzung und juristische Übersetzungen) kann der Freelancer nicht immer ohne Unterstützung eines anderen Übersetzers leisten.
Die Übersetzungsagentur koordiniert und überwacht die Übersetzungen. Sie sorgt dafür, dass die Aufträge in allen benötigten Sprachen durch professionelle Kräfte erstellt werden, und prüft anschließend die Qualität ihrer eigenen Standards. Zudem verfügt sie über zusätzliche technische Mittel und Ressourcen, so dass sie kritischere Projekte oftmals zuverlässig abwickeln kann als ein Freelancer.
Negativseite: Die Kommunikation mit dem Übersetzer ist nicht immer einfach und transparent. Manche Informationen können auf der Strecke bleiben. Wer aber regelmäßig Bedarf an Übersetzungen hat, profitiert davon, eine oder maximal zwei Übersetzungsagenturen als Partner zu haben. Die Nachteile, die vor allem die Kommunikation mit dem Übersetzer betreffen, sind durch entsprechende Vereinbarungen ausgleichbar.
TIPP
Vereinbaren Sie mit Ihrer Übersetzungsagentur, dass ein direkter Kontakt zum Übersetzer möglich ist.
Wenn es brennt, können Sie schnell auf zusätzliche Ressourcen zurückgreifen und beispielsweise zwei Dokumentationen parallel übersetzen lassen.
Sie müssen für neue Sprachen neue Ressourcen nicht mühsam (und risikoreich) selbst qualifizieren. Die Agentur arbeitet möglicherweise bereits mit Übersetzern für Ihre neuen Sprachen und kennt deren Qualität.
Was für die eigene Arbeit im Unternehmen gilt, gilt auch für die Arbeit mit externen Dienstleistern. Je besser die Vorbereitung, je klarer die Anweisungen, desto besser das Ergebnis. Definieren Sie also genau, was Sie vom Dienstleister erwarten. Geben Sie ihm ausreichend Zeit für seine Arbeit. Geben Sie ihm auch die Hilfe (Terminologie und Referenzmaterial, Kontaktperson für Rückfragen), die er benötigt.
Es kommt immer wieder vor: Die Zeit drängt. Die Übersetzung muss man noch schnell organisieren, nachdem ein Redakteur bis zur letzten Minute am Text gearbeitet hat. Der Kunde wartet auf die Maschine, der Vertrag wird gleich unterschrieben oder die Schulung findet übermorgen statt. Dann stellt sich heraus, dass zu wenig Zeit für das Übersetzen übrigbleibt. Die Folge: Alle sind frustriert und die Qualität leidet darunter. Es ist eine Frage der Zeit.
Wie kann man die Zeit für das Übersetzen realistisch planen? Um ein Übersetzungsprojekt optimal vorbereiten zu können, müssen folgende Beteiligte genug Zeit für ihren Beitrag haben:
Der Projektmanager für die Analyse und Vorbereitung des Projekts.
Für den Übersetzer schätzt man etwa acht bis zehn Standardseiten pro Arbeitstag. Bei asiatischen Sprachen oder weniger üblichen Sprachen fünf bis sieben Seiten pro Arbeitstag. Die Standardseite entspricht dem Begriff „Normseite“, da eine Druckseite unterschiedliche Textmengen umfassen kann. Eine Normseite entspricht in etwa einer Schreibmaschinenseite und ganz genau 25 Normzeilen à 50 Anschlägen (das wären 200 bis 250 Zeilen pro Tag).
Natürlich steht der geeignete Übersetzer nicht immer bereit für einen Auftrag. Er muss manchmal einen anderen Auftrag abschließen, so dass man auch hier einen Zeitpuffer einkalkulieren muss. Diese Zeit kann der Auftraggeber jedoch gewinnen, wenn er sich den Übersetzer rechtzeitig „reserviert“.
Schließlich kommt noch die Qualitätskontrolle. Ein Reviewer oder Lektor kann etwa 50 Seiten am Tag gegenlesen.
Natürlich sind die Bedingungen nicht immer ideal. Wenn es sein muss, lässt sich die Produktionszeit reduzieren. Man kann mehrere Übersetzer einsetzen sowie die Zeit für die Qualitätskontrolle und die Organisation des Projekts kürzen. Diese Maßnahmen können jedoch auf Kosten der Qualität gehen und in der Nachfolge erhebliche Auswirkungen haben. Der Einsatz mehrerer Übersetzer verursacht mehr Aufwand bei der Qualitätskontrolle, denn jeder Übersetzer übersetzt ein bisschen anders. Nach wie vor gilt das Motto: „Rechtzeitig geplant ist die halbe Miete!“
TIPP
Die Produktionszeit richtig planen.
Projektvorbereitung und Projektorganisation ein bis zwei Tage.
Unterschiede in Sprachen und kulturellen Aspekten zu verstehen, hilft eine bessere Übersetzung zu erzeugen. Welche Rolle spielt eine sorgfältige Projektorganisation bei der Fehlerbeseitigung? Was ist eine gute Übersetzungsqualität? Dies und vieles mehr erfahren Sie in dieser Podcastfolge.
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Eine bekannte Fast-Food-Kette schrieb sich auf die Fahne, weltweit in allen Restaurants des Unternehmens dasselbe Essen anzubieten. Bei Sprachen funktioniert das Prinzip umgekehrt. Dies zu verstehen ist wichtig, wenn man mit Sprachen arbeitet. Hier die wichtigsten Unterschiede:
Sprachen stimmen in der Wortzahl und im Satzbau nicht überein. Unterschiede von 50 bis 100 Prozent in der Wortzahl sind nicht außergewöhnlich. Sie benötigen ein Beispiel? Voilà: Gasdruckwächter heißt im Französischen Dispostif de surveillance de la pression de gaz.
Lenin hat es besser gewusst: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Auch dem Profi-Übersetzer kann der eine oder andere Fehler unterlaufen. Eine sorgfältige Projektorganisation hilft, viele Fehler zu vermeiden. Die Kontrolle muss auch helfen, künftige Fehler zu vermeiden sowie Ursachen wie auch den Verursacher zu identifizieren. Nur durch eine kontinuierliche Überwachung und Beseitigung der Ursachen kann ein hohes Qualitätsniveau aufrechterhalten werden.
„Wie kann ich denn die Qualität einer Übersetzung prüfen, wenn ich die Fremdsprache nicht oder nicht besonders gut verstehe? Mein Übersetzer weiß, was er tut, und ich vertraue daher auf die Qualität seiner Arbeit.“ Das ist in der Regel so der Fall.
Das Unternehmen, das eine fehlerhafte Übersetzung weitergibt, haftet zunächst — sollte dadurch ein Schaden entstanden sein. Es kann später versuchen, das Geld beim Übersetzer einzufordern, aber der Erfolg lässt sich nicht garantieren. Deshalb: Übersetzungen prüfen! Auch als Nicht-Übersetzer und Nicht-Muttersprachler kann man den einen oder anderen Fehler in einem fremdsprachlichen Text entdecken: Zuerst lassen sich rein formelle und sprachunabhängige Aspekte einer Übersetzung prüfen. Sie geben bereits nützliche Hinweise auf die Sorgfalt, mit welcher der Übersetzer gearbeitet hat.
Darüber hinaus hilft eine Prüfung von konstanten Schreibweisen, weitere potentielle Fehler zu identifizieren. In der Regel erwartet man bei einem technischen Text, dass der Übersetzer gleiche Sätze oder Satzteile auch identisch übersetzt. Dies kann man auch als Nicht-Muttersprachler in einem Text erkennen.
Außerdem kann sich der sprachunkundige Lektor wie ein Detektiv verhalten und zumindest einige Wörter im Dokument versuchen zu verstehen. Wenn er sie identifiziert hat, kann er prüfen, ob der Übersetzer sie konstant eingesetzt oder tatsächlich übersetzt hat. Zum einen geht es dabei um Fachwörter, die man beispielsweise in Bildlegenden oder Überschriften findet. Das Internet kann helfen, die Richtigkeit der Übersetzung zu prüfen. Zum anderen geht es um die kleinen häufig vorkommenden Wörter, die eine Orientierung im Dokument ermögliche: „und“, „oder“, „nicht“ oder „OFF“.
Mit diesen Schritten kann der Lektor oder Auftraggeber sozusagen „Warnhinweise“ sammeln, die mitteilen, dass eine Übersetzung eventuell fehlerhaft ist. Sie ersetzen natürlich nicht die Arbeit eines Lektors, von dem man gute Sprachkenntnisse erwartet und der auch Sinnfehler, Grammatik- oder Stilfehler erkennen muss.
Letztendlich ist die Qualitätssicherung nur dann wirksam, wenn sie als System funktioniert und über die einzelnen Projekte hinausgeht. Aus den Fehlern soll man lernen:
Warum hat der Übersetzer hier einen Fehler gemacht?
Angesichts des hohen Anteils der Übersetzungen an den gesamten Dokumentationskosten ist es verwunderlich, wie wenig viele Verantwortliche über die Arbeitsweise ihrer Übersetzer wissen. Besonders bei Katalogen, Datenblättern oder Bedienungsanleitungen, die einen hohen Anteil an Wiederholungen enthalten, ließe sich noch einiges zusätzlich sparen. Die Voraussetzung: Es gibt klare Vereinbarungen mit Übersetzern über die einzusetzenden technischen Mittel.
Es ist heute in der Übersetzungsbranche Stand der Technik, bei Texten, die Wiederholungen enthalten, mit Translation-Memory-Programmen zu arbeiten. Wer dies nicht tut, arbeitet nicht zeitgemäß und verzichtet auf manche Kosteneinsparung. Die Mehrheit der Auftraggeber weiß jedoch bisher nicht, ob und mit welchen Programmen Übersetzer arbeiten. Es wäre empfehlenswert, ab einem bestimmten Textumfang den Einsatz solcher Programme vertraglich zu vereinbaren. Bereits geleistete Übersetzungen muss man nicht zweimal machen.
Die wichtigsten Translation-Memory-Systeme am Markt heißen in alphabetischer Reihenfolge: Across Language Server, MomoQ, SDL Trados Studio und Transit.
Wir geben nur einige allgemeine Hinweise über die Arbeit mit diesen Systemen und auch über deren Risiken, da jede Software ihre Eigenheiten hat. Das allgemeine Arbeitsprinzip aller Systeme ist relativ einfach: Dateien aus verschiedenen Formaten (Office-Anwendungen, Frame Maker, HTML, XLIFF…) werden in das System eingelesen. Der Text wird segmentweise bearbeitet. Sobald das System Ähnlichkeiten zu Segmenten erkennt, die es bereits gespeichert hat, schlägt es eine Übersetzung vor. Dabei gibt es 100 Prozent Treffer, wenn der Satz im Translation-Memory übereinstimmt oder so genannte „Fuzzy-Matches“ mit geringerer Ähnlichkeit. Das System hat Unterschiede zwischen einem neuen und einem gespeicherten Satz entdeckt. Diese werden in Prozentzahlen genannt und bei den meisten Systemen auch hervorgehoben. Ferner bieten Translation-Memory-Systeme die Möglichkeit, ein Wörterbuch zu aktivieren, das für jedes erkannte Wort im Satz eine Übersetzung vorschlägt.
TIPP
Vereinbaren Sie mit Ihrem Übersetzer den Einsatz eines Translation-Memory-Systems.
Translation-Memories wachsen mit jedem Übersetzungsprojekt. Bei Firmen, die mit verschiedenen Übersetzern arbeiten und ein hohes Aufkommen an Übersetzungen haben, entsteht die Gefahr, dass die Translation-Memories Fehler enthalten oder uneinheitlich sind. Begriffe werden beispielsweise nachträglich anders festgelegt, aber die alten Versionen bleiben im Memory.
Bei der großen Mehrheit der Aufträge wird bedenkenlos das Translation-Memory eingesetzt, das vorhanden ist: Entweder ist es ein Memory, das der Dienstleister selbst pflegt oder ein Memory, das vom Auftraggeber herumgereicht wird, je nachdem, wer gerade die Übersetzung übernimmt.
Besonders wenn das Memory viele Urheber hat, kann dies zu einer Vererbung von Fehlern führen. Das Problem besteht darin, dass für diese Datenbank in der Regel niemand bereit ist, die aufwendige Arbeit der Datenpflege zu bezahlen. Diese Arbeit würde jedoch die Quelle aller vererbten Fehler und solche, die es werden könnten, bereinigen. Die Wichtigkeit für solche Korrekturen in Übersetzungdatenbanken mit verschiedenen Urhebern ist jedoch um so höher, je mehr Urheber diese Datenbank hat. Eine Bereinigung hätte den Vorteil, dass weniger Fehler im Endprodukt stehen.
Auch für das Prüfen von Matches aus dem Memory reichen die Vereinbarungen nicht immer aus, um eine Beseitigung von Fehlern aus dem gesamten Memory zu erreichen.
TIPP
Vereinbaren Sie in regelmäßigen Abständen eine Pflege des Memorys und stellen Sie ein Budget dafür bereit.
Hinter diesem Fremdwort verbirgt sich eine Funktion von Übersetzungsprogrammen, die man bisher wenig nutzt, aber ein hohes Einsparungspotenzial beinhaltet. Dabei wird aus alten Übersetzungen eine Basis für ein Translation-Memory geschaffen.
Die Situation tritt relativ oft auf: Entweder hat man SDL Trados oder MemoQ neu gekauft und die Übersetzungsdatenbank ist leer oder zu einem neuen Projekt gibt es keine Referenzübersetzungen in der Memory-Datenbank.
Obwohl frühere Übersetzungen vorhanden sind, verwertet man sie in der Praxis oft nicht optimal. Der Übersetzer erhält sie als Referenzmaterial und übersetzt das Dokument komplett neu.
Hier schlummert ein großes Spar- und Qualitätspotential. Mit der Alignment-Funktion der gängigen Übersetzungsprogramme ist es möglich, Altübersetzungen in Translation-Memories zu übernehmen. Die Konsistenz zu früheren Projekten ist damit gewährleistet. Vorhanden Sätze müssen nicht neu übersetzt werden.
„Alignment“ ist indes kein vollautomatischer Ablauf. Vom Prinzip her ist es einfach: Beide Texte (Ausgangs- und Zieltext) werden segmentiert und die Segmente (meistens Sätze) werden in einem Fenster als Sprachpaare vorgeschlagen. Ein Übersetzer muss dann das Alignment bestätigen oder ändern. Je nach Formatierung und Sprache funktioniert das Alignment mehr oder weniger gut.
Viele Firmen verzichten auf diesen Schritt, weil sie den Aufwand dafür nicht einschätzen können. Als Richtgröße kann man etwa 30 bis 50 Prozent der Zeit für eine Neuübersetzung nehmen.
In dieser Podcastfolge stellt Ihnen Herr Binder unser Neues Buch zum Thema: "Übersetzungstechnologien" vor. Unter anderem erfahren Sie in dieser Folge wie man Übersetzungsabläufe besser verstehen und auch vereinfachen kann. Welche Rolle spielen z.B. die Terminologiearbeit, Translation-Memory, Terminologiedatenbank, kontrollierte Sprache und ein technischer Übersetzer dabei? Dies und vieles mehr erfahren Sie in dieser Podcastfolge.
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Jede Art von geschriebenem Text kann übersetzt werden. Das reicht von Betriebsanleitungen zu Werbeschriften, Patenten oder Verträgen. Nicht jede Textart stellt dieselben Anforderungen an den Übersetzer. Manchmal steht eine wortgetreue Wiedergabe des Ausgangstextes im Vordergrund, wie beispielsweise bei einer technischen Übersetzung. Manchmal ist es genau das Gegenteil, wie beispielsweise bei einer Marketingübersetzung, die möglichst frei formuliert ist.
In der Regel weiß der Übersetzer, wie er vorgehen muss. Er wird eine Betriebsanleitung ganz anders übersetzen als einen Vertrag. Die Erfahrung zeigt aber, dass es immer wieder Diskussionen über den Stil und die Formulierung von Übersetzungen gibt. Dies ist insbesondere bei Texten mit Marketingfunktion der Fall.
Bei einigen Sprachen wie Italienisch oder Französisch ist es üblich, seine Ausdrucksweise zu variieren. Bei technischen Texten ist es im Deutschen dagegen die Regel, konsistent zu schreiben. Es hilft also, wenn der Auftraggeber seine Erwartungen an der Übersetzung im Voraus so präzise wie möglich formuliert. So wird eine möglichst exakte Zielvorgabe geschaffen.
Wenn es um die Übersetzung von Bedienungsanleitungen, Gebrauchsanleitungen oder Einbauanleitungen geht, werden Fachübersetzer benötigt, da die Übersetzung von technischen Unterlagen ein sensibles Thema ist und einen großen Teil des Haftungsrisikos eines Produktes ausmacht.
Zunächst ist es wichtig, die erforderliche Sprache zu bestimmen. Beispielsweise gibt es nicht einfach Englisch, sondern das so genannte Britische Englisch (BE) und das Amerikanische Englisch (AE). Es bestimmt somit der Zielmarkt die Übersetzungssprache.
Der Übersetzer muss mit den Abläufen und den Feinheiten der Maschine oder der Anlage vertraut — also im jeweiligen Fachgebiet „zu Hause sein“. So kann ein Übersetzer entweder im Bereich Maschinebau ein Profi sein oder im Bereich Fahrzeugbau.
Um ein möglichst optimales Ergebnis zu gewährleisten, sollten dem Übersetzer alle verfügbaren Informationen und Referenzmaterialien zur Verfügung gestellt werden. So kann er aus einem Firmenglossar die Terminologie entnehmen und wichtige Informationen zu Fachbegriffen erhalten. Darüber hinaus bekommt er bei einer technischen Übersetzung ein besseres Verständnis für die Thematik, in dem er Zugang zu Zeichnungen, Animationen, Verkaufsprospekten, Bildern, Videos und Broschüren erhält. Kurz gesagt: Alles, was ihm helfen kann, sich die Maschine und deren Arbeitsweise besser vorzustellen. Eine Schulung und Demonstration für die Übersetzer direkt an der betroffenen Maschine und den Werkzeugen ist ein weiterer Punkt, der zu empfehlen ist. Dadurch wird der Übersetzer mit allen Abläufen vertraut in diesem Zusammenhang kann die Fachterminologie diskutiert und bestimmt werden. Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte wird der Zieltext ebenso aussagekräftig wie der Ausgangstext.
Außerdem sollte der Übersetzer Ansprechpartner beim Kunden für Rückfragen haben. Idealerweise jemanden, der der Zielsprache mächtig ist.
Was für die Redaktion gilt, gilt auch für die Übersetzung. Bereits vorhandene Übersetzungen kann man wiederverwenden! Es ergibt keinen Sinn, denselben Satz zwei Mal von Grund auf neu zu übersetzen. Dies spart auch Kosten.
Ein wesentlicher Teil der technischen Dokumentation wie Betriebsanleitungen, Schulungsunterlagen oder Einbauanleitungen wird nicht komplett neu geschrieben, sondern regelmäßig aktualisiert. Oft lassen sich durch den Einsatz eines Translation-Memory-Systems Kostenersparnisse von 20 Prozent oder mehr erzielen.
Beispiel-Projekt mit 100 Seiten und 20 Prozent Wiederholungen:
Je weniger Änderungen der Redakteur in Ausgangstexten vornimmt oder vornehmen muss, desto höher ist die Ersparnis durch das Translation-Memory-System. Der Einsatz von diesem Modul lohnt sich immer, da es als Nebenprodukt von Übersetzungen mit einem CAT-Tool aufgebaut wird.
Das Translation-Memory-System erkennt automatisch, wenn Sätze in einem vergangenen Projekt übersetzt wurden, und schlägt dem Übersetzer diese Übersetzung vor. Vor Beginn der Arbeit generieren diese Systeme eine Statistik darüber, wie viel aus früheren Übersetzungen wieder verwendbar ist und optimiert dies sprachlich.
Besonders bei Firmen, die ein ganzes Team technischer Redakteure einsetzen, sammeln sich unterschiedliche Formulierungen für dieselbe Aussage.
Hier zwei Beispiele:
1.1 Bitte drücken Sie „Beenden“ zum Schließen des Programms.
1.2 Bitte drücken Sie „Beenden“, um das Programm zu schließen.
2.1 Die zentrale Schmieranlage ist nur dann betriebsbereit, wenn der Hauptantrieb
eingeschaltet ist.
2.2 Die Zentralschmieranlage ist nur bei eingeschaltetem Hauptantrieb betriebsbereit.
Dieses Phänomen betrifft nicht nur den Satzbau, sondern auch Fachwörter: Mal wird eine Komponente als Gebläse oder Lüfter bezeichnet, Rüttler oder Vibrator. Die Inkonsistenz in der Terminologie führt dazu, dass manche Sätze nicht als Wiederholung erkannt und erneut übersetzt werden. Zusätzlich kann dies auch beim Kunden für Verwirrung sorgen.
Für Firmen, die regelmäßig in mehrere Sprachen übersetzen lassen, entsteht neben dem Qualitätsverlust auch ein finanzieller Schaden. Ein Satz, den man beispielsweise in 20
Sprachen übersetzt, kostet 25 bis 40 Euro. Bei einem einzigen Satz ist der Aufwand überschaubar, bei 100 Sätzen spricht man bereits über nennenswerte Beträge.
Eine der häufigsten Klagen über Ausgangstexte, die man von Übersetzern hört, betrifft Inkonsistenzen von Benennungen. Ein und derselbe Gegenstand erhält im selben Dokument unterschiedliche Benennungen. Damit stellt sich für den Übersetzer die Frage, ob es sich eventuell um unterschiedliche Themen handelt, die er mit unterschiedlichen Termini übersetzen sollte. Auch die Schreibweise mancher Begriffe ist nicht immer einheitlich (Messgerät oder Mess-Gerät). Das führt dazu, dass die Software zur Erkennung von Terminologie versagt, die während der Übersetzung eine bestimmte fremdsprachliche Entsprechung für eine Benennung vorgibt. Auch hier werden bei der Übersetzung oft Schwachstellen in der Dokumentation aufgespürt. Der Übersetzer berichtigt in der Fremdsprache uneinheitliche Formulierungen oder Begriffe im Ausgangstext. Durch eine Analyse der Translation-Memories (TM) oder der Terminologie fallen diese verbesserungsbedürftigen Stellen auf.
Die Terminologiearbeit gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Redakteurs und des Übersetzers. Dies wird in einem gesonderten E-Book ausführlich behandelt.
TIPP
Optimieren Sie Ihre Terminologie:
Pflegen Sie die Terminologie in mehreren Sprachen.
Kontrollierte Sprache ist ein Teil des Redaktionsleitfadens, entwickelt, um die Erstellung von technischen Dokumentationen zu vereinfachen. So wird in der kontrollierten Sprache die Terminologie, der Firmenwortschatz, der Schreibstil, die Satzlänge, die Verwendung von Klammern und Bindestrichen und Ähnliches geregelt. Dadurch werden Anleitungen, Reparaturhandbücher oder vergleichbare Dokumente — die oft von mehreren Personen geschrieben werden — für die Leser einheitlicher und verständlicher.
TIPP
Kontrollierte Sprache in einem Unternehmen einzuführen ist eine Mammutaufgabe. Übernehmen Sie stattdessen ein oder zwei der Prinzipien.
Die Fremdsprachenexpansion ist eine der Hauptgründe dafür, dass eine Nachformatierung der übersetzten Version erforderlich ist. Unter „Expansion“ versteht man in der Branche die Verlängerung oder Verkürzung einer Übersetzung im Verhältnis zum Ausgangstext. Nicht alle Sprachen benötigen gleich viel Platz. Die meisten romanischen Sprachen sind beispielsweise um 20 bis 25 Prozent länger als Deutsch.
EIN BEISPIEL:
„Abspannen“ (neun Zeichen) = „reduction in voltage“ (20 Zeichen): +122%
TIPP
Bei der Übersetzung von Software oder Ersatzteillisten beachten, dass die kürzere Sprache sehr lang werden kann.
Was tun, wenn diese nicht möglich ist oder nicht berücksichtigt wurde? Dann muss man in den sauren Apfel beißen und auf einige Layouttricks zurückgreifen.
TIPP
Muss die Übersetzung seitengleich sein und der Platz knapp ist, kann man:
Den Satzspiegel ändern und die Ränder reduzieren.
Grafiken und Bilder mit Text zählen zu den regelmäßigen Problemen beim Übersetzen. Die Übersetzungstools können den Text nicht als solchen erkennen und analysieren. Er muss händisch mit Bildbearbeitungsprogrammen überschrieben werden. Dies ist zeitaufwändig und erhöht die Übersetzungskosten. Es ist daher beispielsweise sinnvoll, Texte in Grafiken und Bildern durch Referenznummern oder Buchstaben zu ersetzen und die Texte in eine Tabelle zu übernehmen. Je mehr Sprachen man benötigt, desto größer der Vorteil einer solchen Lösung.
TIPP
Texte nicht in den Grafiken und Bildern, sondern als Legende zu den Referenznummern schreiben.
Viele Unternehmen publizieren ihre Anleitungen mehrsprachig. Das ist für die Produktlogistik einfacher. Außerdem erleichtern mehrsprachige Texte in vielen Fällen die Kommunikation. Für Übersetzer, die mit Übersetzungsprogrammen arbeiten, sind diese Dokumente allerdings etwas schwierig zu verarbeiten. Weil sie den Einsatz von Übersetzungstechnologien erschweren.
Mit Übersetzungstechnologien (CAT-Tools) kann analysiert werden, wie viel zu übersetzen ist und was aus früheren Projekten wiederverwendet werden kann. Bei einsprachigen Texten ist dies nicht besonders schwierig. Aber gilt das auch für mehrsprachige Texte?
Wie soll das Übersetzungsprogramm erkennen, was Deutsch und was Englisch ist? Oft ist es kaum möglich, Sprachversionen automatisch auseinanderzuhalten. Es sei denn, die Dokumentenstruktur erlaubt auf einfache Weise eine automatische Trennung der Sprachen. Um einen mehrsprachigen Text mit einem Übersetzungsprogramm zu übersetzen, ist es meistens erforderlich manuell einzugreifen. Der Übersetzer muss eine oder mehrere Sprachen aus dem Text entfernen oder kennzeichnen. Erst dann kann er mit dem Übersetzen beginnen. In manchen Fällen ist dieser Aufwand zu hoch und man verzichtet lieber auf den Einsatz von Übersetzungstechnologien. Wer die Wahl hat und regelmäßig übersetzen lässt, sollte daher auf mehrsprachige Texte verzichten. Und wenn dies nicht geht, können folgende Tipps helfen:
TIPP
Legen Sie die Dokumentenstruktur so fest, dass man die Sprachen leicht voneinander trennen kann.
Stehen ein oder mehrere Leerzeichen vor bzw. nach Satzzeichen?
Wie sehen Anführungszeichen oder Apostrophe aus?
Verwendet eine Sprache Symbole, die im Deutschen nicht gebräuchlich sind, und, und,
und…?
Fremdsprachige Typographie hat seine Eigenheiten, und man könnte damit ein komplettes Buch ausfüllen. Deswegen die Konzentration auf einige wichtige Fälle aus der Praxis. Französisch besetzt bei der fremdsprachigen Typographie einen speziellen Platz. Im Gegensatz zum Deutschen und Englischen steht im Französischen vor Fragezeichen (?) und Semikolon (;) ein Leerzeichen. Außerdem steht nach öffnenden (<<) und vor schließenden (>>) Anführungszeichen (guillemets) ein Leerzeichen. Im Englischen fügt man oft nach dem Punkt am Satzende ein doppeltes Leerzeichen ein.
Bei den Anführungszeichen findet man ebenfalls einige Unterschiede:
„Deutschland“
“USA/UK“
<>
<< Frankreich >>
Im Gegensatz zu einigen Berufen wie Arzt oder Anwalt ist der Übersetzerberuf nicht geschützt. Jeder darf behaupten, ein Übersetzer zu sein und seine Dienste anbieten. Wer nur gelegentlich Übersetzer einsetzt, tut sich schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Lockangebote mit Kampfpreisen aus dem Internet kommen selten von professionellen Übersetzern mit Berufserfahrung. Wie bei anderen Berufsständen hat ein erfolgreicher Übersetzer es nicht nötig, seine Leistung zu Preisen deutlich unterhalb der marktüblichen Preise anzubieten
Welche Ausbildung hat der professionelle Übersetzer im Normalfall?
Der Profi-Übersetzer hat in der Regel eine akademische Ausbildung als Diplom-Übersetzer.
Dies setzt in der Regel eine Studienzeit von drei bis fünf Jahren voraus.
Neben einer perfekten Beherrschung von mindestens zwei bis drei Sprachen verlangt man von ihm weitere Kenntnisse. Er sollte sich auf bestimmte Fachgebiete (Technik, Recht, Wirtschaft etc.) spezialisieren und solide EDV-Kenntnisse haben. Die Arbeit mit Translation-Memory-Programmen (CAT-Tools), mit Terminologie Tools sowie mit unterschiedlichen Dateiformaten gehört dazu.
Diese seltene Kombination aus sprachlichem und fachlichem Können, gepaart mit guten EDV-Kenntnissen ist der Grund dafür, dass es nicht einfach ist, gute und erfahrene Übersetzer zu finden.
Frau Schermer erzählt in dieser Podcast-Folge ihren Werdegang als Übersetzerin und Dolmetscherin. Interessant sind auch die Herausforderungen beim Dolmetschen und Übersetzen für die Polizei oder das Gericht, über die sie erzählt. Welche technischen, sprachlichen und kulturellen Herausforderungen zeigen sich auf? Worauf sollten Dolmetscher, Übersetzer und Kunden vor allem dabei achten? Dies und vieles mehr erfahren Sie in dieser Podcast-Folge. Hören Sie rein!
Frau Donachie-Bach erzählt in dieser Podcast-Folge bzw. Interview, was Kunden bei der Dolmetscherplanung beachten sollten? Warum arbeiten Simultandolmetscher immer zu zweit in einer Kabine? Welche Missverständnisse gab es bei der Planung der Dolmetscher- bzw. Konferenztechnik? Was sollten Redner und Referenten bei der Vorbereitung und Präsentation Ihrer Reden achten? Warum ist es wichtig Vorbereitungsunterlagen vollständig zur Verfügung zu stellen? Dies und vieles mehr, erfahren Sie in dieser Podcast-Folge. Hören Sie rein!
Ein Video zu diesem Interview finden Sie in unserem GFT YouTube Kanal.
Unter anderem geht es in diesem Podcast auch um die Bürokratie hinter den Übersetzungsarbeiten, die damit verbundenen Herausforderungen, die Qualität der Ausgangstexte die vom Kunden übermittelt werden, Terminologiebestimmungen in der Ausgangs- und Zielsprache und viele weitere interessante Punkte. Hören Sie rein!
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